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WomenSoccer

2014

US-Verband feuert Tom Sermanni

Rund 14 Monate vor Beginn der Frauenfuβball-WM in Kanada steht der Weltranglistenerste USA ohne Trainer da. Denn überraschend entlieβ der US-Verband am Sonntag Trainer Tom Sermanni – nach einem 2:0-Sieg gegen China.

Nach dem 2:0-Sieg gegen China am Sonntag teilten US-Soccer-Präsident Sunil Gulati und Generalsekretär Dan Flynn dem konsternierten 59-Jährigen seine Entlassung mit – die erste in Sermannis 25-jähriger Trainer-Laufbahn.

Konsternierter Sermanni „Ich bin völlig überrumpelt worden“, so Sermanni in einer ersten Stellungnahme . Der Schotte hatte das Team erst im Januar 2013 übernommen und sollte es auf die WM in Kanada 2015 vorbereiten, um dort mit ihr den Titel holen. „Um es kurz sagen, sie waren einfach der Meinung, dass die Art, wie ich das Team leite, nicht funktioniert.“ Eine offizielle Stellungnahme hat der US-Verband für den heutigen Montag angekündigt.

Starker Auftakt In den ersten 20 Spielen unter Sermannis Führung gewann das Team 16 Spiele bei 4 Remis und keiner Niederlage. Doch dann kam im März der Algarve Cup , wo das Team nach Niederlagen gegen Schweden und Dänemark auf dem enttäuschenden 7. Platz landete und eine Serie von 43 ungeschlagenen Spielen zu Ende ging..

Verpatzter Algarve-Cup als Auslöser Die Niederlage gegen Ex-USA-Trainerin Pia Sundhage und die höchste Niederlage der Verbandsgeschichte gegen Dänemark (3:5) haben bei den Verantwortlichen offenbar die Alarmglocken läuten lassen. Doch die Niederlagen bei dem eher unbedeutenden Turnier im Süden Portugals dürften dem Schotten nicht alleine das Amt gekostet haben. Denn der US-Verband dürfte seine Entscheidung nicht getroffen haben, ohne vorher die Meinung wichtiger Schlüsselspielerinnen eingeholt zu haben.

Haben die Spielerinnen Sermanni auf dem Gewissen? „Ich vermute, dass einige Spielerinnen unzufrieden waren, sonst wären wir nicht so schnell an diesen Punkt gekommen“, so Sermanni. Als Interimstrainerin wird wieder einmal Jill Ellis zum Einsatz kommen, bis eine zügige Nachfolgeregelung gefunden wird. Eines steht fest: Sermannis Nachfolger bleibt wenig Zeit für Experimente, denn bereits im Oktober steht die WM-Qualifikation an.