VfL Wolfsburg so gut wie Deutscher Meister
Nach dem Auswärtssieg bei Bayer 04 Leverkusen im Nachholspiel vom 19. Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga kann der vermeintlich neue Deutsche Meister VfL Wolfsburg den Champagner kalt stellen, denn der Titel ist den Wölfinnen nur noch rechnerisch zu nehmen.
Durch den 4:1 (0:1)-Erfolg kann die Elf von Trainer Ralf Kellermann zwei Spieltage vor Saisonende nur noch über das Torverhältnis abgefangen werden. Doch dazu müsste der Tabellenzweite 1. FFC Frankfurt seine beiden verbleibenden Spiele gewinnen und 27 Tore gut machen, der VfL Wolfsburg dazu beide restlichen Partien verlieren. Wohl nicht mehr als eine mathematische Spielerei.
Video zu den Fast-Meister-Feierlichkeiten des VfL Wolfsburg
Leverkusen geht in Führung Dabei machten es die Wolfsburgerinnen spannend, denn die Gastgeberinnen gingen in der ersten Halbzeit durch Turid Knaak in Führung (18.). Doch in der zweiten Halbzeit drehten die Gäste den Spieß um.
Wolfsburg dreht Partie Erst traf Anna Blässe nach toller Vorarbeit von Martina Müller zum Ausgleich (57.), ehe Müller selbst kurz darauf mit ihrem Treffer den Weg zum Titel ebnete (60.) und Kapitänin Nadine Keßler den Erfolg nach Freistoß der für die verletzte Selina Wagner eingewechselten Lina Magull unter Dach und Fach brachte (72.). Den Schlusspunkt setzte dann Magull selbst in den Schlussminuten (84.).
Wolfsburg jubelt verhalten Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte: „Wir jubeln jetzt eher verhalten, man merkt auch, dass die Mannschaft einfach müde ist. Trotzdem halte ich es für völlig ausgeschlossen, dass wir den einen Punkt, der jetzt noch fehlt, in den letzten beiden Spielen nicht mehr holen werden. Bis jetzt ist diese Saison der absolute Wahnsinn für uns.“
Potsdam bleibt Frankfurt auf den Fersen Der 1. FFC Turbine Potsdam fegte den VfL Sindelfingen in einem Nachholspiel vom 12. Spieltag mit 6:0 (3:0) vom Platz und schoss den Aufsteiger somit auch rechnerisch in Liga zwei. Vor 1 860 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion trafen Ada Hegerberg (13., 57.) und Natasa Andonova (18., 90.) jeweils doppelt, die weiteren Treffer erzielten Tabea Kemme (33.) und Patricia Hanebeck (68.). Durch den Erfolg hält Potsdam (43 Punkte) Anschluss an den 1. FFC Frankfurt (44 Punkte) im Kampf um den zweiten Startplatz in der UEFA Women’s Champions League .
Bayern festigt Platz 4 Der FC Bayern München festigte in einem Nachholspiel des 14. Spieltags durch einen 4:3 (2:1)-Auswärtserfolg beim FF USV Jena den vierten Tabellenplatz. Zwar gingen die Gastgeberinnen durch Amber Hearn in Führung (13.), doch Carina Wenninger (27.) und Lena Lotzen (39.) drehten die Partie noch vor der Pause. Zwar gelang Hearn der Ausgleich (50.), doch das US-Duo Amber Brooks (61.) und Sarah Hagen (76.) machten den Erfolg der Münchnerinnen perfekt, auch wenn Iva Landeka spät noch einmal verkürzen konnte (89.).
Okoyino da Mbabi trifft doppelt Ebenfalls in einem Nachholspiel des 14. Spieltags kam der SC 07 Bad Neuenahr dank zweier Treffer von Nationalstürmerin Célia Okoyino da Mbabi (33., 42.) zu einem 2:1 (2:0)-Auswärtssieg bei der SG Essen. Für die Gastgeberinnen traf Linda Dallmann (71.). Bad Neuenahrs Trainer Colin Bell meinte: „Ich bin erst einmal so kaputt, als wenn ich selber mitgespielt hätte. Wir wollten das zweite Team sein, welches hier in diesem schönen Stadion gewinnt. Das haben die Mädels geschafft und dafür ein Riesenkompliment.”