Champions League: Torlose Halbfinals
Im Halbfinalhinspiel der UEFA Women’s Champions League zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem VfL Wolfsburg ist noch keine Vorentscheidung gefallen. Zwar hatten beide Mannschaften beste Torchancen, Treffer fielen dennoch keine. Und auch im zweiten Halbfinale zwischen Birmingham City und Tyresö FF fand kein Ball den Weg ins Tor.
Beim 0:0 vor 5.110 Zuschauern entwickelte sich eine umkämpfte, ausgeglichene Partie. Und sollte der VfL in der Meisterschaft auf dem dritten Rang bleiben, spielt er in der kommenden Saison nur dann international, wenn der Titel in dieser Spielzeit verteidigt werden kann.
Chancen auf beiden Seiten So suchten die Wolfsburgerinnen von Beginn an den Weg nach vorn. Die erste Möglichkeit gehörte allerdings Pauline Bremer (7.), deren Schuss VfL-Torhüterin Almuth Schult allerdings keine Probleme bereitete. In der Folge kamen die Potsdamerinnen besser ins Spiel. Nach einer Viertelstunde verfehlte Julia Simics Direktabnahme das Tor. Es entwickelte sich ein Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, in dem die klareren Chancen dann allerdings den Gästen gehörten. Martina Müller kam in der 19. Minute frei zum Schuss, Torhüterin Ann-Kathrin Berger klärte zur Ecke. Die bereitete ihr dann allerdings ein paar Probleme, und so kam der Ball zu Nadine Keßler. Die Nationalspielerin schoss dann aber voll auf die Torhüterin. Im Gegenzug war Schult gegen Simic zur Stelle.
Beste Möglichkeit für Popp Auch bei der zweiten Ecke des VfL machte Berger keine gute Figur, die Potsdamerinnen hatten allerdings Glück, dass der Kopfball von Keßler den Kasten verfehlte (22.). Auch an der besten Möglichkeit der Gäste war Keßler beteiligt, die mit einem starken Pass auf Alexandra Popp die Hintermannschaft der Gastgeberinnen aushebelte. Popp stürmte daraufhin frei auf Bergers Kasten zu, verzog ihren Schuss jedoch, sodass der Ball knapp rechts am Tor vorbeiging (38.). Kurz vor der Pause mussten die Wolfsburgerinnen nach einer Ecke von Genoveva Anonma auf der Linie klären (42.).
Anonma und Faißt vergeben Nach dem Seitenwechsel hatte Turbine die erste Möglichkeit zur Führung, Schult konnte jedoch gegen Anonma klären (51.). Nur eine Minute später waren es dann die Wolfsburgerinnen, die eine neuerlich klare Chance vergaben. Nach schönem Pass von Keßler in den Fünfmeterraum zu Verena Faißt kam die Nationalspielerin zum Schuss. Bremer konnte allerdings gerade noch zur Ecke klären. In der 70. Minute entschieden sich beide Trainer, die Offensive zu verstärken. Turbine-Trainer Bernd Schröder nahm Anonma aus dem Spiel und brachte Asano Nagasato, auf Wolfsburger Seite kam Conny Pohlers für Anna Blässe.
Wälti verletzt vom Platz Nach einem Zweikampf mit Keßler ging Turbines Lia Wälti zu Boden. Die Schweizerin hatte einen Schlag auf den Kehlkopf erhalten, war kurzzeitig bewusstlos und musste nach längerer Behandlung vom Feld getragen werden. Nach dem Spiel gab sie Entwarnung und konnte an ihrem 21. Geburtstag schon wieder ein wenig lächeln. Für sie kam Jennifer Cramer in die Partie. Trotz der Verletzungsunterbrechung zeigten die Gastgeberinnen in der Folge die stärkere Schussphase. Diese blieb jedoch ebenso wenig vom Erfolg gekrönt wie Keßlers Weitschuss in der Nachspielzeit, den Berger über die Latte lenkte. So blieb es beim 0:0, das für das Rückspiel zwischen beiden Mannschaften alles offen lässt. Anstoß dazu ist am Sonntag, 27. April, um 17.15 Uhr (live auf Eurosport).
Auch im zweiten Halbfinale zwischen Birmingham City und Tyresö FF zeigten sich die Spielerinnen nicht torfreudiger – trotz Chancenplus der schwedischen Gäste endete die Partie ebenfalls 0:0. Auch zwischen diesen beiden Teams findet das Rückspiel am 27. April statt. Anstoß in Tyresö ist allerdings bereits um 14.45 Uhr.