Bayern München vor Sprung an die Tabellenspitze

Von am 17. Oktober 2014 – 14.47 Uhr 21 Kommentare

Der FC Bayern München kann am Samstag zumindest vorübergehend die Tabellenführung in der Allianz Frauen-Bundesliga übernehmen. Zum Auftakt des achten Spieltags treffen die Münchnerinnen auf den SC Sand (11.45 Uhr, live bei Eurosport und DFB-TV). Tags darauf spielt Meister VfL Wolfsburg gegen Jena, und der 1. FFC Frankfurt möchte gegen Leverkusen Wiedergutmachung betreiben.

Bislang ist der FC Bayern München in der Liga ungeschlagen, nun kommt mit dem SC Sand ein Aufsteiger an die Isar, gegen den man Geduld haben müsse, ist sich FCB-Trainer Thomas Wörle sicher.

Caroline Abbe, Gina Lewandowski

Können die Münchnerinnen am Samstag die Tabellenführung bejubeln? © Karsten Lauer, girlsplay.de

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Konzentriert und geduldig
Wörle erwartet „einen engmaschig und gekonnt verteidigenden Gegner, der aber auch in der Offensive über Qualität verfügt.“ Für sein Team formuliert er als Marschrichtung für Samstag: „Wir werden dementsprechend sehr konzentriert, geduldig und vorallem schnell kombinieren müssen.“ Während es für die Münchnerinnen um die Tabellenführung geht, hat der SC Sand nach einem ordentlichen Saisonstart zuletzt nicht mehr punkten können und liegt auf dem zehnten Rang.

Hoffenheim erwartet offensive Herforderinnen
Dabei wird der SC auch schauen, was der nur zwei Zähler schlechtere Herforder SV tags darauf bei der TSG 1899 Hoffenheim erreicht. „Herford macht gerade das durch, was wir aus der letzten Saison nur zu gut kennen. Als Aufsteiger sind sie motiviert, haben immerhin neun Tore erzielt, in der Defensive aber Schwächen offenbart. Ich kann mir vorstellen, dass sie ihr Heil in der Offensive suchen und versuchen werden, gefährlich nach vorne zu spielen“, blickt Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann voraus. Seine Mannschaft hat zwar im Vergleich mit dem HSV weniger als die Hälfte an Toren erzielt. Dafür präsentierte sich die TSG aber bisher defensiv stark und hat lediglich neun Gegentore zugelassen.

Kreuzbandriss bei Katharina Kiel
Verzichten muss Ehrmann am Sonntag aber auf Katharina Kiel. Die 22-Jährige hat sich am Donnerstagabend beim Training das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen. Für Kiel ist es in ihrer Karriere bereits der zweite Kreuzbandriss. Sie wird mindestens sechs Monate ausfallen.

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Wolfsburg gegen Jena, Frankfurt empfängt Leverkusen
Wenn der FC Bayern München gegen den SC Sand den erwarteten Sieg einholt, muss der VfL Wolfsburg am Sonntag gegen den FF USV Jena punkten, um die Tabellenspitze zurück zu erobern. Dass die Spitzenteams patzen, wird sich der 1. FFC Frankfurt wünschen, der gegen Bayer 04 Leverkusen antritt. Bei zwei Remis in der vergangenen Saison hat die Werkself allerdings bereits gezeigt, wie man den Hessinnen ebenfalls Punkte abnimmt. Punkte, die schließlich im Endspurt um die Deutsche Meisterschaft gefehlt haben. „Wir wollen die offene Rechnung gegen Leverkusen aus der letzten Saison nun endlich begleichen und zeigen, dass wir auch gegen die Werkself gewinnen können. Hierzu ist es nötig, erneut Dominanz auszuüben und die Chancen mit absoluter Konsequenz zu nutzen“, sagt FFC-Trainer Colin Bell.

Grings hofft auf Überraschung
Der 1. FFC Turbine Potsdam ist unterdessen bei Tabellenschlusslicht MSV Duisburg zu Gast. „Turbine ist Favorit, doch wenn die Chance auf eine Überraschung bestehen sollte, stehen wir gerne bereit. In diesem Spiel haben wir nichts zu verlieren“, sagt MSV-Trainerin Inka Grings, die personell gegen Potsdam aus den Vollen schöpfen kann.

Nur drei Punkte hinter den Potsdamerinnen liegen in der Tabelle die SGS Essen und der SC Freiburg, die im direkten Duell in Freiburg ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte festigen können.

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21 Kommentare »

  • labersack sagt:

    @ Eric,
    woher kennst du Ogimis Wunschvorstellung?
    Sowohl Wolfsburg als auch München haben zufriedenstellende Backups für ihre derzeitigen Ausfälle. Da wird niemand viel Geld auf den Tisch legen für eine Spielerin die ihren Zenit schon überschritten hat.

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