US-Verband feuert Tom Sermanni

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Rund 14 Monate vor Beginn der Frauenfuβball-WM in Kanada steht der Weltranglistenerste USA ohne Trainer da. Denn überraschend entlieβ der US-Verband am Sonntag Trainer Tom Sermanni – nach einem 2:0-Sieg gegen China.

Nach dem 2:0-Sieg gegen China am Sonntag teilten US-Soccer-Präsident Sunil Gulati und Generalsekretär Dan Flynn dem konsternierten 59-Jährigen seine Entlassung mit – die erste in Sermannis 25-jähriger Trainer-Laufbahn.

Konsternierter Sermanni
„Ich bin völlig überrumpelt worden“, so Sermanni in einer ersten Stellungnahme. Der Schotte hatte das Team erst im Januar 2013 übernommen und sollte es auf die WM in Kanada 2015 vorbereiten, um dort mit ihr den Titel holen. „Um es kurz sagen, sie waren einfach der Meinung, dass die Art, wie ich das Team leite, nicht funktioniert.“ Eine offizielle Stellungnahme hat der US-Verband für den heutigen Montag angekündigt.

Starker Auftakt
In den ersten 20 Spielen unter Sermannis Führung gewann das Team 16 Spiele bei 4 Remis und keiner Niederlage. Doch dann kam im März der Algarve Cup, wo das Team nach Niederlagen gegen Schweden und Dänemark auf dem enttäuschenden 7. Platz landete und eine Serie von 43 ungeschlagenen Spielen zu Ende ging..

US-Nationaltrainer Tom Sermanni spielt mit seinem Team gegen Deutschland und die Niederlande. © Nora Kruse, ff-archiv.de
US-Nationaltrainer Tom Sermanni wurde überraschend entlassen © Nora Kruse, ff-archiv.de

Verpatzter Algarve-Cup als Auslöser
Die Niederlage gegen Ex-USA-Trainerin Pia Sundhage und die höchste Niederlage der Verbandsgeschichte gegen Dänemark (3:5) haben bei den Verantwortlichen offenbar die Alarmglocken läuten lassen. Doch die Niederlagen bei dem eher unbedeutenden Turnier im Süden Portugals dürften dem Schotten nicht alleine das Amt gekostet haben. Denn der US-Verband dürfte seine Entscheidung nicht getroffen haben, ohne vorher die Meinung wichtiger Schlüsselspielerinnen eingeholt zu haben.

Haben die Spielerinnen Sermanni auf dem Gewissen?
„Ich vermute, dass einige Spielerinnen unzufrieden waren, sonst wären wir nicht so schnell an diesen Punkt gekommen“, so Sermanni. Als Interimstrainerin wird wieder einmal Jill Ellis zum Einsatz kommen, bis eine zügige Nachfolgeregelung gefunden wird. Eines steht fest: Sermannis Nachfolger bleibt wenig Zeit für Experimente, denn bereits im Oktober steht die WM-Qualifikation an.

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Maxemus
Maxemus

Wie ich beim Algarve Cup schon vermutet habe: Das US-Team hat tiefgreifendere Probleme. Das sie jetzt schon reagieren, läßt aber hoffen, dass sie bei der WM immer noch/wieder Titelkandidat sind.

Spielerfrau
Spielerfrau

Was für Nachrichten an einem Montagmorgen … nehme an, dass der/die Nachfolger(in) dann bereits in den Startlöchern stehen müsste?

gerd karl
gerd karl

abby wambach hat den daumen nach unten gesengt, die alten spielerinnen geben in der uswnt den ton an und die jungen haben nichts zu melden.

meine vermutung ist das wir die selbe mannschaft, mit 2 oder 3 neuen, sehen werden wie 2011 und 2012.

das heisst das captain america mit 41 noch spielen wird und die americanische mannschaft die älteste sein wird.

wie heisst der ehemalige trainer von frankreich?
er ist ein kandidat.

tavalisk
tavalisk

gerd karl sagt:

„abby wambach hat den daumen nach unten gesengt“

Ich hoffe, sie hat ihn sich nicht zu schlimm verbrannt. 😉

labersack
labersack

Die alten Spielerinnen geben den Ton an, Abby ist die Sengerin.

Karl
Karl

Solange sie gewinnen spielt es doch keine Rolle wie alt sie sind. Waer bloss komisch wenn die Spielerinnen aelter waeren als die Trainerin. Ich bin mal gespannt wer jetzt kommt. Ich koennte mir Maren Meinert sehr gut als Trainerin des US Teams vorstellen.

dummkopf
dummkopf

zu tavalisk:
“abby wambach hat den daumen nach unten gesengt”
Ich hoffe, sie hat ihn sich nicht zu schlimm verbrannt.

Jedenfalls besser als sie hätte den Daumen versenkt. Und wäre dann eventuell gleich mit gesonken, äh gesungen.

labersack:
Die alten Spielerinnen geben den Ton an, Abby ist die Sengerin.

Sozusagen statt der Sennerin vom Königssee hat das US-Team also die Sengerin vom See Manni?

Der Gehalt mancher Kommentare hier erschliesst sich eben manchmal erst beim zweiten Hinsehen 😉

Sheldon
Sheldon

@gerd.karl: Ich denke schon, dass die Jungen Auftrieb bekommen. Beispielsweise besitzt die USA mit Alex Morgan und Christen Press einen sehr jungen, aber doch immens gefährlichen Sturm. Auch Lauren Holiday, Tobin Heath, Sydney Leroux oder Kristie Mewis sind nicht zu verachten und haben alle eine Chance, sich zu etablieren!

gerd karl
gerd karl

oh mein gott, ich ungebildeter tor meine rechtschreibung ist schlecht. ja, es heisst gesenkt. labersack und tavalisk, sehr gut erkannt und trotzdem werde ich weiterschreiben, ob mir fehler in der rechtschreibung passieren oder nicht. trotzdem werde ich weiter gegen die überschätzten und hochgejubelten mannschaften, frankreichs, englands, spaniens, italiens und norwegens schreiben. und es wird mir ein vergnügen sein, die uswnt fallen zu sehen denn ich war der erste der ihr gegen sie geschrieben, natürlich nicht in hochschulreife, hat. und nochmal, abby wambach hat den daumen gesengt, oh schon wieder ist es mir passiert, gesenkt natürlich. die uswnt wird als älteste… Weiterlesen »

holly
holly

@ Sheldon zum Beispiel ist Sydney Le Roux schon seit 2011 N11 Spielerin der USA. Sie gilt schon seit den U N11 Mannschaften als großes Talent, aber für solche Randsportarten wie Nachwuchsfussball intersierst du dich ja nicht.
Die meisten von den anderen die du genannt hast sind auch schon seid langem N11 Spielerinnen. Von etablieren kann da keine Rede mehr sein.

dia
dia

@gerd karl
„trotzdem werde ich weiter gegen die überschätzten und hochgejubelten mannschaften, frankreichs, englands, spaniens, italiens und norwegens schreiben.“

Ich fürchte, Du machst Deine Drohung wahr. Es gibt nur eine Hoffnung, Dich zum Verstummen zu bringen: Deutschland muss bei der WM in der Gruppenphase rausfliegen.
Jedenfalls sind uns so Deine Kommentare zur U 17 WM erspart geblieben. Schade zwar für die deutschen Fußballerinnen, aber gut für womensoccer Leser.

[…]

Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

micky
micky

@ Markus Juchem: Ein sehr interessanter Artikel von Dir, vor allem deutet er die Macht der US Girls im Gefüge des Teams an. Ich halte den zaghaft formulierten Background, dass einige Spielerinnen mit dem Trainer Tom Sermanni unzufrieden waren und er deshalb über die Klinge springen musste für durchaus realistisch. Wer das Buch von Hope Solo über ihr Leben als Fußballspielerin gelesen hat (Tolles Buch! Kann ich nur empfehlen, denn es gewährt einen tiefen Einblick hinter die Kulissen der US Nationalmannschaft.), kann nachvollziehen wie mächtig die Spielerinnen des US Teams auftreten. Als 2005 die Trainerin April von Greg Ryan (Vorgänger… Weiterlesen »

kelly
kelly

hallo jetzt muss ich auch mal was schreiben ,glaube wenn die mädels egal wie alt!!!!!!!!!!miteinander harmonieren ,und es mit dem trainer nicht klick macht hat es keinen zweck glaube bini koennte sich nicht durchsetzen gegen diese powerladies und eine hope powell ist zu ernst mal sehen wen sie nehmen.sie haben ja super player:morgan,leroux,klingenberg,press,krieger,rapinoe,solo et,.ich finde der mix stimmt

gerd karl
gerd karl

dia, ich schreibe ja immer über die n11 h………..
danke für deine bestätigung.

in amerika ist im fussball vieles anders als in europa.
keine club loyalität, der verein wird in einer affenartigen geschwindigkeit gewechselt und so weiter.

auch der verband ist anders aufgebaut, es gibt nämlich keine ex spielerin die einen wichtigen posten bekleidet und den funktionären sagt was so läuft im fussball.

diese ussf funktionäre sehen nicht den fussball sondern nur das geld.

sie gehen nicht danach wer ist gut für die mannschaft, sondern sie gehen danach, welche spielerin lässt sich am besten vermarkten.

dia
dia

@gerd karl
Hör Dir mal an, was Nadine Angerer im dfb.tv Interview über ihre bisherigen Erfahrungen im US Fußball sagt

Sheldon
Sheldon

@holly: Zwischen N11-Kader und Stammspielerin ist bei den USA noch immer ein himmelweiter Unterschied!

@gerd.karl: Wenn ich mir Wolfsburg so anschaue, kann ich da von Club-Loyalität genauso wenig erkennen. Kein Team braucht Ex-Spielerinnen, sondern Leute, die klar denken können und gute Trainer und Funktionäre sind. Und haben wir das mit dem Vermarkten in Deutschland nicht auch?

FFFan
FFFan

Ich denke auch, dass ‚gerd karl‘ hier ‚den Nagel auf den Kopf getroffen‘ hat, obwohl ihm neben Rechtschreib- auch Rechenfehler unterlaufen sind (in Wirklichkeit sind 2015 Rampone ‚erst‘ 40 und Wambach 35 Jahre alt).

Tom Sermanni hat, gerade auch beim Algarve Cup, sehr viel ‚rotiert‘ und jungen Spielerinnen Chancen gegeben, nicht nur für die letzten 10-15 Minuten, sondern auch mal von Anfang an. Dafür blieben dann etablierte Spielerinnen draußen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass er einige der ‚Altstars‘ im Team gegen sich aufgebracht hat. Offenbar hat er deren Einfluss im US-Verband unterschätzt. Das wurde ihm letztendlich zum Verhängnis.

holly
holly

@ Sheldon sie hat über 40 LSP und fast 30 Tore geschossen. Du machst dich doch nur lächerlich mit deiner Unwissenheit.

Maxermus
Maxermus

@ FFFan: Ich halte deine Einschätzung für treffend, aber diese Spielerinnen-Clique hat beim Verband bestimmt auch die ein oder andere offene Tür eingerannt. Wenn demnächst jemand wieder schreibt, die US-Girls oder der Verband würden den Algarve Cup nicht so ernst nehmen oder Niederlagen in „unwichtigen“ Spielen locker nehmen, sollte man ihn an Sermanni erinnern.
Es bleibt aber das Altersproblem und der unvermeidliche Übergang. Wann wird er vollzogen ? Definitiv n a c h der WM 2015.

Zaunreiter
Zaunreiter

Ich frag mich manchmal echt, ob gerd karl und sheldon was einnehmen, worauf der eine schlecht drauf kommt und der andere anfängt, statistische Mythen zu erfinden. Wer bitte schön ist „captain america“? Ich finde das ungeheuerlich, was hier wieder mal abgesondert wird. Ein Kopfballungeheuer wie Abby Wambach kann auch noch mit Ende Dreissig Kopfbälle ins Tor netzen. Ich finde, man sollte mal die Vorteile des nordamerikanischen Profi-Sports mit denen des europäischen Profi-Sports verbinden. Dann hätten wir hier kein Ultra-Problem und keine „spanischen“ bzw. „bayerischen“ Verhältnisse. Das Drafting-System könnte man auch mal für Europa einführen. Dann wär z.b. die Bundesliga so… Weiterlesen »