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2012

Potsdam ausgeschieden, Wolfsburg weiter

Der 1. FFC Turbine Potsdam ist erstmals im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Nach der 1:2-Hinspielniederlage gegen Arsenal LFC verloren die Potsdamerinnen ihr Heimspiel mit 3:4 (0:2). Der VfL Wolfsburg qualifizierte sich hingegen in seiner Debütsaison für das Viertelfinale.

Nach dem 4:1-Hinspielsieg gegen Røa IL reichte gegen die Norwegerinnen im Rückspiel ein Remis zum Weiterkommen. Einziger Wermutstropfen: die Verletzung von Alexandra Popp. Beim 1:1 (1:1) im Nedre-Eiker-Stadion von Mjondalen gingen die Norwegerinnen wie schon im Hinspiel gegen den Spielverlauf mit 1:0 in Führung, Marthe Johansen traf für die über weite Strecken harmlosen Gastgeberinnen mit einem platzierten Drehschuss von der Strafraumgrenze (31.), nachdem Wolfsburg bis dahin die größeren Spielanteile hatte.

Pohlers alleinige Rekordhalterin Doch die Antwort der Wölfinnen ließ nicht lange auf sich warten. Den ersten Schussversuch von Conny Pohlers konnte Røa-Torhüterin Caroline Knutsen noch per Fußabwehr klären, doch Martina Müller setzte entschlossen nach und Pohlers verwertete aus kurzer Distanz zum Ausgleich (33.) – mit ihrem 40. Treffer in einem europäischen Vereinswettbewerb setzte die Stürmerin einen neue Bestmarke vor Anja Mittag und Hanna Ljungberg (jeweils 39), Mittag kann allerdings am Abend für LdB Malmö beim Spiel in Verona nachziehen.

Goeßling verschießt Elfmeter Kapitänin Nadine Keßler hatte kurz der Pause die Chance zur Führung, doch ihr Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt (43.). In der zweiten Halbzeit beschränkten sich die Wolfsburgerinnen darauf, das Spiel zu kontrollieren, Pohlers scheiterte knapp mit einem Schuss (77.) und die eingewechselte Lena Goeßling verschoss einen an Müller verursachten Foulelfmeter über das Tor (83.). Kurz vor Schluss hatte Goeßling erneut den Siegtreffer auf dem Fuß (89.).

Armverletzung von Popp Der VfL Wolfsburg durfte sich über den Einzug ins Viertelfinale freuen, musste das Weiterkommen aber vermutlich teuer bezahlen, denn Alexandra Popp musste mit einer Armverletzung rund eine Viertelstunde vor Schluss unter großen Schmerzen vom Platz, eine Norwegerin war ihr bei einem Zweikampf unabsichtlich auf den Arm getreten (72.)

Kelly Smith trifft doppelt In Potsdam waren die Londonerinnen waren nicht nur darauf bedacht, den knappen Hinspielsieg zu verteidigen, sondern zeigten einen beherzten Beginn. Durch einen Doppelschlag von Kelly Smith (27./34.) gingen die „Gunners“ mit einer klaren Führung in die Halbzeit. Aber die zweiten 45 Minuten versprachen einen wahren Torreigen, bei dem Potsdam zunächst wieder ins Spiel zu kommen schien.

Drei Tore in vier Minuten Schon kurz nach dem Wiederanstoß gelang Antonia Göransson (48.) der Anschlusstreffer, nur sieben Minuten später glichen die Gastgeberinnen durch Keelin Winters aus. Arsenal fand die richtige Antwort, durch Smith gelang die abermalige Führung (57.), die allerdings schon in der 59. Minute durch Göransson wieder egalisiert wurde. Potsdam musste aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore mit zwei Treffern Unterschied gewinnen – doch stattdessen war es Ellen White, die in der 81. Minute zum 4:3 für die „Gunners“ traf.

Schröder: “Wir haben kein internationales Format” Turbine-Trainer Bernd Schröder erklärte: “Der Gegner war heute einfach cleverer und hat in den entscheidenden Phasen die Tore gemacht. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, in der zweiten Halbzeit waren wir dran und hatten Möglichkeiten auf das 4:3 und 5:3, doch dann gab es wieder Unachtsamkeiten. Der Gegner hat verdient gewonnen und wir haben heute gezeigt, dass wir kein internationales Format haben. Spielerinnen wie Anonma kann man nicht ersetzen.”

Lyon im Viertelfinale Nach dem 9:0-Hinspielerfolg gegen Zorkiy hatte am Viertelfinaleinzug von Olympique Lyonnais ohnehin keiner gezweifelt, im zweiten Aufeinandertreffen auf eigenem Platz legte der Champions-League-Sieger ein 2:0 nach. Beide Treffer fielen bereits in der ersten Halbzeit. Zunächst traf Laetizia Tonazzi (2.), in der 41. Minute Sonia Bompastor.

Schwedische Teams durch Auch die beiden schwedischen Vertreter LdB FC Malmö und Kopparbergs/Göteborg haben sich die Viertelfinaltickets gesichert. Malmö gewann durch die Treffer von Sara Björk Gunnarsdóttir (13.) und Emma Wilhelmsson (57.) mit 2:0 gegen Verona. Göteborg setzte sich in einem umkämpften Spiel gegen Fortuna Hjørring mit 3:2 durch.