Erste Saisonniederlage für den VfL Wolfsburg

Von am 5. Dezember 2012 – 20.31 Uhr 55 Kommentare

Der Titelkampf in der Frauen-Bundesliga ist wieder offen: Tabellenführer VfL Wolfsburg kassierte im Nachholspiel beim FC Bayern München eine herbe Niederlage und hat nach Abschluss der Hinrunde somit nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Konkurrenz.

Im Sportpark von Aschheim gewann der FC Bayern München vor nur 240 Zuschauern gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter die Nachholpartie vom zweiten Spieltag klar mit 3:0 (2:0).

Lotzen trifft doppelt
Ein verwandelter Handelfmeter von Lena Lotzen (9.) – Viola Odebrecht war der Ball nach einem Eckball an die Hand gesprungen – brachte die Münchnerinnen früh auf Siegerstraße, noch vor der Pause erhöhte Lotzen zum 2:0, nachdem Wolfsburgs Torhüterin Alisa Vetterlein einen Ball nicht festhalten konnte (33.).

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Lena Lotzen

Lena Lotzen traf doppelt gegen Wolfsburg © Nora Kruse / ff-archiv.de

Bürki sorgt für Entscheidung
Vanessa Bürki sorgte nach einer knappen Stunde mit einem 20-Meter-Schuss für den Endstand (57.). Wolfsburg musste auf die an einer Oberschenkelzerrung leidende Mittelfeldspielerin Zsanett Jakabfi und kurzfristig auch auf Nadine Keßler verzichten, Stürmerin Conny Pohlers wurde erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt.

Kellermann: „Geistige und körperliche Frische hat gefehlt“
Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann erklärte: „Ich muss zugeben, dass der Sieg der Münchnerinnen verdient ist. Trotzdem kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles versucht und bis zum Schluss alles gegeben. Uns hat einfach die geistige sowie körperliche Frische gefehlt. Nun heißt es regenerieren und sich auf Gütersloh einstellen.“

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Freiburg sauer auf Wolfsburg: „Sportlich unfair“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

55 Kommentare »

  • wrack sagt:

    @ Tim Wolf: „Aber was wäre dieses Forum ohne Sheldon? Für mich wäre es im besten Fall nur noch halb so ammüsant… Daher sind seine Beiträge auch wissenschaftlich interessant.“

    Eine treffende Analyse ! ZUSTIMMUNG ! Trotz oder wegen der dogmatischen Rigidität des Marxismus-Sheldonismus (f.e. „…zwei Ideologien…“ „Frankfurter Verschwörung“) generiert der nostradamische Dislike-ismus der Sheldon`schen Subkultur – gerade auch in Synthese mit den pseudo-religiösen Postulaten des Gringismus – trivialen Eskapismus für den geneigten Rezipienten, nicht zuletzt gewonnen aus der Kontingenz der Resultate. 😉
    Epistemologisch betrachtet ist die ideengeschichtliche Basis freilich ein Pippi-Langstrumpf-Konstruktivismus, der durch die Adaption des Orwell’sches Zwiedenkens zwangsläufig den Realitäts-Konsens gesellschaftlicher Realität defektiert. 😉

    Ganz kurz zusammengefasst: Sheldons Verbohrtheit ist für manchen Leser ganz unterhaltsam, seine „Fakten“, seine Voraussagen sowie der Wert seiner Ausführungen hängen aber vom Zufall ab. Eben Sheldons Welt (Bitte, RTL2, keine Produktion !).
    Eines muss ich aber noch bewundernd anführen: Irgendwie ist sein Geist so geschult, dass er auch die wildesten eigenen Widersprüche aushält. Aktuelle Beispiel:

    „Es geht mir hier nicht darum, einen Krieg Potsdam gegen Frankfurt oder Wolfsburg zu führen, von mir aus kann Potsdam die Saison auf dem 10. Platz beenden, wenn Wolfsburg und Frankfurt dahinterstehen.“

    Das ist faszinierend. Ich könnte einen solchen Satz nicht einmal zuende denken, ohne dass es mir wie Schuppen aus den Haaren fallen würde. Aber vielleicht ist das DAS Geheimnis: Sheldon denkt beim Schreiben einfach nicht, er fühlt nur ?! DAS ist das Geheimnis der großen Künstler… 😉

    Zum Thema: Hier wird m.E. da und dort vergessen, dass die Spielerinnen auf dem Rasen Leistungen bringen und sportliche Erfolge erringen, ob sie aus Potsdam, WOB oder Frankfurt kommen. Es ist eine Sache, einen Verein nicht zu mögen und dessen Verhalten aus welchen Gründen auch immer zu kritisieren. Es ist m.E. aber unsportlich, die Erfolge der Spielerinnen für „wertlos“ zu erklären.
    Ein Transfer ist übrigens nur eine spekulative Investition. Wie man m.E. an den Spielergebnissen dieser Saison bisher erkennt, haben die zahlreichen Transfers die sportlichen Verhältnisse nicht so verschoben, dass ein oder zwei Vereine alles dominieren. Bisher ist die BL-Saison im Gegenteil eher abwechslungsreicher und spannender.

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  • Neutral77 sagt:

    @ soccermum
    da hast du natürlich vollkommen recht – aber da ich davor ja 2 x tabellenführer geschrieben habe, dachte ich mir: alle guten dinge sind 3 😉 nein, war bei dem geschrieben „roman“ lediglich ein tippfehler.

    @ detlef
    sehr gut geschrieben bzw. beobachtet – du bist ein großer potsdamfan, siehst die abläufe in den vereinen (auch bei potsdam) aber trotzdem (so gut es geht) objektiv und realistisch = gefällt mir 😉

    @sheldon
    1. zudem was soccermum geschrieben hat, braucht man kein „insiderwissen“ , da genügt ein bick auf eine ganz normale tabelle .

    2. ich habe sehr großen bock auf dieses forum, da hier wirklich viele leute kontrovers, objektiv und fair diskutieren.

    ich habe keinen bock auf jemanden, der null insiderwissen sämtlicher vereine besitzt, und immer wieder permanent aus der luft geholte behauptungen aufstellt (deine „behauptungen“ bzgl. der gelder der 2 vereine bzw. der spielergehälter sind immer wieder sagenhaft – behaupte doch nicht immer was, sondern belege es endlich mal mit wirklichen zahlen = kannst du aber nicht, da du keine ahnung von den budgets der vereine hast)!!!

    […]

    3. und zu all dem anderen geschriebenen von dir gebe ich keine kommentar mehr ab – wie sagte detlef so schön = du machst dir deine welt, so wie sie dir gefällt = püppi langstrumpf !!!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Da hast du ganz recht, ich bemühe mich ganz bewusst darum, mein Gehirn während des Schreibens auszuschalten bzw. gehe mit eindeutig vorformuliertem Vorverständnis an diese Sache heran. Natürlich habe ich eine dogmatische Einstellung, die hat hier aber jeder. Bei vielen Menschen ist es die Harmoniebedürftigkeit, bei manchen ist es das strikte materiell leistungsorientierte Streben, bei mir ist es die Suche nach einem funktionierenden System für langfristige, nachhaltige Arbeit.
    Der Unterschied zwischen mir und euch ist, dass ich dazu stehe. Selbst eine Beschreibung eines Sachverhaltes ist bereits in der Wortwahl eine Wertung, und sei es nur, dass man selbst es nicht wertet. Damit zeigt man seine Beziehungslosigkeit zu dem Geschehen an. Interessant zu sehen, auf wieviele das in diesem Forum zutrifft.

    Um zum Geschehen zurückzukommen: Wolfsburg hat für mich wie Frankfurt eine sportlich unvereinbare Struktur: Der Verein gehört de facto einem Großsponsor. Damit haben Menschen dort das Sagen, die von Fußball keinen Deut verstehen müssen. Das ist meine Grundvoraussetzung.

    Bei Dietrich hat das jahrelang funktioniert, weil er die sportliche Leitung beispielsweise an eine Monika Staab, die große Kompetenz mitbrachte, abgetreten hat und nur das Geld zugeschossen hat. Doch seit die WM im eigenen Lande anstand, hat er die gesamte sportliche Leitung an sich gerissen (spätestens Kahlert hatte keinen Einfluss mehr auf alles, was sich im Transferbereich abspielte und musste damit mit einem Kader fertig werden, aus dem er keine Mannschaft formen konnte). Der Verein konnte gar nichts mehr machen, von dem Präsident beispielsweise (Bodo Adler), hat man in dieser Zeit fast nie etwas gehört, er hat überhaupt keinen Einfluss, da die finanzielle Macht bei Dietrich liegt und den Verein beherrscht.

    Genauso ist es auch bei Wolfsburg. Dort werden dem Verein Unsummen an Geld zur Verfügung gestellt, und zwar UNABHÄNGIG davon, ob die sportliche Leitung damit umgehen kann oder nicht (Schlüsselsatz). Bei den Männern hat man das in der zweiten Amtszeit von Magath gesehen. Wo sich nämlich andere Sponsoren zurückziehen bei sportlichem Misserfolg bzw. die Förderung verringern, um somit Druck auf die sportliche Leitung auszuüben und damit regulierend einzugreifen, wurde dort ENTGEGEN jedem marktwirtschaftlichem Prinzip die Förderung nur noch erhöht, indem man noch teurere Spieler und vor allem noch mehr teurere Spieler gekauft hat.

    Selbst wenn es unter Kellermann oder einem Nachfolger funktionieren wird, es geht um den Systemdefekt, der bei einem sportlich inkompetenten Trainer bzw. Manager das Gleichgewicht in der Liga ähnlich wie in den USA sehr sehr schnell zum Kippen bringen kann. Dann ist es nämlich für Winterkorn ein Klacks, den Etat von 1 Million pro Jahr auf 10 Millionen pro Jahr zu erhöhen, ohne irgendeinen wirtschaftlichen Erfolg davon zu haben.

    In der Fußball-Bundesliga wurde die „Ausnahmeregelung“, dass ein Unternehmen 100% der Stimmen in einem Fußballverein hat, die nur auf den VfL Wolfsburg zutrifft, bereits heftigst kritisiert und verlangt (v.a. vom Niedersachsen-Konkurrenten Hannover), dass diese abgeschafft würde, was unverständlicherweise nicht angenommen wurde vom DFB.

    Wohin diese Vollbestimmung eines Vereins durch einen Konzern/Sponsor führt, sieht man in Großbritannien, wo der Fußball langsam, aber sicher in echte Turbulenzen gerät. Dort haben die Scheiche und die Ölmilliadäre mittlerweile die komplette Oberhand über den englischen Fußball. Ergebnis:
    Die finanzielle Unterstützung hängt von der Laune der einzelnen Personen ab, der Trainer hat kaum einen Einfluss auf die Kaderplanung, sodass kaum einer überhaupt Erfolg haben kann und es ständige Trainerwechsel gibt. Die Investoren werden immer nervöser und sportlicher Misserfolg darf praktisch überhaupt nicht mehr stattfinden.

    Was das für den englischen Fußball an sich bedeutet, hat man bei der EM 2008 gesehen. Und man sieht es auch dieses Jahr in der CL, ManCity Letzter in der Gruppe mit blamablen Auftreten, Chelsea als Titelverteidiger raus, ManU und Arsenal in leichten Gruppen nicht souverän.
    Letztes Jahr ManU und ManCity raus, Spanien und Deutschland laufen den engländischen Teams peu a peu davon.

    Wenn ich also diese Voraussetzungen treffe, dass ich das Wolfsburger bzw. Frankfurter System an sich als „für den Fußball schädlich“ ablehne, dann muss ich so argumentieren. Dann ist jeder Erfolg einer zuviel, weil diese Strukturen damit fester werden. Und deswegen diese harte Polemik gegen einen VfL Wolfsburg.

    Ob sie sachlich ist oder nicht, spielt keine Rolle, da es hier nicht um einen aktuellen Sachverhalt handelt, sondern um die groben Strukturen. Den Vorwurf der Unsportlichkeit kann man mir machen, doch unter dem Vorzeichen, dass ich das System, in dem Wolfsburg organisiert ist, als unsportlich sehe, macht mir das nichts, denn dadurch relativiert sich dieses.

    Soviel von mir. Wer mich hier wissenschaftlich analysieren will, kann das gerne tun, sollte allerdings diese meine eigene Reflexion dort miteinfließen lassen. Sie darf gerne überprüft werden und ich bin auch für Kritik offen, ob ich bei meiner Kritik auch im Rahmen meiner selbst gesetzten Voraussetzungen bleibe. Man darf auch gerne versuchen, meine Voraussetzungen zu hinterfragen, doch darf man nicht erwarten, dass ich sie ohne Argumente ändere.

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  • waiiy sagt:

    @Detlef: Ja, Du hast vollkommen Recht mit der Analyse des Kaders und der Verpflichtungen von Wolfsburg. Und dass Viola nicht in das Muster passt, ist der eigentliche Schlüssel für den Aufwind und die Konstanz. Sie gibt dem ganzen Gebilde die Ruhe und den Halt aus dem Mittelfeld. Sie ist nicht zum Glänzen da sondern um den Puls von Kessy so weit unten zu halten, dass diese das Spiel aufziehen kann. Das hat sie die Jahre vorher mit Patti und Kessy auch in Potsdam so gemacht und das macht sie so wertvoll.

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  • Matze sagt:

    Es ist keine Kunst, etwas kurz zu sagen, wenn man etwas zu sagen hat.

    Georg Christoph Lichtenberg

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  • wfm sagt:

    @Matze
    Das sollte man aber um ein Zitat ergänzen, das Voltaire, Goethe oder auch Marx zugeschrieben wird:

    „Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen einen langen Brief schreibe, für einen kurzen habe ich keine Zeit.“

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  • Sheldon sagt:

    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

    Georg Christoph Lichtenberg über das System des VfL Wolfsburg

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  • Sheldon sagt:

    Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat.

    Georg Christoph Lichtenberg über die allgemeine Praxis in diesem Forum

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  • noworever sagt:

    i think i have a reasonable explanation for the phenomenon „sheldon“:

    it actually doesn’t exist!

    markus&nora – they just made it up! … to keep everyone really excited … just on the edge of their seats!

    it’s a promotional campaign! … and it’s very smart.

    (sorry, sheldon, it’s not serious … just a little joke here&there 😉

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  • be sagt:

    Nochmal Sheldon: Irgendwelche Vergleiche mit Männermannschaften und der Männervereine untereinander sind müßig. Bislang gibt es noch keinen Nachweis, dass der VfL bei Misserfolg „Unsummen“ an Geld zusätzlich in den weiblichen Kader pumpt. Zum Saisonbeginn las ich, glaube auf der VfL-Website, dass das Budget 2012/13 mit dem der Vorjahre vergleichbar ist. Diese Äußerung wurde nicht mit konkreten Zahlen untermauert, allerdings gibt es auch keinen Gegenbeweis. Da du wiederholt den „übermäßigen“ Geldeinsatz beim VfL kritisierst: Nenne bitte endlich einmal belegte Zahlen! Odebrecht hatte vergangene Saison erzählt, dass ihr Wechsel eben nicht des Geldes wegen erfolgte. Und dass auch der VfL nicht alles zu zahlen bereit ist, sieht man ja auch an Bajramai.

    Wie bereits vor einiger Zeit geschrieben finde ich es auch müßig, Wolfsburg und andere dafür zu kritisieren, dass sie Geld in die Hand nehmen und möglicherweise weniger gut ausgestatteten Vereinen die Spielerinnen „wegkaufen“. Wenn Frankfurt, Wolfsburg, Potsdam und andere dies nicht täten, wer sagt dir, dass dann nicht PSG, Thyresö, Lyon, Malmö, Liverpool, Rossijanka, … „billig“ massenweise deutsche Spielerinnen wegkaufen und so das Niveau der Bundesliga senken?

    Aber zurück zur Hinrunde:

    Unabhängig vom Mittwochspiel hat der VfL die Erwartung, ganz vorne mitzuspielen, in der Hinrunde souverän erfüllt. Dass man irgendwann auch mal stolpert, ist normal. Man sollte das auch nicht allein an Pohlers und Keßler festmachen. Denn auch gegen Bayern hatte man sich Torchancen erarbeitet (wenn auch wesentlich weniger), war aber ähnlich ineffizient wie gegen Potsdam. (mittlerweile ist ja nun die Video-Spielzusammenfassung online und erlaubt so ein Urteil auch denjenigen, die nicht live dabei waren) Dass Bayern diese Saison eine gute Mannschaft hat, war von Beginn an klar. Insofern überraschen die Siege gegen Frankfurt und Wolfsburg nicht, allenfalls die Höhe gegen Wolfsburg.

    Inzwischen kann man sagen, dass der Trainerwechsel in Frankfurt wohl nicht den erhofften Erfolg gebracht hat. Ob es aber an Dahm oder doch eher an der von ihm nicht verantworteten Kaderzusammenstellung liegt, dazu möchte ich mich nicht festlegen. Allerdings ist auch für Frankfurt durchaus noch was drin, wenn es (aus Potsdamer oder Wolfsburger Sicht) „schlecht“ läuft.

    Doch positiv überrascht bin ich von Freiburg. Wie auch Essen konnten sie bislang ihr Niveau des Vorjahres halten, ja sogar noch steigern. Für mich das Überraschungsteam der Hinrunde.

    Bei Duisburg wissen wir nun, dass die Abgänge doch zu heftig waren und nicht kompensiert werden konnten, hinzu kommt Ketelaers krankheitsbedingt langer Ausfall bei angespannter Finanzlage. Potsdam konnte, wie erwartet, die Abgänge doch ganz gut kompensieren. Zusammen mit Wolfsburg bester Sturm und zweitbeste Abwehr und stellt die derzeitige Torschützenkönigin. Im Anbetracht der Verletztenliste ein respektables Ergebnis, und eigentlich ist’s Jammern auf sehr hohem Niveau. Aber man hat halt Ansprüche…

    Ein Kuriosum hingegen bleibt Leverkusen, die bisher immer noch so weit unten festhängen. Sindelfingen hat den erwartet schweren Stand in der Liga und finanziell auch keine Möglichkeit, dies zu ändern. Eher befürchtet Koutroubis noch den Abgang von Spielerinnen zur Winterpause, und man hat im Moment nicht einmal einen Physio. Er spricht außerdem von vier Neuzugängen bei Gütersloh zur Winterpause und zweien bei Leverkusen.

    Unschön ist die Zuschauerentwicklung, die doch eher wieder nach unten zeigt. Na ja, die letzte „Senioren“-WM ist ja nun auch schon etwas her.

    Sheldon wollte ja, dass wir seine Liste vom Saisonbeginn https://www.womensoccer.de/2012/08/31/frankfurt-blast-zur-titeljagd/#comment-518094 zu späterer Zeit erneut diskutieren. Also ich sehe meine Prognose gegenüber der von Sheldon doch eher bestätigt.

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Selbst eine Beschreibung eines Sachverhaltes ist bereits in der Wortwahl eine Wertung, und sei es nur, dass man selbst es nicht wertet. “

    x + 1 = 3
    x = 2

    X wurde wertfrei beschrieben. 0 = 0 Keine Wertung = Keine Wertung.

    Ein Schimmel ist ein weißes Pferd = Definition/ Beschreibung eines Schimmels. Keine Wertung.

    Wolfsburg steht an der Tabellenspitze. Ein wertfreier Satz.
    Wolfsburg hat die meisten Punkte. Faktum.
    Sheldons Voraussage über einen Kantersieg Juvisys gegen Zürich war falsch. Wertfreie Überprüfung einer Prognose.
    Wolfsburg hat den Titel nicht verdient – Werturteil.

    „Natürlich habe ich eine dogmatische Einstellung, die hat hier aber jeder.“

    Nö.

    „Der Unterschied zwischen mir und euch ist, dass ich dazu stehe.“

    Ah, der multimediale Bekenner-Bonus-Antrag, nach dem Motto, (Es folgt ein Beispiel, welches nicht Sheldon zum Objekt hat) ich bin ein A…, aber ich stehe dazu…(und man meint dann, man könnte fortsetzen..) …also ist das in Ordnung. Mitnichten. Es gibt funktional keinen Unterscheid zwischen einem A… und einem bekennenden A…. x oder 2.

    „Den Vorwurf der Unsportlichkeit kann man mir machen…“

    Die reinste Wahrheit bekommt Flecken, wenn sie böswillig gesagt wird. Beispiel (s.o.A.): Ein Dieb, der einen Betrüger überführt, bleibt natürlich ein Dieb. Deswegen ist es a prori für den Dieb sehr schwierig, polizeiliche Funktionen zu übernehmen.
    Was nun heißt das für dich ?

    „Wer mich hier wissenschaftlich analysieren will…“

    Sorry, aber unsere Testpersonen wurden schon vor Jahrzehnten durch Dummies ersetzt. 😉

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  • frosti sagt:

    „Ich möchte Sheldon nicht missen.“

    Originalzitat Frosti

    @ matze @sheldon

    Holt ihr Lichtenberg aus dem Handgelenk oder aus dem Internet?

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  • Matze sagt:

    Mit dem Handgelenk hol ich’s aus dem Internet 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @frosti: Ich habe ihn aus dem Internet, da es nicht meine Art ist, irgendwelche selbsternannten Genies zu zitieren, wenn nicht unbedingt notwendig. Ich drücke es auf meine Art und Weise aus.

    @wrack: Die Aussagen, die du triffst, sind nicht die Aussagen eines Menschen, sondern einer Datenverarbeitungsmaschine. Diese Aussagen kann mir genauso gut ein Computer geben. Und dennoch liegt dort eine Wertung drin. Denn du assozierst Schimmel mit etwas positivem, lässt den negativen Aspekt aber weg, dass als Schimmel auch ein mikrobiologischer Pilz bezeichnet wird.
    Damit triffst du eine Vorentscheidung. Genauso müsstest du jedes Wort, das in dem Satz „Deine Aussage über den Kantersieg Juvisys gegen Zürich war falsch“ steckt, definieren. Du bedienst dich allerdings dort vorgefertigten Definitionen, die du aus Gewohnheit voraussetzt.

    Auch liegt in deiner Argumentation ein inhaltlicher Kurzschluss. Die sagst selbst, dass du keine dogmatische Einstellung hast, triffst dann aber die dogmatische Vorentscheidung, dass ein Person, die etwas ist, und eine Person, die sich dazu bekennt, per se gleich zu behandeln sind bzw. gleichzusetzen sind. Dementsprechend dürfte es vor Gericht deiner Meinung nach keine mildernden Umstände bei einem Geständnis geben.

    Die letzte Frage gebe ich gerne zurück: Nun, was bedeutet es für dich, wenn du in deinem Beispiel ausgerechnet einen Ausdruck nimmst, der abwertend ist, also so eindeutig wertend, dass du ihn sogar selbst zensieren musst? Selbst, wenn du dazu schreibst, dass ich nicht gemeint bin, so zeigt doch allein die Tatsache, dass du dieses schreiben musst, dass jeder es von dir auf mich, ja sogar du selbst es von dir auf mich gerichtet siehst. Das ist eine dogmatische Vorentscheidung, du bewertest eine Person aufgrund der vermeintlichen Annahme, dass die Mittel, die diese Person benutzt, für diesen Zweck nicht eingesetzt werden dürfen.

    Aber ich bin mir sicher, du hast in anderen Punkten auch dogmatische Vorentscheidungen, denn die musst du treffen. Beispielsweise: Wann ist ein Tor ein Tor? Wenn der Ball hinter der Linie ist oder wenn der Schiedsrichter es gibt? Bei allen „Tatsachenentscheidungen“ der Schiedsrichter musst du eine dogmatische Vorentscheidung treffen, um diese zu bewerten.

    Sobald du also nicht mehr wertest, hast du auch kein Recht mehr zur Kritik. Dann allerdings frage ich mich, wieso du mich hier in diesem Forum persönlich, nicht einmal sachlich, sondern persönlich wiederholt angreifst. Weil du mit meiner Meinung nicht einverstanden bist? Das mag sein, doch wie steht es dann mit deiner dogmatischen Vorentscheidung in Bezug auf die Meinungs- und Pressefreiheit. Du sagst, ich schreibe Müll. Markus und Nora haben allerdings die dogmatische Vorentscheidung getroffen, alles zu veröffentlichen, was nicht den Forumsregeln widerspricht. Wenn du also sagst, dass ich hier kein Recht darauf habe, zu schreiben, dann musst du dies an den für diese Seite geltenden Bestimmungen nachweisen. Das kannst du allerdings nicht, es ist deine dogmatische Vorentscheidung, dass es falsch ist, es ist „besser gesagt“ dein Gefühl, was dich hier vorbestimmt. Mir gefällt das nicht, also kann es nicht richtig sein.

    Nun, ich frage dich also: Sagst dein letzter Beitrag nicht mehr über dich als über mich aus? Solltest du wirklich darauf bestehen, dass das, was du schreibst, wertfrei und undogmatisch ist, dann bitte ich dich einmal in die Geschichte der Zahlen zu schauen. Du benutzt arabische, hast damit also die Vorentscheidung getroffen, dass das arabische Zahlensystem besser als das römische Zahlensystem. Die Meinung kann man teilen, man kann sie aber auch ablehnen (aus ästhetischen oder aus traditionellen Gründen, wie auch immer).
    Du schreibst hier auf deutsch, noworever schreibt auf Englisch. Damit vollzieht ihr beide Werturteile. Du gehst davon aus, da das hier ja eine deutsche Seite ist, das es sinnvoll wäre, deutsch zu schreiben. Was aber nun, wenn diese Seite zumeist von Japanern oder Engländern angeklickt würde? Dann wäre deine Entscheidung falsch.
    laasee und noworever schreiben auf Englisch. Noch eine Wertentscheidung. Sie meinen, dass man sie besser verstehen würde, wenn sie auf Englisch schreiben. Doch woher wollen sie wissen, dass die User dieser Seite eher gutes Englisch als schlechtes Deutsch verstehen? Eine bloße Annahme.
    Also, was sagt er über dich aus, dieser letzte Beitrag? Wieviele Definitionen, Überlegungen etc. setzt du einfach voraus, weil sie „logisch“ erscheinen? Wo verlässt du dich auf dein Gefühl? Wo verfällst du in die persönliche Schiene, gerade bei Menschen, die du persönlich gar nicht kennst? Woher willst du wissen, ob deine Motive und Beweggründe, hier zu schreiben, die Richtigen sind?

    Ich für meinen Teil finde es erfrischend, meine Testpersonen noch nicht durch Dummies ersetzt zu haben, denn so blieben mir sehr viele Erkenntnisse verwehrt.
    Letztlich muss ich deinen Satz mit dem A… negieren. Denn ich bin der Ansicht, dass du, wenn du weißt, dass dein Gegenüber ein A… ist und sich als solches sieht, anders mit ihm argumentieren wirst, als wenn du es bloß von deiner Seite annimmst. Denn wenn du es bloß annimmst, woher willst du dann wissen, dass der andere weiß, dass du dies annimmst?

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  • Markus Juchem sagt:

    Noch mal kurz zur Erinnerung: Titel des Beitrags war „Erste Saisonniederlage für den VfL Wolfsburg“. Alle anderen Diskussionen bitten wir an anderer Stelle auszutragen.

    Wir wünschen allen ein schönes Wochenende und schließen diesen Thread.

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