Bremer schießt U19 zum Sieg gegen Schweden

Von am 23. Oktober 2013 – 20.21 Uhr 30 Kommentare

Die deutsche U19-Frauenfußball-Nationalelf hat ein Testspiel gegen Schweden in Ulm gewonnen. Dabei glänzte Pauline Bremer mit zwei Treffern.

Beim 3:1 (1:0)-Sieg vor 2 845 Zuschauern im Donaustadion brachte Bremer die DFB-Elf in Front (21.).

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Stina Blackstenius (53.) war es erneut die Spielerin des 1. FFC Turbine Potsdam, die postwendend für die neuerliche deutsche Führung sorgte (55.). Die eingewechselte Louisa Lagaris sorgte für den Endstand (63.).

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Pauline Bremer

Potsdams Pauline Bremer schoss die DFB-Elf zum Sieg © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Meinert freut sich
DFB-Trainerin Maren Meinert erklärte: „Das war ein guter Gegner, gegen den wir viel besser gespielt haben, als zuletzt bei der Länderspielreise in England. Es war schön zu sehen, dass das Team nach dem 1:1 gleich eine Reaktion gezeigt hat. Letztlich haben wir verdient gewonnen.“

Deutschland – Schweden 3:1 (1:0)

Deutschland:
Frohms – Wilde (60. Steinert), Becker, Zinner, Meister – Junge (46. Lagaris), Dieckmann, Knaak (69. Züfle), Panfil (46. Rauch) – Bremer, Gier (46. Meißner)

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Schweden: Musovic – Ohlsson, Presson, E. Karlsson, Curmark – F. Andersson, Wahlberg, Kajgard, N. Karlsson – Blackstenius, Hedell

Tore: 1:0 Bremer (21.), 1:1 Blackstenius (53.), 2:1 Bremer (55.), 3:1 Lagaris (63.)

Schiedsrichterin:
Christine Baitinger (Deutschland)

Zuschauer: 2 845

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

30 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sheldon
    Als ob ein 17-jähriges Talent dazu in der Lage ist, solch weitreichende Konsequenzen in dieser Phase ihrer Entwicklung abzuschätzen und zu überschauen. Deine Erwartungshaltung ist überdenkenswürdig, denn selbst Du kannst nicht immer nur durchgehend korrekte Entscheidungen fällen; Dinge bleiben unberücksichtigt, die zum Zeitpunkt X gar nicht aktuell o. akut war!

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    So wie Du schreibst, muß man eigentlich annehmen, daß Du nie selber jung gewesen bist!!!
    Wahrscheinlich bist Du so ein Prototyp von Android, der schon erwachsen auf die Welt gekommen ist??? 😉

    Junge Menschen (also auch Fußballspielerinnen) können eben genau das noch nicht, nämlich auf die Signale ihres Körpers hören, und entsprechende Gegenreaktionen auslösen!!!
    Das lernen sie erst (oftmals sehr schmerzhaft) im Laufe ihrer Karriere, meist ist es da aber schon zu spät!!!
    Sie sind sehr willig und bereit, kleinere Wehwehchen zu überspielen, und dem Geschwätz von Trainern, hohen Funktionären und auch älteren Mitspielerinnen, von wegen ; „Stell Dich nicht so an“, nur all zu bereitwillig Folge zu leisten!!!
    Das aus den „kleineren Wehwehchen“ aber sehr schnell größere Verletzungen, und somit längere Ausfälle werden können, daß ist einer Nachwuchsspielerin sicher noch nicht immer wirklich klar!!!

    Selbst etwas ältere Spielerinnen lassen sich oft dazu verleiten, lassen sich fitspritzen, schlucken irgendwelche Tabletten, oder verheimlichen sogar ganz ihre Schmerzen, nur um nicht aus dem Kader zu fliegen!!!
    Ich erinnere hier bloß mal an LIRA und BABBS, die in Frankfurt wohl dem „Natio-Wahn“ Tribut zollen mußten!!!
    Über Kim Kulig möchte ich erst gar keine Vermutungen anstellen!!! 🙁

    Und damit mir nicht wieder üble Nachrede gegen unseren „Erz-Feind“ nachgesagt werden kann, zähle ich auch NICKI KERSCHOWSKI, SARA DOORSOUN und INKA WESELY dazu, nur um klarzustellen, daß so etwas auch in Potsdam schon vorgekommen ist!!!

    Am Schlimmsten ist es aber beim DFB, daß habe ich von Hamburg bis Freiburg erfahren müssen!!!
    Und das geht eben schon ganz unten in der U15 los, und zieht sich bis in die A-Natio!!!
    Andere Nationen gehen mit ihren Top-Talenten vielleicht etwas sorgsamer um, da sie wahrscheinlich nicht so viele davon haben!!!
    Aber in Deutschland gibt es genügend Auswahl, sodaß auf Einzelschicksale kaum Rücksicht genommen werden muß!!!
    Und genau hier habe ich Angst um PAULINE, daß sie in dieser „Tretmühle“ nicht zerrieben und verheizt wird!!!

    Nur das ich nicht falsch verstanden werde;…das Leistungssport kein Zuckerschlecken ist, weiß ich mittlerweile auch!!!
    Aber gerade deswegen muß man sich um jedes dieser Mädel besonders kümmern, die sich für diesen Weg entschieden haben!!!
    Und den Begriff „Profifußball“ darf man mit dem FF noch überhaupt nicht in Verbindung bringen, selbst wenn einige wenige Kickerinnen zumindest im Moment ihr Auskommen darin finden!!!
    Aber den Aufwand, den man mittlerweile betreiben muß, um ganz oben mit dabei zu sein, der steht in absolut keinem Verhältnis zum Nutzen (sprich Verdienst)!!! 🙁

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Und dennoch musst du auch in jungen Jahren schon immer wichtige Entscheidungen treffen, beispielsweise ob du Abitur machst oder nicht, welche Ausbildung oder welches Studium du machen willst. Das sind Entscheidungen für dein ganzes restliches Leben. Du musst im Studium entscheiden, welche Veranstaltungen du wann belegst, du musst entscheiden, an welche Uni du gehst usw. usf.

    Ob man Profifußballerin wird oder nicht, ist eine ganz ähnliche Entscheidung. Ich stimme zu, dass das eine 17-jährige noch gar nicht unbedingt entscheiden kann, aber sie hat Leute, die das entscheiden können sollten: Eltern, Lehrer, Trainer usw. Die alle wissen, was sie sich zumuten kann und ob das der richtige Weg ist bzw. sollten das wissen!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Was du da beschreibst, ist in der Tat etwas, was in Deutschland problematisch ist: Die Fahrlässigkeit der Trainer mit der Gesundheit der Spielerinnen! Gerade da bräuchte es in Deutschland ein unabhängiges Gremium, sowas wie eine Art Spielerinnengewerkschaft, die auf genau das achtet, dass Trainer ihrer Verantwortung nachkommen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Danke, Detlef! Genauso und nicht anders – von A – Z ist alles stimmig! 🙂

    Die genannten „Entscheidungen“, Sheldon, sind pillepalle und werden doch oftmals von den Eltern vorgegeben und gelenkt, wie z.B. der Abschluß, der weitere Bildungsweg etc. Selbst den Studienort kann ich da nicht ausnehmen. Und wie ich mein Studentenleben verbringe, ist auch von den Eltern nachvollzieh- und kontrollierbar, da ist die einzelne Vorlesung aber von untergeordneter Bedeutung. Auch hier wird aber oftmals ganz schön geschludert, weil man (zu) jung ist und Fehleinschätzungen unterliegt.

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  • Altwolf sagt:

    Wenn man mal bei dem Beispiel P.Bremer bleibt,dann hat sie gerade den Sprung von der U19 in die 1.Mannschaft vollzogen und dieser Schritt ist schon anspruchsvoll genug, zumal sie nebenher auch noch in der DN-U19 spielt.
    Sie selbst die „Entscheidungen“ treffen zu lassen, wann und wo sie spielen sollte, bedeutet Verantwortung von sich zu schieben,denn jede ehrgeizige Sportlerin wird jede „Chance“ nutzen wollen sich insbes.“höherklassig“ päsentieren zu können.
    Den meisten Eltern fehlt da in der Regel die Kompetenz das richtige Maß zu finden.Hier ist im Wesentlichen das Trainerteam gefordert die Belastungen zu dosieren und so wird B.Schröder sie punktuell in d.1.Mannschaft einsetzen,immer mal mit Pausen im Einsatz,gerade wenn auch noch NU19 Spiele angesagt sind.Erst wenn sie ihre Leistungen und ihre physische u.mentale Kraft über 1-2 Buli-Saisons stabilisiert hat, dann kann die BT unter Abstimmung mit B.Schröder auch mal über die Nominierung von ihr in der N11 nachdenken.
    Im Prinzip sollte das für alle „Talente“ in diesem Lebensalter gelten.
    @Detlef.Deine Einschätzung teile ich im Wesentlichen.
    Die in so jungem Alter schon erreichten Erfolge und der oft entsprechende „Hype“ lassen die psycho-soziale Verantwortung für die Entwicklung des betroffenen jungen Menschen entfallen und hinterher will es keiner gewesen sein, wenn die „riesigen“ Erwartungen nicht mehr erfüllt werden können.

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  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Im Gegensatz zu Dir, teile ich Deinen Beitrag komplett!!! 😉

    Eigentlich bin ich in solchen Fällen gar nicht so böse darüber, daß der FF in den Medien nur eine kleine Nische besetzt hat!!!
    Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was die großen Massenmedien für einen Druck auf die Bundesgöttin ausüben würden, wenn der FF nur ansatzweise so populär wie der MF wär!!!

    Ich hoffe natürlich, daß Schröder mit all seiner Erfahrung genau weiß, was er PAULINE zumuten darf, und wie er sie vor allem nach Natioeinsätzen (auch vor sich selber) schützen muß!!!
    Meine aufgezählten Beispiele zeigen aber, daß sich auch der große Meister zuweilen irren kann, und die Kommunikation mit den Ärzten nicht immer so toll funktioniert, wie es eigentlich sein sollte!!! 🙁

    Natiospielerinnen sind zudem für die meisten VereinstrainerInnen eine Auszeichnung, und deshalb ist für sie eine Nominierung der Bundesgöttin auch sehr erstrebenswert!!!
    Für mich kamen aber zB die Berufungen von TABEA KEMME und JENNY CRAMER in den „erlauchten Kreis“ viel zu früh, was mM nach auch eine Belastung für die Spielerinnen sein kann!!! 🙁

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef und SF:

    Und was lernen wir daraus, wenn Eltern Entscheidung für Kinder treffen? Das können wir heute überall sehen. Wieviele Menschen machen ihren Job bloß, weil die Eltern es damals so vorgegeben haben oder studieren irgendeinen Scheiß, der sie nicht interessiert, den sie aber für den Rest ihres Lebens dann machen müssen?

    Vielleicht erwarte ich auch zuviel von Eltern, Lehrern und Trainern. Doch ich bin so groß geworden, dass meine Eltern immer mit mir gesprochen haben. Sie haben mich einerseits frei entscheiden lassen, was ich tun wollte, wie ich mein Leben gestalten sollte, andererseits aber auch eingelenkt und eingegriffen, wenn dieser Weg erkennbar in eine Richtung ging, die schädlich für mich wäre.

    Vielleicht projeziere ich auch nur mein Idealbild meiner Eltern auf die einer Bundesligaspielerin oder einen Bundesligatrainer. So waren meine besten Lehrer immer diejenigen, die mich so gefordert haben, wie es meinem Talent, meinen Begabungen zuträglich war. Das fordert natürlich von Seiten des Lehrers eine besondere Auseinandersetzung mit dem Schüler. Man muss fähig sein, die Begabungen genau einzuschätzen und dementsprechend zu fördern.

    Das hat natürlich in einem Mannschaftssport noch einmal eine andere Dimension, doch im Prinzip muss ein Trainer das jeden Tag für 20-25 Spielerinnen immer leisten und leisten können!

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef.Ich habe meine Zustimmung etwas eingeschränkt,da ich deine Aussagen zu einigen Details nicht beurteilen kann. Deshalb hier nochmals die Bestätigung ,daß ich deine Auffassung zu diesem Komplex mit der Heranführung von jungen Spielerinnen uneingeschränkt teile.
    Aber richtig ist auch,daß die Hauptverantwortung beim Trainerteam liegt, doch auch die können sich ncht immer der von außen angetragenen „Euphorie“ entziehen und sich dadurch auch zu zu vielen Einsätzen verleiten lassen

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  • FFFan sagt:

    Das verrückte Jahr der Pauline Bremer (dfb.de):

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