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2013

VfL Wolfsburg gewinnt DFB-Pokal

Der VfL Wolfsburg hat das Double perfekt gemacht und nach der Meisterschaft auch den DFB-Pokal -Sieg geholt. Die Wölfinnen setzten sich knapp gegen den 1. FFC Turbine Potsdam durch. Dabei hätte der Meister fast eine Drei-Tore-Führung verspielt.

Beim 3:2 (1:0)-Sieg vor 14 269 Zuschauern im Kölner RheinEnergieStadion brachten Martina Müller (45., 52.) und Conny Pohlers (55.) die Wolfsburgerinnen mit 3:0 in Front, ehe Lisa Evans (59.) und Yugi Ogimi (62.) die Partie noch einmal spannend machten.

Überraschungen in der Startformation Beide Teams sorgte für eine Überraschung in der Startformation: Während Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann kurzfristig eine Wechsel auf der Torhüterinnenposition vornahm und sich für Jana Burmeister anstelle von Alisa Vetterlein entschied, überraschte Potsdams Trainer Bernd Schröder mit der Umstellung von einer Dreier- auf eine Viererkette in der Abwehr. Wolfsburg musste auf Alexandra Popp (Außenbandriss) und Verena Faißt (Grippe) verzichten.

Wolfsburger Übergewicht Die Wolfsburgerinnen erarbeiteten sich von Beginn an eine Überlegenheit, nach Vorarbeit von Pohlers vergab Anna Blässe aus sechs Metern früh eine gute Möglichkeit zur Führung (6.). Und Wolfsburg ließ weitere Gelegenheiten aus, Lina Magull (9.), Nadine Keßler mit einem Schuss aus 20 Metern (16.) und Martina Müllers Drehschuss (17.) waren Beleg der Wolfsburger Überlegenheit in der Anfangsphase. Und Potsdam hatte Glück, dass Schiedsrichterin Katrin Rafalski ein klares Foul von Torhüterin Alyssa Naeher an Magull als nicht elfmeterreif einstufte (19.).

Ogimi köpft an den Pfosten Doch im direkten Gegenzug wäre der Vizemeister fast mit seiner ersten guten Chance in Führung gegangen, als Ogimi mit einem Kopfball nach Flanke von Genoveva Anonma nur den Pfosten traf. Die Potsdamerinnen ließen ihren Gegner weiter zu freizügig kombinieren, doch spielerisch boten beide Teams bis kurz vor der Pause Schmalkost. Doch fast mit dem Pausenpfiff gelang Müller nach toller Vorarbeit von Pohlers mit der Hacke die Führung (45.).

Dramatische zweite Halbzeit Doch in der zweiten Halbzeit holten beiden Teams nach, was sie in der ersten Halbzeit versäumten, denn nun ließ die Partie auch spielerisch nichts mehr zu wünschen übrig. Der VfL Wolfsburg erwischte einen Blitzstart, denn Müller baute die Führung mit einem Schrägschuss aus spitzem Winkel aus (52.) und Pohlers schien nur kurz darauf nach weitem Pass von Odebrecht mit dem 3:0 für die Entscheidung zu sorgen (55.).

Potsdam kämpft sich zurück Doch Potsdam bewies Moral und biss sich in die Partie zurück. Erst verkürzte die eingewechselte Lisa Evans per Kopf zum 3:1, nachdem sich die ansonst starke Lena Goeßling bei der Flanke verschätzte (59.). Und nur kurz darauf vertändelte Josephine Henning den Ball und foulte Patricia Hanebeck im Strafraum, Ogimi verwandelte den fälligen Elfmeter zum 3:2 (62.). In der letzten halben Stunde entwickelt sich ein packender Pokalfight mit Chancen auf beiden Seiten. Und Burmeister sorgte für ein Kuriosum, als sie mit dem Ball in der Hand den Strafraum verließ, um sich von Goeßling die offenen Schnürsenkel binden zu lassen. Der anschließende Freistoß für Potsdam brachte zu Burmeisters Glück nichts ein.

Hegerberg scheitert am Pfosten Wolfsburg drängte auf die Entscheidung, so hob Pohlers den Ball nach schöner Vorarbeit von Blässe über das Tor (69.) und auch Müller scheiterte (73.), während kurz zuvor ein Ogimi-Schuss erst im letzten Moment geblockt wurde. Doch Potsdam hielt beim offenen Schlagabtausch dagegen und kam dem Ausgleich nah, doch die eingewechselte Ada Hegerberg traf nur den Pfosten, Luisa Wensing klärte in höchster Not (84.). Der VfL Wolfsburg brachte den Sieg über die Zeit und feierte nach der erstmaligen Meisterschaft nun auch den ersten Pokalsieg.