Turbine Potsdam folgt Wolfsburg ins Achtelfinale
Der 1. FFC Turbine Potsdam hat nach dem 5:0 im Hinspiel des Sechzehntelfinals der UEFA Women’s Champions League auch das Rückspiel gegen MTK Budapest gewonnen. Beim deutschen Vize-Meister dauerte es jedoch einige Zeit, ehe sich die Überlegenheit auch in Toren widerspiegelte.
Zwar bot sich den Zuschauern im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion ein ähnliches Bild wie im Hinspiel: Die Potsdamerinnen waren von Beginn an die tonangebende Mannschaft. Aber während im Hinspiel die Tore früh gefallen waren, dauerte es beim 6:0 (0:0)-Erfolg diesmal über eine Stunde bis zum ersten Treffer.
Lattentreffer durch Kemme Schon in der vierten und sechsten Minute hatte Natasa Andonova die Führung auf dem Fuß, doch Budapests Torhüterin Réka Szőcs war zur Stelle. In der 11. Minute hatten die Gäste ihre beste Möglichkeit der Partie, als Fanni Vágó frei zum Schuss kam, aber der Ball ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch in der Folge blieben die Potsdamerinnen die spielbestimmende Mannschaft, kamen aber zu selten zum Abschluss und scheiterten an der vielbeinigen ungarischen Abwehr. Entsprechend versuchte es Tabea Kemme in der 37. Minute mit einem Schuss aus gut zwanzig Metern, traf allerdings nur die Latte. Entsprechend ging es mit dem 0:0 in die Pause.
Wells belebt das Spiel Zur zweiten Halbzeit nahm Turbine Trainer Bernd Schröder Julia Simic aus dem Spiel und brachte Ingrid Wells. Die Einwechselung der US-Amerikanerin belebte das Spiel der Gastgeberinnen, die in der Folge zu mehreren guten Möglichkeiten kamen. In der 49. Minute scheiterte Genoveva Anonma nach Vorarbeit von Wells und Andonova an Szőcs. Die Torhüterin behielt auch in der 54. Minute die Oberhand gegen Anonma, kurz zuvor hatte Wells nur den Pfosten getroffen.
Drei Tore in drei Minuten Der Bann brach schließlich in der 62. Minute, als Asano Nagasato nach Vorarbeit von Kemme von der Strafraumgrenze zum 1:0 traf. Eine Minute später erhöhte Andonova auf 2:0. Die Mazedonierin hatte eine Ecke reingegeben, und Szőcs’ Abwehrversuch landete wieder vor ihren Füßen. In der 65. Minute traf Antonia Göransson nach einer Ecke zum 3:0. In der 84. Minute legte die Schwedin das 4:0 nach. Andonova gelang nach Vorarbeit von Pauline Bremer das 5:0 (88.), ehe Nagasator in der Nachspielzeit den 6:0-Endstand erzielte.
Im Achtelfinale gegen Lyon Im Achtelfinale wartet nun ein denkbar schweres Los auf die Potsdamerinnen. Im November stehen sie im Achtelfinale dem zweimaligen Titelträger Olympique Lyonnais gegenüber.