Wolfsburg siegt, Bayern dreht Partie

Von am 9. Dezember 2012 – 16.32 Uhr 39 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat am 12. Spieltag der Frauen-Bundesliga mit einem Sieg beim FSV Gütersloh 2009 die Tabellenführung ausgebaut und überwintert somit auf Platz 1, da die Spiele der Verfolger der Witterung zum Opfer fielen.

Nur zwei der sechs Spiele konnten am Sonntag stattfinden, der VfL Wolfsburg nutzte die Gunst der Stunde auch ohne die weiterhin verletzte Mittelfeldspielerin Zsanett Jakabfi und ohne die geschonte Nationalspielerin Lena Goeßling und baute seinen Vorsprung an der Tabellenspitze durch einen 3:0 (1:0)-Sieg bei Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 auf vier Punkte aus.

Alexandra Popp brachte die Wölfinnen kurz vor der Pause in Führung (44.), Conny Pohlers (61.) und Martina Müller (74.) schraubten das Ergebnis in der Tönnies-Arena in die Höhe. Im Tor der Wolfsburgerinnen blieb Merle Frohms bei ihrem Bundesligadebüt ohne Gegentreffer.

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Kellermann: „Der Sieg hätte höher ausfallen müssen“
Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte: „„Der Sieg ist hochverdient, wir waren in allen Belangen deutlich überlegen. Aufgrund mangelnder Chancenverwertung in der ersten Halbzeit haben wir uns das Leben unnötig schwer gemacht. Umso erleichterter waren wir, als das 1:0 noch vor der Pause gelang. Obwohl sich der Aufsteiger ganz gut präsentiert hat, hätte der Sieg höher ausfallen müssen.“

Bayern dreht Partie
Der FC Bayern München setzte seinen Aufwärtstrend fort und gewann nach den Erfolgen gegen den 1. FFC Frankfurt und den VfL Wolfsburg im heimischen Sportpark in Aschheim auch gegen den SC 07 Bad Neuenahr mit 2:1 (0:1).

Martina Müller

Martina Müller machte in Gütersloh den Sack zu © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

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Frauen-Bundesliga: Wolfsburg gegen Frankfurt zum Auftakt

Die Gäste gingen zwar durch einen Treffer von Nicole Rolser, die im Winter zum FC Liverpool wechselt, in Führung (27.), doch in der Schlussphase drehten Tore von Viktoria Schnaderbeck (75.) und Lena Lotzen (90.) die Partie zugunsten der Münchnerinnen, die sich mit dem Sieg vorübergehend auf Platz 4 verbesserten.

Bell beklagt bittere Niederlage
Bad Neuenahrs Trainer Colin Bell erklärte: „Das ist das erste Mal als Trainer des SC 07 Bad Neuenahr, dass wir ein Spiel in der letzten Sekunde verlieren. Wir haben wenig zugelassen und einen hohen Aufwand betrieben. Leider fahren wir ohne Punkte nach Hause, was natürlich sehr bitter ist.“

Vier Spiele abgesagt
Die weiteren vier Spiele mussten wegen der widrigen Witterungsverhältnisse abgesagt werden. Betroffen waren die Partien 1. FFC Turbine Potsdam gegen den VfL Sindelfingen, Bayer 04 Leverkusen gegen SC Freiburg, FF USV Jena gegen 1. FFC Frankfurt und das Revierderby zwischen der SGS Essen und dem FCR 2001 Duisburg. Letztere Partie wird am kommenden Sonntag, 16. Dezember, 14 Uhr nachgeholt, für die anderen Spiele stehen noch keine neuen Termine fest.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

39 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @abc,
    Markus hat schon das meißte geschrieben!!!
    Ich möchte noch hinzufügen, daß nicht aus jedem Talent auch ein Superstar werden kann/wird!!!
    In Potsdam haben wir viele solcher Talente, von denen es aber nur wenige bis in die Stammelf schaffen werden!!!
    15-30 Minuten sind für eine „Zweitliga-Spielerin“ schon gar nicht schlecht!!!
    Wie ich schon oben schrieb, sehe ich ihre Verpflichtung eher als langfristige Investition in die Zukunft an!!!
    Gib den Youngstern die Zeit die sie zum „Reifen“ brauchen!!!

    wolle schrieb,
    „Das ist ja mal totaler Quatsch. Celia spielt in BN eine ganz andere Rolle wie in der N11.“

    Die Aufgabenstellung dieser Rolle würde mich aber mal sehr interessieren!!!
    Sieht diese Rolle auch vor, daß drei Viertel ihrer Pässe beim Gegner landen, statt bei ihren Mitspielerinnen???
    Ist es weiterhin zielführend, daß sie fast keinen Ball „festmachen“ kann, sondern 3-5 Meter vom Fuß springen läßt???
    Besteht ihre Rolle in der Kurstadt darin, 70-80% ihrer Zweikämpfe zu verlieren???
    Das alles waren Beobachtungen von mir, im Spiel gegen einen eher mittelprächtigen FFC Deutschland!!!

    Also ich sehe es eher nicht als Quatsch an, wenn eine der besten Fußballerinnen dieses Landes solche katastrophalen Aussetzer hat!!!
    Ich habe den Vergleich zu LIRA ganz bewußt gezogen, denn genau das Selbe passierte mit dieser Ausnahmetechnikerin in Potsdam, je näher die WM kam, und je öfter ihr Berater und die vielen „neuen Freunde“ ihr ins Ohr flöteten, daß sie die Miss Deutschland, und das Gesicht der WM werden würde!!!

    wolle schrieb;
    “ Aber irgendwann stürzen sich dann finanziell besser gestellte Vereine darauf und bedienen sich.“

    Aha, Preisfrage, wo wurde denn Eure Abwehrchefin ausgebildet???
    Woher kam COCO nochmal???
    Und schon früher gaben die Spitzenvereine Hilfestellung für BN!!!
    Woher kamen eine Sandra Minnert, eine Bianca Rech???

    FFFan hat schon einige eurer Zugänge beleuchtet!!!
    Ich glaube das Magdeburg auch nicht so glücklich darüber war, daß ihr großes Torhütertalent mal gerne Erstligaluft schnuppern wollte!!!
    Und Bade und Nati kamen aus dem „armen“ Essen!!!
    Und in der Vergangenheit, woher kamen eine Romina Holz, eine Lena Goeßling???

    Du siehst also, auch in eurem „gallischen Dorf“ wohnen nicht die besseren Menschen!!!
    Es ist immer ein Geben und Nehmen!!!

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  • Wolle sagt:

    @FFFan: Richtg ist, das Götte damals auf Initiative von Obliers gehen mußte und sie sich ironischerweise in Lev wiedersehen. Das Schlimme war, dass man Sie von Vereinsseite gerne behalten hätte aber dem Wunsch des Trainers entsprechend handelte, der dann kurz darauf seinen Vertrag kündigt. Ja es stimmt: Maier, die Rolsers, Dohrsun, Petzelberger kamen aus Wattenscheid bzw. Sindelfingen. Und du hast noch Selinsky und Schult vergessen. Sie alle kamen aus Zweitligavereinen, waren um die 17 Jahre jung, und wollten in der 1. Liga sielen. Und ALLE habe ihre Chance bekommen. Bei einer gewissen Lena Gössling war es ähnlich, die kam auch als No-Name und wurde in BN zur N11-Spielerin. Aber da will sie heute nichts mehr von wssen, jedenfalls führt sie sich jedesmal so auf.
    Alle Genannten haben mehr oder weniger regelmäßig gespielt, in WOB dürfen Sie halt nur zuschauen. Das sehe ich dann auch grundsätzlich anders als Herr Juchem. Was nützt es, wenn die Talente die Woche mit gestandenen Profis trainieren, am Wochenende aber nur zuschauen. Die Beste Lehre ist nun mal der Spielbetrieb. Vergleiche einfach mal die Entwicklung von L. Maier und L. Vetterlein. Beide sind glaube ich gleich alt und haben in der U17-Natio gespielt. Leonie Maier ist die 3. Saison in BN und hat meistens gespielt. Bei L. Vetterlein habe ich es nur sporadich verfolgt aber Sie spielt eigentlich so gut wie nie, sie tut mir schon ein wenig leid, wie ihr Talent vergeudet wird. Und davon gibt es in Wob nun mal einige, Magul und Jäger wären rein sportlich besser in Gütersloh geblieben.
    Und Bianca Rech hätte man wohl gerne gehalten, war aber einfach nicht mehr bezahlbar, da Ende der Saison 3 Sponsoren (RWE, Bahn, Hahn Airport) abgesprungen sind. Hätte man alle Spielerinnen der letzten Saison halten können, würde man sicherlich eine ganz andere Rolle in der Liga spielen.
    Und da hat enthusio wohl Recht, dass die jetzige Situation nicht den Ansprüchen von Bell genügt. Allerdings ist Ihm auch immer klar gewesen, dass BN ein Ausbildungsverein ist.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Wolle: Lena Goeßling kam als U20-Nationalspielerin nach Bad Neuenahr, no name ist für mich etwas anderes. Ob Spielerinnen zum Einsatz kommen oder nicht, hängt doch schlicht und einfach von der teaminternen Konkurrenz ab. Und die ist nun einmal bei einem Champions-League-Teilnehmer höher als bei einem Bundesligaverein aus dem Mittelfeld. Ein regelmäßiges Training mit gestandenen Profis bringt eine ganze Menge, wenn sich die Talente im Training entsprechend anbieten, werden sie über kurz oder lang auch ihre Einsatzzeiten erhalten. Falls sie sich in einem Topclub nicht durchsetzen können, können sie immer noch zu einem anderen Verein wechseln. Und Deine Aussage zu Bianca Rech verbuche ich mal unter Legendenbildung. 😉

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Woher kamen eine Sandra Minnert, eine Bianca Rech???“

    Nun ja, Bianca Rech ist sozusagen ein ‚Eigengewächs‘ des SC 07 und soviel ich weiß sogar in Bad Neuenahr geboren. Erst später ging sie zu anderen Vereinen (u.a. 1.FFC Frankfurt, Bayern München). Sie kehrte 2010 quasi zu ihren ‚Wurzeln‘ zurück.

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  • Neutral77 sagt:

    @ sheldon – mir geht es überhaupt nicht um die person, einzig und allein um die sache !!!

    es ist eine absolute frechheit von jemanden, der in einer saison vllt. ein spiel der wolfsburgerinnen live sieht (der absolut keine ahnung von internas hat), sich aber permannet anmaßt negative, teils unter die gürtellinie gehende kommentare abzugeben !!!

    da sieht man mal, das es dir nicht um die sache (fußball) geht, sondern nur um den (ach sooo reichen) vfl wolfsburg !!

    und ich kann wieder nur einmal zu deinem geschriebenen sagen : bla bla bla bla !!!!

    genau, weil ihnen der letzte biss fehlt drehen sie das spiel gegen potsdam in den letzten 8 minuten – weil ihnen der letzte biss fehlt, schiessen sie in neuenahr noch den ausgleich – weil ihnen der letzte biss fehlt, schlagen sie freiburg – weil ihnen der letzte biss fehlt, erarbeiten sie sich gegen essen ein chancenverhältniss von 8:1 (trotz unentschieden) – und richtig, weil ihnen der letzte biss fehlt, verlieren sie verdient gegen die bayern !! und zu allerletzt, weil ihnen der letzte biss fehlt, stehen sie in den 3 wettbewerben dort, wo sie stehen !!!!
    man sieht: sheldon = null plan !!!

    du hast vllt. diese saison 2 spiele auf dfb tv gesehen und das war es !!!
    denn sonst würdest du sehen, was bei den mädels bei einem tor abgeht, bzw. was nach dem spiel noch los ist !!

    aber wie bereits gesagt, sich aus der ferne (ohne ahnung zu haben) immer wieder „negative“ kommentare bilden und schreiben, das ist sheldon – etwas objektiv kritisieren ist die eine sache, aus neid und missgunst ist die andere …. such dir doch langsam eine andere spielwiese !!!!!!!!!!!!

    zudem beschleicht mich so langsam ein gefühl (nachtigall ich hör dir trapsen), in einem anderen forum gab es doch schon einmal so eine lästernde person, die jeden genervt hat …..

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  • waiiy sagt:

    Es ist doch Pharisäertum, wenn man sich vor einem halben Jahr aufregt, dass der HSV keine 100.00 EUR bereitstellt, um die Frauen in der Bundesliga zu halten, sich aber im Gegensatz dazu aufregt, dass ein anderer Verein des Frauenfußball so ernst nimmt, dass er investiert, um auch Titel ernten zu können. Das klingt nach: „Bitte, bitte erhaltet die Klubs, lasst sie aber nicht so stark werden, dass sie für meinen Lieblingsclub, der ein reiner FF-Clubs ist, eine Gefahr werden.“

    Ich finde es gut, dass Wolfsburg diesen Weg einschlägt und weiß, dass man mit relativ geringen Mitteln, wenn man den Gesamtumsatz des Clubs ansieht, solche Ergebnisse erzielen kann.

    Im Gegenteil, ich kann es nicht verstehen, dass man in München nach den Erfolgen der vergangenen und dieser Saison (immerhin schon wieder 2 Siege gegen Frankfurt) nicht versucht, mit ordentlichen Mitteln Ähnliches zu erreichen. Man könnte mit 0,5% des Umsatzes der Frauenmannschaft in den nächsten 10 Jahren sicherlich an die 5-7 Titel bescheren.

    Und es soll mir keiner mit Tradition kommen. Wenn man 10 Jahre kontinuierlich Erfolg hat, kommt die Tradition von ganz allein. Man muss dafür nur eben auch kontinuierlich kleine Summen investieren und versuchen, jedes Heimspiel zu einem Event zu machen. Aber die Mittel dafür sind verhältnismäßig gering, wenn man andere Ausgaben ansieht.

    Das Ganze schreibe ich in dem Bewusstsein, dass mein Lieblingsverein (Turbine Potsdam)das so nicht tun kann und damit weit zurückfallen könnte.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Wie du vielleicht weißt, habe ich dieses Pharisäertum nicht begangen. Denn ich war vor einem halben Jahr ein Befürworter davon, dass der HSV diesen Weg gegangen ist. Eine Frauenfußballabteilung ist für mich ein souveräner Verein und finanziell sollten sich die Strukturen bei den Frauen von Wolfsburg nicht von den Frauen bei Bad Neuenahr unterscheiden, die Frauen von Bayern sollten genauso selbständig sein wie die vom USV Jena.

    Und da muss ich ein ganz großes Lob an Thomas Wörle, an Uli Hoeneß und die Bayern aussprechen. Dort wird jeder Penny einzeln umgedreht. Der Etat, den der FC Bayern bei den Frauen bekommt, ist schon ein guter Durchschnitt für die Liga mit 1 Million Euro. Und ich sehe die Distanz zwischen Wörle und Hoeneß sehr wohltuend, denn der FC Bayern investiert nicht mehr als nötig, um das gängige Konzept aufrecht zu erhalten. Dort geht es nicht um den schnellen Erfolg, sondern um langfristige Aufbauarbeit. Bei Bayern weiß man, dass man Geld allein keine Titel gewinnen wird.
    Ich denke sogar, dass Wörle mehr Geld bekommen hätte nach dem Pokalsieg, wenn er Hoeneß gefragt hätte.
    Doch er weiß auch, dass er das Ganze zuschauertechnisch noch gar nicht wieder reinholen kann.

    Dort habe ich sehr großen Respekt vor Wörle, der nicht einfach die Bundesliga mit Geld flutet, sondern sein Team immer gezielt mit einzelnen Spielerinnen verstärkt, die günstig zu haben sind.

    Er macht es Wolfsburg, Frankfurt und sogar Potsdam vor, mit wie wenig Geld man trotzdem zum Erfolg kommen kann, und sieht sich da sicherlich auch in der Tradition seines Vaters, der ja ohne großes Geld 2009 den Sprung in die CL geschafft hat.

    Und letztlich, es wäre auch gar nicht das Konzept, sich einfach die besten Spieler Deutschlands bzw. der Welt zu angeln, das Wörle verfolgt. Schaut man sich mal die Geburtsorte der Spielerinnen an, so ist das im Großen und Ganzen ein regionales Projekt von Bayerinnen, Österreicherinnen und Schweizerinnen, aus denen mehr als 2/3 des Kaders bestehen. Dazu kommen lediglich noch Banecki, Längert, Bachor sowie die drei Amerikanerinnen.

    Was mich dagegen bei Wolfsburg stört, ist die Tatsache, dass die sportliche Leitung in den Händen eines Wirtschaftsunternehmen liegt. Und zwar zu 100%. 100% aller Stimmen liegen bei Volkswagen. Da bestimmen Leute über das Wohl und Wehe eines Vereins, die von Fußball zum Teil nicht die geringste Ahnung haben und die bei Fußball nur Dollarsymbole im Kopf haben. Besteht da nicht die Pflicht, die Liga vor solchen Leuten zu schützen? Hannover versucht seit Jahren, diese „Ausnahmeregelung“ des VfL Wolfsburg, die für keinen anderen Verein der Männerbundesliga (und auch Frauenbundesliga) gilt, zu kippen, ohne Erfolg.

    Für mich ist eine solche Regelung der Untergang des wahren Fußballs. Umso mehr hoffe ich, dass Bayern und auch Freiburg ihren sehr, sehr guten Weg mit ihrer kompetenten Spitze weitergehen, dass ein Frank Rost in Hamburg seine Mädels mit bescheideren Mitteln wieder zurück zur Spitze führt, dass die kleinen Vereine bestehen bleiben und dass sich die Vereine so peu a peu gegenseitig professionalisieren. Denn die Wertigkeit einer Liga (und das ist gerade Menschen wie Ulli Hoeneß bewusst) ist umso größer, umso geringer die Differenz zwischen den einzelnen Klubs ist.

    Achja, und noch eines zum Untergang der Frauen des HSV: Damals wurde sich über die 2,7 Millionen Ablöse für Rene Adler beklagt. Ich finde, diese 2,7 Millionen hat er mehr als zurückgezahlt. Und zwar jeden einzelnen Cent. Wie ich es gesagt habe, finanziell lohnt sich das Geld für Rene Adler mehr als für die Fortführung der Damen. So hart das auch klingt…

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Mit deiner Argumentation setzt du den Spaten an, um das Grab für den Frauenfußball auszuheben, der sich immer als „moralisch“ besser als der Männerfußball verkaufte.
    Letztlich ist der Frauenfußball dann nur noch der Männerfußball mit tendenziell hübscheren Wesen, aber auf einem sportlichen 4.-5. Liganiveau. Damit wirst du dem FF nur die Zuschauer rauben, weil sie echte Identifizierungsprobleme bekommen!

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  • Neutral77 sagt:

    @ sheldon

    da wird keiner seiner zuschauer beraubt !!!! die leute gehen zum frauenfußball (oder aber auch nicht), weil sie die mädels fußball spielen sehen wollen.
    den zuschauern ist es egal (außer dir), ob sie einem männerbundesligisten zugehören, ein reiner ff-verein sind, ob es einen großen hauptsponsor oder viele viele kleine sponsoren gibt !!

    und man sieht zum wiederholten mal, das du wieder einmal keine ahnung hast. die sportliche leitung liegt beim vfl wolfsburg bei 3 geschäftsführern (einer ist expliziert für die frauen zuständig) die hauptamtlich beim vfl wolfsburg (und nicht bei vw) angestellt sind !!!!
    und über das wohl und wehe entscheidet in jedem verein deutschlands nun einmal der hauptsponsor. denn jeder verein hat einen hauptsponsor, der die „macht“ über das geld hat !!

    zudem gibt es den frauenfußball beim vfl wolfsburg (in wolfsburg übrigens 30 jahre) mittlerweile 10 jahre – wo trifft da dein vorwurf des schnellen erfolges zu ?????

    du kannst ja deinen neid und deine missgunst auf die konstellation vfl – vw ausdrücken, aber laß das nicht ständig an den spielerinnen, dem trainer, den leistungen aller und allen anderen die den frauenfußball in wolfsburg leben und lieben aus !!!!! denn die beleidigst du mit jedem deiner kommentare !!!!!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Neutral77: Ich schreibe nur was ich denke – wer sich durch mich beleidigt fühlt, kann mich ja ignorieren.

    Die Konstellation beim VfL ist wie folgt: Ja, es gibt eine sportliche Leitung, doch die wird von VW gewählt, und zwar nur von VW. Der Präsident vom VfL ist damit de facto Winterkorn.

    Und zu allen anderen Vereinen: Da gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied:
    Bei allen anderen Vereinen sind Sponsor und Verein voneinander unabhängig. Der Hauptsponsor gibt einen festen Betrag und reguliert diesen je nach dem Erfolg der Mannschaft bzw. ist mit Verträgen an diesen Betrag gebunden. Er kann sich aber nicht in die sportliche Leitung einmischen, er kann lediglich auf Entwicklungen reagieren und sich dann auch aus dem Geschäft zurückziehen, wenn die sportliche Führung ihm nicht mehr passt.
    Die sportliche Leitung dagegen hat die gesamte Macht über den Verein, aber damit auch die Verantwortung für die sportliche Leitung, den Verein so zu führen, dass die Sponsoren verlängern und weiter ihr Geld dazu geben. Hier ergibt sich also ein Wettbewerb zwischen Unternehmen und Verein, die aber alles in allem nichts miteinander zu tun haben. Eine lose Beziehung, die bei den nächsten Vertragsverhandlungen jederzeit abgebrochen werden kann.

    Bei Wolfsburg ist es dagegen so, dass der Verein dem VW-Konzern gehört. Das ist etwas ganz anderes und mitnichten etwas Positives. Denn hier liegen alle Entscheidungen des Vereins in der Hand eines Autokonzerns. Das ist das englische Modell bzw. das Frankfurt-Modell. Denn der Konzern kann dann sagen: Wir holen euch mit unserem Geld die und die Spielerinnen, und der Trainer, Sportdirektor etc. muss dann versuchen, die zusammenzusetzen. Dass es noch eine solche sportliche Leitung gibt, wird dann zur Nebensache, zumal sie jederzeit aufgelöst werden kann.

    Und was dann passieren kann, das sieht man in England. Der Fußball an sich verkommt. Und ich würde nicht sagen, dass das den Fans wurscht ist.
    Ein gutes Beispiel (und ich entschuldige mich schonmal, dass ich einen Abstecher in den Männerfußball mache, glücklicherweise haben wir NOCH nicht solche abschreckenden Beispiele beim FF) ist für mich die Rollenverteilung in Manchester: Früher war es so, dass United der Oberschichtverein war, während City eigentlich der klassische Arbeiterverein war. Heute ist es mittlerweile fast andersrum. Kaum ein City-Fan von vor 10 Jahren wird sich heute noch mit seinem Verein identifizieren können.
    Und ganz ehrlich, die Stimmung ist da echt im ….. Das sind von der Zuschauerklientel eher Baseball- oder Footballspiele in Amerika.

    Ich will so etwas nicht. Ich will keine Mannschaften, wo Fans absolut passiv sind und nur noch Konsumenten. Selbst in Zeiten, wo Ultras immer radikaler werden, will ich die richtige Fankultur nicht missen. Denn letztlich wird Fußball dann vom Volkssport zum Elitensport. Dann spielen die Spielerinnen nur noch für ihre Gage und nicht mehr für ihre Fans. Der Graben der Spielenden zu denen, für die gespielt wird, wird immer größer, der Profifußball wird zu einer Gesellschaft, die ohne Fans auskommt.

    Und am Ende wird der Frauenfußball zu einer Privatveranstaltung von 12 Milliardären, die ihre jeweils 11 „Sklavinnen“ untereinander antreten lassen. Am Ende wird das nichts anderes sein, als wie es beim Galoppsport ist, der Sport wird nur noch aus Wetten der Großen gegeneinander bestehen, und am Ende werden selbst die Spielerinnen verwettet werden.
    Wie im Circus Maximus die Gladiatoren, so werden es hier Fußballmannschaften sein, zur Erheiterung des Pöbels, aber in letzter Instanz doch letztlich nur zur Stillung der Lüste einiger Leute, die mit ihrem Geld nichts vernünftiges anzustellen wissen…

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  • abc sagt:

    @ Markus Juchem Auch in Vereinen wie Bayern,Feiburg usw wird die Athletik gefördert und an der Geschwindigkeit gearbeitet! Wenn man mal die ganze Bundesliga betrachtet,dann spielen viele U- Natio Spielerinnen fast immer in der Startelf und sammeln viel Spielpraxis!
    Nur in Wolfsburg und Frankfurt geht das nicht,weil man ja die Bank mit a-Natio spielerinnen schon voll hat. Ich denke,dass in naher Zukunft eine Choinowski(Frankfurt) Jäger oder Magull bei anderen Vereinen auflaufen werden,weil sie auf dauer keine Lust haben nur zu trainieren und wenig oder gar nicht zu spielen!
    Würde mich mal inzeressieren,was die U19/20 Trainerin des DFB raten würde.In der ersten Bundesliga regelmäig spielen oder bei zahlungskräftigen Vereinen zwar fleißig trainieren und kaum spielen.
    Ich kann mir die Antwort schon denken,wenn man sich mal die Tabelle ansieht und erkennt,dass die Vereine punktemäßig ganz schön zusammengerückt sind und fast jeder jeden schlagen könnte.

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  • Markus Juchem sagt:

    @abc: Das habe ich ja gar nicht bestritten. Aber warum soll man sich nicht als Spielerin die höchsten Ziele setzen und versuchen, sich bei einem Topclub durchzusetzen? Dass das vielleicht nicht von heute auf morgen klappt, ist ja auch ein Lernprozess. Wenn es dann bei einem der Topvereine wegen der großen Konkurrenz auf Dauer nicht klappen sollte, sich ins Team zu spielen, kann man doch immer noch zu einem anderen Verein wechseln. Sicherlich sieht eine U-Trainerin ihre Schützlinge lieber Spielpraxis sammeln, letztendlich egal, ob in der Ersten oder Zweiten Liga. Ich bewundere alle jungen Spielerinnen, die diesen steinigen Weg zu versuchen gehen. Dass das nicht für alle ein gangbarer Weg ist, ist klar. Deswegen ist es ja auch genauso gut, wenn sie bei anderen Vereinen Unterschlupf finden.

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  • Aldur sagt:

    Sheldon sagt:
    „Denn der Konzern kann dann sagen: Wir holen euch mit unserem Geld die und die Spielerinnen, und der Trainer, Sportdirektor etc. muss dann versuchen, die zusammenzusetzen.“

    Das KANN – oder besser gesagt KÖNNTE – so sein, aber Wolfsburg sollte ja inzwischen bewiesen haben, dass dem nicht so ist. Ganz im Gegenteil: Die Mannschaft wurde sehr sinnvoll verstärkt. Odebrecht mal ausgenommen, wurde dabei auf junge entwicklungsfähige Spielerinnen gesetzt, und sukzessive stellt sich nun Erfolg ein. Alles andere sind wilde, nicht belegbare Spekulationen. Davon abgesehen halte ich es für unwahrscheinlich, dass Erfolge der Wölfinnen für irgendwen bei VW mehr als eine Randnotiz sind. Dafür hat die Frauen-BuLi als Werbeträger viel zu wenig Relevanz, wie Du an anderer Stelle gerade sehr richtig ausgeführt hast.

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  • Sheldon sagt:

    @Aldur: Genau das ist der Punkt. Noch – sage ich mal – kann Kellermann frei arbeiten, weil Frauenfußball sowieso keinen Werbeeffekt hat. Doch was passiert, wenn auf einmal der große Erfolg kommt und Frauenfußball werbeträchtig wird? Sobald Kellermann einmal den ganz großen Erfolg hatte, wird mit allen Mitteln versucht werden, den zu halten.
    Natürlich sind das alles Spekulationen. Aber das System ist dagegen anfällig, zu einem hohen Grad. Dieses System ist genau dasselbe wie in Frankfurt mit SiDi.

    Wenn Wolfsburg sich von diesem System endlich lösen könnte und dazu beitragen, dass die Schere im FF nicht noch größer wird. Wenn sie sich als ein eigenständiger Frauenfußballverein verstehen und auch so wirtschaften, dann wäre der Verein zwar gefordert, könnte aber zeigen, was in ihm steckt. Denn ansonsten geht es ihm irgendwann wie dem HSV, weil der FF nur noch ein Verlustgeschäft ist!

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  • Aldur sagt:

    Sheldon sagt:
    „Doch was passiert, wenn auf einmal der große Erfolg kommt und Frauenfußball werbeträchtig wird?“

    Ich denke, da besteht in naher Zukunft keine Gefahr.

    „Sobald Kellermann einmal den ganz großen Erfolg hatte, wird mit allen Mitteln versucht werden, den zu halten.“

    Es wäre ein Armutszeugnis für jeden Spitzenverein, wenn dem nicht so wäre. Das Beispiel Turbine Potsdam zeigt ja, dass man, wenn der eigene Nachwuchs mal nicht genug hergibt, um Lücken zu füllen, durchaus bereit ist, diese durch entsprechende Quantität an Neuverpflichtungen auszugleichen. Daran kann ich nichts Negatives finden.

    „Dieses System ist genau dasselbe wie in Frankfurt mit SiDi.“

    Ich erkenne da fundamentale Unterschiede – schon allein an der Auswahl der Neuverpflichtungen (siehe oben).

    „Wenn sie sich als ein eigenständiger Frauenfußballverein verstehen und auch so wirtschaften, dann wäre der Verein zwar gefordert, könnte aber zeigen, was in ihm steckt.“

    Hast Du irgendwelche Quellen, die belegen wie bei den VfL-Frauen tasächlich gewirtschaftet wird?

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  • Sheldon sagt:

    @Aldur: Du hast mich nicht verstanden. Es geht nicht um die handelnden Personen, sondern um das System, in dem sie handeln. Und das ist fatal und nahezu identisch mit dem in Frankfurt. Übrigens, dort hat Dietrich lediglich die Managerrolle, könnte also jederzeit gefeuert werden, er selbst kann aber niemanden feuern. Er hat sich diese große Macht nur mit dem vielen Geld, was er in den Verein pumpt, erkauft…

    Ich für meinen Teil würde mir eine Entscheidung vom DFB wünschen, nach der alle Vereine als de facto selbständige Vereine existieren müssen, bei denen alle Verwaltung in Sport und Finanzen in der Hand eines vom Verein unabhängigen Gremiums liegen.
    Dadurch würde bei Ablegern von Profivereinen der Hauptverein lediglich zu einem Hauptsponsor und Namensgeber des Vereins ohne jeglichen Einfluss auf diese Sparte.

    Wenn du mir das nachweisen kannst, dass dem so ist bei Wolfsburg, dass es festgeschrieben ist in den Statuten des Vereins, dass die FF-Sparte beispielsweise einen von den Vereinsmitgliedern gewählten Aufsichtsrat, einen Präsidenten, eine sportliche Leitung und vor allem eine eigenständige Finanzverwaltung hat, dann gebe ich mich geschlagen. Doch solange auch nur ein Fünkchen legale Möglichkeit der Einwirkung von VW besteht, ist das ganze System für mich nichts wert!

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Übrigens, dort hat Dietrich lediglich die Managerrolle, könnte also jederzeit gefeuert werden (…)“

    Du verkennst die Rolle von Dietrich beim 1.FFC Frankfurt. Er ist kein Angestellter des Vereins, sondern selbständiger Unternehmer und fungiert als sogenannter „externer Manager“. Darüber hinaus ist Dietrich aber auch ‚Investor‘: zwischen seiner Firma SIDI-Sportmanagement und dem FFC existiert eine vertragliche Vereinbarung, in der SIDI sich zur Zahlung einer jährlichen Garantiesumme verpflichtet. Im Gegenzug tritt der Verein ihm die kompletten Vermarktungsrechte ab.
    Der aktuelle Vertrag läuft noch bis 2015. Danach könnte sich der 1.FFC Frankfurt von Dietrich trennen und sich selbst vermarkten, aber es ist fraglich, ob sie damit besser fahren würden.

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    „Ich für meinen Teil würde mir eine Entscheidung vom DFB wünschen, nach der alle Vereine als de facto selbständige Vereine existieren müssen, bei denen alle Verwaltung in Sport und Finanzen in der Hand eines vom Verein unabhängigen Gremiums liegen.“

    Das wird in naher Zukunft NIEMALS eintreten!
    Gründe?

    1.) Der DFB müsste dann noch mehr finanzielle Mittel an die Vereine antreten, damit dort überhaupt der Spielbetrieb gewährleistet wäre für eine eingleisige Bundesliga!

    2.) Der DFB würde, als Folge aus Punkt 1.), einen Teil seiner Macht über die Vereine verlieren, was der DFB sicherlich nicht möchte!

    3.) Der DFB ist seit Niersbachs „Inthronisierung“ wohl so wenig am Frauenfußball interessiert, wie seit langer, langer Zeit nicht mehr! Selbst die Nationalmannschaft hat einen geringeren Stellenwert, so scheint es. Die Vereine hatten nie einen, und dieser hat sich sogar eher verringert. Da hilft auch ein Besuch Niersbachs bei uns nichts! Für mich war das ein „Pflichttermin“…

    Ich finde, es ist alles andere als vorhersehbar, wie sich der FF sagen wir in den nächsten 5 Jahrne entwickelnt wird! Das gilt für die Vereine, wie auch die gesamte Liga!
    Vllt. haben wir in 5 Jahren, die ausschließlich aus „Männerablegervereinen“ besteht, vllt. auch das genaue Gegenteil, weil die Männerabteilungen jegliches Interesse an ihren Frauen-Abteilungen verloren haben?! Man weiss es nicht! Eine gesunde Mischung wäre sicherlich das richtige, wobei ich persönlich die Variante mit den „reinen“ Frauenvereinen bevorzuge. Aber das liegt wohl an der Tatsache, dass ich Anhänger eines solchen bin…

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  • Sheldon sagt:

    @SC07: Dass diese Entscheidung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht kommen wird, ist mir klar, (er ist in Sachen FF einfach zu träge) doch ich verstehe nicht, wieso der DFB dadurch Macht abgeben sollte. Ich denke, er gewinnt eher wieder Macht über die Vereine zurück, da so die Lizensierungsverfahren klarer werden.
    Beispielsweise wird einem Verein wie dem VfL Wolfsburg nie die Lizenz entzogen werden, erst dann, wenn VW insolvent ginge. Bis dahin wäre Wolfsburg zahlungsfähig.

    Ich denke, dass, wenn die Vereine dazu verpflichtet würden, sich selbständig zu organisieren, sie erst recht wieder unter der direkten Aufsicht des DFB ständen. Der DFB hätte eher noch mehr Einfluss auf die Vereine und könnte regulierend eingreifen.

    Ich sehe die Probleme eher bei deinen anderen Punkten, obwohl auch hier eigentlich sich nichts verändern sollte. Es wird nun nur das de jure festgehalten, was de facto sowieso schon stattfindet:
    Ein Verein stellt als eine Art „Sponsor“ der FF-Abteilung einen bestimmten Betrag vor der Saison zur Verfügung. Dafür trägt diese Abteilung seinen Namen und sein Logo. Das einzige, was jetzt geändert würde, ist, dass dieser de facto-Zustand eingeschweißt wird und damit eine mögliche Beeinflussung der Arbeit der FF-Abteilung durch einen Sponsor oder den Hauptverein illegalisiert wird.

    Doch – wie ich hier ja den Beiträgen entnehmen kann aus Wolfsburg – passiert das ja sowieso nicht. Insofern dürfte es dagegen auch keine Einsprüche geben. Und dennoch gebe ich dir recht, ich denke nicht, dass VW mit der Entscheidung einverstanden wäre, weil sie dadurhc keinen rechtlichen Einfluss mehr darauf hätten, was mit ihrem Geld passiert.
    Auch Dietrich wäre damit nicht einverstanden, da damit ein solcher Vertrag, wie er ihn hat, bzw. seine Stellung nicht mehr möglich wäre.
    Denn damit könnte ein Sponsor bzw. Investor nicht gleichzeitig eine Funktion im Verein bekleiden, wie es zur Zeit geschieht, selbst wenn er nur ein „externer Manager“ ist.

    Natürlich würden dann immense Summen aus dem FF verschwinden und er würde erst einmal ein paar Jahre Tristes erleben, aber ich sehe das nicht so drastisch.
    Als vor 10 Jahren glaub ich bei den Männer die Regelung mit den selbstausgebildeten Spielern eingeführt wurde, haben auch alle erst gemeckert und rumgejammert. Heute erntet man die Früchte in der Nationalelf.
    Wäre das System nicht gekommen, würden auch heute weiterhin nur Ausländer eingekauft, so aber mussten (durch die Regelung mit den vom Verband ausgebildeten Spielern) die Vereine sich auch auf dem deutschen Markt umschauen und entdeckten viele Spieler, die sonst vermutlich unentdeckt geblieben wären.

    Ich denke, dass durch diese Stärkung der selbständigen Vereine, auf die die Regelung gar keinen Einfluss hätte, sondern die durch diese geschützt würden, auch langfristig sich in diesen Vereinen die Erfolge einstellen würden und gerade die Vereine mit hervorragender Jugendarbeit dabei gut abschneiden würden, was sich wiederum auf die N11 positiv auswirken würde.

    Klar finde ich Naeher, Anonma, Ogimi, Göransson oder Jakabfi und Hagen große Klasse, doch es sollte unser Anspruch als führende FF-Nation sein, selbst Spielerin von solcher Klasse auszubilden. Und zwar nicht nur partiell, sondern in Serie. In der Jugendarbeit haben uns die Männer in den letzten Jahren nämlich deutlich den Rang abgelaufen, wenn man sich mal die Spieler anschaut, die dort in den letzten Jahren produziert wurden.

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