Achim Feifel verlässt Rossiyanka
Der WFC Rossiyanka und Trainer Achim Feifel gehen ab sofort getrennte Wege. Der ursprünglich bis 30. Juni 2014 datierte Vertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst.
Der russische Meister hatte Feifel aufgrund von Entscheidungen auf verbandspolitischer Ebene um eine vorzeitige Vertragsauflösung gebeten, der der frühere Trainer des Hamburger SV sofort zustimmte.
Internationale Erfahrung gesammelt „Diese Entwicklung kam ziemlich kurzfristig“, so Feifel gegenüber Womensoccer . „Weder vom Verein noch von mir hatte diese Entscheidung etwas mit dem sportlichen Bereich zu tun, sondern ist auf anderer Ebene gefallen. Für mich war die Zeit in Russland eine Riesenerfahrung und es hat Spaß gemacht“, erklärt Feifel, der mit seinem Verein erst im Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League an Finalist VfL Wolfsburg gescheitert war.
Heißer Kandidat in Frankfurt Seit dem 18. April ist Feifel bereits wieder in Deutschland und durch die Vertragsauflösung in Rossiyanka ist der nun auch international erfahrene Trainer sicherlich auch ein heißer Kandidat auf den Trainerposten beim 1. FFC Frankfurt, zumal FFC-Manager Siegfried Dietrich auf der Pressekonferenz am Sonntag nach dem Spiel gegen den FCR 2001 Duisburg betonte : „Wir suchen einen Trainer oder eine Trainerin mit Erfahrung im Frauenfußball.“ Idealerweise soll der Wunschkandidat über internationale Erfahrung verfügen. Ein Anforderungsprofil, das Feifel perfekt erfüllt. Bis Ende Mai soll eine Entscheidung gefallen sein.
Feifel: „Nach allen Seiten offen” „Ich bin nach allen Seiten offen, ob in Deutschland oder im Ausland“, erklärt der 48-Jährige, der am Mittwoch zum Bundesliga -Topspiel zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam im Stadion am Brentanobad weilen wird. „Das war schon länger geplant, dass ich mir mal wieder ein Bundesliga-Spitzenspiel anschaue.“ Die Chancen dürften nicht schlecht stehen, dass Feifel zukünftig in Frankfurt trainieren wird, zumal er sagt: „Ich würde schon gerne eine Mannschaft übernehmen, mit der ich um Titel spielen kann.”
Auch Freiburg interessant Doch auch der SC Freiburg ist nach dem Weggang von Trainer Milorad Pilipovic auf der Suche nach einem neuen Trainer ist und Feifel meint: „Ich bin wirklich total offen und könnte mir beides vorstellen.“ Auch eine neuerliche Herausforderung im Ausland ist nicht ausgeschlossen. „Die Tätigkeit in Russland hat meine Familie und mich offen für das Ausland gemacht.“ Nun gilt es, in persönlichen Gesprächen mit interessierten Vereinen zu klären, ob die persönlichen Vorstellungen mit denen des Vereins in Einklang zu bringen sind.
Gesamtkonzept muss überzeugen „Das ist ein ganz wichtiger Punkt, um erfolgreich arbeiten zu können. Die Gesamtstruktur im Verein muss passen genauso wie der sportliche Aufgabenbereich und die Gesamtumsetzung.“ Wichtig ist für Feifel vor allem, dass er sportlich bald wieder eine neue Heimat und Herausforderung findet: „Ich will nur nicht lange zuhause sitzen, das kann ich nicht gut. Deswegen hoffe ich sehr, dass ich zur neuen Saison einen neuen Verein habe.“