Champions League: Wer legt vor im deutsch-deutschen Duell?
Im Karl-Liebknecht-Stadion steigt am Karsamstag ab 14 Uhr das Halbfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem VfL Wolfsburg. Beide Teams brennen darauf, sich im deutsch-deutschen Duell keine Blöße zu geben und sich eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten.
Vizemeister gegen Meister – was in der Frauenfußball- Bundesliga bereits ein reizvolles Duell ist, erhält am Samstag und acht Tage später beim Rückspiel in Wolfsburg noch einmal eine Steigerung. Denn nichts Geringeres als die Teilnahme am Finale in Lissabon am 22. Mai steht auf dem Spiel.
Kellermann: „Alle brennen auf diese beiden Spiele” „Die Mannschaft ist hochmotiviert und richtig gut drauf. Alle brennen auf diese beiden Spiele“, so Wolfsburgs Trainer und Sportlicher Leiter Ralf Kellermann , der mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben dürfte, dass die Formkurve seiner Elf in den vergangenen Wochen deutlich nach oben gezeigt hat. „Wir wollen alles reinhauen, um am Samstag ein gutes Ergebnis zu erzielen“, verspricht Kellermann, der allerdings ohne die verletzten Lina Magull und Zsanett Jakabfi auskommen muss.
Kleinigkeiten werden entscheiden In einem sind sich Vertreter beider Teams einig – Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben, welches der beiden deutschen Teams am Ende das bessere Ende auf seiner Seite haben wird. „Auf die Tagesform kommt es an, ebenso auf die Chancenverwertung. Und es wird wichtig sein, möglichst wenig Fehler zu machen, denn die werden auf diesem Niveau nicht verziehen“, so Kellermann.
Draws: „Wolfsburg hat mehr Druck” Potsdams Kapitänin Stefanie Draws weist die Favoritenrolle von sich . „Wolfsburg ist schon eher der Favorit. Die haben immerhin vor einem Jahr alles gewonnen. Sie haben mehr Druck als Titelverteidiger. Jetzt wollen wir auch ins Finale.“ Allerdings bedauert sie, dass „beide deutsche Mannschaften vor dem Finale gegeneinander spielen.“ Doch auch die Erwartungshaltung an Turbine ist groß, nachdem bereits im Achtelfinale Favorit Olympique Lyon aus dem Wettbewerb geworfen wurde.
Nervosität in den Griff kriegen Draws meint: „Der Wille wird natürlich eine Rolle spielen. Es kommt auch darauf an, nicht nervös zu werden. Es können zwei Spiele sein, die vielleicht von einer Einzelnen entschieden werden. Oder das Quäntchen Glück gibt den Ausschlag. Es wird auf jeden Fall ein Spiel auf Augenhöhe.“
Potsdam oder Wolfsburg - welches deutsche Team erreicht das Champions-League-Finale?