Frankfurt beurlaubt Trainer Philipp Dahm

Von am 18. April 2013 – 14.30 Uhr 30 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt hat sich wenige Stunden nach dem 1:1 beim FF USV Jena von Cheftrainer Philipp Dahm getrennt. Nachfolger bis zum Saisonende wird B-Juniorinnen-Trainer Sascha Glass.

Glass ist damit der dritte Trainer der Frankfurterinnen in der laufenden Saison, nachdem man sich im September bereits von Sven Kahlert getrennt hatte, der mittlerweile den FCR 2001 Duisburg trainiert.

Glass als Interimstrainer
„Wir können mit dem bisherigen Saisonverlauf in keiner Weise zufrieden sein und mussten nach der unerwarteten Niederlage in Freiburg und dem schmerzhaften Unentschieden in Jena mit der sofortigen Beurlaubung von Trainer Philipp Dahm reagieren“, sagt FFC-Präsident Bodo Adler. Glass wird die Mannschaft allerdings nur bis zum Saisonende trainieren. Ab der kommenden Spielzeit übernimmt der 40-jährige A-Lizenzinhaber das Zweitliga-Team der Frankfurterinnen. Der Cheftrainerposten der Erstligaelf wird neu besetzt.

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Nach sieben Monaten muss Phlipp Dahm als Cheftrainer gehen. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Nach sieben Monaten muss Phlipp Dahm als Cheftrainer gehen. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Dietrich erwartet Reaktion der Mannschaft
„Ich bin immer noch fassungslos, dass wir uns schon vor dem direkten  Aufeinandertreffen mit Potsdam und Wolfsburg einen empfindlichen Rückschlag mit Blick auf das Ziel Champions-League-Qualifikation eingefangen haben. Die Trainer-Beurlaubung als Konsequenz ist das eine, aber genauso erwarten wir nun von der Mannschaft eine eindeutige Reaktion, damit wir die noch ausstehenden Saisonspiele so gut wie möglich meistern und die zumindest noch rechnerisch mögliche Qualifikation für das internationale Geschäft nicht ganz aus den Augen verlieren“, so FFC-Manager Siegfried Dietrich.

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30 Kommentare »

  • grammofon sagt:

    Was ist eigentlich mit Pilipovic? Wurde er nicht mit Frankfurt in Verbindung gebracht nachdem bekannt wurde, dass er bei Freiburg aufhört? Ohne zweifel ein sehr guter Trainer. Ob er sich das mit Dietrich antun will ist eine andere Frage.

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  • noworever sagt:

    @FF-Talent: „Die kurzfristige interne Lösung P. Dahm ist also gescheitert, S. Glass der nächste hauseigene Aushelfer bis Saisonschluss. 2013/14 sind dann folglich alle internen Traineroptionen aufgebraucht.“
    @Kralle: „Aus meiner Sicht gab es kurzfristig überhaupt keine Alternative:“

    falsch: stephan fröhlich wäre eine sehr wohl eine ausgezeichnete option gewesen.

    @xXx:
    „Marozsan hat sich doch auch noch nicht weiter entwickelt. Als sie zum FFC Frankfurt kam, war sie ein überragendes Talent mit einer super Technik und einer tollen Spielübersicht. Mängel hatte sie dafür im Torabschluss, der Schnelligkeit und der Athletik. Daran hat sich bis heute nix geändert.“

    reine polemik aus altbekannter ecke … hass macht eben blind.

    @Andreas
    feine analyse – volle zustimmung.

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  • Winter sagt:

    Demnächst wird einer auf der Frankfurter „Zeil“ angesprochen und der ist dann Trainer oder es wird in der Commerzbank-Zentrale über den Dächern der Stadt gelost.
    Lächerlicher geht´s in der Trainerfrage nimmer.
    Der dreimalige UEFA-CUP-Sieger vom Main, wie in jedem Artikel betont wird…
    Das Vereinskonzept spottet jeder Beschreibung!

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  • Kralle sagt:

    @noworever

    „falsch: stephan fröhlich wäre eine sehr wohl eine ausgezeichnete option gewesen.“

    Da stimme ich Ihnen generell zu, ABER
    am 12.04. (vor dem Spiel gegen Freiburg) wurde Hr. Fröhlich (durch Hr. Dahm / Hr. Rennich, mit Zustimmung von SiDi / Adler) mitgeteilt, dass seine Arbeit für die 2. Mannschaft Ende der Saison beendet ist und er kein Vertragsangebot für die neue Saison erhält.

    am 25.04. (nach dem Spiel gegen Jena) wurde das Kapitel Dahm beendet.

    Die Alternative Stefan Fröhlich gab es nicht wirklich.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Sokrates sagt:

    Zunächst einmal ist es erfreulich, dass Dahm als der letzte „Cheftrainer” aus der unheilvollen Reihe Wegmann (der schlechteste Trainer der letzten fünf Jahre), Kahlert (der am wenigsten schlechte Trainer im selben Zeitraum) und ihm selber geht. Jetzt müssen auf der Ebene der Trainer nur noch Rennich und der Towarttrainer entfernt werden, die ebenfalls nichts taugen und mitverantwortlich sind für den sportlichen Niedergang.

    Aber eine Mitverantwortung tragen auch die verhätschelten, überschätzten und überbezahlten Spielerinnen. Auch hier muss man spätestens nach Saisonende hart durchgreifen und – falls möglich – einige Verträge vorzeitig auflösen. Der Kader ist auch sportlich (und menschlich?) nicht optimal zusammen gestellt und muss vom neuen Trainerteam in aller Ruhe nach einem sportlichen Konzept und einer Spielphilosophie neu aufgebaut werden.

    Diese längst überfälligen Entwicklungen sind aber wohl nur möglich, wenn der Hauptverantwortliche für die Fehlentwicklungen der letzten fünf Jahre, nämlich Siggi Dietrich, nicht Manager und Investor des FFC bleibt und zugleich eine wirtschaftlich tragfähige Alternative entwickelt wird. Dietrich hat in fünf Jahren nicht aus seinen Fehlern gelernt, sondern nach dem immer gleichen Misserfolgsrezept weitergemacht. Er hat allem Anschein nach auch nicht den Rat von Fachleuten wie Birgit, Idgie, Steffi, Tritschi u.a. eingeholt. Der große FFC der goldenen Jahre 1998 – 2008 war auch nicht das Lebenswerk von Dietrich, sondern den herausragenden sportlichen Leistungen der großen Spielerinnen der Vergangenheit – Birgit, Steffi, Idgie, Conny, KG u.a – zu verdanken. Dietrich hat den sportlichen Ruhm und die spektakuläre Spielweise des FFC in dessen großer Zeit nur finanziell begleitet und davon selber wirtschaftlich profitiert.

    Nach meiner Einschätzung kann nur der Druck der Sponsoren und / oder der Druck der Medien (insbesondere der F.A.Z.) Dietrich zum Rücktritt zwingen. Vom überforderten Vorstand des Vereins und dem handzahmen Fan-Establishment hat er vermutlich nichts zu befürchten. Die Vorstandsmitglieder und die Funktionärinnen der Fanszene sowie ihr kleiner Kreis von Unterstützerinnen sind Dietrich in keinster Weise gewachsen und nicht in der Lage, zukunftsweisende Alternativen zum Status quo zu denken und in die Praxis umzusetzen. Deshalb und wegen der Mitverantwortung bzw. der Verstrickung der „alten Garde” in das System Dietrich sollte eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins einen neuen Vorstand wählen und die Ämter der Fanszene mit unverbrauchten, unbelasteten und engagierten Fans neu besetzen.

    Hier noch Links zu zwei aktuellen Kommentaren über Dietrich in der F.A.Z. und in der FR:

    https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/frauenfussball-kommentar-kapitulation-in-der-komfortzone-12154073.html

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  • Kralle sagt:

    @Sokrates
    Sehr guter Kommentar.
    Mein volle Zustimmung!

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  • noworever sagt:

    @Kralle:
    „…die Alternative Stefan Fröhlich gab es nicht wirklich.“

    ich weiß, bin mir über den zeitlichen ablauf bewußt.

    nur – wenn man will, geht alles – every day is new! 😉

    aber … anscheinend werden die (außerordentlichen) fähigkeiten/qualitäten eines stephan fröhlich an ent-scheidender stelle ‚etwas‘ anders beurteilt.

    schade … obwohl ich sascha glass auch als einen absolut kompetenten coach achte.
    (siehe link von @FFFan)

    @Sokrates
    dem ist nichts hinzuzufügen!

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  • waiiy sagt:

    @Sokrates: Da frage ich mich, welche Spielerinnen aus Frankfurt denn gern ein anderer Club haben möchte? Ich für mich und als Fan vom Turbine Potsdam schaue mir das Team an und würde am liebsten nur eine Spielerin nehmen und die obwohl sie grad am Kreuzband verletzt ist. Vielleicht wäre Chojnowski noch eine. Aber sonst?! Und die beiden Spielerinnen sind sicher auch genau die, auf die Du gern ein neues Team aufbauen würdest.

    Aber es gibt halt Spielerinnen in Frankfurt, die sich selbst, die die Verantwortlichen in Frankfurt und die Silvia Neid als sehr wertvoll halten, die aber im Prinzip niemand mehr nehmen möchte, auch wenn das jetzt wirklich sehr hart klingt und ich deswegen auch keine Namen nennen möchte.

    Aber an und für sich stimme ich Deinem Kommentar zu. Das trifft den Nagel schon auf den Kopf.

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  • Johannes sagt:

    @Sokrates: Die Tragödie des Siggi Dietrich – die Erfolge waren alle von den anderen, das „Missmanagement“ ist alles seins, die FAZ ist völlig objektiv und Spielerinnen und Sponsoren lieben den FFC auch so (Ironie aus).

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  • maxsee sagt:

    Endlich sehen viele Frankfurter Fans tatsächliche Ursachen und die dafür verantwortlichen Personen. Aber aus Sicht des FF insgesamt sind m.E. weitere Gedanken zu überlegen.
    Bisher galt die Frauenbundesliga als stark und gute Basis des FF. Aber ist das noch so?
    – Die Abmeldung der HSV-Frauen
    – Die Insolvenz in Duisburg
    – Die Schulden in Neuenahr
    – Die Trainerwchsel in Frankfurt
    – Meppens Verzicht auf den Aufstieg
    – Wie ist die Lage bei Sindelfingen und Gütersloh?
    Es gibt bestimmt noch weitere Anzeichen für tiefergehende Probleme; m.E. sind das Anzeichen dafür, dass man es in den Vereinen genau so machen wollte, wie bei den Männern. Hauptsache wir finden leistungsstarke Spielerinnen, entsprechende Sponsoren und dann klappt das von alleine( so das Konzept von Dietrich und Lutz)War nicht so die Konsequenz aus der Frauenweltmeisterschaft gedacht- als grosser Boom für den FF mit hohen Zuschauerzahlen und fliessenden Einnahmen?
    Die Leistungsorientierng in den Bundesligavereinen hat nachgelassen.
    Dafür tragen natürlich die Vereine und Vorstände eine Verantwortung. Wesentliche Ursachen liegen jedoch beim DFB, seinem Präsidenten, der Frauenkommission und der Sportdirektorin. Aber von diesem Kreis […] – bisher Fehlanzeige.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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