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2014

Bayern erkämpft Remis gegen Frankfurt

Der FC Bayern München hat dem 1. FFC Frankfurt am 16. Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga einen herben Dämpfer im Kampf um die Deutsche Meisterschaft versetzt. In den anderen beiden Partien kamen der FF USV Jena und die SGS Essen zu Siegen.

Beim 1:1 (0:1) vor 1 630 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße verpasste es der 1. FFC Frankfurt nach der Führung durch Kozue Ando (26.) nachzulegen und wurde spät nach einem kapitalen Fehler von Frankfurts Torhüterin Desírée Schumann durch den Ausgleichstreffer der früh eingewechselten Clara Schöne bestraft (83.).

München gehört Anfangsphase Nach gutem Beginn der Münchnerinnen waren es die Gäste, die die erste Torchance herausspielten, ein Schuss von Célia Šašić aus 18 Metern wurde jedoch sichere Beute von Bayerns Torhüterin Kathrin Längert. Frankfurt eroberte sich nun leichte Vorteile, ohne jedoch große Gefahr zu versprühen – beide Teams gingen mit viel Respekt zu Werke.

Verdacht auf Kreuzbandriss bei Sarah Romert Das Verletzungspech blieb München weiter treu, nach einem Zweikampf mit Melanie Behringer blieb Sarah Romert im Mittelkreis liegen, sie musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss im rechten Knie vom Platz getragen werden, für sie kam Clara Schöne (12.). Die Müchnerinnen waren eine Weile geschockt, Lena Lotzen hatte nach schöner Ablage von Ivana Rudelic dann die erste Bayern-Chance, ihr 20-Meter-Schuss ging jedoch am Tor vorbei (21.).

Ando trifft aus dem Gewühl Kurz darauf hatten die Gastgeberinnen Glück, als Behringer einen Freistoß aus 25 Metern an die Latte hämmerte (24.). Doch kurz darauf gerieten die Münchnerinnen in Rückstand, nach einem Gestochere im Strafraum reagiert Kozue Ando am schnellsten und drückte den Ball aus kurzer Distanz ins Netz (26.).

Ausgeglichene Partie Bayern versuchte schnell zu reagieren, Lotzen schoss aber aber am Tor vorbei (30.). Die Frankfurterinnen waren in einer ausgeglichenen Partie im Aufbauspiel weiter etwas gefälliger, Bayern versprühte zu selten Gefahr, etwa bei einem Kopfball von Schöne nach Ecke von Katharina Baunach (43.).

Wenig Spielfluss In der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit zunächst nur wenigen Highlights. Šašić hatte die erste Chance, schoss aber übers Tor (46.). Den Bayern mangelte es in der Offensive an Ideen, um die Frankfurterinnen vor Probleme zu stellen. Ein Marozsán-Freistoß ging übers Tor (64.). Und auch ein Šašić-Kopfball nach schöner Freistoß-Kombination fand nicht den Weg ins Netz (69.).

Frankfurt im Sparmodus Eine Viertelstunde vor Schluss versprühte Bayern einen Hauch von Gefahr, nach Flanke von Vanessa Bürki setzte Lotzen den Kopfball aber neben das Tor (74.). Bayern hatte jetzt wieder mehr Zug im Spiel und FFC-Torhüterin Desirée Schumann hatte bei einem Baunach-Schuss mächtig Probleme, aber Glück, dass niemand abstaubte (77.).

Kapitaler Schumann-Schnitzer führt zum Ausgleich Die Frankfurterinnen hatten ihr Offensivspiel inzwischen nahezu eingestellt und verwalteten die knappe Führung. Doch das sollte sich bitter rächen. Nach einer Flanke von Eunice Beckmann konnte Schumann den Ball nicht festhalten, Schöne bedankte sich und drückte den Ball zum 1:1 über die Linie (83.).

Bürki trifft die Latte Und nur Augenblicke später zimmerte Vanessa Bürki den Ball an die Latte, Schumann war mit den Fingerspitzen noch dran (84.). Den Frankfurterinnen blieb zumindest der schwache Trost, dank des besseren Torverhältnisses vorläufig die Tabellenführung vom 1. FFC Turbine Potsdam zurückerobert zu haben.

Bell: „Brutaler Fehler“ Frankfurts Trainer Colin Bell meinte: „Es war ein intensives Spiel, in dem Bayern immer gefährlich geblieben ist. Es war klar, dass sie mit zunehmender Dauer mehr Druck machen, da hätten wir besser dagegen halten müssen. Das Gegentor kam völlig aus dem Nichts und hat uns wie ein Blitz getroffen. Das war natürlich ein brutaler Fehler von ‚Desi‘, sie tut mir Leid. Bayern hat sicherlich verdient einen Punkt geholt, aber so ein Gegentreffer ist immens ärgerlich. Wir müssen wieder aggressiver auftreten und unsere Chancen konsequenter nutzen.“

Wörle: „Wir haben eine tolle Moral gezeigt“ Bayern-Trainer Thomas Wörle erklärte: „Es gab wenig Torchancen auf beiden Seiten und das Spiel war relativ ausgeglichen. Es war klar, dass sich Frankfurt in der zweiten Halbzeit etwas zurückziehen würde und es ist schwer, gegen sie ein Tor zu erzielen. Trotzdem sind wir geduldig geblieben und haben versucht, immer mehr nach vorne zu investieren. Wir haben eine tolle Moral gezeigt und sind dann folgerichtig, wenn auch glücklich zum 1:1 gekommen. Das war eine ganz große Leistung und das Ergebnis passt zu den Leistungen beider Teams.“

Jena lässt nichts anbrennen Der FF USV Jena gewann sein Heimspiel gegen den BV Cloppenburg mit 2:0 (2:0). Amber Hearn (21.) und Carolin Schiewe (43. Foulelfmeter) machten bereits vor der Pause den Erfolg perfekt. Jenas Trainer Daniel Kraus meinte nach der Partie: „Nach diesem Spiel sind wir froh über die drei Punkte. Wir haben nicht wie gewünscht ins Spiel gefunden. Das war heute kein Selbstläufer, auch nicht nach dem klaren Sieg in Essen. Wenn wir erneut gleich zu Beginn einen Gegentreffer kassieren, was ja in letzter Zeit des öfteren der Fall war, kann das auch nach hinten losgehen. Aber jetzt gilt unsere volle Konzentration den beiden schweren Partien in Frankfurt und gegen München.“

Essen gewinnt in Sindelfingen Im ersten Spiel des Tages gewann die SGS Essen eine Woche nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale beim VfL Sindelfingen mit 2:0 (2:0). Charline Hartmann (7.) brachte die Essenerinnen nach mustergültiger Vorarbeit von U19-Nationalspielerin Madeline Gier in Führung, Dominique Janssen (40.) machte den Auswärtssieg für die Elf von Trainer Markus Högner dann mit einem Freistoßhammer aus gut 30 Metern perfekt. Essen verbesserte sich mit nun 18 Punkten dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem SC Freiburg und dem MSV Duisburg auf Platz 7.