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2013

Wolfsburg und Bayern eröffnen Bundesligasaison

Heute um 13 Uhr (live auf Eurosport) startet erstmals seit 2008 die neue Spielzeit in der Frauenfußball- Bundesliga mit einem Saisoneröffnungsspiel. Meister VfL Wolfsburg empfängt den FC Bayern München .

„Diese Saison wird eine ganz andere werden“, ist sich Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann gegenüber Womensoccer sicher, dass nach dem Optimum von drei Titeln in der vergangenen Saison nun ganz neue Herausforderungen auf das Team zukommen werden. Denn bereits in der Rückrunde der Vorsaison bekam der VfL Wolfsburg zu spüren, was es heißt, als Tabellenführer gejagt zu werden.

Vom Jäger zum Gejagten „Die Mannschaften holen gegen uns noch ein paar Extra-Prozent aus sich heraus, jetzt als Tripel-Sieger wird sich das noch verstärken. Darauf habe ich meine Mannschaft in Gesprächen vorbereitet.“ Und gleich zu Beginn gastiert ein starker Gegner im VfL-Stadion am Elsterweg. „Mit dem FC Bayern ist auf jeden Fall zu rechnen“, ist sich Kellermann sicher. In der Vorsaison gab es im Heimspiel einen knappen 2:1-Erfolg, in München verlor Wolfsburg mit 0:3.

Wolfsburg will noch dominanter agieren Mit noch dominanterer, am Ballbesitz orientierter Spielweise und einem allen voran durch die schwedische Nationalspielerin Nilla Fischer in der Breite verstärkten Kader will Kellermann der Bundesligakonkurrenz begegnen. „Klar wollen wir um die Meisterschaft mitspielen, aber Frankfurt ist jedes Jahr ein Topfavorit, auch wenn sie in den vergangenen Jahren nicht ihre optimale Leistung abrufen konnten, Potsdam muss man immer auf der Rechnung haben und auch die Bayern gehören für mich dazu.“

Rotation auf hohem Niveau Nicht nur von Nilla Fischer, auch von den Neuverpflichtungen Noëlle Maritz (17), Jovana Damnjanovic (18) und Desire Oparanozie (19) erhofft sich Kellermann im Saisonverlauf wertvolle Unterstützung. „Wir können durch die neuen jungen Spielerinnen auf hohem Niveau rotieren, sie werden aber noch die Zeit brauchen, vor allem am Defensivverhalten zu arbeiten.“

Verletzungssorgen auf beiden Seiten Zum Saisonauftakt müssen die Wölfinnen ohne vier Stammspielerinnen auskommen, denn Josephine Henning , Verena Faißt, Viola Odebrecht und Zsanett Jakabfi werden allesamt verletzungsbedingt fehlen. Doch auch Auftaktgegner FC Bayern München kann nicht aus dem Vollen schöpfen, es fehlen Katja Schroffenegger (Kreuzbandriss), Valeria Kleiner (Fußverletzung), Franziska Jaser (Reha nach Kreuzbandriss), Ivana Rudelic (Meniskus) und Gina Lewandowski (Fußverletzung). Dafür kann Bayern erstmals die Neuverpflichtungen einsetzen, Europameisterin Leonie Maier und Italiens Nationalspielerin Raffaella Manieri.

Bayern hat nichts zu verlieren In der Vorbereitung testete der FC Bayern München vornehmlich gegen männliche Junioren, um eine physische Robustheit zu entwickeln, auch wenn dabei bewusst Niederlagen in Kauf genommen wurden. Bayern-Trainer Thomas Wörle erklärt: „Wir freuen uns auf das Spiel und sind hochmotiviert. Wir wissen, dass mit Wolfsburg die beste Mannschaft Europas auf uns zukommt, die sich noch einmal verstärkt hat, brutal gut aufgestellt und voller Selbstbewusstsein ist. Aber wir haben dort nichts zu verlieren. Wir wissen natürlich, dass alles passen muss, wenn wir in Wolfsburg etwas holen wollen. Wir brauchen einen Glanztag.”

Realismus oder Understatement? Wörle sieht sein Team noch nicht auf Augenhöhe mit den Top 3 der Liga . „Manche zählen uns bereits zum Favoritenkreis, aber das ist natürlich absoluter Quatsch. In den Spielen gegen die Topteams haben wir gezeigt, welch unglaubliches Potenzial wir haben, aber uns fehlt die Konstanz und wir sind immer noch nicht die Mannschaft, die Spiele gegen etwas schwächere und defensivere Teams klar dominieren und in Serie gewinnen kann.“