Wolfsburg gewinnt, Potsdam übernimmt die Spitze

Von am 11. November 2012 – 18.24 Uhr 63 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat das Topspiel des neunten Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga gegen den 1. FFC Frankfurt mit 4:2 gewonnen. Durch den Erfolg verbessert sich der VfL auf den zweiten Tabellenrang. Neuer Spitzenreiter ist der 1. FFC Turbine Potsdam.

Die Potsdamerinnen kamen bei Bayer 04 Leverkusen zu einem 4:2 (2:2)-Erfolg, obwohl sie bereits früh in Rückstand geraten waren.

Ogimi sichert Potsdam den Sieg
Ausgerechnet Ex-Turbine Isabel Kerschowski schoss die Leverkusenerinnen in der 14. Minute in Führung. Antonia Göransson (26.) gelang der Ausgleich, ehe Stefanie Mirlach (28.) kurz darauf das 2:1 für Potsdam erzielte. Zwar kam die Werkself durch Isabelle Linden (36.) vor 257 Zuschauern noch vor der Halbzeit zum Ausgleich, doch nach dem Seitenwechsel besiegelten zwei Tore von Yuki Ogimi (76.,90./FE) den 4:2-Auswärtssieg des Deutschen Meisters. Damit übernimmt Potsdam die Tabellenführung vor dem VfL Wolfsburg. Der hat zwei Punkte Rückstand, aber gegenüber Potsdam noch ein Spiel in der Hinterhand.

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Überragende erste Halbzeit in Wolfsburg
Spätestens durch den 4:2 (3:2)-Sieg gegen den 1. FFC Frankfurt haben die Wolfsburgerinnen ihre Meisterschaftsambitionen untermauert. In den ersten 45 Minuten wurde die Partie einem Spitzenspiel mehr als gerecht. „Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt“, freute sich VfL-Trainer Ralf Kellermann über die Leistung seiner Mannschaft. Aber auch der FFC präsentierte sich in der ersten Hälfte stark, und so wurde das offensive Spiel beider Teams mit insgesamt fünf Toren belohnt. Zunächst ging der FFC durch ein Eigentor von Luisa Wensing (3.) früh in Führung, doch Martina Müller traf nur sieben Minuten später zum Ausgleich.

Jubel des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg bejubelt Nadine Keßlers Treffer beim Sieg gegen Frankfurt © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Starke Leistung von Jakabfi
Das 2:1 für die Gastgeberinnen gelang Zsanett Jakabfi (29.), die eine starke Partie zeigte und Frankfurts Alexandra Krieger immer wieder vor Probleme stellte. „Wir haben uns richtig gut vorbereitet und haben unseren Rhythmus gefunden“, zeigte sich auch die Ungarin mit der Vorstellung ihrer Mannschaft zufrieden. „Man hat gesehen, dass uns die englischen Wochen überhaupt nichts ausgemacht haben“, so Kellermann. Zwar musste er in der 34. Minute zunächst noch den Ausgleich durch Sandrine Brétigny hinnehmen, aber noch vor dem Seitenwechsel traf Spielführerin Nadine Keßler zum 3:2.

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Nur knapp 1500 Zuschauer
In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie etwas, wobei die Wolfsburgerinnen ihre Führung gut verteidigten. In der 90. Minute war es schließlich Alexandra Popp, die den 4:2-Endstand markierte. Live im Stadion waren allerdings nur 1493 Zuschauer, was angesichts der Spielpaarung und Ausgangslage enttäuschte.

Freiburgerinnen beeindrucken ihren Trainer
Auf den vierten Tabellenrang verbesserte sich der SC Freiburg, der zu einem 2:0 (0:0)-Erfolg beim FC Bayern München kam. Nach torloser erster Halbzeit stellten Carmen Höfflin (71.) und Melanie Leupolz (82.) den Auswärtserfolg sicher, und SC-Trainer Milorad Pilipovic geriet ins Schwärmen. „Ich bin voll beeindruckt von der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben den Gegner kontrolliert, die Mädels waren kämpferisch, hochdiszipliniert und haben alles perfekt umgesetzt. Die Art und Weise, wie sie heute aufgetreten sind, ist einfach beeindruckend.“

Bad Neuenahr und Duisburg spielen remis
Mit 1:1 (0:1) trennten sich der SC 07 Bad Neuenahr und der FCR 2001 Duisburg. Mandy Islacker traf in der 40. Minute nach Vorarbeit von Kozue Ando zur Duisburger Führung. Doch eine Viertelstunde vor Schluss wendete sich das Blatt. Nach einem Handspiel von Marina Himmighofen verwies Schiedsrichterin Inka Müller-Schmäh die Duisburgerin zunächst mit einer gelbroten Karte des Feldes und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Von dort traf Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi (76.) souverän zum Ausgleich. „Wir haben vieles richtig gemacht, sehr gute Kombinationen gezeigt und es lediglich versäumt, den zweiten Treffer nachzulegen. Schade, dass der Ausgleich dann durch so ein ärgerliches Tor gefallen ist“, so FCR-Interimstrainerin Petra Hauser.

Niederlagen für die Aufsteiger
Niederlagen mussten die beiden Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 und VfL Sindelfingen einstecken. Der FSV unterlag bei der SGS Essen mit 1:2 (1:1). Ina Mester (43.) gelang die Führung für die Gastgeberinnen, doch nur eine Minute später verwandelte Anne van Bonn einen Foulelfmeter zum 1:1. Carole da Silva Costa traf vier Minuten vor dem Abpfiff zum 2:1-Endstand. Der VfL Sindelfingen musste sich mit 0:1 (0:1) beim FF USV Jena geschlagen geben. Der Siegtreffer für die Thüringerinnen fiel durch Ria Percival bereits in der 13. Minute. Bitter für Jena: Julia Arnold musste in der 16. Minute ausgewechselt werden. Die Mittelfeldspielerin zog sich einen Mittelfußbruch zu.

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63 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Potsdam hat heute nachmittag – mit Anonma im Sturm und Winters zunächst auf der Bank – nur 0:0 gegen Freiburg gespielt.
    Wolfsburg kann heute die Tabellenführung übernehmen, muß aber heute abend auf die verletzte Torhüterin Alisa Vetterlein verzichten, für sie spielt Merle Frohms. Alles andere als ein klarer Sieg Wolfsburgs wäre eine Riesenüberraschung, denn Essen hat am Sonntag in der 2. Halbzeit gezeigt, wie man Gütersloh knacken kann. Wolfsburg wird sich in ähnlicher Weise zahlreiche Torchancen erarbeiten können, muß sie – anders als Essen – nur konsequent nutzen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @enthusio
    > …muß aber heute abend auf die verletzte Torhüterin Alisa Vetterlein verzichten,
    > für sie spielt Merle Frohms.
    Leider doch nicht, enthusio, es hält nämlich Jana Burmester. 😉
    Übrigens, wie sehr Anonma schmerzlich vermisst wurde, sieht man am heutigen Resultat! Ohne sie wurde zumindest in der BL gewonnen…
    Im TP-Liveticker gibt es wegen den übergroßen Häufung dieses Vorkommnisses einen Textbaustein folgenden Inhalts:
    > Bei den Potsdamerinnen fehlt bislang die Genauigkeit im letzten Zuspiel, dadurch landen unnötig
    > viele Bälle beim Gegner… dennoch bestimmt Potsdam fast durchgängig das Spielgeschehen…
    > Turbine bemüht, aber belohnt sich nicht für den Aufwand.
    😀

    In WOB standesgemässes 4:0 zur HZ!

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Gegen Freiburg hat Wolfsburg genauso wenig getroffen, da musste schon ein Elfmeter her. Insofern sollte man sich jetzt nicht ins Hemd machen, hinten steht die 0, das ist doch was. Dazu fehlte nunmal Hanebeck, was bereits schon gegen Leverkusen scheinbar ins Gewicht fiel.

    Gewinnt man gegen Wolfsburg, ist immer noch alles drin, und so wie ich Bernd Schröder kenne, wird genau in diesem Spiel seine Mannschaft ihre ganze Qualität abrufen, sodass man sich so die Tabellenspitze wieder zurückerobern können wird.
    Außerdem muss Wolfsburg noch gegen Bad Neuenahr und gegen Bayern spielen, zwei Gegner, die nicht einfach werden. Gegen Bad Neuenahr könnte es ein 0:0 geben, gegen Bayern sogar ne Niederlage. Insofern sollte man hier noch nicht zu früh die Lorbeeren verteilen oder abgeben!

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