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2012

Jahresrückblick 2012: Bundesliga und DFB-Pokal

Das Frauenfußball-Jahr 2012 neigt sich dem Ende, und daher wollen wir die letzten ereignisreichen Monate Revue passieren lassen. Im ersten Teil unseres Jahresrückblicks widmen wir uns der vergangenen Saison im DFB-Pokal und der Meisterschaft, wo man bis zuletzt ein mehr als spannendes Titelrennen erlebte.

Am Ende hieß der Deutsche Meister zum vierten Mal in Folge 1. FFC Turbine Potsdam , aber bis zum letzten Spieltag war die Meisterschaft offen und die „Torbienen“ trennte nur ein einziger Punkt vom VfL Wolfsburg.

Wolfsburg patzt am Ende Doch am letzten Spieltag patzte der VfL und kam bei der SGS Essen nicht über ein 1:1 hinaus. Die Potsdamerinnen erwischten zum Finale mit Absteiger 1. FC Lok Leipzig den vermeintlich leichteren Gegner und ließen beim souveränen 8:0-Erfolg nichts anbrennen. Zwischen den Potsdamerinnen und den „Wölfinnen“ war es schon lange auf einen Zweikampf hinausgelaufen, denn der 1. FFC Frankfurt hatte sich bereits früh aus dem Meisterschaftsrennen verabschieden müssen.

Erst perfekt gestartet, dann Negativserie Nach einem tollen Saisonstart der Frankfurterinnen mit sieben Siegen aus sieben Spielen und nur einem einzigen Gegentor begann am achten Spieltag die Negativserie. Einem überraschenden 0:1 beim SC Freiburg folgte ein 0:2 gegen Potsdam und ein 0:1 gegen Wolfsburg. Sechs Punkte betrug danach bereits der Rückstand auf die Potsdamerinnen, die die Herbstmeisterschaft holten. Für Frankfurt war die Meisterschaft bereits nach der Hinrunde gelaufen, und wir warfen einen Blick auf die weiteren Gewinner und Verlierer der ersten Saisonhälfte .

Viele Kreuzbandrisse Bitter war die Hinrunde auch für einige Spielerinnen, die sich zum Teil schwere Verletzungen zuzogen. Julia Simic , Nathalie Moik , Dolores Silva und Chantal de Ridder zogen sich einen Kreuzbandriss zu. Jessica Wich brach sich das Schlüsselbein . Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi musste immer wieder kleinere Verletzungen hinnehmen. Ana-Maria Crnogorcevic erlitt eine Schultereckgelenkssprengung, Bianca Rech einen Innenmeniskusriss . An einer Meniskusverletzung laborierte auch Dzsenifer Marozsán , Anna Sarholz brach sich Kahnbein in der linken Hand. In der Winterpause zog sich Alexandra Krieger einen Kreuzbandriss zu und verpasst dadurch später die Olympischen Spiele, später ereilte Petra Wimbersky und Kristin Demann das gleiche Schicksal.

Voss-Tecklenburg verlässt die Bundesliga Das Schicksal der ersten Trainerentlassung der Saison ereilte Claudia von Lanken . Aufsteiger 1. FC Lok Leipzig stellte die zu Saisonbeginn neu nach Leipzig gekommene Trainerin bereits nach fünf Spielen frei. Freiwillig verlassen hat hingegen Martina Voss-Tecklenburg den FF USV Jena . Die Fußballlehrerin, die 2009 mit dem FCR 2001 Duisburg den UEFA Cup gewonnen hatte, übernahm den Posten der Schweizer Nationaltrainerin. Kurz zuvor hatte Jena Ex-FIFA-Schiedsrichterin Anja Kunick als neue Geschäftsführerin verpflichtet.

Wichtige Spielerinnen verlassen Potsdam Die Potsdamerinnen machten zunächst mit der Verpflichtung von Margrét Lara Viðarsdóttir von sich reden – doch die isländische Nationalspielerin verließ den Meister nur wenige Monate später schon wieder. Für weitaus mehr Aufsehen sorgte allerdings der Wechsel von gleich drei deutschen Nationalspielerinnen : Viola Odebrecht gab ihren Wechsel nach Wolfsburg bekannt, Babett Peter und Bianca Schmidt ihren nach Frankfurt.

FC Bayern gewinnt den DFB-Pokal Das DFB-Pokalfinale erlebten sie mit den Frankfurterinnen allerdings noch nicht. Nach einem dramatischen 7:6-Halbfinalerfolg nach Elfmeterschießen gegen den FCR 2001 Duisburg traf der FFC im Pokalendspiel in Köln auf den FC Bayern München. 15.678 Zuschauer erlebten in der Rheinmetropole dann allerdings eine desolate Vorstellung der Frankfurterinnen, die dem FCB durch die Tore von Sarah Hagen und Ivana Rudelic mit 0:2 unterlagen . Hagen war erst im Januar nach München gewechselt .