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2013

Spanien erreicht Viertelfinale, England vorgeführt

Die Französinnen haben ihre Favoritenstellung bei dieser Europameisterschaft untermauert. Die “Equipe Tricolore” warf England mit einem souveränen 3:0 aus dem Turnier. Neben Frankreich stehen auch Spanien und Dänemark im Viertelfinale. Letztere hatten das Losglück auf ihrer Seite.

Die Auslosung war nötig geworden, da sowohl Russland nach einem 1:1 gegen Spanien als auch Dänemark in Gruppe A zwei Punkte auf dem Konto haben, und die UEFA in diesem Fall das Los entscheiden lässt.

Boquete trifft Die Spanierinnen waren gegen Russland zunächst nach einem Zuspiel von Sonia durch Vero Boquete in der 14. Minute mit 1:0 in Führung gegangen. Kurz vor der Halbzeit gelang Elena Terekhova der Ausgleich, der den dritten Rang bedeutete.

Frankreich souverän Dabei konnten sich die Russinnen bei den Französinnen für Schützenhilfe bedanken. Denn obwohl schon als Gruppenerster für das Viertelfinale qualifiziert, zeigten sie eine souveräne Vorstellung gegen England. Die Engländerinnen hätten gewinnen müssen, um den zweiten Platz aus eigener Kraft zu erreichen, und Nationaltrainerin Hope Powell veränderte die Taktik von einem 4-2-3-1-System auf 4-4-2. Unverständlicherweise auf der Bank Platz nehmen musste dabei Jill Scott. Überraschen konnte Powell den Gegner mit diesem Schachzug nicht, eher ihr eigenes Team, das zu keiner Zeit ins Spiel fand. Von einem engagierten Spiel nach vorne war in der ersten Halbzeit nichts zu sehen. Die Französinnen dominierten die Partie nach Belieben, England hatte weder ein Konzept noch die spielerischen Mittel, um die “Équipe Tricolore” auch nur in Ansätzen unter Druck zu setzen.

Le Sommer trifft zur Führung Eugenie Le Sommer traf in der achten Minute den Pfosten, in der neunten machte sie es besser: Nach schöner Vorarbeit von Elodie Thomis traf Le Sommer zum 1:0 für Frankreich. Dass es bis zur Halbzeit bei diesem knappen Ergebnis blieb, war einzig der mangelnden Chancenverwertung der Französinnen geschuldet. Hinzu kam die wohl einzige Engländerin in Normalform: Karen Bardsley. Die Torfrau war ein ums andere Mal hellwach und hielt ihr Team dadurch zumindest vom Ergebnis her im Spiel.

England ohne Chance Zur zweiten Halbzeit brachte Powell zunächst Jill Scott, in der 60. Minute Kelly Smith . Die Uhr tickte gegen die Engländerinnen, die nun mehr investierten, aber die abgeklärten und ballsicheren Französinnen nicht ernsthaft gefährden konnten. Darüber hinaus schafften sie es, England genau in dieser Phase noch zwei Tore einzuschenken und damit auch die letzte Hoffnung der “Three Lions” zu begraben. In der 62. Minute traf Louisa Nécib zum 2:0, nur zwei Minuten später köpfte Wendie Renard nach einer Ecke das 3:0.