U20-WM: DFB-Frauen sind Weltmeister!
Bei der U20-WM in Kanada haben die DFB-Frauen im Finale gegen Nigeria den WM-Titel geholt. In einem spannenden Finale dauerte es bis in die Verlängerung, ehe der Erfolg perfekt war.
Beim 1:0 (0:0) nach Verlängerung erzielte Lena Petermann in der 98. Minute den goldenen Treffer des Tages, der der DFB-Elf nach 2004 und 2010 den dritten WM-Titel in dieser Altersklasse bescherte.
Meinert: “Stolz auf mein Team” DFB-Trainerin Maren Meinert freute sich : “Wir wollten ein gutes Turnier spielen, haben aber nie damit gerechnet, dass wir auch noch Weltmeister werden. Ich bin stolz auf mein Team und glücklich, dass wir das geschafft haben. Wie wir uns heute in die Defensive reingearbeitet haben, war schon phantastisch.”
Lina Magull mit erster DFB-Chance Die DFB-Elf ging gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Frankreich im Halbfinale personell unverändert ins Endspiel. In einer ausgeglichenen Partie hatte Lina Magull mit einem Freistoß aus 25 Metern die erste Chance, doch Nigerias Torhüterin Sandra Chichii war auf der Hut und parierte am kurzen Pfosten (18.).
Asisat Oshoala erstmals gefährlich Doch auch die Nigerianerinnen waren bei ihren gelegentlichen Vorstößen gefährlich und die pfeilschnelle Asisat Oshoala, mit sieben Toren bis dato beste Torschützin des Turniers, ging nach einem Ballverlust im Mittelfeld von Margarita Gidion auf und davon, doch verzog ihren Schuss, nachdem sie DFB-Torhüterin Meike Kämper bereits umkurvt hatte (22.).
Chancen auf beiden Seiten Nach einer guten halben Stunde bot sich den DFB-Frauen die nächste Chance, doch Pauline Bremer vergab unter Bedrängnis nach Flanke von Sara Däbritz (32.). Chinwendu Ihezuo eroberte den Ball, als Rebecca Knaak mit dem Fuß im Kunstrasen hängen blieb, doch Oshoala konnte bei ihrem Schuss übers Tor kein Kapital daraus schlagen (38.). Die Westafrikanerinnen kamen immer besser in die Partie, Courtney Dike hatte die nächste Chance, doch Kämper hielt ohne Probleme (42.).
Weiterhin ausgeglichenes Spiel Joelle Wedemeyer kam zur zweiten Halbzeit für die angeschlagene Knaak. Sara Däbritz hatte nach Vorlage von Lena Petermann die erste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel, doch Chichii hielt ihren 15-Meter-Schuss sicher (49.). Pauline Bremer verpasste nach einer guten Stunde per Kopf nach Freistoß von Sarah Däbritz nur knapp die Führung (63.). Die Freiburgerin war in der Folge für einige weitere gefährliche Standards verantwortlich (69., 70.). Pauline Bremer setzte Lena Petermann ein, doch Sandra Chichii kam rechtzeitig aus ihrem Tor heraus (78.).
U20-WM: Meike Kämper zur besten Torhüterin gekürt U20-WM: DFB-Frauen wollen den Titel holen DFB-Frauen im Wembley-Stadion gegen England DFB-Frauen im Glück Die DFB-Elf erarbeitete sich nun leichte optische Vorteile, doch der Schein trog, denn es gab eine Schrecksekunde, als der Ball im eigenen Netz zappelte- Doch die kanadische Schiedsrichterin Carol Anne Chenard verwehrte den nigerianischen Treffer die Anerkennung, weil Loveth Ayila den Kopfball von Ihezuo noch mit dem Fuß unnötigerweise über die Linie bugsierte und dadurch den Abseitspfiff auslöste (85.). Und Augenblicke später rettete Meike Kämper vor der einschussbereiten Oshoala (86.).
Führung durch Petermann Es ging in die Verlängerung und die nach rund einer Stunde für Lina Magull eingewechselte Kathrin Schermuly hatte per Kopf die erste Möglichkeit (94.). Kurz darauf ließ Oshoala erneut ihre individuelle Klasse aufblitzen, Meike Kämper war auf der Hut (96.). Und dann war es soweit: Pauline Bremer eroberte am rechten Flügel den Ball gegen Gladys Abasi, legte mustergültig an den Fünfmeterraum zurück, wo Lena Petermann souverän zur Führung einschob (98.).
DFB-Elf lässt nichts mehr anbrennen Die Nigerianerinnen warfen nun noch einmal alles in die Waagschale, Deutschland lauerte auf die eine Konterchance, die die Entscheidung bringen sollte. Nach einer Ecke von Theresa Panfil versuchte es Pauline Bremer per Kopf (115.). Und die Elf von DFB-Trainerin Maren Meinert überstand die Schlussminuten unbeschadet.
Petermann: “Es ist alles so irreal” Torschützin Petermann war nach dem Spiel voller Freude : “Ich finde noch keine Worte, es ist alles so irreal, man muss das alles erstmal sacken lassen. Der Wille und Teamgeist war ausschlaggebend.”
Deutschland: Kämper – Rauch, Knaak (46. Wedemeyer), Gidion, Wilde – Däbritz (99. Dallmann), Dieckmann, Magull (59. Schermuly), Panfil – Petermann, Bremer
Nigeria: Chiichii – Okoye, Nnodim, Ayila (101. Kanu), Dike (51. Sunday) – Igbinovia (118. Adeboyejo), Ayinde, Njoku, Abasi – Oshoala, Ihezuo