DFB-Pokalfinale: Holt der VfL Wolfsburg Titel Nummer zwei?
Der VfL Wolfsburg trifft am Pfingstsonntag (ab 16.30 Uhr live in der ARD) in Köln im DFB-Pokalfinale auf den 1. FFC Turbine Potsdam . In der Liga unterlagen defensiv ausgerichtete Wölfinnen kürzlich mit einer besseren B-Elf in Potsdam, doch im RheinEnergieStadion wird der favorisierte Meister voll auf Offensive setzen.
Nach dem erstmaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft will der VfL Wolfsburg mit einem Sieg das Double perfekt machen und den zweiten von drei möglichen Titeln in dieser Saison erobern. Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meint : „Ich erwarte ein völlig offenes Spiel, das durch Kleinigkeiten entschieden wird. Dabei wollen wir natürlich versuchen, uns vor hoffentlich vielen Zuschauern von unserer allerbesten Seite zu zeigen.”
Wolfsburg setzt auf Offensive Das heißt, der VfL Wolfsburg will anders als bei der 0:2-Niederlage vor wenigen Wochen in Potsdam sich diesmal wieder von seiner Schokoladenseite präsentieren, sprich ein ähnliches Offensivspektakel veranstalten, wie etwa beim 2:1-Sieg gegen Potsdam in der Bundesliga im vergangenen Herbst. Dabei muss Kellermann aber auf Alex Popp verzichten, die sich beim Saisonfinale gegen den SC 07 Bad Neuenahr einen Außenbandriss im rechten Knöchel zuzog .
Extra-Motivation für Odebrecht Besonders motiviert im Duell mit ihrem Ex-Verein dürfte Viola Odebrecht sein, zumal sie das Champions-League-Finale gegen Olympique Lyonnais vier Tage später an der Londoner Stamford Bridge wegen einer Gelbsperre verpassen wird. „Gegen Potsdam wird alles von der Tagesform abhängen. Vielleicht sind wir leichter Favorit, weil wir die konstantere Saison gespielt haben.”
Duell der offensivstärksten Teams Potsdams Trainer Bernd Schröder meint: „Es wird hoffentlich ein spannendes Spiel, in dem es sicher auch auf die Tagesform ankommen wird.” Für Schröder stehen sich im Pokalfinale die beiden besten deutschen Mannschaften gegenüber. „Schließlich treffen der Deutsche Meister und der Vize-Meister aufeinander. Beide Mannschaften haben in der abgelaufenen Saison außerdem die meisten Tore in der Liga erzielt.“
Anonma: „Als Mannschaft 90 Minuten arbeiten“ Für die Potsdamerinnen ist das DFB-Pokalfinale die letzte Chance, in dieser Saison einen Titel zu gewinnen, nachdem sich der Serienmeister der vergangenen Jahre zuletzt zumindest dank Mithilfe des 1. FFC Frankfurt einen neuerlichen Startplatz in der Champions League für die kommende Saison gesichert hat. Turbine-Stürmerin Genoveva Anonma meint: „Alles kann passieren. Meine Tore können sicherlich helfen, aber wir müssen vor allem als Mannschaft 90 Minuten arbeiten.”