Ada Hegerberg wechselt zu Olympique Lyon

Von am 16. Juli 2014 – 9.11 Uhr 29 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam hat einen weiteren hochkarätigen Abgang zu verzeichnen, denn Stürmerin Ada Hegerberg wechselt zum französischen Meister Olympique Lyon.

„Ich halte Lyon für den stärksten Verein der Welt. Er ist unglaublich professionell und hat eine lange Geschichte. Es ist großartig, ein Teil davon zu werden. Es juckt mich schon in den Füßen und ich würde am liebsten gleich beginnen“, so Hegerberg, die am Dienstag einen Zweijahresvertrag unterschrieb.

Ablösesumme in unbekannter Höhe
Der noch ein Jahr laufende Vertrag mit der norwegischen Nationalstürmerin beim 1. FFC Turbine Potsdam wurde gegen eine Ablösesumme aufgelöst, über deren Höhe beide Verein Stillschweigen bewahren. Hegerberg hatte sich in der Vergangenheit mehrfach geäußert, dass sie sich in Potsdam nicht mehr wohlfühlen würde.

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Qualität verloren
Für Potsdam ist der Abgang von Hegerberg ein weiterer schwerer Schlag, nachdem zuvor bereits Maren Mjelde (Kopparbergs/Göteborg FC), Antonia Göransson (Vittsjö GIK), Guðbjörg Gunnarsdóttir (Lillestrøm SK), Alex Singer (Washington Spirit) und Ann-Katrin Berger (Paris Saint-Germain) den Verein verlassen hatte.

Abgänge kompensieren
Für die Potsdamerinnen geht es nun in der Vorbereitung darum, eine schlagkräftige Gruppe für die kommende Saison zu formen. Dazu sollen wöchentlich zwei bis drei Spielerinnen getestet und gegebenenfalls verpflichtet werden. Beim Trainingsauftakt, zu dem auch Achim Feifel als neuer Mann im Trainerstab anwesend war, stellten sich eine Russin und eine Italienerin vor.

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Ada Hegerberg

Ada Hegerberg geht zukünftig in Frankreich auf Torejagd © Rainer Hennies

De Criscio und Chernomyrdina im Probetraining
Die 21-jährige Verteidigerin Federica de Criscio von AGSM Verona, gehört zum erweiterten Kader der italienischen A-Nationalmannschaft von Trainer Antonio Cabrini. Die 18-jährige, vielseitige Margarita Chernomyrdina von Chertanovo Moskau könnte das Mittelfeld der Turbinen verstärken.

NWSL-Spielerinnen sollen Abwehr stärken
Darüber hinaus plant Turbine-Trainer Bernd Schröder, der als Zielsetzung die erneute Qualifikation für die UEFA Women’s Champions League ausgegeben hat, laut der beiden Potsdamer Lokalzeitungen zwei erfahrene Defensivspielerinnen aus der US-Profiliga NWSL zu verpflichten. Es gebe aussichtsreiche Gespräche, aber die Verträge seien noch nicht in trockenen Tüchern.

Testspiele
Das erste Testspiel bestreitet der 1. FFC Turbine Potsdam am Samstag, 26. Juli, 18 Uhr, beim Kreisligisten TSV Treuenbrietzen. Am Freitag, 8. August, 18.30 Uhr, kommt es in Gröden zu einem Test bei Kreisligist FC Schradenland. Am Samstag, 16. August, tritt die Elf dann beim FC Deetz im Rahmen eines Benefizspiels zu Gunsten des Frauenhauses der Stadt Potsdam gegen Bundesliga-Kontrahent FF USV Jena an. Weitere Testspiel sind in Planung, aber noch nicht terminiert.

29 Kommentare »

  • Markus Juchem sagt:

    Ein aktuelles Statement zum Thema von FFC-Manager Siegfried Dietrich:

    „Für den 1. FFC Frankfurt kann ich nur erklären, dass Dzsenifer Marozsán eine besonders
    wichtige und wertgeschätzte Spielerin für unsere Mannschaft und unseren gesamten Verein
    ist. Dzsenifer Marozsán spielt bei der perspektivischen Entwicklung unseres Klubs und
    unserer Planung eine herausragende Rolle. Wir setzen langfristig auf eine Zusammenarbeit
    und haben deshalb den Vertrag mit ihr wunschgemäß bis zum 30.06.2016 abgeschlossen.

    Es entspricht unserer Vereinspolitik, dass wir unsere Verträge stets erfüllen, dies erwarten wir
    selbstverständlich auch von unseren Spielerinnen. Der 1. FFC Frankfurt beteiligt sich
    grundsätzlich zum Schutze von Verein und Spielerinnen nicht an Gerüchten und
    Spekulationen, teilt aber der Vollständigkeit halber mit, dass es zur Stunde auch keinerlei
    offizielle seriöse Anfragen anderer Klubs an den 1. FFC Frankfurt gibt.“

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  • Karl sagt:

    Das wird dann wohl nicht einfach fuer das Tipspiel in der kommenden Saison, ab wann kann man sich denn da fuer die neue Saison anmelden?

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  • Detlef sagt:

    @shane,
    Danke für Deine Sicht auf die Damallsvenskan!!! 🙂

    Ich habe die Dinge dort in der Tat nur sporadisch beobachtet, und da war Vittsjö immer kurz vor den Abstiegsrängen!!!
    Sie scheinen jetzt auf Platz 9 ziemlich sicher zu sein, allerdings schon mit 6 Zählern Rückstand auf Pitea und Rang 8!!! 🙁

    Irgendwie ist das trotzdem nicht der richtige Tabellenplatz für eine Nationalspielerin, selbst wenn Sundhage da etwas toleranter sein mag als die Bundesgöttin!!!
    Umea ist immerhin 2 Tabellenränge, und 6 Punkte besser als Vittsjö!!! 😉

    So viel „grauer“ wird meine „Schwarz/Weiß-Malerei“ dann auch wieder nicht, nur weil Vittsjö kaum noch absteigen kann!!! 😉

    Und es gibt doch die 2-3 Topteams in Schweden, wenn man Linköping wieder unterstellt, kein wirkliches Interesse an der CL-Quali zu haben!!!
    Aber vielleicht finden sie diese Saison ja Geschmack daran??? 😉

    Der Abstand von Rang 3(Göteborg) bis zu Rang 5(Eskilstuna) beträgt immerhin satte 6 Punkte!!!
    OK, soviel wie in Deutschland (18 Punkte) sind es dann doch nicht, aber immerhin schon klar abgezeichnet!!! 😉

    @Sokrates & Altwolf,
    Jaja, der schnöde Mamon!!! 🙂
    Aber es ist immerhin sehr amüsant zu sehen, wie es jetzt auch endlich die beiden Finanzhochburgen in Deutschland erwischt!!! 🙂

    Auf jeden Fall wird sich Frau Marozsan jetzt sehr darüber ärgern, noch vor wenigen Monaten Frankfurt die „Treue“ gehalten zu haben!!!
    Sehr interessant dürften auch die Aussagen von Marozsan bezüglich ihres „Traumvereins“ für die Verantwortlichen und die Fans in Frankfurt sein!!!
    In welchem Licht steht Mainhatten denn jetzt da, wenn eine absolute Stammspielerin zu ihren Wechselabsichten verlauten läßt, daß; „es schon immer ihr Traum gewesen sei, bei einem sehr professionellen-, und einem der besten Vereine Europas“ zu kicken??? 😉

    Ich wüßte jetzt sehr genau wie Bernd Schröder in Potsdam auf so eine Provokation reagieren würde!!! 😉
    Mal sehen ob sein Freund Colin Bell in Frankfurt jetzt die selben Schlüsse ziehen wird???

    Und bei ihrer derzeitigen Leistung in der Natio ist es gar nicht so sicher, ob sich nach der WM 2015 überhaupt noch ein Topklub bei ihr melden wird!!!

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  • AdiPreissler sagt:

    Welche beiden Finanzhochburgen erwischt es denn? Wolfsburg sicher nicht. Und Frankfurt war nie eine Hochburg, vielleicht ein halbes Stockwerk höher als andere Gemäuer, aber verglichen mit den Franzosen schon länger ein Bungalow.

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  • Detlef sagt:

    @AdiPreissler,
    Frankfurt war über viele Jahre hinweg der Finanzkrösus in Deutschland!!!
    Da kam kein anderer FF-Verein auch nur ansatzweise heran!!!
    Erst mit dem Engagement von WOB wurde dies anders, und nun ist man nur noch Nummer Zwei!!!

    Im Verhältnis zu Vereinen wie Lyon, früher Umea, Tyresö und nun ganz extrem PSG, war/ist auch der FFC Frankfurt nur ein ganz kleines Licht!!! 😉

    Und warten wir es mal ab was noch passiert, wenn sich Lyon und PSG immer weiter hochschaukeln!!! 🙁
    JOSI ist momentan noch ein/der Einzelfall!!!
    Aber wenn wie im Falle Marozsan das Zehnfache geboten wird, ist auch für WOB Ende der Fahnenstange!!!
    Dann helfen ihnen ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze bei VW auch nicht mehr, um ihre Top-Stars zu halten!!! 😉

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  • Kisame sagt:

    @Detlef

    Also wenn man der Aussage glauben schenken darf, dass eine Verzehnfachung des Gehalts trotzdem „nur“ 300.000€ sein sollen, dann gehe ich davon aus das Wolfsburg wohl gestemmt kriegen würde. Sind ja im Vergleich zum Herrenfußball immernoch Peanuts. Die Frage ist nur ob man das will, denn irgendwo muss man ja auch die Kosten/Nutzen betrachten und da hab ich so meine Zweifel ob eine Spielerin soviel wieder einspielt. Ausserdem will man sich bestimmt nicht sein ganzes Gehaltsgefüge schrotten, denn da kann man schon an einer Hand abzählen wie lange es dauert bis die ersten auf der Matte stehen und ebenfalls die Hand aufhalten.

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  • Detlef sagt:

    @Kisame,
    Du hast es richtig erkannt!!! 🙂
    Im Moment wäre das für WOB sicher noch zu wuppen, solange es nur 3-4 Spielerinnen betrifft!!!
    Aber viele Kickerinnen haben den selben Berater, und da bleibt es nicht bei wenigen!!!

    Und im Moment ist FF immer noch ein Verlustgeschäft, das sollte man immer im Hinterkopf behalten!!!
    Weder mit Eintrittsgeldern, noch mit Antritts-, oder Preisgeldern der UEFA, Zuschüssen vom DFB, oder den vergleichsweise lächerlichen TV-Geldern könnte man solch kostspielige Kader finanzieren!!!
    Das geht nur mit Hilfe von sehr potenten Sponsoren, die für ihre Investitionen keine wirtschaftliche Gegenleistung erwarten!!!
    Und solange man damit keine ordentlichen Renditen erwirtschaften kann, werden die Spielerinnengehälter auch noch weit weg von denen ihrer männlichen Kollegen bleiben!!!
    Ausnahmen könnten aber gerade die Franzosen machen, da hier wohl Geld überhaupt keine-, dafür das Prestige eine umso wichtigere Rolle zu spielen scheint!!!
    Für die Besitzer der Vereine ist das wie die Sammlung teurer Sportpferde oder Supersportwagen!!! 😉

    Also wenn PSG oder Lyon zB für KESSI, Fischer, Jakabfi oder Gößling mal 500.000€, 600.000€, 700.000€, ………… oder noch mehr bieten, spätestens dann dürfte in der Autostadt die Gewissensfrage gestellt werden!!! 😉

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  • AdiPreissler sagt:

    @Detlef
    Relativ mag das sein, aber es ist ein Unterschied, ob man 30 oder auch 50% mehr zahlen kann und vielleicht noch einen mit Reklame bepflasterten „Dienstwagen“ drauflegt, oder ob man 5, 8 oder 10x soviel zahlt und bei Bedarf das noch aufstocken kann.

    Das eine ermöglicht einem vielleicht ein etwas komfortableres Leben für einen kurzen Zeitraum, das andere bringt die finanzielle Unabhängigkeit.

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  • Altwolf sagt:

    @Kisame.

    Ich stimme dir da schon zu, wenn du doch vermutest,daß WOB nicht alles mitmacht, was vielleicht die beiden französischen Clubs z. Zt. auf den Weg bringen, wobei ich glaube daß auch OL schon an seinen Grenzen ist, was die Investitionen in den FF betrifft.

    PSG hat da wohl noch etwas mehr „finanzielle“ Luft.

    WOB hat seine „Lehren“ aus dem Männerfußball gezogen und es wird eine Schwelle geben, wo „Werbewirksamkeit/ Marketing“ im Verhältnis zu den Ausgaben für die VW-Strategie nicht mehr schlüssig ist.

    Tröstlich, daß ja nun nicht alle sogg.“TOP“-Spielerinnen bei den beiden Clubs „unterkommen“ können und noch genügend insbes. entwicklungsfähige Talente da sind und auch zukünftig, wie schon bei den Junioren, auch bei den Juniorinnen die NLZs des FF genügend Nachwuchsspielerinnen ausbilden werden.

    @Detlef.

    Ich denke bezüglich der Verträge und ihren finanziellen Rahmen wird sich der FF dem MF nähern,wenn auch auf einem niedrigeren Niveau.

    Während sich OL und PSG aufgrund der Struktur ihrer Sponsoren durchaus „verschulden“ können, wie es auch Real,Barca u. ManU beweisen, wird es bei WOB keine Verschuldung geben.

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