Washington Spirit bekommt Harris und Krieger

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Die neu gegründete US-Profiliga NWSL hat am Freitag die Aufteilung der 55 Nationalspielerinnen aus den USA, Kanada und Mexiko auf die acht Vereine bekanntgeben. Ashlyn Harris und Ali Krieger werden demnach zukünftig zusammen für Washington Spirit spielen, Keelin Winters bei den Chicago Red Stars.

Die NWSL plant, im Frühling 2013 ihren Betrieb aufzunehmen. Einige der zugeteilten Spielerinnen werden ihren Teams allerdings zum Saisonbeginn noch nicht zur Verfügung stehen.

Rapinoe und Harris kommen erst später
So wird Seattle Reigns FC wohl erst ab Juni (das Finale der UEFA Women’s Champions League ist am 23. Mai) auf die Dienste von Megan Rapinoe zurückgreifen können, die derzeit ein halbjähriges Gastspiel bei Olympique Lyonnais gibt. Und auch Duisburgs Torhüterin Ashlyn Harris wird frühestens nach Ablauf der Bundesligasaison die Freigabe ihres Vereins erhalten.

Harris hat Ausstiegsklausel

„Wir wissen, dass wir sie in den ersten Wochen der Saison vermissen werden, aber wir müssen damit klar gekommen und uns so gut wie möglich darauf einstellen“, sagt etwa Seattle-Trainerin Laura Harvey über die Abwesenheit Rapinoes. Harris spielte bereits 2010 für Washington Freedom in der WPS und half dem Team die Play-offs zu erreichen. Sie hat in Duisburg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014, der allerdings eine Ausstiegsklausel enthält.

Portland großer Gewinner der Zuteilung
NWSL-Chefin Cheryl Bailey meint: „Die Zuteilung der Spielerinnen ist immer ein schwieriger Prozess, aber ich glaube, dass wir eine faire Aufteilung auf die acht Teams gefunden haben.“ Als großer Gewinner darf sich wohl dennoch Portland Thorns FC sehen, denn dem Verein wurden gleich zwei der weltbesten Stürmerinnen zugeteilt, Christine Sinclair und Alex Morgan.

Logo der NWSL
Logo der National Women’s Soccer League (NWSL)

Aufteilung der 55 Spielerinnen im Überblick

Boston Breakers
Sydney Leroux (USA)
Heather Mitts (USA)
Heather O’Reilly (USA)
Adriana Leon (CAN)
Rhian Wilkinson (CAN)
Anisa Guajardo (MEX)
Cecilia Santiago (MEX)

Chicago Red Stars
Shannon Boxx (USA)
Amy LePeilbet (USA)
Keelin Winters (USA)
Erin McLeod (CAN)
Carmelina Moscato (CAN)
Maribel Dominguez (MEX)
Dinora Garza (MEX)

FC Kansas City
Nicole Barnhart (USA)
Lauren Cheney (USA)
Becky Sauerbrunn (USA)
Desiree Scott (CAN)
Lauren Sesselmann (CAN)
Renae Cuellar (MEX)
Marylin Diaz (MEX)

Portland Thorns FC
Rachel Buehler (USA)
Tobin Heath (USA)
Alex Morgan (USA)
Luz Saucedo (MEX)
Marlene Sandoval (MEX)
Karina LeBlanc (CAN)
Christine Sinclair (CAN)

Seattle Reign FC
Megan Rapinoe (USA)
Amy Rodriguez (USA)
Hope Solo (USA)
Kaylyn Kyle (CAN)
Emily Zurrer (CAN)
Jenny Ruiz (MEX)
Teresa Noyola (MEX)

Sky Blue FC
Jill Loyden (USA)
Kelley O’Hara (USA)
Christie Rampone (USA)
Sophie Schmidt (CAN)
Melanie Booth (CAN)
Monica Ocampo (MEX)
Lydia Rangel (MEX)

Washington Spirit
Ashlyn Harris (USA)
Ali Krieger (USA)
Lori Lindsey (USA)
Robin Gayle (CAN)
Diana Matheson (CAN)
Alina Garciamendez (MEX)
Teresa Worbis (MEX)

Western New York Flash
Carli Lloyd (USA)
Abby Wambach (USA)
Bryanna McCarthy (CAN)
Jodi-Ann Robinson (CAN)
Veronica Perez (MEX)
Pamela Tajonar (MEX)

Letzte Aktualisierung am 12.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Towatei77Jorgegerd karlSheldonFFFan Neueste Kommentartoren
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Antje
Antje

Kann mir jemand erklären wie die Aufteilung zustande kommt?
Nach dem Wohnsitz der Spielerinnen? Oder gibts da ein „Zettel mit Namen“ ziehen?

speedy75
speedy75

Die Zuteilung ist für mich zum Teil auch schon etwas kurrios. Nun ja wir werden sehen wie sich die neue Liga in den USA schlagen wird.

Rainer
Rainer

Ja, das ist ein hochkomplizierter Prozess, an dem die Beteiligten sicher wochenlang gearbeitet haben. Inzwischen finde ich das amerikanische System gar nicht einmal schlecht, denn damit vermeidet man einfach das bisweilen extreme Leistungsgefälle, das wir in unseren europäischen Ligen haben. Am nächsten Freitag geht es dann weiter mit dem „Drafting“ der besten Spielerinnen der College-Saison 2012. Dann dürften wir auf Kader von 13-14 Spielerinnen per Mannschaft kommen, was dann insgesamt noch einmal ca. 35-50 Plätze für die gesamte Liga offen lässt. Da wird die Konkurrenz sehr groß sein und diejenigen, die übrig bleiben, müssen entweder mit einer anderen Liga in… Weiterlesen »

FFFan
FFFan

@ Rainer:
„Der amerikanische Verband wollte ursprünglich 24 Spielerinnen finanzieren, drei pro Mannschaft. Nun hat Western New York Flash nur zwei bekommen, weil Meghan Klingenberg (die eigentlich Nummer 24 sein sollte) ein weiteres Jahr in Tyresö bleibt.“

War es nicht möglich, jemanden nachzunominieren?

gerd karl
gerd karl

rainer, was soll denn das heissen, müssen mit einer anderen liga in europa vorlieb nehmen. die nwsl muss erstmal zeigen das sie einen anständigen spielbetrieb aufziehen kann, und das interesse in den staaten muss auch angeheizt werden. denn bis jetzt ist es trotz der goldmedailie bei olympia, noch sehr mau bei der bericht erstattung in den us medien. auch die bezahlung der nicht nationalspielerinnen muss überdacht , 16000$ im jahr, werden. nach meiner erfahrung in den staaten, braucht man alleine schon 1000$ im monat für die miete in einer halbwegs annehmbaren umgebung. dazu noch lebensmittel und die finanzierung des fahrbaren… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

Ich persönlich bin weiterhin skeptisch gegenüber diesem System. Es mag den Vorteil haben, dass das Leistungsgefälle vermieden wird, doch ist das ganze Konzept scheinbar auch sehr starr und unflexibel. Wie sieht es beispielsweise mit Transfers von N11-Spielerinnen aus? Das ist das mit Abstand heikelste Thema. Denn öffnet man das, dann wird am Ende die beste US-amerikanische Mannschaft komplett vom Verband gesponsort. Öffnet man das nicht, dann werden die Transferverhandlungen ziemlich starr. Außerdem ist immer noch nicht geklärt, was mit Nachwuchsspielerinnen ist, die beispielsweise arrivierte Kräfte leistungstechnisch verdrängen. Werden die dann zusätzlich auf die Liste aufgenommen? Fällt für sie gar eine… Weiterlesen »

Jorge
Jorge

@gerd karl Bei den „16.000$ im Jahr“ übersiehst du aber den Umstand, dass sich dieses Jahresgehalt letztlich nur auf 5-6 Monate bezieht, nämlich die effektive Spielzeit von März/April bis August. Danach können die Spielerinnen ja problemlos z.B. für eine Halbserie bei einem europäischen Club anheuern oder (was bei amerikanischen Spielerinnen weitaus üblicher ist) in der von Oktober bis Februar andauernden Saison in Australien ihr Geld verdienen. Da wird in der NWSL also sicherlich keine Aktive abends trainieren und tagsüber im Wal-Mart an der Kasse stehen. 😉 Und im übrigen ist der Ansatz erstmal mit einem recht niedrigen Salary Cap zu… Weiterlesen »

gerd karl
gerd karl

es wird aber in absehbarer zukunft immer schwieriger werden 6 monats verträge zu bekommen, es sei denn man ist in der natio und eine bekannte spielerin. du bist sehr obtimistisch, das die spielerinnen nicht bei wal-mart stehen, ich sehe das schon, die anderen ligen und vereine werden ihr geld lieber in länger befristeten verträgen anlegen, weil die mannschaften wollen sich ja entwickeln, und das braucht zeit. im übrigen, jorge, meinst du wirklich das sich die amerikanischen sponsoren zurückhalten können, sie werden marta haben wollen und wenn ein sponsor mit 600 000§ rumwedelt ist marta ganz schnell in der nwsl. dann… Weiterlesen »

Jorge
Jorge

@gerd karl Dazu ist ein Salary Cap ja nunmal da, damit da kein Sponsor daherkommen kann und einer Mannschaft Spielerinnen wie Marta mal eben im vorbeigehen finanzieren kann. Dass man diese Lektion in der NWSL anscheinend gelernt hat, betrachte ich nachwievor eher als positiv. Und ich sehe auch das noch nicht überbordende Presseecho als kein großes Problem an. Viel entscheidender ist doch, dass die einzelnen Clubs zumidest lokal ein stabiles Interesse entfachen und man einen Zuschauerschnitt im Bereich 3.000-5.000 zustandebekommt. Lieber eine stabile Profiliga ohne übermäßig viele Top-Stars statt einer gehypten aber finanziell völlig auf Sand gebauten WPS. Und ganz… Weiterlesen »

Towatei77
Towatei77

Gibt es eigentlich schon Zusagen von TV-Sendern in den USA bezüglich Liveübertragungen? Oder hält sich das Interesse tatsächlich so in Grenzen, dass diese Liga eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird?