DFB-Pokal: Potsdam folgt Wolfsburg ins Finale

Von am 3. März 2013 – 15.43 Uhr 58 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam steht zum sechsten Mal im Endspiel des DFB-Pokals. In einem umkämpften Halbfinale gewannen die Potsdamerinnen gegen den FC Bayern München mit 4:1 nach Verlängerung.

Nach regulärer Spielzeit stand es im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion 1:1.

Torlose erste Hälfte
Die Bayern begannen gut, und schon in der vierten Minute hatte Hagen das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß. Doch Potsdams Torhüterin Alyssa Naeher parierte den Fernschuss der US-Amerikanerin. Mit fortschreitender Spielzeit kamen die „Turbinen“ besser ins Spiel. Lisa Evans setzte in der 17. Minute einen Schuss aus der Drehung über den Kasten, drei Minuten später parierte Bayern-Torfrau Kathrin Längert einen Schuss von Stefanie Draws. Beide Mannschaften neutralisierten sich in der Folge ein wenig, und es ging mit dem 0:0 in die Halbzeitpause.

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Spielszene Potsdam gegen Bayern

Kämpften bis zum Umfallen: Laura Feiersinger (li.) und Genoveva Anonma © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Potsdam munter aus der Halbzeit
Die Potsdamerinnen kamen gut aus der Kabine und begannen die zweite Halbzeit stark. Der Lohn für den Einsatz kam in der 51. Minute. Carina Wenninger klärte eine Hereingabe von Pauline Bremer vor die Füße von Evans, die souverän zum 1:0 einnetzte. Zehn Minuten später hatte Evans das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch im 1:1-Duell an Längert. Insgesamt ließ das Spiel der Potsdamerinnen jedoch nach. Man sei nach der Führung „total eingebrochen“, so Potsdams verletzte Abwehrspielerin Inka Wesely. Die „Turbinen“ ließen physisch nach und agierten entsprechend unkonzentriert. Viele kleine Fehler verhinderten immer wieder einen strukturierten Spielaufbau.

US-Kombination führt zum Ausgleich
Die Gäste wussten dies zu nutzen und waren in den letzten zwanzig Minuten der regulären Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft. Zunächst fehlte es noch an der letzten Konsequenz, aber schließlich gelang in der 81. Minute der verdiente Ausgleich. Niki Cross spielte einen langen Ball auf ihre US-Landsfrau Hagen, die sich im Strafraum gegen die Potsdamer Defensive behaupten konnte und überlegt zum 1:1 traf. In der Folge hatten die Gastgeberinnen zwar die Möglichkeit zum neuerlichen Führungstreffer. Doch in der 83. Minute war Längert hellwach und griff Genoveva Anonma einen Ball weg, zwei Minuten später verfehlte Tabea Kemme mit einem Flachschuss das Bayern-Tor nur knapp. Insgesamt waren die Münchenerinnen jedoch in der Schlussphase das aktivere Team, das auf den Ausgleich drängte und physisch frischer wirkte. Erfolg brachte es keinen, mit dem 1:1 ging es in die Verlängerung

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Spielszene Potsdam gegen Bayern

Zweikampf der Neuzugänge: Maren Mjelde (li.) im Duell mit Amber Brooks © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Strafstoß bringt Potsdamer Führung
In der ersten Hälfte der Verlängerung gingen die Potsdamerinnen schließlich mit einem Strafstoß in Führung. Nach einem Foulspiel von Amber Brooks an Evans verwandelte Ogimi (103.) sicher zum 2:1. Nur etwa eine Minute später waren die Gäste vor 2 260 Zuschauern allerdings im Glück, als Ivana Rudelic nur den Pfosten traf. Die Münchenerinnen drängten und warfen alles nach vorne, doch für die Entscheidung sorgte Evans.

Die Schottin behielt in der 118. Minute in der 1:1-Situation mit Längert die Nerven und traf überlegt und souverän zum 3:1. In der Nachspielzeit legte Bremer das 4:1 nach. „Das Ergebnis täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg“, resümierte Turbine-Trainer Bernd Schröder nach der umkämpften Partie. „Wir werden uns steigern müssen“, so der Trainer mit Blick auf das Endspiel gegen den VfL Wolfsburg.

Die Wolfsburgerinnen hatten bereits gestern nach einem souveränen 5:0 (1:0)-Sieg beim SC Freiburg ihr Finalticket gebucht. Das Endspiel findet am 19. Mai in Köln statt.

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58 Kommentare »

  • Hanne sagt:

    @jochen-or
    Du sprichst mir und vielen TP-Fans aus der Seele – moderner und attraktiver Fußball ist das noch nicht einmal ansatzweise, den spielen mittlerweile andere Mannschaften, siehe gestern Bayern. Mal schauen, wie lange sich das Glück noch auf Seiten von TP hält!

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  • Holle sagt:

    Erfolg heiligt die Mittel, liebe Leute…und an Erfolg herrschte in den letzten Jahren bei Turbine kein Mangel.

    Auch diese Saison KANN eine erfolgreiche werden, mit Platz 2 in der Liga und einem Pokalsieg.

    Richtig ist, dass man als Zuschauer im Karli oft verrückt werden könnte, wenn Bälle lang unbd hoch nach vorne geschlagen werden oder das Direktspiel zum Dogma erhoben wird, auch wen manchmal Zeit genug wäre den Ball erstaml kontrolliert anzunehmen. Nichts gegen one touch football, nur sollte der Ball auch die Mitspielerin erreichen.

    Auch wenn es meckern auf hohem Niveau ist (fast alle anderen Vereine wären neidisch auf TPs status quo), habe ich doch regelmäßig das Gefühl Berndte S. ist als Trainer nicht auf der Höhe der Zeit (Adoptivsohn Wöhrle eher). Als Bezusperson für Sponsoren, als Netzwerker und profunder Kenner des Frauenfußballs seit 41 Jahren ist er unersetzbar.

    Ich schließe mich jedoch den diversen Vorrednern an, die eine Verstärkung des Trainerteams vorschlagen, um frischen Wind reinzubringen. Loslassen mag nicht zu seinen Stärken gehören, vielleicht hat er auch zu viel Angst um sein Lebenswerk, aber ich möchte meinen, dass man aus dieser Mannschaft, aus diesen Spielerinnen noch ganz andere Leistungen rausholen kann.

    Dann wieder gibt es Momente, wo ich denke, wenn wir ohne Schrödi das Tabellenende begutachten, wird ihm wohl so mancher mehr als eine Traine nachwhinen!!!

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  • Jennifer sagt:

    Spiel in voller Länge Turbine Potsdam – FC Bayern München gibt es hier:

    (Link wurde vom RBB geändert – Info (s.o.; heutiger Eintrag von 10.33 Uhr) ist daher nicht mehr gültig.

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  • LibudaStan sagt:

    Also mal ganz ehrlich, kaum jemand würde im Männerfußball auf die Idee kommen, einen klaren 4-1 Halbfinalsieg als eine Art „Glücksfall“ auszulegen. Ich war im Stadion und habe mir das mal angeschaut. Entscheidungen der Unparteiischen haben nichts dazu beigetragen, die lagen zwar oft daneben aber nicht zugunsten von Potsdam. Das wurde zwar auch nicht behauptet, sollte aber mal erwähnt werden. Ich vermute das ständige Tiefstabeln vom Trainer Berd Schröder ist da mit die Ursache. Bayerns Trainer ist da mehr der „Politiker“ , man war klar der Bessere, hat alles richtig gemacht, nur zum Schluss hat man halt 4-1 verloren.
    Bayern war was das Kurzpassspiel anbelangt sehenswert, nur wenn man angeblich physisch so aufgeholt hat darf in der Verlängerung nicht so in die Konter laufen. Noch ein Wort zu Lisa Evans, wer in der 118 Min. noch so einen Lauf hinlegt und so überlegt verwandelt , kann nicht „blass“ gewesen sein. Für mich eine geniale Fussballerin.

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  • grammfon sagt:

    Also, jetzt hab ich mir das Spiel auch endlich mal im Stream anschauen können (danke @Jennifer). Nach dem, was ich hier gelesen habe, hab ich ja schon das Schlimmste befürchtet. Aber es war mMn ein klasse Spiel zwischen zwei klasse Teams! Also, großes Lob an München. Die haben diese Saison wirklich eine Mannschaft, die mit den ‚großen‘ mithalten kann. Es war auch insgesamt sehr fair, und auch die Schiedsrichterin fand ich eigentlich sehr gut, was ja eigentlich alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.

    Dass Potsdam gerade in den ersten 15 Minuten Probleme hatte, den Ball aus der eigenen Hälfte zu bekommen, lag auch an der Taktik von Wöhrle, das Mittelfeld zu füllen und hoch zu verteidigen. Dieses extrem hohe Pressing lässt aber auch in der Abwehr Lücken, weshalb es eigentlich Taktisch sinnvoll ist mit langen Bällen dagegen zu kontern. Von daher verstehe ich die Kritik an den langen Bällen nicht. Und später hat Potsdams direktes Spiel eigentlich sehr gut funktioniert. Ich war selbst erstaunt, wie viele direkte lange Bälle aus schwierigen Situation ankamen.

    Zu den Spielerinnen: Die Dribblings von Göransson, Hagen und Lotzen waren für mich besonders ästhetisch. Ich war in der Vergangenheit auch immer Kritisch gegenüber Yukis Leistung im Mittelfeld, fand aber dass sie ihre Sache sehr gut gemacht hat. Sie gefällt mir im defensiven Mf (auf ner Art doppel-6 mit Mjelde, die vor allem defensiv stark war) sogar besser als auf der 10. Nur fehlt sie dann leider im Sturm. Evans hat ihre Stärke als Konterstürmerin bewiesen. Und klar, Bremer war eine Sensation. Mit 16 schon 120 Minuten auf so einem Niveau zu spielen… einfach Klasse.

    Also ich freue mich schon auf die Rückrunde. Und demnächst bin ich auch wieder in Potsdam und kann zu ein Paar Spielen ins Karli kommen 🙂

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  • Detlef sagt:

    Ersteinmal Glückwunsch an meine TURBINEN!!!

    Die Marschroute von Schröder war doch ganz klar ausgegeben!!!
    Gewinnen, egal wie!!!

    Beim ausgeben dieses Mottos, dürfte dem TURBINE-Coach sicher die sehr schwache Leistung in Freiburg noch im Hinterkopf geblieben sein!!!
    Es war wohl vorher klar, daß es unserer Mannschaft sicher nicht gelingen wird, die Bayern-Ladies spielerisch auseinanderzunehmen!!!

    Hauptgrund hierfür ist leider der lange Ausfall von PATTI!!!
    Ohne die Spielmacherin geht uns jegliche Kreativität abhanden!!!
    Und hier liegt das große Problem, denn es gibt keinen Backup für die oft kränkelnde- und leider sehr verletzungsanfällige Rheinländerin!!!
    Aber auch wenn sie sicher nicht richtig fit war, brachte ihre pure Anwesenheit auf dem Platz schon mehr Struktur in Potsdams offensiven „Hühnerhaufen“!!!

    YUKI war und ist leider ein schlechter PATTI-Ersatz!!!
    Schröder hoffte wohl, die Weltmeisterin auf dieser Position etablieren zu können, aber er tut YUKI und auch der Mannschaft keinen Gefallen damit!!!
    Mal abgesehen davon, daß YUKI damit vorne im Sturmzentrum fehlt, und Potsdam somit ihre Torgefährlichkeit vermisst, krankt auch der restliche Angriff, weil er kein „Futter“ bekommt!!!

    Das hier bemängelte „kick and rush“ ist sicher ein probates Mittel, wenn man so schnelle Spielerinnen wie LISA, TONI und AYOMA hat, aber es darf halt nicht das einzige System sein!!!

    Wem ich die „PATTI-Vertreterolle“ mittelfristig zutrauen würde wäre NATASCHA!!!
    Bei „TURBINE zum Anfassen“ hat sie ja kürzlich erzählt, daß die Position hinter den Spitzen ihre eigentliche Lieblingsposition ist, und sie dort auch in der Nationalmannschaft bereits spielt!!!
    So neu ist das alles für sie nicht, und Potsdam hätte eine Variante mehr im Programm!!!

    All die Leute die hier geschrieben haben, daß andere Vereine inzwischen schöneren Fußball spielen als TURBINE haben sicher nicht unrecht!!! Aber welche Potsdamer Mannschaft nehmen sie da als Maßstab???
    Die von voriger Saison, oder der davor, oder noch einer davor??? Denkt mal kurz darüber nach, wie viele Spielerinnen seither den Verein verlassen haben!!!
    Es kann gar nicht mehr die gleiche Leistung sein, weil einfach zu viel Qualität verloren gegangen ist, die jetzt erst wieder aufgebaut werden muß!!!

    Es war sicher keine spielerische Glanzleistung der TURBINEN gewesen, aber es war immerhin schon wesentlich besser als in Freiburg!!! Und mit steigender Spielpraxis wird sich auch das Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile weiter verbessern!!!
    Viele Angriffe konnten nur durch minimale Fehlabspiele, bzw durch Mißverständnisse nicht erfolgreich zuendegespielt werden!!!
    So etwas läßt sich durch Training abstellen!!!
    Und mal ehrlich, dafür das es eigentlich noch nicht so gut läuft, läuft es doch eigentlich schon ganz gut!!! 😉

    Leider wird für das Frankfurtspiel keine ernsthafte Vorbereitung möglich sein, da viele TURBINEN an der Algarve sind!!!
    Hier haben Frankfurt und Wolfsburg den großen Vorteil, daß sie das Gros der Natio stellen, und sich mit dem Segen des DFB in aller Ruhe einspielen können!!!
    Die Zerstückelung der Bundesligaspieltage ist für mich eines der größten Hindernisse, um eine Mannschaft vernünftig einzuspielen!!! Erst der verstümmelte Ligastart wegen der U20-WM, dann wieder Pause wegen USA-Reise der Natio, gefolgt von der alljährlichen Verschiebungsodyssee wegen unbespielbarer Stadien, und nun kommt auch noch der Algarve-Cup!!!
    Aber das ist wieder ein anderes Thema!!!

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  • busyr sagt:

    Ich war gestern auch im Stadion und möchte mich auch mal zu einigen Punkten äußern. Hierzu ist vorab zu sagen, dass ich, zusammen mit 3 anderen Leuten, die erste Halbzeit auf der überdachten Tribüne hinter dem – zu dieser Zeit – Bayerntor verbrachtet habe und danach auf die gegenüberliegende Tribüne nehmen die Bayern-Fans gewechselt bin, wo ich dann den Rest des Spiels inkl. Verlängerung verfolgt habe.

    Daher kann ich auc zunächst mal sagen, dass dort keinesfalls mehrere hundert Bayern-Fans anwesend waren, sondern vielleicht maximal so 100 – 150. Dass diese mit Papierrollen geworfen, die Tribüne mit Bierdeckeln überschüttet und einige von denen nach dem Bayern-Tor direkt mal den Zaun bestiegend voller Kraft an diesem gerüttelt haben, gefielen mir hierbei eher nicht. Die Gesänge hat man natürlich als nebenan stehender Turbine-Fan eher mit einem Lächeln aufgenommen (besonders das „ohne Schiri habt ihr keine Chance“ (vor allem weil die Schiedsrichterin viel zu häufig zu Gunsten der Bayern falsch entschieden hat, bspw. bei der Aktion in der 1. HZ auf der linken Seite neben dem Bayern-Strafraum, als die Münchnerin gegen Anonma geklärt hat (und aus unserem Blick, wenn nicht Anonma getoffen, dann aber auf jeden Fall den Ball ins Aus geschlagen) und die Schiedsrichterin kurioserweise auf Einwurf für Bayern München entschieden hat … entsprechend negativ war auch die Reaktion des Publikums im Stadion).

    Das Lisa Evans hier so schnell / schwach angesehen wird von einige, kann ich eher nicht verstehen. Bis zuletzt war sie bei Kontern immer wieder gefährlich und hat ihre Gegenspielerin überlaufen. Wie LibudaStan schon schrieb, kann ja wohl jemand, der selbst in der 120. Minuten noch solche Tempoläufe hinlegt, wohl kaum „blass“ gewesen sein. Schwächer fand ich da eher noch Anonma (wobei ich zugegeben muss, dass ich defensive / Klärungsaktionen nicht wirklich beurteilen kann, da ich ja, wie gesagt, jeweils hinter dem Bayern-Tor saß und daher der Turbine-Strafraum für mich immer ne Ecke weit weg und nicht alles so gut erkennbar war) – sie hat mehr als ein Mal zu egoistisch agiert und die beser postierte Mitspielerin nicht gesehen und auch so fand sich sie eher weniger auffällig (wie gesagt, soweit ich das von meiner Position aus beurteilen kann). Gut gefallen haben mir neben Lisa Evans vor allem auch Pauline Bremer und, mit Ausnahme der ersten Minuten, Ada Hegerberg. Yuki im Mittelfeld fand ich, wie andere hier, auch eher schwach, was aber eher mit Ihrer Position zusammenhängt, wo sie als gelernt und herausragende Stürmerin einfach nicht klar kommt. Bernd Schröder sollte sie besser wie in den Sturm beordern, Lisa Evans dafür evt. ins Mittelfeld auf die Außenbahn setzen. Man hat allerdings gesehen, das von den technischen Fähigkeiten vor allem Yuki und Genoveva herausstechen und gerade bei den jüngeren Spielerinnen hieran auch noch ordentlich dran gearbeitet werden muss.

    Insgesamt hab ich das Spiel jetzt auch nicht so schlecht gesehen, wie einige hier. Klar gehört auch wenig Glück dazu – aber auch das nötige Können, um Kontern bzw schnelle Angriffe so auszuspielen wie Turbine. Einzig die Abwehr fand ich immer mal wieder anfällig und das fehlende Pressing bzw. „Draufgehen“ auf die ballführende Spielerin der Münchenerin. Die Bayerinnen kamen da oftmals viel zu leicht bis in den Strafraum von Turbine, fand ich. Auf jeden Fall habe ich das Spiel, trotz allem, über weite Strecken genossen und bin sehr froh, mal wieder live dabei gewesen zu sein.

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  • metalCORE sagt:

    @Detlef: Wenn du schon einige der erwähnten Kritikpunkte aufgreifst, solltest du die entsprechenden Posts auch komplett lesen. So habe nicht nur ich erklärend hinzugefügt, dass die Substanz früherer Mannschaften auch dem Umstand geschuldet war, dass sich die Spielerinnen mehrere Jahre lang aufeinander „einspielen“ konnten und dies bei dem aktuellen Team noch nicht der Fall sein KANN.

    Dabei ist es unerheblich, wie viele Spielerinnen den Verein verlassen haben, dass man in bestimmten Situationen „intelligenter“ agieren muss – dass kann natürlich auch taktisch geschult werden, aber es sollte als gegeben vorausgesetzt werden, dass man am eigenen 16er nicht ins Dribbling geht, und flache Pässe in Drucksituationen zu vermeiden sind (die Männer spielen das trotzdem, aber, mit Verlaub, die trainieren das entsprechend und können das auch – alleine die Präzision wird bei den semi-professionellen Mädels kaum zu finden sein).

    Bestest Beispiel: In der Mediathek mal alles um Minute 117 herum ansehen, da kann einem Angst und Bange werden. Dort gehört im einfachsten Fall der Ball ins aus, wenn gar keine freie Schussbahn gegeben ist, oder lang und hoch rausgedroschen. Das ist so einfach wie banal, hilft aber immer.

    Zum Thema Spielanlage, wurde auch erläutert. Einfach mal die Szene ab Minute 102 (müsste es etwa sein) ansehen, die zum Elfmeter führte. Dort wurde endlich mal schnell und direkt gespielt, und auch präzise, und quasi schon als logische Konsequenz sprang eine gefährliche Situation heraus (genauer der Elfmeter). Mit Einschränkungen gilt das auch für das 1:0, dem eine Balleroberung in der Münchner Vorwärtsbewegung vorausging und recht schnell nach vorn gespielt wurde.

    So funktioniert Fussball meistens, vor allem wenn man einer taktisch gut eingestellten Mannschaft wie dem FCB keine Zeit gibt, auf Situationen zu reagieren…

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  • enthusio sagt:

    Ich hab das Spiel auch erst heute abend (danke, Jennifer) sehen können. Meine Meinung: Bayern hat zwar ein gutes Pressing gespielt, war aber – mit Ausnahme dreier guter Szenen (Hagens Schuß in der 4. Minute sowie ihr stark herausgespieltes Ausgleichstor, dazu Rudelics Pfostenschuss) – im Angriff viel zu harmlos. Potsdam hatte insgesamt doch etwas mehr klare Torchancen, an denen fast immer Evans beteiligt war. Allein das schnelle Kombinationsspiel, das zum Elfmeter führte und das 3:1 in Vorbereitung und Durchführung waren absolut sehenswert. Insofern bin ich der Meinung, dass es ein schwer erkämpfter, aber verdienter Sieg war. Lisa Evans hat mit ihrer Schnelligkeit und Übersicht den Unterschied ausgemacht.

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  • Detlef sagt:

    @metalCORE,
    Ich habe die Posts alle komplett gelesen, und durchaus zur Kenntnis genommen, daß einige User die Abgänge erwähnten!!!
    Was mich erst recht fragen läßt, wie man dann auf Formulierungen wie;
    „Man muss (so mache ich das objektiv, und jeder sollte mir rechtgeben können) man einfach festhalten, dass andere Mannschaften Potsdam nicht nur eingeholt, sondern überholt haben. Normalerweise sollte man mit der Konkurrenz wachsen, stattdessen ist bei Potsdam nicht nur Stagnation sondern Ansatzweise sogar Rückschritt erkennbar.“
    kommen kann???

    Du wiedersprichst Dir quasi selber im nächsten Absatz, als Du die Abgänge erwähntest!!!
    Also was willst Du uns damit kundtun???

    Ich kann doch die Leistungen nur dann miteinander vergleichen, wenn der Kader in etwa gleich besetzt ist!!!
    Es ist doch logisch das ich einen „Rückschritt“ bekomme, wenn ich beinahe in jeder Saison Schlüsselpositionen neu besetzen muß!!!
    Wenn Du Spielerinnen halten willst, mußt Du die große Schatulle aufmachen!!!
    Und unsere ist nun mal kleiner als die in Frankfurt oder Wolfsburg!!!
    Das wir trotzdem mit beiden Mannschaften sportlich mithalten können ist da schon fast eine Sensation!!!

    Wir haben aber auch in dieser Saison, mit diesem Kader, schon wesentlich besser gespielt als am Sonntag!!!
    ZB das Spiel gegen Frankfurt war spielerisch um Klassen besser, bloß haben wir da unsere Chancen leider nicht nutzen können, und dann am Ende mehr als unglücklich verloren!!!
    Hier wird ja gerade so getan, als ob unsere Mädels nur „Kick and Rush“ spielen könnten!!!
    Sie können auch anders, nur muß sich das Kombinationsspiel nach der Winterpause erst wieder finden!!!
    Auch das Flügelspiel war fast nicht vorhanden, weil aber auch die Bayern-Ladies sehr geschickt verteidigt haben!!!

    TONI hatte einen gebrauchten Tag erwischt, und konnte nur sehr selten ihr Können zeigen!!!
    Ihr eigentliches Backup mußte ja für Frau Ballweg in der Defensive „Schaulaufen“, was JENNY aber ganz toll gemacht hat!!!
    PAULI machte zwar ein tolles Spiel, lief sich aber über rechts oft in der Bayern-Deckung fest, und kam so auch kaum zum Flanken!!!
    Aber sie ist ja noch jung, und wird aus diesem Spiel sicher so einiges gelernt haben!!!

    Was jetzt die Dribblings in der eigenen Hälfte angeht, so bin ich ganz bei Dir!!!
    Hier müßte Schröder ein Bußgeldsystem einführen, wo riskante Pässe und unnötige Dribblings in der eigenen Gefahrenzone mit Geldstrafen in die Mannschaftskasse zB der U17 bestraft werden, und zwar unabhängig davon, ob die Aktion gut oder schlecht ausgegangen ist!!!
    So etwas muß unbedingt ein klares „no go“ werden!!!

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  • grammfon sagt:

    Also nochmal zu Yuki: Ja, offensiv hat sie nicht so viel gemacht, und Patti hat sie auch nicht ersetzen können, aber das war in diesem Spiel auch nicht ihre Aufgabe. Soweit ich das erkennen konnte war sie hauptsächlich mit Mjelde im defensiven Mittelfeld und hat da vor allem in der 2. HZ und Verlängerung gut für Stabilität gesorgt und generell viel defensive Arbeit geleistet.

    @Detlef: Andonova auf der Patti Position, das würde mich auch mal interessieren. Kann ich mir sehr gut vorstellen.

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  • maxsee sagt:

    Hallo, Turbinefans
    Jeder mag seine eigene Meinung über den Stil und die Spielauffassung der Turbinen. Aber keiner sollte dabei vergessen, daß 2 Mannschaften auf dem Spielfeld stehen und die Bayern mit Qualität dagegen hielten. Wer am Sonntag im Karli dabei war, hat gesehen welche Stärke die Bayern ausstrahlten. Mir hat das gesamte kraftvolle Spiel sehr gefallen. Und das die Tuurbinen Ihre Chancen 11 %ig genutzt haben, das war der i-PUNKT

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  • speedy75 sagt:

    Jetzt macht doch mal Turbine nicht so schlecht, man muss halt schon sehen das da auch einiges im Umbruch ist und die Bayernladies sollte man von ihrer Stärke nicht unterschätzen.

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  • DAWIDenko sagt:

    So, nun habe ich mir das Spiel auch noch einmal in der Mediathek angeschaut. (Danke Jennifer)
    Ich muss meine Einschätzung, gerade bezüglich Lisa Evans doch noch einmal revidieren.
    Sie war diesmal in manchen Aktionen nicht so sicher, sicherlich erwartet man (ich u. A.) mittlerweile von ihr immer die absolute Topp-Leistung.
    Durch das Pressing der Bayern kam sie nicht so zur Wirkung und konnnte nicht so gut in Szene gesetzt werden, allerdings war sie an fast allen gefährlichen Aktionen dabei!
    Und in einem solchen lauf- und kampfintensiven Spiel ist es absolut bemerkenswert, dass man nach fast 2 Stunden Spielzeit 3 mal zu solchen tollen Sprints in den letzten Minuten ansetzt und dabei noch mit extremer Coolness verwandelt, sowie danach noch die Übersicht behält und querlegt auf Pauline Bremer.
    Meine Kritik an ihr, war viel zu überzogen gewesen.

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  • jochen-or sagt:

    Hab es wie DAWIdenko gemacht und fand da Turbine besser als vor Ort beim Spiel! Allerdings sieht man im Fernsehen nicht, wie ungedeckt immer wieder Bayernspielerinnen auftauchten.
    Lisa hatte zwar dank ihrer Schnelligkeit diese großen Momente, aber über lange, lange Zeit sah man nichts von ihr. ( Und ich bin schon seit sie mit Glasgow hier war, ein Fan von ihr!)

    Aber alles ist subjektiv – für mich war Hagen von Anfang an präsent und überragend! Laut Fernsehkommentar war sie bis zu ihrem Tor quasi untergetaucht.

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  • Detlef sagt:

    jochen-or schrieb;
    „Aber alles ist subjektiv – für mich war Hagen von Anfang an präsent und überragend! Laut Fernsehkommentar war sie bis zu ihrem Tor quasi untergetaucht.“

    Dem Fernsehkommentator kann ich mich zumindest in diesem Punkt anschließen!!!
    In der 4. Minute hatte sie die erste Großchance für die Bayern-Ladies, und danach tauchte sie bis zu ihrem Tor in der 81. Minute fast völlig ab!!!
    Da hatten sie die TURBINEN schon nicht mehr auf dem Schirm, und prompt machte sie den Ausgleich!!!

    Für eine Mannschaft, die zweimal den FFC Deutschland, und einmal den Vizemeister und Tabellenführer Wolfsburg besiegt hat, spielte der FC Bayern allerdings eher zu harmlos!!!
    In der Defensive standen sie ausgezeichnet, und Thomas Wörle hat uns mit seiner Aufstellungstaktik eine sehr harte Nuss zu knacken gegeben!!!
    Für mich spielten mit Feiersinger und Cross auch die beiden (mit Abstand) besten Feldspielerinnen in Rot-Weiß!!!
    Gleich dahinter kam Kathrin Längert, die mit einigen Weltklasseparaden ihr Team lange im Spiel hielt!!!

    Die Münchnerinnen waren insgesamt viel ballsicherer als TURBINE, und ließen das Leder sehr gut durch die eigenen Reihen laufen!!!
    Allerdings war die Sicherheit dann vorm gegnerischen 16-er wie weggeblasen, und ab da an fabrizierten sie GsD ähnlich blöde Fehlpässe wie die Hausherrinnen!!!
    Kam doch mal eine Spielerin in gute Schußposition, vergaben sie die Chancen oft kläglich!!!

    Sehr gut hat mir auch die Raumaufteilung der Wörle-Truppe gefallen!!!
    Sie machten das Spiel richtig breit, und so kam es immer wieder zu den Situationen, die jochen-or beschrieben hat!!!
    Allerdings nutzten sie diesen Vorteil (zum Glück) nie richtig aus, da sie die frei stehende Spielerin entweder nicht sahen, oder miserabel anspielten!!!

    ALYSSA mußte (für mich überraschend) kaum ernsthaft eingreifen!!!
    Das sah in Freiburg noch ganz anders aus, als Angriff auf Angriff aufs TURBINE-Tor rollte!!!
    LYZ wirkte Sonntag auch wieder souveräner und sicherer in ihrem Kasten!!!
    Gerade bei hohen Bällen war sie immer da!!!
    Allerdings zeigte sich ihre alte Schwäche wieder, Abschläge!!!

    Insgesamt kann ich also der These, daß die Bayern-Ladies das bessere Team gewesen wären, nicht wirklich zustimmen!!!
    Es sah besser und durchdachter aus als beim deutschen Meister, aber im Abschluß waren sie (ähnlich wie Potsdam) einfach zu harmlos!!!

    Man darf gespannt sein, wie das Aufeinandertreffen in 3 Wochen ausgehen wird, wenn TURBINE zum wahrscheinlich letzten Ligaspiel nach Aschheim fahren muß!!!

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  • Altwolf sagt:

    Im Vorfeld der Pokalbegegnung in Köln haben sich der VFL und Turbine geeinigt einen Begegnungsschal anzubieten,was ich sehr begrüße und bereits ein Exemplar erworben habe. Auf der Fahrt nach Köln im Auto hoffe ich dann viele davon auf der A2 von WOB bzw. Berlin/Potsdam entdecken zu können.

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  • grammofon sagt:

    Ich weiß nicht ob es hier schon erwähnt wurde, aber falls es jemand verpasst hat, hier kann man die am Sonntag gesendete Doku über Bernd Schröder im Internet sehen:

    MMn eine sehr schöne und vor allem ehrliche Doku, wo man auch ein bisschen zur Geschichte des FF allgemein in Deutschland und in der DDR lernt. Nicht nur für Turbine Fans interessant.

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