U20-WM: DFB-Elf steht im Halbfinale

Von am 17. August 2014 – 6.44 Uhr 27 Kommentare

Die deutsche U20-Frauenfußball-Nationalelf hat bei der U20-WM Gastgeber Kanada aus dem Turnier geworfen und steht im Halbfinale, wo das Team auf Frankreich oder Südkorea treffen wird.

Beim 2:0 (1:0)-Sieg vor 22 421 Zuschauer im Commonwealth-Stadion von Edmonton sorgte Pauline Bremer für die Führung (24.), in der Schlussphase gelang Rebekka Knaak (82.) die Entscheidung.

Zwei Änderungen in der Startformation
Wieder mit Meike Kämper statt Merle Frohms im Tor sowie Wibke Meister für Felicitas Rauch in der Abwehr ging die DFB-Elf in das Duell mit den Ahornblättern. Die DFB-Elf musste eine Schrecksekunde überstehen, als Emma Fletcher einen 20-Meter-Schuss an die Querlatte setzte.

Anzeige

Führung durch Bremer
Mitte der ersten Halbzeit ging die DFB-Elf in Führung, als „Spielerin des Spiels“ Lena Petermann im Mittelfeld einen weiten Abschlag von Kämpfer per Kopf verlängerte und Pauline Bremer den Ball einnetzte, nachdem sie zuvor Kanadas Torhüterin Kailan Sheridan umkurvt hatte und einige kanadische Abwehrspielerinnen ins Leere laufen ließ. Allerdings stand Bremer bei der Kopfballverlängerung im Abseits, so dass der Treffer nicht hätte zählen dürfen.

Pauline Bremer

Pauline Bremer brachte Deutschland mit ihrem vierten Turniertreffer auf Kurs © Zetbo / Framba-Fotos.de

Knaak sorgt für Entscheidung
Die DFB-Elf war mit der Führung im Rücken nun besser in der Partie, und Lena Petermann hätte noch vor der Pause erhöhen können. Bremer hatte anfangs der zweiten Halbzeit nach erneuter Vorlage von Petermann die Chance aufs 2:0, doch sie vergab.

Jetzt lesen
WM-Quali: DFB-Elf siegt in Slowenien

Die Entscheidung gegen immer druckvoller werdende Kanadierinnen – so musste Kämper Mitte der zweiten Halbzeit gegen Fletcher klären – fiel dann erst in der Schlussphase, als Rebekka Knaak nach einem Eckball von Sara Däbritz per Kopf für die Entscheidung sorgte (82.).

DFB-Halbfinalgegner wird am Sonntag ermittelt
Das erste Viertelfinale gewann Nordkorea nach Elfmeterschießen gegen die USA, die beiden weiteren Viertelfinalspiele Nigeria gegen Neuseeland und Frankreich gegen Südkorea werden am Sonntag ausgetragen.

Deutschland – Kanada 2:0 (1:0)

Deutschland: Kämper – Wilde, Gidion, Knaak, Meister, (87. Rauch) – Dieckmann (46. Schermuly), Magull (72. Dallmann) – Panfil, Petermann, Däbritz – Bremer

Kanada: Sheridan – Yekka, McNicoll, Buchanan, Quinn, Fleming, Prince (16. Campbell/Pierre-Louis), Lawrence, Beckie, Sanderson, Fletcher (82. Agnew)

Tore: 1:0 Bremer (24.), 2:0 Knaak (82.)

Schiedsrichterin: Salome Di Iorio (Argentinien)

Gelbe Karten: Petermann, Meister, Rauch

 

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Jofl sagt:

    @detlef
    Geht’s auch mit ein paar Smileys und Ausrufezeichen weniger?
    Und alle Spielerinnen nur mit Vornamen und Spitznamen zu nennen nervt auch. Als ob man mit denen zur Schule gegangen ist oder in einer Wg zusammen wohnt.
    Mann Mann.

    (1)
  • never-rest sagt:

    P. Bremer ist schon eine Gute, kann aber natürlich noch viel lernen. Bringt mit ihrer Schnelligkeit und starken Physis die besten Voraussetzungen mit. Dafür hapert es manchmal noch an der sauberen Verarbeitung der Bälle mit dem Rücken zum Tor, in manchen Situationen verliert sie in der Tat auch den Blick für eine besser postierte Mitspielerin vor dem Tor und ihr Kopfballspiel ist ausbaufähig. Insgesamt wirkt Bremer`s Spielweise zuweilen noch recht ungestüm. Dafür hat sie immer einen direkten Drang zum Tor und sucht den schnellen Abschluss, was eine Klassestürmerin ausmacht.

    Traue ihr jedenfalls aus der U20 neben Däbritz, Magull und Knaack am ehesten zu, sich bald auch in der N 11 zu etablieren. Ihre Chancen dürften dort aber auf den Außenpositionen am Besten sein, weil in der Sturmmitte das Gedränge mit Popp, Sasic und Mittag eh schon groß genug ist. Bremer könnte schon zur WM 2015 den Platz von L. Lotzen einnehmen, falls die nicht mehr rechtzeitig gesund und fit werden sollte.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Pauli ist für mich eine echte Instinktfußballerin. Sie macht, ohne nachzudenken, viele Sachen einfach richtig und trifft die richtigen Entscheidungen. Und sie lernt aus den Spielen unglaublich. Wenn man sie in der Bundesliga im Wochenalltag verfolgen kann, ist es unglaublich, wie sie Dinge verarbeitet. Und sie ist auch nicht im eigentlichen Sinne eigensinnig, was man daran sieht, dass sie ohne weiteres 4 Vorlagen gibt, bevor sie selbst mal trifft. Und sie wird auch aus den vergebenen Chancen, wo Mitspielerinnen besser standen, lernen und sie dann instinktiv in vergleichbaren Situationen richtig(-er) entscheiden.

    Dabei gilt für sie wie für alle anderen, dass sie noch jung ist und Fehler machen darf. Man darf auch nicht vergessen, dass sie weniger Spiele in einer U20 hat als die meisten anderen, da sie ja erst im Februar mit in den Kader gekommen ist, auch wenn sie schon 1 Mal bei der N11 dabei gewesen ist.

    @never-rest: Die Verarbeitung von Bällen mit dem Rücken zum Tor fällt Pauli wahrscheinlich deshalb schwerer, weil sie im Verein bisher nur auf der rechten Seite gespielt hat. Das Muster, was sie deshalb traumhaft beherrscht, ist daher der Sprint zur Grundlinie und der flache Pass in den Strafraum bzw. in den Rückraum.

    (0)
  • Humi sagt:

    @waiiy
    Bis auf Magull, die schon 2012 dabei war, haben alle Spielerinnen, die jetzt im WM-Kader stehen, frühestens im Februar ihr erstes U20-Länderspiel bestritten. Bremer hat seitdem sämtliche acht mögliche Partien bestritten.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Jofl,
    Wenn Dir meine Beiträge nicht gefallen, dann ignoriere sie doch einfach!!! 😉
    Wenn Du Dich schon an Äußerlichkeiten störst, wirst Du auch den Inhalt eher ablehnen!!! 🙁
    Ich finde es zumindest sehr intolerant, anderen vorzuschreiben, wie sie etwas zu schreiben haben!!! 🙁

    In Potsdam bilden Mannschaft und Fans eine Einheit!!! 🙂
    Deshalb sprechen wir die Spielerinnen so an, wie sie sich auch untereinander rufen!!! 😉
    Ist natürlich zT auch Bequemlichkeit, da die Nicknames meist wesentlich kürzer sind als ihre „richtigen Namen“!!! 😉

    @tpfn,
    Da hast Du sicher etwas falsch verstanden!!! 😉
    Ich habe schon einige Trainingseinheiten besucht, und sitze zumindest im KARLI direkt hinter unserer Bank!!!
    Schröder mahnt die TURBINEN immer dazu, richtig hinzuschauen bevor sie einen Pass spielen, usw!!!
    Das geht eher schlecht wenn man den Kopf unten hat!!! 😉

    (0)
  • FF-Fuchs sagt:

    Gratulation an das gesamte Team und da meine ich auch die Ergänzungsspielerinnen.

    Die U20 spielt seit Jahren einen sehr guten Fußball. WM-Sieg 2010 2.Platz bei der WM 2012 und jetzt schon wieder im Halbfinale!!
    Wer so lange in der Weltspitze spielt,da macht das Trainerteam doch einiges richtig!

    Freuen wir uns auf das HF, drücken wir die Daumen. Sollte es zum Endspiel trotzdem nicht reichen, haben die Spielerinnen und das Trainer- und Betreuerteam sehr gute Arbeit geleistet.

    (0)
  • holly sagt:

    @ Detlef, das mit den Nicknames hier finde ich auch nicht immer gut. Das ist dann manchmal nur was für Insider oder Potsdamfans.
    Mannmachmal weiss man garnicht welche Spielerin gemeint ist.

    (0)