Weltrangliste: Deutschland verliert Boden auf USA

Von am 21. Juni 2013 – 10.19 Uhr 28 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf nimmt in der heute von der FIFA veröffentlichten Weltrangliste weiterhin Platz 2 ein, doch der Abstand zu Spitzenreiter USA hat sich vergrößert.

Mit 2 228 Punkten (+13) liegen die USA weiterhin unangefochten an der Spitze vor der DFB-Elf mit 2 162 Punkten (-1). Es folgen Japan mit 2 096 (0) und Brasilien mit 2 038 Punkten (0).

Schweden verdrängt Frankreich
Von Platz 6 auf Platz 5 verbesserte sich Schweden (2 027/+2), das mit Frankreich die Plätze tauschte (2 023/-4). Auf den weiteren Plätzen folgen England (1 999/+7), das Kanada überholte (1 983/-9), Nordkorea (1 943/0) und Australien (1 939/+4), das den neunten Platz an die Asiatinnen verlor.

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USA auf Rekordjagd
Spitzenreiter USA jagt die eigene Rekordmarke von 2 233 Punkten aus dem Mai 2010 und könnte auch die von Deutschland im Jahr 2005 aufgestellte höchste je in der Rangliste erreichte Punktzahl von 2 234 übertreffen. Dazu fehlt den Amerikanerinnen nur noch einen Sieg gegen eines der topplatzierten Teams.

Jubel der deutschen Frauenfußball-Nationalelf

Die DFB-Elf ist weiter Zweiter in der Weltrangliste © Karsten Lauer / girlsplay.de

Philippinen machen Sprung nach vorne
Den größten Sprung nach vorne machten die Philippinen von Platz 83 auf Platz 76, größter Verlier war Litauen, das von 78 auf 84 abrutschte. Neu in der Weltrangliste erfasst wurden Usbekistan (44/1 548), Albanien (60/1 374), Montenegro (81/1 258), Kirgisistan (98/1 136), Georgien (103/1 100) und Kuwait (119/870).

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Argentinien nicht mehr erfasst
Nicht mehr in der Weltrangliste erfasst sind Argentinien, Teilnehmer der Frauenfußball-WM 2007, Chile, Indonesien, Algerien, Syrien und Irak.

Beste Platzierungen
Innerhalb der Top 50 erreichten Neuseeland (19, +1), Schottland (20, +1), Vietnam (28, + 2), Papua-Neuguinea (47, +1) und Kamerun (48, +1) ihre beste Klassierung seit Bestehen der Frauenfußball-Weltrangliste.

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Wenn man schon stolz ist auf sein Land, sollte man wenigstens eine der erfolgreichsten deutschen Fernsehsendungen kennen, und die heißt: Stromberg! Und, achja, ich meinte nicht die Switch-Parodie, sondern Herbst‘ Filmrolle, die er auch sehr erfolgreich gespielt hat 😀

    Wie auch immer, da wir nun endlich bei dem Thema angekommen sind: Natürlich kannst du auf alles stolz sein, doch du musst es begründen können, wieso. Jeder hier vertritt Meinungen, doch keiner unbegründet. Entweder man liefert Quellen oder bedient sich seines gesunden Menschenverstandes.

    Was nun deine Meinung anbelangt, so sehe ich sie nicht auch nur in Ansätzen begründet, und das ist es, was ich kritisiere.

    Beispiel: Ich bin stolz auf die Leistungen meiner Kinder. Wieso? Weil ich als Vater dazu beigetragen habe.
    Weiter: Ich bin stolz auf gute Spiele der N11. Wieso? Weil ich Teil dieses Landes bin, und eine gute Repräsentation im FF ein gutes Image für den FF und für mein Land bringt, ergo auch indirekt für mich.

    Aber einfach zu sagen: Ich bin stolz auf etwas, oder meine Meinung ist es, dass in Deutschland sowieso schon immer alles besser war und besser ist und besser sein wird, ohne auch nur den Hauch eines Argumentes dafür vorzubringen, der wirft ein schlechtes Licht auf sich selbst, weil er seinen Stolz über die eigene Kritikfähigkeit stellt.

    Wenn wir nun also hier kritisieren, dann nicht, weil wir antideutsch wären, sondern gerade, weil wir uns eine gute Nationalmannschaft wünschen. Wir zeigen uns gerade dadurch national eingestellt, indem wir nicht einfach alles schlucken, was uns verkauft wird, sondern indem wir von diesem Staat ein bestimmtes Niveau an Leistungen erwarten, um auf ihn stolz sein zu können. Wir stellen die Leistungsträger nicht über das Gemeinwohl. Wir kritisieren Neid immer dann, wenn ihre Entscheidungen dazu führen würden, dass ein schlechtes Licht auf Deutschland und seine sportliche Organisation fällt, und loben sie dann, wenn durch ihre Arbeit der deutsche Name in einem guten Licht dasteht.

    Wir geben für unsern „Stolz“ nicht die Realität auf. Wir blenden nicht die Fakten aus. Jeder, der wirklich ein Ehrgefühl für dieses Land hat, würde niemals einfach Personen hinterherlaufen, die sich als Messias aufspielen, ohne ihren Versprechungen auch nur einmal kritisch zu hinterfragen. Weder politisch noch sportlich!

    Insofern überdenke vielleicht einfach mal, was deine Motive sind!

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  • gerd.karl sagt:

    ach sheldon, jetzt bist du in die falle gegangen und hast dich entlarvt.

    stolz ist man auf sein land wenn es gut läuft und wenn es schlecht läuft scheisst man drauf, das ist eine logik die ich nicht verstehe.
    in deutschland läuft es doch ganz gut, gute wirtschaft, gutes sozialsystem, bei der flutkatastrophe eine menge solidarität, gleichbehandlung von schwulen und lesben, freie meinungsäusserung und ein sehr sehr sehr guter frauenfussball.

    und man kann sehr sehr sehr stolz sein auf diese deutsche frauennationalmannschaft die 6 ausfälle zu verkraften hatte und das die jungen wilden ohne angst die verantwortung übernommen haben.

    ach ja, ich muss es nochmal sagen, ich bin stolz auf mein land.

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  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Du solltest schon richtig lesen. Ich habe durchaus gesagt, dass man auf vieles stolz sein kann in diesem Land. Das meiste von dem, was du da schreibst, ist richtig. Doch du hast nur Recht darauf, stolz auf etwas zu sein, woran du Anteil hast. Wo hast du daran Anteil, dass Deutschland ein gutes Wirtschafts- und Sozialsystem hat? Hast du gespendet für die Flutopfer? Bist du in den Frauenfußball involviert?

    Genauso muss man aber, wenn man stolz auf sein Land sein will, sein Land kritisieren. Denn ein logisch denkender Mensch kann nicht stolz auf eine Regierung sein, die einen riesigen Schuldenberg anhäuft, die ein grottenschlechtes Bildungssystem befürwortet, deren Gesundheitssystem nach und nach den Geist aufgibt und die Atomkraft befürwortet, ohne ein Endlager zu finden.

    Stolz kann man nicht auf einzelne Personen oder Länder sein, sondern nur auf konkrete Leistungen. Deswegen kann niemand sagen, dass er stolz sein wird auf die Mannschaft, die bei der EM gespielt hat. Weil keiner heute voraussagen kann, wie diese Mannschaft Deutschland bei der EM repräsentieren wird.

    Genauso gehört zum Stolz aber auch die Anerkennung anderer Leistungen an. Denn wenn man im Sport die Leistungen anderer nicht anerkennt, dann kann man auch nicht stolz auf etwas sein, was die eigene Mannschaft leistet, denn es wäre ja keine Leistung.
    Wenn Wambach die beste Torschützin aller Zeiten ist, dann muss man das anerkennen. Das sind die Fakten. Und man kann stolz auf eine Abwehr sein, die es schafft, Wambach in einem Spiel komplett auszuschalten, sodass das eigene Team gewinnt.

    Und wir müssen immer wieder sagen, dass man auf bestimmte Dinge im deutschen Frauenfußball nicht stolz sein kann:
    – Auf die WM 2011
    – Auf die Zwangsinsolvenz von Bad Neuenahr und Duisburg
    – Auf die Haltung des DFB zur Frauenbundesliga
    – Auf Silvia Neids Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten
    – Auf die Leistungen manch einer N11-Spielerin
    – Auf das Chaos in Frankfurt
    – etc.

    Das alles sind Dinge, die du nicht wegdiskutieren kannst, denn hinter allem stehen faktisch nicht gebrachte Leistungen. Auch kannst du sie nicht durch überzogene Kritik an anderen Ländern gut reden. Ein Produkt wird nur deswegen noch nicht gut, weil es noch das Beste unter vielen Schlechten ist.

    Im Gegenteil: Wenn du wirklich deinen Stolz bewahren willst, musst du dir auch eingestehen können, dass es an der ein oder anderen Stelle Menschen geben wird, die besser sind und besser handeln, gerade, wenn du diese Entscheidungen nicht direkt beeinflussen kannst.

    Alles immer nur gutzureden, führt in einen Relativismus hinein, der keine absoluten Leistungsstandards mehr besitzt und in dem man auch keinen Stolz mehr über wirklich erbrachte Leistungen zeigen kann, weil Stolz inflationär geworden ist!

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  • gerd.karl sagt:

    sheldon, japan hat das tor geschossen und ist weltmeister geworden.
    trotzdem bin ich stolz auf die mannschaft, ich bin stolz auf stelli jones die einen hervorragenden job gemacht hat.

    ich bin immer Stolz auf die deutsche frauennationalmannschaft, ob sie nun gewinnt oder verliert.

    ich bin stolz auf den dfb der zusieht das sich seine frauenfussball clubs nicht so sehr verschulden, wie zum beispiel malmö in schweden, qoelle ffschweden, die sich geld von der stadt leihen müssen,oder die englischen clubs, die ja von den männervereinen finanziert werden, quelle zur verschuldung des englischen fussballs, uefa.com, süddeutschezeitung.de.

    ich bin stolz auf frau neid die der jugend eine chance gibt, und natze soll keine persönlichkeit sein, das bezweifle ich aber.

    nationalspielerinnen können mal einen schlechten tag haben aber den hab ich auch, deshalb bin ich trotzdem stolz auf ihre verdienste.
    und ich bin stolz auf den 1 ffc frankfurt, für seinen versuch den fc hollywood zu kopieren.

    zum schluss, ja ich bin STOLZ auf mein land, den ich zahle steuern, das heisst ich finanziere diesen schönen und grosszügigen sozialstaat mit.

    und ich habe auch den flut geschädigten gespendet, man bin ich STOLZ

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  • Sheldon sagt:

    Das ist kein Stolz mehr, wenn es unabhängig davon ist, was der andere leistet! Das ist Hörigkeit!

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  • Matze sagt:

    Zitat Sheldon: „Denn ein logisch denkender Mensch kann nicht stolz auf eine Regierung sein, die einen riesigen Schuldenberg anhäuft, die ein grottenschlechtes Bildungssystem befürwortet, deren Gesundheitssystem nach und nach den Geist aufgibt und die Atomkraft befürwortet, ohne ein Endlager zu finden.“ Zitat Ende.

    Sag mal den Griechen oder Italienern oder noch anderen, sie dürfen nicht mehr stolz auf ihr Land sein.

    Noch’n Zitat Sheldon: „Stolz kann man nicht auf einzelne Personen oder Länder sein, sondern nur auf konkrete Leistungen. Deswegen kann niemand sagen, dass er stolz sein wird auf die Mannschaft, die bei der EM gespielt hat. Weil keiner heute voraussagen kann, wie diese Mannschaft Deutschland bei der EM repräsentieren wird.“ Zitat Ende.

    Es gibt neben dem Stolz auf eine Leistung auch noch ne Art Nationalstolz, auch Patriotismus genannt.
    Dabei ist es völlig egal, wie die Mannschaft Deutschland repräsentiert. Es ist die deutsche Mannschaft!

    Man kann sich im Extremfall (siehe Laudehr) von ihr distanzieren, aber am Prinzip ändert das nix.

    Und das hat ja nun reineweg garnix mit Nazitum zu tun.
    Wenn das so wäre, möcht ich gar nicht an die USA denken…… 😉

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  • balea sagt:

    Hier gehts doch nicht darum, ob man auf sein Land, seinen Pudel oder seine thailändische Putzfrau STOLZ sein darf oder nicht, sondern darum, dass es nervt, wenn gerd.karl in absolut eindimensionaler Weise jegliche – selbst neutrale – Berichterstattung über ausländische Teams (USA mit der schlechtesten Abwehr der Welt etc), ausländische Spielerinnen (selbst in deutschen Teams, siehe zB. Kumagai) oder ausländischen Funktionären etc (Scheichs verbieten Bresonik an der EM teilzunehmen) als „Beweis“ für „ANTIDEUTSCHES GELABBER“ heranzieht.
    Das man sich da nicht mal kritisch mit der Nationalmannschaft und allem darum herum auseinandersetzen kann ohne seinen speziellen Verdacht zu erregen versteht sich von selbst.
    Mir geht das aber ziemlich auf den Keks.

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  • Markus Juchem sagt:

    @alle: Dieser Thread wird geschlossen, da sich die Diskussion inzwischen arg weit vom Thema „Weltrangliste: Deutschland verliert Boden auf USA“ wegentwickelt hat und wir denken, dass Diskussionen zum Thema Stolz, Patriotismus etc. an anderer Stelle besser aufgehoben sind.

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