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2013

DFB-Elf feiert klaren Sieg gegen Schottland

Die deutsche Frauenfußball- Nationalelf ist mit einem Erfolgserlebnis in die heiße Phase der EM-Vorbereitung gestartet. Dabei fiel die Entscheidung gegen Schottland bereits vor der Pause, wieder einmal glänzte Célia Okoyino da Mbabi als mehrfache Torschützin.

In Essen kam die DFB-Elf von Bundestrainerin Silvia Neid vor 9 237 Zuschauern zu einem ungefährdeten 3:0 (3:0)-Sieg, die Treffer erzielten Lena Goeßling (34.) und Célia Okoyino da Mbabi (43., 44.).

Maier im Mittelfeld Bundestrainerin Silvia Neid bot das Wolfsburger Duo Nadine Keßler und Lena Goeßling auf der Doppel-Sechs auf, als rechte Verteidigerin kam Bianca Schmidt zum Einsatz. Leonie Maier wurde stattdessen diesmal im linken Mittelfeld aufgestellt.

Müde Anfangsviertelstunde Knapp eine Viertelstunde verging, ehe die DFB-Elf ihre Offensivbemühungen verschärfte, nach Pass von Anja Mittag wurde Célia Okoyino da Mbabi im letzten Moment an der Ballannahme gehindert. Die Schottinnen standen bis dahin kompakt und unterbanden gut das deutsche Aufbauspiel, auch wenn die DFB-Elf spielbestimmend war.

Erste Chance durch Mittag Die erste gute Chance hatte Mittag, doch Schottlands Torhüterin Gemma Fay konnte parieren (19.). Das deutsche Spiel wurde nun druckvoller und Schottland hatte Glück, dass die französische Schiedsrichterin Florence Guillemin bei einem Foul von Jennifer Beattie an Okoyino da Mbabi nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte (21.). An einen Steilpass von Leonie Maier kam Dzsenifer Marozsan jedoch nicht mehr heran (24.).

Führung durch Goeßling Nach einer guten halben Stunde kam Schottland erstmals gefährlich vor das deutsche Tor, Beattie köpfte nach Freistoß von Kim Little über das Tor (33.). Doch im direkten Gegenzug ging die DFB-Elf in Führung: Nach einem schnell vorgetragenen Angriff flankte Mittag in den Strafraum zu Goeßling, die aus elf Metern zum 1:0 abschloss (34.).

Doppelschlag von Okoyino da Mbabi Mit einem Doppelschlag wie aus dem Nichts entschied Okoyino da Mbabi die Partie noch vor der Pause: Erst nutzte sie einen Fehler von Leanne Ross und schloss eiskalt zum 2:0 ab (43.), nur Sekunden später schraubte sie nach Pass von Babett Peter mit einem Schuss aus 15 Metern die Führung in die Höhe (44.).

Vier neue Kräfte Mit vier neuen Spielerinnen ging es in die zweite Halbzeit: Luisa Wensing, Svenja Huth, Jennifer Cramer und Simone Laudehr kamen ins Spiel, vom Feld gingen Marozsan, Schmidt, Keßler und Peter.

Mittag trifft Pfosten Auch die zweite Halbzeit begann gemächlich, Maier hatte mit einem Schrägschuss den ersten Hauch von einer Chance (50.). Doch richtig gefährlich wurde es erst Minuten später, als Maier den Ball geschickt in den Strafraum zu Mittag hob, die jedoch am Pfosten scheiterte (56.).

Weitere Chancen Mittag hatte die nächste gute Chance, doch anstatt zu schießen entschied sie sich für eine Hereingabe (62.). Neid nutzte ihr Wechselkontingent nun voll aus, Lira Bajramaj und Lena Lotzen kamen für Maier und Okoyino da Mbabi in die Partie. Der vierte DFB-Treffer ließ weiter auf sich warten, Lotzen bediente Huth, doch der Schuss wurde geblockt (70.). Durch die zahlreichen Wechsel kam der Spielfluss in der Schlussviertelstunde etwas abhanden, so dass der Halbzeitstand gleichzeitig der Endstand war.

Noch nicht alles Gold Okoyino da Mbabi meinte nach der Partie: “Wir haben heute gesehen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben und noch einiges verbessern müssen, aber es war für den Anfang ein guter Test. In der ersten Halbzeit haben wir die Zweikämpfe zu wenig angenommen und zu langsam gespielt, daran müssen wir in den nächsten Spielen arbeiten.” Und Annike Krahn ergänzte: “Wir brauchen noch ein paar Spiele, um uns richtig zu finden.”

In der Defensive kaum gefordert Bundestrainerin Silvia Neid erklärte: “Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir viele gute junge Spielerinnen haben, die natürlich Spielpraxis brauchen. In der Defensive wurden wir heute noch nicht so gefordert, das wird schon gegen Kanada anders werden.”

Deutschland – Schottland 3:0 (3:0)

Deutschland: Angerer – Schmidt (46. Wensing), Krahn, Bartusiak, Peter (46. Cramer) – Keßler (46. Laudehr), Goeßling – Mittag, Marozsan (46. Huth), Maier (64. Bajramaj) – Okoyino da Mbabi (64. Lotzen)

Schottland: Fay – L. Ross (46. McSorley), Brown, Beattie, Lauder (87. Murray) – Evans (64. Mitchell), Crichton (46. Thomson), Sneddon, Love (74. Weir) - J. Ross (90. Malone), Little

Tore: 1:0 Goeßling (34.), 2:0 Okoyino da Mbabi (43.), 3:0 Okoyino da Mbabi (44.)

Schiedsrichterin: Florence Guillemin (Frankreich)