Amber Brooks verlässt Bayern München

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Frauenfußball-Bundesligist FC Bayern München verliert eine seiner wichtigsten Stützen. US-Mittelfeldspielerin Amber Brooks zog eine Option in ihrem Vertrag und kehrt mit sofortiger Wirkung in die USA zurück.

Brooks, die im bisherigen Saisonverlauf fünf Tore für die Bayern erzielte und insgesamt in 21 Pflichtspielen 10 Tore machte, will mit der Rückkehr in ihre  Heimat ihre Chancen auf eine Berücksichtigung in der US-Nationalelf erhöhen.

Die 22-Jährige stand seit Jahresanfang in Diensten des FC Bayern und gab Anfang November ihr Debüt in der US-Nationalmannschaft. „Manchmal sind die schwerste und die richtige Sache ein und dasselbe“, ließ Brooks bereits am vorigen Sonntag über Twitter verlauten.

Amber Brooks
Amber Brooks kehrt in die USA zurück © FCB Frauenfußball

Bayerns Frauenfußball-Managerin Karin Danner erklärt: “Wir bedauern die Entscheidung von Amber Brooks. Sie hat im vergangenen Jahr mehrfach bewiesen, dass sie zu den Stützen im Team gehört und ist bei uns zur A-Nationalspielerin gereift. Ihren Wunsch, in der US-Nationalmannschaft durch räumliche Nähe besser Fuß zu fassen, respektieren wir und möchten Amber keine Steine in den Weg legen.“

Danner meint weiter: „Jedoch können wir den Druck nicht nachvollziehen, den der US-Verband auf Spielerinnen ausübt, die nicht in den USA spielen. Für die Zeit beim FC Bayern möchten wir uns bei Amber bedanken und wünschen ihr für die Zukunft viel Erfolg.”

Zuvor hatten bereits zwei weitere US-Spielerinnen, Torhüterin Bianca Henninger und Erika Tymrak, ihr kurzes Intermezzo beim FC Bayern München beendet.

Letzte Aktualisierung am 19.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Thomas
Thomas

Schade, dass Amber die Buli wieder verlässt. Irgendwie kann ich es nachvollziehen, die Teilnahme an einer WM oder Olympiade ist für eine Spielerin natürlich das grösste.
Nur schade dass die ganzen US-Spielerinnen nicht zusammenhalten und dem US Verband mal klipp und klar sagen: „Entweder ihr lasst uns spielen wo wir wollen oder ihr müsst euch andere Spielerinnen suchen.“
Ich bin sicher, dass der Verband zähneknirchend klein beigeben würde.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

…dabei glaube ich gar nicht mal daran, dass Brooks damit realistisch gesehen ihre Chance verbessert! Im Spiel gegen Brasilien kam so viel nicht von ihr als dass man dgzgl. Hoffnung machen kann/sollte. Ob sich die in Schweden befindlichen Averbuch u.a. genauso breitschlagen lassen, gilt abzuwarten.

Mucky
Mucky

Es ist absolut ekelhaft, wie der US-Verband mit den Spielerinnen die nicht in den Staaten spielt umgeht. Press, Averbuch und, jetzt auch, Brooks wurde gesagt „es wäre für uns leichter euch zu beobachten und würde eure Chancen in der USWNT zu spielen erhöhen, wenn ihr in der NWSL spielt“. Das grenzt fast schon an Erpressung, ala „Entweder ihr spielt in Amerika oder ihr spielt nicht in der Nationalmannschaft“. Und das man so, vor allem junge, Spielerinnen unter Druck setzt und stark beeinflusst kann meiner Meinung nach einfach nicht sein. Das man damit auch Brücken niederbrennt und eine eventuelle Rückkehr verhindert,… Weiterlesen »

Fussballkenner
Fussballkenner

Was der US Verband macht, ist sicherlich für die betroffenen Spielerinnen nicht ok. Allerdings machen das die anderen großen Verbände, u. a. der DFB, genauso.
Es gibt deutsche Spielerinnen in den USA, die auch nicht berücksichtigt werden, obwohl Sie es verdient hätten.
Warum auch immer.
Mit sportlichen Grüßen.

uschi
uschi

ich finde es gut das die verantwortlichen bei den damen des fc bayern das aussprechen was schon irgendwie seit dem letzten jahr im raum stand über die nwsl ob die spielerinnen druck vom verband bekommen(siehe den abgang von krieger und evtl auch harris). ich weiß der vergleich ist nicht perfekt aber im herrenfussball wäre so etwas nie möglich und auch der gedanke der dfb würde seine spielerinnen dazu drängen nicht vorstellbar. vorallem was bedeutet das für spielerinnen die im ausland zufrieden und glücklich sind und sich auch in ihren teams weiterentwickeln und dann „genötigt“ werden zuhause zu spielen. natürlich werden… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

Erwartungsgemäß!

Es ist so eine Sache mit den Amis. Sie bringen zwar eine unglaubliche Qualität mit, aber so sind sie halt langfristig gesehen keine ernsthafte Alternative.

Vielleicht tun die Vereine besser daran, sich eben auf dem europäischen Markt umzuschauen!

Mucky
Mucky

@Markus: Ich stimme dir da absolut zu. Allerdings ist das im Falle von US Soccer schon keine Empfehlung mehr, sondern eine Aufforderung. Mein Problem an der handhabe des US-Verbands ist aber dieses „Für uns wäre es einfacher dich zu beobachten, wenn du in der NWSL spielst. Dadurch würden sich auch deine Chancen erhöhen.“ Liest man da ein wenig zwischen den Zeilen hört sich das schon eher so an wie „Wenn du wirklich eine USWNT Stammspielerin werden willst, musst du nach Amerika zurückkommen“. Und das kann es meiner Meinung nach einfach nicht geben. Und so in dieser Form habe ich bislang… Weiterlesen »

uschi
uschi

@Markus Juchem: ok, vielleicht etwas übertrieben mit den persönlichkeitsrechten aber im grunde sind es ja oft oder in diesem fall junge perspektivspieler und die hätten nicht den mut den vielleicht eine gestandene wie abby wambach hätte, würde sie in z.b. schweden spielen und sagen ich bleibe wo ich bin wenn ihr mich haben wollt oder das was megan rapinoe und tobin heath in frankreich machen, die saison zu ende spielen und den rest der saison in den usa mitnehmen. klar scheint das bei den us girls ein anderes prestige zu sein in der nationalmannschaft zu spielen, was wohl daran liegt… Weiterlesen »

uschi
uschi

nochmal was anderes zum beobachten und scouten von spielerinnen. es scheint kein problem gewesen und zu sein für andere verbände. um mal ein paar beispiele zu nennen wenn wir davon ausgehen das es leichter ist für den us verband auf eigenem boden zu scouten und die spielerinnen nicht die strapazen eines langen fluges usw auf sich nehmen müssen. percival und hearn in der bundesliga sind für neuseeland anscheinend kein problem. der japanische verband der mit ogimi, ando, kumagai und einigen anderen in europa spielend auch kein problem hat. einige australierinnen die in den usa gespielt haben auch kein problem. selbst… Weiterlesen »

Altwolf
Altwolf

Ich glaube jeder, der die Mentalität US-amerikanischer Sportler kennt, weiß von deren grenzenlosen „Ehrgeiz“ in allen Belangen der/die/das „Beste“ zu sein, insbes. dann auch, wenn es um ein National-Team geht.Wenn ich als „Spielerin“ Chancen auf das „National-Team“ habe, ist alles Andere unwichtig, auch irgendwelche Verträge, falls sie nicht sogar eine entsprechende Ausstiegsklausel enthalten. Jeder Club,der also eine US-Spielerin verpflichtet, sollte das, ja mußte das eigentlich wissen. Steht eine Sportlerin über diesen „National-Team-Gedanken“ könnte sie sicherlich auch in Europa bleiben und mit dem „Selbstbewußtsein“ des eigenen Könnens auch sagen, wenn ich hier entsprechende Leistung zeige, dann werden sie mich auch holen… Weiterlesen »

enthusio
enthusio

Hoffentlich haben Hagen und Cross keine Ausstiegsklausel …

gerd.karl
gerd.karl

also herr juchem, das sie sagen der us verband würde keinen druck machen ist doch nicht hier ernst. bei einigen spielerinnen die einen blog haben und in artikeln im internet wird schon von einigen mutigen spielerinnen darauf hingewiesen das sie genötigt wurden in der nwsl zu spielen, und das auch für weniger geld als sie in europa verdienen würden. bestes beispiel dafür ist keelin winters, sie wurde in die nwsl gelockt das sie in den pool der vom us verband geförderten, bezahlten, spielerinnen gehoeren sollte. dies passierte aber nicht, so hat keelin winters, die bei turbine potsdam spielte, die champions… Weiterlesen »

H2O
H2O

@gerd.karl
Absolute Zustimmung!
Das mit Winters wusste ich noch nicht, weißt du wo ich das nachlesen kann?

Sylvijaaa
Sylvijaaa

Ich denke hier wird ein bisschen übertrieben. Viele Spielerinnen wollen auch lieber in den USA spielen. Dort leben Freunde, Familie, es gibt keine Sprachprobleme und die Saison dauert nur 6 Monate(inkl. Vorbereitung). Die Chancen mit der Nationalmannschaft bekommt man eigentlich überall, wenn man seine Leistung bringt. Krieger, Horan, Brooks, Hagen, Press sind alle im Ausland zu Nationalspielerinnen geworden. Das ist eine Art leere Drohung des US-Verbands, die allerdings ihre Wirkung bei den Spielerinnen nicht verfehlt. Wer will schon seine Chancen auf die US-NM verringern? Dort kann man schließlich richtig Geld verdienen. Sermanni hat ja schon angekündigt, den Pool an Spielerinnen… Weiterlesen »

gerd.karl
gerd.karl

h 20, http://www.equalizersoccer.com, artikel vom 24.10.2013, oder bei ussoccer kannst du nachlesen das keelin winters nicht mal das camp vom 3.12-15.12.2013 mitmacht.
der artikel bei http://www.americansoccernow.com vom 30.01.2013 ist auch sehr inzeressant.

gerd.karl
gerd.karl

dann liebe sylviaaa haben die spielerinnen einen nachteil, deutsche spitzen clubs besonders bayern münchen, werden dann keine ausstiegsklauseln mehr akzeptieren.

H2O
H2O

@gerd.karl
merci 🙂

@Sylvijaaa
Von den Amis habe ich da bisher leider gegenteiliges gehört. Press ist auch eher ein Negativbeispiel, wie man kaum eine Chance erhält wenn man nicht in zuhause spielt. 🙂

Mucky
Mucky

Press hat in einem Interview auch gesagt, wenn es nach ihr ginge, würde sie in Schweden bleiben. Aufgrund des US-Verbands geht sie aber nach der CL Saison in die NWSL. Es gibt also genug Beispiele, die für ein solches Verhalten der USSF sprechen. @Sylvijaaa: Die einzige, die davon eine regelmäßige Nationalspielerin ist, ist Krieger. Und das war zu Zeiten von Sundhage. Nach ihrer Verletzung ging sie dann auch zurück in die Staaten, eben weil ihr höhere Chancen auf ein Comeback in der NM ausgerechnet wurden, wenn sie daheim spielt. Hagen hat außer Einladungen zu 2 Trainingscamps noch keine Nominierung erhalten.… Weiterlesen »

kelly
kelly

sehr schade das amber geht habe sie spielen sehen für bayern sehr wichtige spielerin deswegen warscheinlich die unruhe in mannschaft wie man an den letzten ergebnissen gesehen hat auf geht es bayern remember -mia san mia– mädels

Frieda
Frieda

@ Uschi Willst du die neuseeländische Liga mit der NWSL gleichsetzen? Für die Kiwis ist jede Spielerin im Ausland ein Schatz, weil sie dort eine viel bessere Förderung bekommt. Glück für Neuseeland ist, dass die W-League in Australien immer stärker wird und damit eine Alternative zu Europa und den USA für die Spielerinnen da ist. Der japanische Verband schickt gezielt Spieler und Spielerinnen nach Europa und die USA, damit sich diese dort körperliche Stärke erarbeiten, die sie in der eigenen Liga nicht bekommen. Dies wird vom Verband auch so kommuniziert. Auch die japanischen Ligen sind nicht so stark wie Europa… Weiterlesen »