WM-Quali: Schult im Tor, Bremer fehlt

Von am 29. April 2014 – 14.52 Uhr 57 Kommentare

Almuth Schult wird am Donnerstag, 8. Mai (live ab 17 Uhr im ZDF), im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei anstelle von Nadine Angerer das deutsche Tor hüten. Nicht mit dabei ist diesmal Pauline Bremer.

Schult wird gemäß Absprache für Angerer zum Einsatz kommen, die derzeit in der US-Profiliga NWSL bei Portland Thorns unter Vertrag steht und die Reise nach Europa nicht antreten wird. “Zu Almuth haben wir vollstes Vertrauen. Sie hat in dieser Saison bei uns schon mehrfach bewiesen, welches Potenzial sie hat.”

Schulische Verpflichtungen
Bundestrainerin Silvia hat 18 Spielerinnen nominiert, muss aber diesmal wegen schulischer Verpflichtungen auf Pauline Bremer verzichten, die zuletzt gegen Slowenien ihr Debüt im Trikot der A-Nationalelf gegeben hatte. “Pauline hat einen sehr guten Eindruck bei uns hinterlassen, sich sofort integriert und sehr positiv auf sich aufmerksam gemacht. Wir hätten sie gerne wieder dabei gehabt, aber die Schule geht natürlich vor.”

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Bilanz ausbauen
Gegen die Slowakei soll die makellose Bilanz von sieben Siegen aus sieben Spielen mit einer Torbilanz von 47:2 ausgebaut werden. Neid meint: “Ich erwarte ähnlich wie im Hinspiel einen zweikampfstarken, tief stehenden Gegner. Wir müssen konzentriert und geduldig bleiben, um zum Erfolg zu kommen.”

Almuth Schult

Almuth Schult wird gegen die Slowakei im Tor stehen © Herbert Heid / girlsplay.de

Kader der DFB-Elf gegen die Slowakei

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DFB-Frauen: WM-Quali mit Hrubesch, danach mit Voss-Tecklenburg

Tor: Laura Benkarth (SC Freiburg), Almuth Schult (VfL Wolfsburg)

Abwehr: Kathrin Hendrich (Bayer 04 Leverkusen), Josephine Henning (VfL Wolfsburg), Tabea Kemme (1. FFC Turbine Potsdam), Annike Krahn (Paris Saint-Germain), Simone Laudehr (1. FFC Frankfurt), Bianca Schmidt (1. FFC Frankfurt)

Mittelfeld: Melanie Behringer (1. FFC Frankfurt), Lena Goeßling (VfL Wolfsburg), Nadine Keßler (VfL Wolfsburg), Melanie Leupolz (SC Freiburg), Lena Lotzen (FC Bayern München), Dzsenifer Marozsán (1. FFC Frankfurt)

Angriff: Sara Däbritz (SC Freiburg), Anja Mittag (FC Rosengård), Alex Popp (VfL Wolfsburg), Célia Šašić (1. FFC Frankfurt)

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

57 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Von einer Nationalspielerin, insbesondere einer Nationaltorhüterin kann man in Deutschland zumindest erwarten, keine große Eingewöhnungszeit zu brauchen. Wir haben für die zwei Positionen hinter Angerer zur Zeit mit Schumann, Berger, Längert, Weiß, Schult und Schmitz sechs ernsthafte Kandidatinnen (nimmt man Benkarth dazu, dann sind es sieben). Wir haben in Deutschland 4 aktuelle Torhüterinnen, die bereits die CL (oder damals noch den UEFA-Cup) gewonnen haben. Und Schult gehört nicht dazu.

    Ich sehe es aber wie du auch bei anderen Positionen gegeben, viel mehr auszuprobieren. Es ist auch nicht gut, dass eine Celia, eine Marozsan, eine Krahn usw. immer spielen, auch wenn sie nicht in Form sind. Das ist auch für die Spielerinnen selbst schlecht, weil der Druck von außen fehlt. Klar, Neid kann sagen: „Hey streng dich mal mehr an“, aber was hat das für eine Bedeutung, wenn die Spielerinnen wissen: Egal, was Neid sagt, am Ende stehe ich doch wieder in der ersten Elf?

    Wir haben in Deutschland vielleicht 50-60 Spielerinnen (incl. der manchmal in Vergessenheit geratenen Legionärinnen Krahn, Mittag, Schmidt, Radtke, Ni. Rolser und Coco Schröder), die der DFB ernsthaft beobachten sollte. Und zwar nach Möglichkeit bei jedem Spiel. Das ist in Deutschland recht einfach, weil bei nem Spiel wie Wolfsburg-Leverkusen am Sonntag gleich mal 15-20 Kandidatinnen auf dem Platz stehen. Da schickt man dann 4-5 DFB-Beobachter hin, stattet das Stadion mit Kameras aus und studiert jede Spielerin genau per Videoanalyse auf ihre Bewegungsabläufe, auf ihre körperliche Verfassung, auf ihre Technik usw. Und dann wählt man danach aus, welche Spielerinnen zur Zeit die beste Form haben und konstant die beste Leistung erbringen und nutzt dann die Trainingseinheiten bei der N11 dazu, um diese Spielerinnen sich einspielen zu lassen, ihnen die taktischen Ideen zu erklären usw. Bei der N11 sollte es nicht darum gehen, noch zu lernen, wie man einen Ball geradeaus spielt, sondern es sollten die Spielerinnen nominiert werden, bei denen das keine Frage ist, dass sie die technischen und konditionellen Fähigkeiten besitzen, dass sie in Top-Form sind, dass sie motiviert sind. Die Elite halt!

    Und dein Vergleich zu Löw, wenn du ihn mal genauer betrachtest, dann geht er nach hinten los. Würde sich Löw wie Neid verhalten, wäre Zieler heute immer noch auf der Nr. 2 gesetzt, vielleicht sogar noch Wiese. Dann wäre Weidenfeller nie im Gespräch gewesen. Und Löw hat sich auch lange stur verhalten, bis der öffentliche Druck zu groß war.
    Würde man deinen Spruch auf die Frauen dagegen übertragen, dann müsste er viel eher so lauten: „Schult hat ordentlich gepatzt u. Benkarth ist auch nicht überragend, da sollte sie sich lieber die Schumann/Berger/Längert/Weiß/_____ (Wunschkandidaten einsetzen) nehmen und dann ist bis zur WM Ruhe.“

    Letztlich kann man nie 100%-ig bei niemandem garantieren, dass es in einem wichtigen Spiel keinen Blackout gibt. Aber man kann seine Spielerinnen zumindest so nominieren, dass die Wahrscheinlichkeit relativ gering ist!

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  • Altwolf sagt:

    @elena.

    Man darf der BT schon zutrauen, daß sie die Fehler auch sieht und das angeführte Beispiel mit Celia galt eben auch der Bestätigung das „Vertrauen“ der Trainerin zu besitzen, denn das gilt für alle Spielerinnen und für Torhüterinnen insbesondere, deren Fehler ja meist zu Gegentoren führen.

    Es wäre schon interessant, wen du da vor A.Schult bzw. auf gleicher Höhe siehst und welchen positiven Unterschied du dabei siehst.

    Bedenken sollte man bei solchen Vergleichen auch in welcher Spielformation man im Verein spielt.
    So spielt die N11 überwiegend mit Pressing und steht mit der Defensive relativ hoch, so daß der Torhüterin eine aktive Mitspielrolle zukommt, nämlich Konterversuche dann mit zu unterbinden und möglichst das Spiel nach vorn zu eröffnen.

    Und genau dies birgt auch die Gefahr von Fehlern, wie im CL-Spiel gegen Turbine gesehen, aber wie man auch schon bei M.Neuer beobachten konnte.
    Genau dieses Mitspielen wird auf Vereinsebene in der Liga jedoch nur beim 1.FFC, Tubine, WOB und mit Einschränkungen evtl. noch bei Bayern ständig gefordert, da nur diese Clubs es auf dem Platz umsetzen können und damit der N11 gleichtun.

    Die Rolle der Torhüterin in allen anderen Clubs ist da doch überwiegend eine andere und dadurch auch weniger fehlerbehaftet.

    Ich bin trotz aller ihrer noch bestehenden „Unzulänglichkeiten“ von A.Schult überzeugt, da ich sie nun auch deutlich häufiger sehe als andere Torhüterinnen, was dann natürlich auch für dich und andere im umgekehrten Falle gilt.
    Da wird jeder die Spielerin/TW im Sinn haben, die man auch häufiger beobachten konnte und zu überzeugen wußte.

    Für mich muß A.Schult nicht in der N11 spielen und das sollte hier auch so verstanden werden. Ich möchte nur eine faire Beurteilung.
    So hat N.Angerer ihre Stärken zweifellos auf der Linie, hat jedoch auch, wie die meisten Torhüterinnen Probleme beim Spiel mit einer hochstehenden eigenen 4er-Kette, denn diese Art zu spielen hat sich erst in den letzten 2-3 Jahren im FF entwickelt und verlangt eine wesentlich anspruchsvollere Fähigkeit der Torhüterin.

    Zu verhindern,daß der Ball über die Torlinie kommt und ihn irgendwie aus dem 5m-Raum zu bringen reicht heutzutage nicht mehr aus, selbst wenn man das gut kann. 🙂

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    Da kann ich dir folgen, doch dann hätte sich S.Neid schon etwas früher mit Alternativen beschäftigen müssen und diese dann auch mehrmals spielen lassen, denn wie soll die Leistung sonst einzuschätzen sein.

    Gerade bei der Torhüterin ist die Leistung im Club allein nicht ausreichend zur Beurteilung insbes. dann im Zusammenhang mit den von mir oben geschilderten Besonderheiten bei der N11.

    Ich sehe objektiv keine so eindeutige Alternativen zu A.Schult, denn nur mal zur Erinnerung – was hat man hier alles für Kritiker gehört, als sich Turbine von Esseh aus dem Pokal hat werfen lassen und K.Berger allein verantwortlich machte.
    Auch damals fand ich das nicht gerechtfertigt sie so zu hinterfragen – und jetzt ? Sie spielt trotz extra geholter Konkurenz.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Berger hat ihre Fehler, die sie damals gemacht hat, eben auch abgestellt. Mittlerweile spielt sie sehr konstant. Genauso mit Abstrichen Schumann und Längert. Fehler sind bei ihnen extreme Ausnahme und müssen schon ein Totalblackout sein.

    Die Eigenschaft, eben mitzuspielen und bei einer hochstehenden Abwehr durch gutes Herauskommen den Konter zu unterbinden, hat Schult einfach nicht. Ob nun in der N11 oder im Verein – in den letzten Jahren passieren die Fehler genau dort und in beängstigender Regelmäßigkeit. Deine Vorstellung „dann schießen sie vorne eben eines mehr“ ist zwar romantisch, auf Topniveau aber bald nicht mehr realistisch, gerade bei der üblichen Chancenverwertung von Wolfsburg. Dann geht so ein Spiel eben mal ganz schnell 1:0 aus oder wie gegen Bayern geschehen, einmal 3:1 und einmal fast 2:1.

    Das ist eine faire Beurteilung von Schult. Solche Fehler kommen bei ihr halt einfach viel häufiger vor, gerade in Topspielen gegen gute Mannschaften. Schaut man sich dagegen Schumanns Aktion gegen Sand an, so macht sie eben diese Fehler nunmal nicht, sondern ist auch dazu fähig, außerhalb des Strafraums zu klären! Almuth Schult ist dagegen eben eine Torhüterin, die nur fähig ist, „zu verhindern, daß der Ball über die Torlinie kommt und ihn irgendwie aus dem 5m-Raum zu bringen“. Und da kennst du ja dein Urteil.

    Und: Gerade bei einer Torhüterin ist die Leistung im Verein aussagekräftiger als bei irgendeiner anderen Position. Denn eine Torhüterin ist nicht in dem Maße auf ihre Mitspieler angewiesen, sondern spielt praktisch für sich allein. Die einzigen Abstimmungsaufgaben gibt es bei Kontern, wenn sie herauskommen muss, bei Rückpässen und bei Standards. Spielt eine Torhüterin aufmerksam und ohne Kompromisse, dann dürfte man das in 2-3 Übungsstunden schnell auch mit ganz neuen Spielerinnen einstudiert haben. Das sage ich, der als Torwart selbst mit häufig wechselnden Verteidigern zu tun hat, da es einfach bei uns im Verein nicht derart feste Positionen gibt! Da hat man als Torhüter/in auch die Aufgabe, auf dem Feld die ganze Zeit zu reden, Anweisungen zu geben und von hinten die Defensive zu ordnen. Je mehr und klarer man kommuniziert, desto einfacher die Abstimmungen.

    Natürlich wäre es Schmitz, Weiß oder Benkarth zu empfehlen, sich einem der größeren Klubs anzuschließen, wenn sie Ambitionen auf die N11 haben. Aber von ihrer Qualität her hätten sie durchaus das Potential.

    Ich gebe dir vollkommen recht, dass das etwas ist, was Neid nie gemacht hat und nie machen wird, und was ihr hier glaube ich jeder ankreidet. Das ist schon der Fehler, den sie bei der WM 2011 gemacht hat, als sie die zu dem Zeitpunkt beiden besten Spielerinnen Pohlers und Odebrecht NICHT nominierte, ja nicht einmal beobachtete! Neid hat einen sehr eingeschränkten Blickwinkel, was Personalentscheidungen betrifft. Für sie werden die Spielerinnen, die aktuell 1. Elf spielen, dies bis zu ihrer Rente tun, wenn nicht eine Verletzung dazwischen kommt. Und von daher ist es nicht unbedingt ein Vertrauensbeweis, dass Schult jetzt spielt, sondern eine Zwangsläufigkeit, wenn du dich bereits nur auf zwei Spielerinnen festgelegt hast, unabhängig davon, wer die tatsächlich leistungsstärksten Torhüterinnen sind. Die Inflexibilität von Neid hängt ihr bereits seit Amtsantritt nach und ist ihr größtes Manko, dass sie womöglich auch noch weitere Titel kosten wird!

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  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:
    „was hat man hier alles für Kritiker gehört, als sich Turbine von Esseh aus dem Pokal hat werfen lassen und K.Berger allein verantwortlich machte.“

    Wenn ich mich richtig erinnere, hat man A.-K.Berger damals nicht die Alleinschuld an der Niederlage gegeben, sondern ihr wurde vor allem fehlende Selbstkritik angelastet. Anlass war ein Interview bei DFB-TV mit ihr nach dem Spiel, in dem sie krächzend und schwäbelnd die Gründe für die Niederlage überall, nur nicht bei sich selbst suchte. Eine Woche später zeigte sie sich dann zwar einsichtig, aber das hat wohl nicht mehr alle internen und externen Kritiker versöhnt.

    So gesehen hat Almuth mit ihrem öffentlichen „Schult-Eingeständnis“ nach dem Bayern-Spiel alles richtig gemacht! 😉

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  • noworever sagt:

    „Warum sollte S.Neid sie in Frage stellen, solange sie in WOB die Nr.1 ist ?“

    hallo du alter wolf 😉 einmal ausgehend von der annahme, almuth schult würde immer noch ein bad neuenahrer tor hüten … könntest du dir vorstellen, dass du dich nach wie vor so für sie so ins zeug legen würdest – sprich, so angesprochen fühlst von ihrer leistung und diese so „objektiv“ beurteilst?

    oder, wurden dir die einblicke in ihre leistungsfähigkeit erst jetzt gewahr, nachdem … sie in grün/weiß spielt? 😉

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  • dummkopf sagt:

    Mag nicht so sehr negativ auf einer Spielerin herumreiten, und daher reicht mir diesbezgl ein Kommentar.
    Mir kam gerade bloss die Szene mit Berger gg Kershowski wieder in den Sinn.
    Das war einfach top-klasse Sport. Da auf dem Boden liegend das Bein noch schnell genug auszufahren ist allererste Klasse in Reaktion und Körperbeherrschung.
    Unabhängig ob der Ball noch hinein gerollt wäre, dazu ist – und das ist nicht negativ – Fr. Schult mE nicht einmal annähernd in der Lage. Weder in Reaktion noch in Körperbeherrschung.
    (Übrigens auch Benkarth hatte eine überragende Reaktion in Essen)
    Das war mE nicht die einzige Szene diese Saison, in der Berger ihr riesiges und allen anderen BL-Hüterinnen in der Summe überlegenes Potential gezeigt hat. Sie hat die Grösse um in der Luft gut zu sein, und kann Flanken herunterholen, traut sich aus dem Tor, trotzdem auch mit den Beinen flink und eine gute Fussabwehr(auch gg Faisst CL sehr gute Fussabwehr) die Sprungkraft, sehr stark im 1:1 wenn jemand alleine vor ihr auftaucht (Jakabfi, Maroszan …) einen „männermässigen“ Bewegungsablauf, die Körperbeherrschung, kann fussballerisch mitspielen, den weiten Abschlag …
    Sie macht aber eben viel zu viele Fehler.

    Die Aufgabe, diese abzustellen hat der TW-Trainer sich wohl nicht zugetraut, und daher statt dem Talent weiter zu vertrauen, an ihm festzuhalten und mit ihm zu arbeiten, in der Winterpause lieber eine Neue geholt. Ob das übrigens mit dem Ruf als gutem Ausbildungsverein so richtig übereinstimmt, weiss man nicht.
    Zumal ja anscheinend auch eine andere talentierte THin bei TP gerade irgendwie total den Bach hinuntergeht?

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  • Altwolf sagt:

    @noworever.

    Na klar ist meine Beurteilung auch der Tatsache geschuldet, daß ich sie wesentlich häufiger in Aktion sehe, als wenn sie noch in Bad Neuenahr spielen würde.

    Gerade weil es diesen „Konflikt“ bei ihrer Verpflichtung in WOB gab, habe ich sie intensiv beobachtet, um den Unterschied zu A.Vetterlein erkennen zu können, denn „emotional“ hatte ich das auch nicht so recht verstanden.

    Mir ist inzwischen schon klar, daß ich hier überwiegend eine „Exklusiv-Meinung“ vertrete. 🙂

    Doch ich bin, unabhängig von all den z.T. ja auch zutreffenden Argumenten, weiterhin von ihr überzeugt, da ich in ihr Fähigkeiten erkenne, die ich, wie schon zuvor gesagt, in der Summe bei keiner anderen Torfrau bisher gesehen habe.

    Auch werden immer wieder Vergleiche zu Torhüterinnen gemacht, die praktisch nie mit einer hochstehenden 4-er Kette spielen, was sie ja vorher auch weder in Magdeburg, noch in Bad Neuenahr gespielt hat. Lediglich in wohl jetzt 12 Spielen bei der N11.

    Sie spielt jetzt seit nicht mal einer ganzen Saison bei WOB, also noch ziemlich am Anfang ihrer Entwicklung und unterzieht sich erst jetzt einem auf WOB abgestimmten TW-Training.

    Es muß doch andererseits auch für S.Neid und ihr Trainerteam Gründe geben, z.B. K.Berger (nur 1 Jahr älter als A.Schult) oder K.Längert nicht zu nominieren.

    Die hier oft angeführten Begründungen wie Sturheit, aufmüpfige Charaktere und was noch Alles, kann ich nicht so recht nachvollziehen, denn letztendlich zählt der Erfolg mit der Mannschaft und somit stellt sich auch immer wieder die Frage, habe ich für meine Ziele auch die richtigen Spielerinnen dafür in meiner Mannschaft.

    Sie wird uns alle noch im „positiven“ Sinne überzeugen. 🙂

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  • enthusio sagt:

    @Altwolf:

    „Gerade weil es diesen “Konflikt” bei ihrer Verpflichtung in WOB gab, habe ich sie intensiv beobachtet, um den Unterschied zu A.Vetterlein erkennen zu können, denn “emotional” hatte ich das auch nicht so recht verstanden.“

    Mich würde Deine Einschätzung interessieren, ob und welche konkreten (Qualitäts-)Unterschiede zu Vetterlein (abgesehen vom Größenunterschied) Du in ihrer ersten Wolfsburger Saison bei Schult erkannt hast. Oder anders formuliert: ob Du inzwischen nachvollziehen kannst, warum Kellermann Schult geholt hat, obwohl Vetterlein den Verein nach dem Triple ursprünglich ja gar nicht verlassen wollte.

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  • Karl sagt:

    @altwolf: „Mir ist inzwischen schon klar, daß ich hier überwiegend eine“Exklusiv-Meinung” vertrete.“ Was Schult betrifft wird deine Meinung wenigstens von mir geteilt, also keine Exclusiv Meinung 🙂 .

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Deine letzten Abschnitte über Neid widersprechen jeglichen Erfahrungswerten in den letzten Jahren. Neids Nominierungen folgen einem Konzept, in dem offensichtlich NICHT der Erfolg an oberster Stelle steht, sondern ihre persönliche Macht. Wer spurt und sich anbiedert, wird bevorzugt, wer aufmuckt, hat erstmal mindestens 5 Jahre nichts mehr zu melden. Neid eliminiert aus Prinzip alle kantigen Köpfe und starken Persönlichkeiten frühstmöglich. Spielerinnen wie Islacker oder wie Schumann, womöglich auch Turid Knaak werden direkt links liegen gelassen, denn ihr Talent zu fördern und sie richtig einzusetzen, wäre zwar ein qualitativer Quantensprung für das Team, aber VIEL zu anstrengend.

    Unter Neid hätte es nie das Wunder von Bern 1954 gegeben, denn sie hätte den Trinker Rahn gar nicht erst nominiert. Man hätte von ihr eher vorgefertigte Ausreden gehört, wieso man denn schon im Viertelfinale gegen Jugoslawien ausgeschieden ist…

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  • Altwolf sagt:

    @Karl.

    „Überwiegend“ läßt natürlich noch einige wenige Mitstreiter zu.
    Aber schön, daß auch du „Almas“ Fähigkeiten genauso siehst.

    @enthusio.

    Ich will mal versuchen die wesentlichen Unterschiede aus meiner Einschätzung aufzuzeigen. Da ich A.Vetterlein ebenfalls als gute Torhüterin schätze, sind das teils nur Nuancen.

    Alisa hat ihre große Stärke auf der Linie und in der Handlungsschnelligkeit im 5m-Raum. Da ist sie schneller unten und wirkt präsenter als Almut, die aufgrund ihrer Größe da langsamer zu agieren scheint.

    – hat dann aber bei Flanken und Standards vor das Tor nicht das Durchsetzungsvermögen und die Abfangqualitäten von Alma.

    – bei den Abschlagsqualitäten hat auch A.Schult die Nase vorn, wie auch in den sogg.“fußballerischen“ Fähigkeiten mit Ballstoppen bei Rückpässen und Weiterleiten, als auch bei Abwürfen.

    -beim erfordelichen Herauslaufen in den entsprechenden Spielsituationen haben beide ähnliche Probleme, da ist mir ein Unterschied nicht aufgefallen.

    Gerade dieses Herauslaufen und „Lesen“ der Spielsituationen macht wohl allen Torhüterinnen Schwierigkeiten, da eine relativ neue Entwicklung im FF diese Fähigkeiten erfordert und auch Natze hat damit so ihre Probleme.

    – in der Frage der Kommunikation mit den Vorderleuten habe ich Almut intensiver und lautstärker
    in den Anweisungen wahrgenommen als Alisa.

    Und nochmals zur Erinnerung !
    Ursprünglich stand sie bei B.Schröder auf dem Zettel und ich denke nachdem das bekanntermaßen viel Unruhe gestiftet hatte, ist R.Kellermann dann wohl erst aktiv geworden und hat sie verpflichtet.

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  • Karl sagt:

    @sheldon: Fuer mich sieht es eher so aus als ob Neid ziemlich Ehrgeizig ist und vor allem gewinnen will. Dafuer sucht sie sich die Spielerinnen aus mit denen das funktionieren koennte. Wenn das nicht immer die gleichen sind , die du oder andere auch aussuchen wuerden ist das ein ganz normaler Vorgang, der bei anderen Trainern auch nicht anders waere. Oder hast du Beweise dafuer dass Islacker Knaak und Schumann ne besonders grosse Klappe haetten. Solche Maerchen werden hier oft und gerne verbreitet weil es bequem ist von den Kritikern und sie nichts beweisen muessen. Was genau ist denn an den Spielerinnen dran, das sie unbequem macht? Kommen die nicht mit dem Rest des Kaders aus? Muss die Trainerin befuerchten dass die ihr boese Streiche spielen? Sind das Schroeders Geheimagentinnen? Ich glaube die sind nichts von alledem sondern haben eher das Problem dass es fuer ihre Positionen bessere oder vermeintlich bessere Alternativen gibt.

    Das Wunder von Bern haette es schon deshalb mit Neid nicht geben koennen weil damals wahrscheinlich ihre Eltern noch in der Grundschule waren :-).

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:

    „Neid eliminiert aus Prinzip alle kantigen Köpfe und starken Persönlichkeiten frühstmöglich. Spielerinnen wie Islacker oder wie Schumann, womöglich auch Turid Knaak werden direkt links liegen gelassen…“

    –> Mensch Sheldon, mach dich doch nicht lächerlich! Begründe doch mal, was ausgerechnet Islacker, Schumann und Knaak zu besonders „kantigen Köpfen“ macht! Hättest du da nicht genausogut Kerschowski, Schult und Linden aufzählen können? Ach nein, die sind ja nominiert worden, dann können sie ja keine „starken Persönlichkeiten“ sein…^^

    „Unter Neid hätte es nie das Wunder von Bern 1954 gegeben, denn sie hätte den Trinker Rahn gar nicht erst nominiert.“

    –> Was du vielleicht gar nicht weißt: Sepp Herberger, dem ‚Vater‘ des „Wunders von Bern“, wurde in den 1950ern immer vorgeworfen, er würde Franz „Penny“ Islacker (Großvater von Mandy und Mannschaftskamerad von Rahn bei Rot-Weiß Essen) nur aus persönlicher Antipathie nicht berücksichtigen!

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  • FF-Fuchs sagt:

    @Altwolf

    Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, aber ich habe nicht von einer Nichtnominierung von Schult geschrieben. Ich meinte Schult schon mitnehmen, aber sie bei dieser Ausgangslage in der Ouali auf die Bank setzen, das dachte ich mit Denkzettel.

    Somit könnte sich die dritte Torhüterin (egal wie sie heißt) mal zeigen, was in der Natio in ihr steckt. Weshalb sollte Frau Neid neue Torhüterinnen testen, wenn nicht mal die aktuelle dritte Torhüterin zum Einsatz kommt.

    Wenn Frau Neid immer betont neue Feldspielerinnen testen zu wollen, sollte dies auch für die aktuelle dritte Torhüterin gelten.

    @sheldon

    Es ist immer wieder lustig wie Du versuchst Schumann in die Natio zu hieven. Als Alibi nennst du dann noch Berger, Längert, Weiß und wahrscheinlich genau in dieser Reihenfolge. Immerhin hast Du dich als Torwart geoutet und müßtest deshalb wissen, dass man als Torwart ein gewisses Vertrauen des/der Trainer/in benötigt.

    Da die Torhüterinnen der Natio unter ständiger Beobachtung stehen, wird das Trainerteam schon wissen, wen sie nominieren.

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  • FFFan sagt:

    @ FF-Fuchs:
    „Wenn Frau Neid immer betont neue Feldspielerinnen testen zu wollen, sollte dies auch für die aktuelle dritte Torhüterin gelten.“

    Aber doch nicht in so einem Spiel! Im ‚Hinspiel‘ in Zilina wurde Schult kein einziges Mal ernsthaft geprüft. Kommenden Donnerstag wird es voraussichtlich kaum anders sein. Wie soll eine Torhüterin sich da auszeichnen können, wie soll eine Trainerin da Erkenntnisse gewinnen?

    Für Laura Benkarth würde ich mir ein Länderspieldebüt im Juni gegen Kanada wünschen. Das würde schon eher als ‚Bewährungsprobe‘ taugen. Aber ich fürchte, dazu wird es nicht kommen, da Angerer sich dieses Spiel nicht entgehen lassen will.

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  • shane sagt:

    „Im ‘Hinspiel’ in Zilina wurde Schult kein einziges Mal ernsthaft geprüft. Kommenden Donnerstag wird es voraussichtlich kaum anders sein.“

    ruckblickend konstatieren wir: ernsthaft geprueft wurde sie zwar nicht. sie hat es aber trotzdem geschafft durchzufallen. wenn auch vermutlich weiterhin nicht in den augen der bundestrainerin…

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