DFB-Pokal: Wer löst die Finaltickets?
Vier Mannschaften sind noch im Wettbewerb und kämpfen am Wochenende im Halbfinale des DFB-Pokals um einen Platz im Endspiel am 18. Mai in Köln. Das Topspiel ist am Sonntag die Partie zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam gegen den FC Bayern München , Deutscher Meister gegen Pokalsieger. Doch den Auftakt macht der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg.
Anstoß im Freiburger Möslestadion ist am Samstag um 14 Uhr. Die Wolfsburgerinnen gehen favorisiert in die Partie, doch der Sportclub träumt davon, gleich mit drei Mannschaften ins Pokalfinale einzuziehen. Pressekonferenz des VfL Wolfsburg anschauen
David gegen Goliath „Nachdem die Männer ins Pokalhalbfinale eingezogen sind und unsere männlichen A-Junioren auch bereits im Viertelfinale stehen, könnten wir es in diesem Jahr schaffen, mit allen drei Mannschaften ins Finale zu kommen“, blickt Abteilungsleiterin SC-Birgit Bauer voraus, räumt aber ein, dass „alles andere als ein Sieg der Wolfsburgerinnen […] eine Überraschung” sei. Man spiele gegen die Nationalmannschaft, sagt SC-Trainer Milorad Pilipovic angesichts des hochkarätig besetzten Kaders der Gäste. Und dennoch: „Klar, wir sind der Underdog, aber manchmal gewinnt David gegen Goliath. Wir wissen, dass wir gegen eine Topmannschaft spielen, aber wir fühlen uns stark und bereiten uns top auf das Spiel vor,“ so Pilipovic. „Es wird darauf ankommen, dass wir in beide Richtungen gut spielen. Wir müssen mit Mut, Entschlossenheit und Wille nach vorne spielen und gleichzeitig hinten sehr gut stehen.“
Freiburg ohne O’Sullivan Dabei wird Pilipovic neben der Langzeitverletzten Jobina Lahr auch auf Fiona O’Sullivan verzichten müssen. Die irische Nationalspielerin, die immerhin derzeit die treffsicherste Freiburgerin ist, kämpft mit Meniskusproblemen. Dennoch versucht der Trainer Druck von der Mannschaft zu nehmen: „Sie können viel mehr verlieren als wir. Wir werden einfach das Beste aus unseren Möglichkeiten machen.“
VfL in allen Wettbewerben Der VfL Wolfsburg, der in den vergangenen zehn Tagen die Verträge mit Selina Wagner und Jana Burmeister verlängert hat, kann in Freiburg in Bestbesetzung antreten – mit dabei sieben Spielerinnen, die Anfang der Woche mit der Nationalmannschaft nach Portugal zum Algarve Cup fliegen . Bislang konnten die Wolfsburgerinnen noch keinen Titel gewinnen, sind in dieser Saison aber noch in allen Wettbewerben vertreten. Geht es nach ihnen, bleibt das auch nach dem Spiel in Freiburg dabei.
Thomas Wörle : “Über sich hinauswachsen” Der FC Bayern München tritt am Sonntag um 13 Uhr im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion an. Dennoch sieht Bayern-Trainer Thomas Wörle seine Elf gegen den 1. FFC Turbine Potsdam in der Außenseiterposition: „Der zuletzt dreimalige Deutsche Meister ist der klare Favorit.“ Genau genommen hat Potsdam sogar viermal in Folge die Meisterschaft gewonnen. „Wir wissen, dass wir auf dem höchstmöglichen Level agieren müssen, um erfolgreich Paroli bieten zu können. Jede einzelne Spielerin muss über sich hinauswachsen“, so Wörle auf der Bayern-Homepage weiter.
Pokalhit live im TV Die Partie zwischen Meister und Pokalsieger wird live im Fernsehen übertragen. Der RBB berichtet am Sonntag ab 12.55 Uhr aus dem “Karli”.