Colin Bell neuer Trainer beim 1. FFC Frankfurt

Von am 6. Juni 2013 – 12.40 Uhr 40 Kommentare

Die Spatzen pfiffen es bereits seit einer Weile von den Dächern: Colin Bell, bisher Trainer bei Frauenfußball-Bundesligist SC 07 Bad Neuenahr, wird ab der kommenden Saison neuer Trainer beim 1. FFC Frankfurt.

Der 51-Jährige unterschrieb bei den Frankfurterinnen einen Vertrag bis zum 30.6.2015 und soll den Verein in den kommenden Jahren zurück in die Erfolgsspur führen.

Bell: „Außerordentlich interessante Herausforderung“
Bell erklärt: „Ich bin sehr glücklich, dass mir die Vereinsführung des 1. FFC Frankfurt die Cheftrainer-Aufgabe und damit die sportliche Verantwortung für das Bundesligateam übertragen hat. Eine außerordentlich interessante Herausforderung, der ich mich gerne stelle und auf die ich mich zusammen mit meinen Trainer-Kollegen bis zum Trainingsbeginn Ende Juli ab sofort intensiv vorbereite. Natürlich ist die Erwartungshaltung nach der gerade abgelaufenen Saison sehr hoch, aber das wird für uns alle ein besonderer Anreiz sein, unsere vorhandenen Möglichkeiten mit großem Engagement in die Waagschale zu werfen. Mit einem neuen ‚Wir-Gefühl‘ wollen wir das angehen und bei allem was wir tun soll das sichtbar werden!“

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Lobeshymne von Dietrich
FFC-Manager Siegfried Dietrich meint: „Mit Colin Bell haben wir einen Fußball-Lehrer verpflichtet, der in allen Punkten unserem Anforderungsprofil entspricht. Als ehemaliger Profi-Spieler sowie als langjähriger Trainer im Männer- und Frauenbereich verfügt er über ein sehr großes Erfahrungspotenzial im Fußball. Seine umfangreichen Kenntnisse im Frauenfußball hat er in den vergangenen zwei Jahren durch seine sehr gute Arbeit in Bad Neuenahr unter Beweis gestellt. Colin Bell ist als Trainer-Persönlichkeit außerordentlich anerkannt, hat klare Vorstellungen und Ziele für seine neue Herausforderung und steht mit seiner loyalen und charakterstarken Art hinter der Philosophie des 1. FFC Frankfurt. Der Vorstand und das Management sind davon überzeugt, dass Colin Bell mit seiner Fußball-Kompetenz und seinen Qualitäten als Kommunikator und Motivator beste Voraussetzungen mitbringt.“

Colin Bell

Colin Bell soll den 1. FFC Frankfurt in die Erfolgsspur zurückführen © Sandra Kunschke / girlsplay.de

Zweitligafußballer
Als aktiver Fußballer spielte der gebürtige Engländer zunächst für seinen Heimatverein Leicester City. Es folgten mehrere Stationen in Deutschland, u. a. beim TuS Schloß Neuhaus sowie dem FSV Mainz 05 in der 2. Bundesliga. Seine Trainerlaufbahn begann er bei der TuS Koblenz, über die Stationen Dynamo Dresden, 1. FC Köln, Waldhof Mannheim und Preußen Münster kam er 2006 wieder zurück zur TuS Koblenz; hier baute er das erfolgreiche TuS-Jugendzentrum auf.

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Zwei Jahre Erfahrung im Frauenfußball
Seit 2011 betreute er den SC 07 Bad Neuenahr, den er zweimal auf den siebten Platz in der Frauenfußball-Bundesliga führte. Neben seiner Tätigkeit als Chefcoach des FFC-Erstligateams ist Colin Bell auch für die Umsetzung des sportlichen Gesamtkonzepts beim 1. FFC Frankfurt verantwortlich.

Vier hauptberufliche Trainer
Sein Co-Trainer Kai Rennich und Sascha Glass, als zukünftiger Trainer der FFC-Zweitligamannschaft und Jugendkoordinator, komplettieren das Kompetenz-Team der sportlichen Leitung. André Wachter ist als Torwarttrainer für die Entwicklung der Torhüterinnen federführend tätig. Damit hat der 1. FFC Frankfurt ab der Saison 2013/2014 vier hauptberufliche Coaches für seine Bundesligateams im Boot, die zusammen mit dem Trainerstab der Jugendmannschaften auch die intensive Nachwuchsförderung des Vereins ständig im Fokus haben.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

40 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Was Celia betrifft, so denke ich, dass ihr langes Zögern sehr dagegen spricht, dass Geld in diesem Transfer die entscheidende Rolle spielt. Ihr gesamtes Verhalten spricht dagegen. Wäre das wirklich der Fall gewesen, dann wäre ein Wechsel im letzten Jahr viel logischer gewesen. Ein Jahr früher hätte so oder so mehr Geld bedeutet, die Offerten wären wahrscheinlich sogar noch höher ausgefallen, nachdem sie in eindrucksvoller Manier beim Algarve-Cup aufgetrumpft ist.

    Ich bin extrem überrascht, dass hier alle immer davon ausgehen, dass jede Spielerin gleich ist und es bei allen nur ums Geld geht. Ist das nicht etwas einseitig gedacht?

    Fakt ist, dass bei Celia mehrere Dinge eine Rolle spielen könnten (ich gehe hierzu einmal davon aus, dass es irrelevant ist, ob sie nun 100.000 oder 500.000 Euro Jahresgehalt verdient), durch die man das Ganze auf 3 Mannschaften eingrenzen dürfte: Paris, Leverkusen, Frankfurt. Für die ersten beiden spräche die familiäre Situation, für das dritte spricht der Trainer. Alle drei haben gute Unis für ihr Studium Kulturwissenschaften. Paris spielt CL, dafür Leverkusen und Frankfurt in der besseren Liga. Die Chancen auf Titel bestehen am ehesten mit Frankfurt.

    Insofern sehe ich Frankfurt mit leichten Vorteilen vor Paris und Leverkusen.

    Warten wir es ab, es ist in jedem Fall keine unüberlegte, voreilige Entscheidung!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Umgekehrt wird ein Schuh draus! Wer sich schnell entscheidet, hat entweder bereits das beste Angebot oder läßt die anderen sich gegenseitig überbieten bis nur noch einer übrig ist, der dann den Zuschlag erhält. Weshalb sollte es bei den Frauen anders sein als bei den Männern?

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  • Sheldon sagt:

    @SF: ??? Das verstehe ich nicht! Beim Geld wären die Fronten doch schnell geklärt. Gerade im FF ist das keine lange Auktion, wo sich mehrere Parteien in die Höhe treiben.
    Wenn selbst eine Person wie Dietrich schon vor Tagen verlautbaren hat lassen, dass der Preis nicht mehr im Rahmen der Frankfurter Möglichkeiten läge, dann kommen schließlich nur noch wenigste Vereine in Frage, namentlich: Wolfsburg, Paris, Lyon, Tyresö sowie USA. In die USA wird sie denke ich nicht wechseln, Lyon hat mit Le Sommer, Thomis, Tonazzi, Rapinoe, Dickenmann und Schelin schon genug Weltklasse-Spielerinnen in der Sturmreihe.
    Tyresö kann ich mir bei Celia auch nicht vorstellen, und von Wolfsburg hat man noch überhaupt nichts in die Richtung gehört. Dann hätten wir also schon vor Tagen von Celias Wechsel nach Paris gehört. Dass dem aber nicht der Fall ist, lässt darauf schließen, dass es unabhängig über Gehaltsangebote noch andere entscheidende Faktoren gibt, da ein Wechsel allein über Gehaltsangebote bereits längst über die Bühne gegangen wäre!

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  • Dummkopf sagt:

    @sheldon

    also von was du in einem Nebensatz kurz mal so alles ausgehst wenn der Tag lang ist, das ist schon Unterhaltungsliteratur auf gehobenem Niveau 😉

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Ein Jahr früher hätte so oder so mehr Geld bedeutet, die Offerten wären wahrscheinlich sogar noch höher ausgefallen…“

    Du darfst nicht vergessen, dass Celia letztes Jahr noch vertraglich an Bad Neuenahr gebunden war. Sie hätte also Ablöse gekostet. Jetzt hingegen ist sie ablösefrei, was für sie (und ihren Berater) vermutlich mehr Geld bedeutet.

    Ob in der Nähe des neuen Vereins eine „gute Uni“ vorhanden ist, spielt keine Rolle mehr. Celia hat ihr Studium so gut wie beendet, muss nur noch die Abschlussarbeit abgeben. Auch das war letztes Jahr noch anders und vielleicht der Grund, warum sie das eine Jahr noch beim SC 07 geblieben ist.

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Kulturwissenschaften ist mittlerweile in Koblenz auf Bachelor/Master umgestellt mit 10 Semester Regelstudienzeit. Insofern gehe ich mal davon aus, dass Celia in 8 Semester + Mehrbelastung als Profi-Fußballerin mit Sicherheit noch keinen Master, sondern maximal einen Bachelor hat.

    Insofern spielt die „gute Uni“ durchaus noch eine Rolle, denn auch du dürftest wissen, was man mit einem Bachelor in Deutschland werden kann. Ich gehe davon aus, dass Celia durchaus das Interesse an einem Master haben dürfte.

    Allerdings könnte das tatsächlich erklären, wieso sie nicht im letzten Jahr bereits gewechselt ist.

    Dass sie eine Ablöse gekostet hätte, ist mir klar. Doch wieviel mag das gewesen sein? Vielleicht 50.000? Vielleicht weniger? Fakt ist doch, dass Celia selbst mit Ablöse innerhalb ihrer Vertragslaufzeit insgesamt mehr verdient hätte, wenn sie letztes Jahr schon gegangen wäre.

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Fakt ist doch, dass Celia selbst mit Ablöse innerhalb ihrer Vertragslaufzeit insgesamt mehr verdient hätte, wenn sie letztes Jahr schon gegangen wäre.“

    Das ist mitnichten „Fakt“, sondern reine Spekulation!

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  • noworever sagt:

    @FFFan
    danke für den link.

    der begriff „führungsstärke“ könnte in der tat ein knackpunkt für die weitere entwicklung dieses teams sein.
    mit einer fast schon erfrischenden integrität und klaren art sich zu veräußern, unterscheidet sich colin bell zumindest jetzt schon von seinen unmittelbaren vorgängern.

    man darf gespannt sein.

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  • Sheldon sagt:

    Wenn er das umsetzen kann (und ich gehe davon aus), was er hier schreibt, dann ist er der vollkommen richtige Trainer für den FFC Frankfurt. Das ist die erste echte und knallharte Kampfansage in der FF-Liga, die ich bisher von einem Trainer überhaupt gelesen habe. Da steckt so enorm viel Selbstbewusstsein drin, soviel Biss, dass sich einige in der Liga – und am meisten die Spielerinnen beim FFC – warm anziehen dürften.

    Sätze wie: „An die Spitze zu kommen erfordert immer harte Arbeit“, „Wenn sie ihr Potential abrufen, sind sie kaum noch zu stoppen“, „Ich will eine emotionale Ebene schaffen, die alle und alles zusammenschweißt“, „Ich hasse es zu verlieren“, „Für uns soll es ein Highlight werden, nach Cloppenburg und Jena zu fahren und dort zu gewinnen“, „Ich bin der Trainer, und die Mädels sind die Spielerinnen“, „Die Felder sind klar abgesteckt“ und „Wenn dem so ist, muss sich im sportlichen Bereich nur jeder an die Noten halten, die ich austeile“ sind Ausdruck eines unglaublichen, nicht zu stillenden Erfolgshungers, extremer Motivation und zugleich einer absolut hochprofessionellen Arbeitsweise. Auch der Satz: „Ich denke nicht in Schubladen“, sollte jede N11-Spielerin, die sich auf diesem Prädikat bisher ausgeruht hat, alarmieren.

    Sollte er das alles so umsetzen und diese Einstellung auf seine Spielerinnen übertragen können, dann werden wir nächste Saison ein Frankfurt in der 1. Liga erleben, dass nicht eher ruhen wird, bis es jeden Zweifel seiner Dominanz in der Liga beseitigt hat. In 2-3 Jahren wird sich dann manch einer die Saison 2010/11 zurück wünschen, als Frankfurt in 22 Spielen lediglich 103 Tore geschossen hat und nahezu jede Mannschaft mindestens einmal regelrecht überrollt hat.

    Eines scheint allerdings klar: Dieser Trainer erklärt eher seinen Rücktritt als sich unter die Fuchtel von Dietrichs sportlicher Unprofessionalität zu stellen.

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  • grammofon sagt:

    Die Frage, ob er sich gegen Dietrich durchsetzen kann/wird umgeht er in diesem Interview allerdings gekonnt.

    Zitat:
    Q: Werden Sie in Frankfurt mit vielen großen Egos in der Mannschaft und einem dominanten Manager genauso als Dirigent denn als Trainer gefordert sein?

    A: Wenn dem so ist, muss sich im sportlichen Bereich nur jeder an die Noten halten, die ich austeile. Wenn jeder spielt, was er will, ohne es abzustimmen, kann es nicht funktionieren. Jeder muss seine Rolle kennen und darf dennoch kreativ sein. Wenn es zusammenpasst, können wir wunderbar musizieren und vielleicht die Nummer eins in den Charts werden.

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  • Sheldon sagt:

    @grammofon: Achtung Subtext. Klar äußert er sich nicht offen, aber das ist doch klar.

    Doch er lässt deutlich werden, was er davon hält. Der Satz „Jeder muss seine Rolle kennen“ gilt sicherlich auch für den Manager. Genauso „muss sich im sportlichen Bereich nur jeder an die Noten halten, die ICH austeile.“ Es wird also klar: Im sportlichen Bereich sieht er sich allein als Autorität, der sich alles unterzuordnen hat, wirklich alles, auch ein dominanter Manager.

    Der Satz „Wenn jeder spielt, was er will, ohne es abzustimmen, kann es nicht funktionieren“, darf dabei als sanfte Kritik an dem bisherigen Ablauf bei Frankfurt gewertet werden.

    Dabei versteht es Bell sehr geschickt, bisherige Missstände der Sache nach anzusprechen, ohne persönliche Konflikte aufzubrechen, indem er allgemeingültige Posten formuliert, gegen die allerdings in Frankfurt in der Vergangenheit verstoßen wurde.

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  • Dummkopf sagt:

    @sheldon:

    YESSSSSSSS !!!!

    ganz gross geschrieben.

    Als Dummkopf dachte ich im ersten Moment, du meinst das ernst, aber spätestens als du die Sätze aus dem 5-Euro Phrasenschwein so köstlich subtil zerpflückt hast, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

    Ich hätte höchstens im Abgang noch etwas zuzusetzen:

    Dieser Trainer wird sich für seinen Verein in der Tradition der japanischen Samurai unbarmherzig und unnachgiebig gegen sich und andere einsetzen und aufopfern. Und man kann erwarten, dass er im Falle eines Scheiterns seiner Mission selber die Konsequenzen zieht.
    Auch wenn dies in der Tradition seiner Vorfahren bedeuten würde, sich selbst mit dem eigenen Schwert zu richten.

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  • Sheldon sagt:

    @Dummkopf: Ich meine das absolut ernst. Keine Ahnung, was du an Bell auszusetzen hast, zumal er kein Japaner, sondern Brite ist.

    Wen hättest du denn gerne bei Frankfurt gehabt? Mach doch mal ein paar konstruktive Vorschläge.

    Ich bin sehr froh, dass sich mit dem FFC Frankfurt nun wieder eine eigentliche Traditionsmannschaft neu aufgestellt hat und wieder ernsthaft oben angreifen kann.

    Und Colin Bells Antworten sind sicherlich keine einfachen Phrasen. Das sind konkrete Aussagen über seine eigene Person. Aussagen, die klare Ansagen für die Zukunft beinhalten. Ansagen, die sich manch andere Person auf dieser Abschussrampe der Liga nicht getraut hätte. Ansagen, die das vorherige System indirekt, aber klar mit in die Verantwortung ziehen für die Misere. Ansagen, die klar auf einer Trennung zwischen Sport und Management bestehen und damit die Machtbefugnisse des Managers einschränken.

    Hat man sowas je von Kahlert oder Dahm gehört? Nein. Denen wäre sowas nie über die Lippen gekommen.

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  • noworever sagt:

    @sheldon
    dankeschön …

    wollte gerade etwas zu @grammofon’s kommentar beitragen, als ich gesehen habe, dass du bereits (in gekonnt sheldonischer manier 😉 ) darauf eingegangen bist.

    dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen … höchstens vielleicht …

    „wer ohren hat, zu hören, der höre …“

    … das funktioniert allerdings nur, wenn die ohren (bzw. der kopf, an dem sie angesiedelt sind) die möglichkeit hat, sich offen – unvoreingenommen – auf den ‚hörvorgang‘ einzulassen. 😉

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  • grammofon sagt:

    Soviel Subtext hatte ich schon verstanden. Aber wenn man das Problem nicht direkt ansprechen kann, dann zeugt das doch davon, dass man nicht wirklich so viel Macht hat…?

    Naja, wir werden schon sehen. Und ich will auch keinem hier die Freude am neuen Trainer nehmen.

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  • waiiy sagt:

    Saki Kumagei wechselt übrigens zu Lyon…

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  • Sheldon sagt:

    @grammofon: Vielleicht war unsere Prämisse falsch, zu fragen, ob sich Bell gegen Dietrich durchsetzen kann. Ich glaube, das will er gar nicht, weil das zur Folge hätte, dass einer von beiden am Ende quasi den Hut nehmen müsste und dass es dabei um Macht geht.

    Doch letztlich kann Bell doch nur daran gelegen sein, mit Dietrich auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten, jeder in seinem Bereich. Denn verzichtet er auf Dietrich, so findet er in Frankfurt schnell die finanziellen Bedingungen vor, wie in Bad Neuenahr. Das kann schließlich nicht sein Interesse sein.

    Daher wird er sich hüten, auf offene Konfrontation zu gehen, nicht, weil er keine Macht hätte, sondern weil er diese Macht nicht gegen Dietrich ausspielen wird, was auch keinen Sinn hätte. Doch wenn du jetzt zu Anfang deiner Amtszeit die Probleme, die du vielleicht wahrgenommen hast, offen in die Öffentlichkeit hinausposaunst, dann hast du sofort ein belastetes Verhältnis zu deinem Arbeitgeber.

    Und wozu sollte er die ansprechen? Es hat doch keine Not. Jetzt ist Colin Bell Trainer, er hat bestimmte Vorstellungen, über die er sicherlich mit den Verantwortlichen vor Vertragsunterzeichnug geredet hat und erstmal wird er sich daran machen, die umzusetzen.
    Er selbst ist doch überhaupt nicht von der bisherigen Frankfurter Personalpolitik betroffen gewesen, insofern würde er dem nur unnötiges Gewicht geben, wenn er das jetzt thematisieren würde!

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  • noworever sagt:

    (@grammofon, @sheldon)

    denke die orchester-analogie ist ziemlich eindeutig.

    vorab kann sich jeder im verein – ob in oder hinter der mannschaft – sehr schön angesprochen fühlen.

    warum sollte er jetzt schon (bevor er überhaupt angefangen hat zu dirigieren) einzelnen orchestermitgliedern – quasi, persönlich(&öffentlich) – seine konkreten vorstellung vortragen?
    (das muss er sich nicht antun …)

    it all will come with the … flow 🙂

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