Potsdam ausgeschieden, Wolfsburg weiter

Von am 7. November 2012 – 20.46 Uhr 60 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam ist erstmals im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Nach der 1:2-Hinspielniederlage gegen Arsenal LFC verloren die Potsdamerinnen ihr Heimspiel mit 3:4 (0:2). Der VfL Wolfsburg qualifizierte sich hingegen in seiner Debütsaison für das Viertelfinale.

Nach dem 4:1-Hinspielsieg gegen Røa IL reichte gegen die Norwegerinnen im Rückspiel ein Remis zum Weiterkommen. Einziger Wermutstropfen: die Verletzung von Alexandra Popp. Beim 1:1 (1:1) im Nedre-Eiker-Stadion von Mjondalen gingen die Norwegerinnen wie schon im Hinspiel gegen den Spielverlauf mit 1:0 in Führung, Marthe Johansen traf für die über weite Strecken harmlosen Gastgeberinnen mit einem platzierten Drehschuss von der Strafraumgrenze (31.), nachdem Wolfsburg bis dahin die größeren Spielanteile hatte.

Pohlers alleinige Rekordhalterin
Doch die Antwort der Wölfinnen ließ nicht lange auf sich warten. Den ersten Schussversuch von Conny Pohlers konnte Røa-Torhüterin Caroline Knutsen noch per Fußabwehr klären, doch Martina Müller setzte entschlossen nach und Pohlers verwertete aus kurzer Distanz zum Ausgleich (33.) – mit ihrem 40. Treffer in einem europäischen Vereinswettbewerb setzte die Stürmerin einen neue Bestmarke vor Anja Mittag und Hanna Ljungberg (jeweils 39), Mittag kann allerdings am Abend für LdB Malmö beim Spiel in Verona nachziehen.

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Conny Pohlers

Neue europäische Rekordhalterin: Conny Pohlers © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Goeßling verschießt Elfmeter
Kapitänin Nadine Keßler hatte kurz der Pause die Chance zur Führung, doch ihr Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt (43.). In der zweiten Halbzeit beschränkten sich die Wolfsburgerinnen darauf, das Spiel zu kontrollieren, Pohlers scheiterte knapp mit einem Schuss (77.) und die eingewechselte Lena Goeßling verschoss einen an Müller verursachten Foulelfmeter über das Tor (83.). Kurz vor Schluss hatte Goeßling erneut den Siegtreffer auf dem Fuß (89.).

Armverletzung von Popp
Der VfL Wolfsburg durfte sich über den Einzug ins Viertelfinale freuen, musste das Weiterkommen aber vermutlich teuer bezahlen, denn Alexandra Popp musste mit einer Armverletzung rund eine Viertelstunde vor Schluss unter großen Schmerzen vom Platz, eine Norwegerin war ihr bei einem Zweikampf unabsichtlich auf den Arm getreten (72.)

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Kelly Smith trifft doppelt
In Potsdam waren die Londonerinnen waren nicht nur darauf bedacht, den knappen Hinspielsieg zu verteidigen, sondern zeigten einen beherzten Beginn. Durch einen Doppelschlag von Kelly Smith (27./34.) gingen die „Gunners“ mit einer klaren Führung in die Halbzeit. Aber die zweiten 45 Minuten versprachen einen wahren Torreigen, bei dem Potsdam zunächst wieder ins Spiel zu kommen schien.

Drei Tore in vier Minuten
Schon kurz nach dem Wiederanstoß gelang Antonia Göransson (48.) der Anschlusstreffer, nur sieben Minuten später glichen die Gastgeberinnen durch Keelin Winters aus. Arsenal fand die richtige Antwort, durch Smith gelang die abermalige Führung (57.), die allerdings schon in der 59. Minute durch Göransson wieder egalisiert wurde. Potsdam musste aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore mit zwei Treffern Unterschied gewinnen – doch stattdessen war es Ellen White, die in der 81. Minute zum 4:3 für die „Gunners“ traf.

Bernd Schröder

Turbine-Trainer Bernd Schröder kritisierte seine Elf nach dem Ausscheiden © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Schröder: „Wir haben kein internationales Format“
Turbine-Trainer Bernd Schröder erklärte: „Der Gegner war heute einfach cleverer und hat in den  entscheidenden Phasen die Tore gemacht. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, in der zweiten Halbzeit waren wir dran und hatten Möglichkeiten auf das 4:3 und 5:3, doch dann gab es wieder Unachtsamkeiten. Der Gegner hat verdient gewonnen und wir haben heute gezeigt, dass wir kein internationales Format haben. Spielerinnen wie Anonma kann man nicht ersetzen.“

Lyon im Viertelfinale
Nach dem 9:0-Hinspielerfolg gegen Zorkiy hatte am Viertelfinaleinzug von Olympique Lyonnais ohnehin keiner gezweifelt, im zweiten Aufeinandertreffen auf eigenem Platz legte der Champions-League-Sieger ein 2:0 nach. Beide Treffer fielen bereits in der ersten Halbzeit. Zunächst traf Laetizia Tonazzi (2.), in der 41. Minute Sonia Bompastor.

Schwedische Teams durch
Auch die beiden schwedischen Vertreter LdB FC Malmö und Kopparbergs/Göteborg haben sich die Viertelfinaltickets gesichert. Malmö gewann durch die Treffer von Sara Björk Gunnarsdóttir (13.) und Emma Wilhelmsson (57.) mit 2:0 gegen Verona. Göteborg setzte sich in einem umkämpften Spiel gegen Fortuna Hjørring mit 3:2 durch.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

60 Kommentare »

  • laasee sagt:

    At the start of the game at Karli, the players of the two teams had these statistics :

    Total games played in CL – Potsdam = 112 games ; Arsenal = 367 games.
    Total goals scored in CL – Potsdam = 25 ; Arsenal = 74.
    It is not surprising that Arsenal won the game!

    The two top goal scorers in this seasons CL are Patrizia Panico (8) and Conny Pohlers (6).
    Panico is 37 years old and Pohlers is 33 years old.

    The statistics show that experience is a big factor!

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  • karl sagt:

    @Andreas : Da kann ich dir nur in allen Punkten voll zustimmen. Besonders im Fall Hanebeck, die ja nicht nur von Sheldon so vehement fuer die N11 gefordert wurde. Die hab ich deswegen in den letzten Spielen sehr genau beachtet, aber fuer die N11 empfielt die sich meiner Meinung nach eher nicht. Aber vielleicht wollen die die das fordern ja nur sicher stellen dass die N11 wirklich in die Krise kommt von der sie seit einiger Zeit mit scheinbar wachsender Begeisterung reden 🙂 …

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  • enthusio sagt:

    @Iaasee:
    Und was sagt uns die Tatsache, dass die 18jährige Andonova bis zu ihrer Verletzung 5 Tore erzielt hat ? Jugend ist ein wichtiger Faktor ! 🙂

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  • laasee sagt:

    @enthusio

    „Jugend ist ein wichtiger Faktor !“

    Conny and Patrizia have not always been old……….once upon a time they were younger.

    All is good.

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  • waiiy sagt:

    Jetzt aber mal etwas zum Spiel. Bei der Betrachtung der 1. Halbzeit kann ich jochen-or und Detlef nur ergänzen. Auch ich sehe die Leistung von Alyssa Naeher als Weltklasse an. Dass sie nicht alle Bälle halten konnte, war klar. Außerdem waren die Abschlüsse der Arsenal Ladies sehr genau. Es hätte durchaus viel höher zur Halbzeit stehen können.

    Dass die Spiele in der Abwehr verloren wurden, kann ich so nicht sagen. Vielmehr haben wir von der Tribüne aus ausgemacht, dass nahezu jeder Ball im Mittelfeld verloren wurde, dass jeder eigene Angriff dort abgefangen wurde und jeder gegnerische Angriff dort ohne Gegenwehr durchgegangen ist. Die Abwehr stand zwar auch nicht gut, wurde aber zu oft auf dem falschen Fuß erwischt, weil sie grad in der Vorwärtsbewegung war bzw. weil sie Löcher des Mittelfeldes stopfte und dadurch selbst schlecht stand.

    Hinzu kamen individuelle Fehler, die zu den Toren führten. Aber da zeigt sich auch, dass beispielsweise eine Keelin Winters (verusachte 2 Treffer direkt durch Ballverluste) noch nicht die Erfahrung auf dem Niveau hat. Sie ist zwar viel rumgekommen, aber solche kompakten Gegner, die sofort auf jeden Ball gehen, hatte sie wohl nicht so oft.

    Einen weiteren Fehler hat Bernd Schröder selbst nach dem Spiel offen zugegeben. Er hatte die Wirkung von Tabea Kemme auf dem Platz völlig anders erwartet. Er war der Meinung, dass sie durch ihre Anwesenheit Rückhalt gibt, dass sie die Anderen mental stützen kann. Aber körperlich war sie auf unterstem Niveau und konnte so keinem Beitrag leisten. Ihr Einsatz war leider für die Mannschaft und auch für sie selbst falsch.

    Insgesamt war wie paralysiert, wie das Kaninchen vor der Schlange. Keine wollte Fehler machen und so machte man Fehler am laufenden Band. Hinzu kam, dass Arsenal den Turbinen auch körperlich den Schneid abkauften. Das wurde unterstützt durch die Schiedsrichterin, die grundsätzlich kein hohes Bein gepfiffen hat. So viele Karateschläge habe ich zuletzt bei der Teakwondo-Übertragung von den Olympischen Spielen in London gesehen. Aber wenn das von der Schiedsrichterin „legalisiert“ wird, dann nutzt man das natürlich auch aus. Gut, dass es zu keiner ernsthaften Verletzung dadurch gekommen ist (außer einer mehrminütig auf dem Boden liegenden Tabea Kemme, die keine Luft bekam).

    Zur Halbzeit hätte es locker 0:4 stehen können. Aber da können sich alle bei Alyssa Naeher bedanken, dass es „nur“ 0:2 war.

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  • laasee sagt:

    @waiiy

    I am sorry for Turbine but the truth is that this game was lost a long time ago – the exodus of so many top players is the reason.
    Arsenal are a very good side and they have players that have played many games in CL.
    Their experience was a big factor.

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  • Detlef sagt:

    Auch wenn Arsenal in beiden Spielen die bessere Mannschaft war, hätte TURBINE weiterkommen können!!!
    So weit war man dann auch nicht weg vom Erreichen des Viertelfinales!!!

    Mich würde nur interessieren, warum die TURBINEN in Hälfte Eins so viel „Schiss“ (O-Ton PATTI und ALYSSA) hatten???
    Man hatte alle Möglichkeiten, und die Generalprobe gegen Angstgegner Essen hätte eigentlich Selbstvertrauen geben müssen!!!

    Hatte es das Potsdamer Trainerduo etwa versäumt, die Mannschaft auch mental optimal vorzubereiten???
    Und wie gelang es ihnen dann in den wenigen Minuten der Halbzeit doch noch, aus einem „ängstlichen Kaninchen“ einen „brüllenden Löwen“ zu machen???
    Die beiden Halbzeiten hätten wirklich unterschiedlicher nicht sein können!!!

    Und ja, auch die Schiedsrichterinnen haben ihren Teil zum Ausscheiden beigetragen!!!
    Das 2:3 von Kelly Smith fiel mitten in die Aufholjagd der TURBINEN, und es war klar Abseits!!!
    Und auch nach TONIS erneutem Ausgleich war Potsdam das stärkere Team, und hätte 2 Strafstöße bekommen müssen!!!
    Ob sie die verwandelt hätten ist natürlich nicht sicher, aber immerhin denkbar!!!
    Die Abseitsentscheidung gegen TONI war zumindest sehr knapp, viel knapper als das klare Abseis von Smith!!!

    Aber am Ende müssen sich die TURBINEN die Schuld am Ausscheiden dann doch selber geben!!!
    20 Minuten in Borehamwood, und 50 Minuten in Potsdam hatte man einfach „verschlafen“!!!
    LISA drückte es gestern Abend im Radiotalk so aus, daß es nicht die mögliche Leistung von Potsdam war, die sie gegen Arsenal zeigten!!!
    Auch TONI versicherte im Interview, daß TURBINE eigentlich nicht schlechter als die Londonerinnen sei!!!

    Den Beweis dafür präsentierten sie zumindest in Hälfte Zwei recht anschaulich!!!
    Aber Arsenal machte in Hälfte Eins die zwei Tore, die uns am Ende gefehlt haben!!!
    Wenn man schon von Beginn an so couragiert zu Werke gegangen wäre wie in Hälfte Zwei, wäre man jetzt sicher eine Runde weiter!!!

    Ein „Gutes“ haben die zwei Niederlagen vielleicht doch???
    Arsenal hat uns schonungslos aufgezeigt, woran wir noch arbeiten müssen!!!
    Bis auf die unglückliche Niederlage gegen Frankfurt, hatte TURBINE bisher nur Siege eingefahren!!!

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  • DAWIDenko sagt:

    @ waiiy: sehr guter Beitrag. sehe vieles genauso.

    Alyssa Naeher verhinderte in der ersten Halbzeit einige Chancen.
    Es war für sie als Torfrau auch ein absolut schwieriges Spiel:
    Schnelle Gegenstöße gegen eine verunsicherte Abwehr.

    Vielleicht kommt sie beim dritten Tor, wie jochen-or schrieb etwas zu zögerlich raus, aber dass gehört auch nicht so zu ihren Stärken.
    Ihre Stärken sind bei ihr ganz klar auf der Linie.

    Außerdem hat sich ihre Strafraumbeherrschung schon sehr verbessert, wenn man noch an die Anfänge denkt und auch ihre Abstöße waren diesmal viel sicherer als noch beim letzten Spiel.
    Sie ist da jetzt auch viel variabler: Mal Abstoß, mal Abwurf auf die Außen um das Spiel schnell zu machen.

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  • Sheldon sagt:

    Nun mal Klartext:

    1. Deutschland wäre sehr viel geholfen, wenn es den FFC Frankfurt nicht gäbe. Die Talente würden nicht versauern, die Topklubs nicht leer gekauft und in der N11 würden die Stammplätze nicht nach Vereinszugehörigkeit verteilt werden.

    2. Ich für meinen Teil war von dem Auftritt gegen Arsenal zutiefst schockiert. Doch es ist immer noch so, dass Turbine in Deutschland die beste Mannschaft ist. Daraus kann man nur schließen, dass alle anderen Teams in der heutigen Konstellation gegen Arsenal genauso verloren hätten.

    3. Zu Wolfsburg: Malmö, Lyon oder Arsenal – dann sind sie draußen! Also spätestens im Halbfinale! Wolfsburg hat nicht die Erfahrung als Mannschaft, um gegen Gegner europäischer Güteklasse zu bestehen (ähnlich wie Borussia Dortmund im letzten Jahr).

    4. Die Auflistung der Negativfaktoren werte ich stärker als Guido, bzw. ich werte die Positivfaktoren nur sehr schwach.

    Die EM-Quali-Gruppe war ein Klacks und da hat man sich gegen Spanien auch noch blamiert, der Algarve-Cup war das Werk von Schult, Henning und Celia, die diesen Cup defensiv und offensiv gewonnen haben, von denen bei der EM aber zwei Spielerinnen nicht auf dem Platz stehen werden und die USA-Reise war ohne Aussagekraft, da es für die USA nur noch das Abgedudel nach Olympia war.

    Die anderen Faktoren sind für mich nicht bestätigt. Die starke Leistung bei der U20-WM ist kein Maßstab. Eine Spielerin wie Marozsan beispielsweise ist im A-Natio-Bereich viel zu leicht auszuschalten. Ansonsten kann man diese Leistung vor allen Dingen auf die Defensiv-, nicht auf die Offensivleistung zurückführen.

    Frankfurt hatte eigentlich in der letzten Saison nach den 21 Punkten in 7 Spielen nur noch Saisontiefpunkte. Gegen Lyon hätte man auch in Bestform nix gerissen, die Französinnen hätten sich nur ein bisschen mehr anstrengen müssen.

    Wolfsburg ist nicht die dritte Kraft im deutschen Fußball, sondern die zweite, denn Frankfurt hat schon lange keine Spitzenklasse mehr. In den nächsten fünf Spielzeiten werden sie keine Rolle mehr spielen, sondern Wolfsburg und Potsdam (vllt noch Bayern) werden die Meisterschaft unter sich ausmachen.

    Man kann sich natürlich alles schön reden. Der Fakt ist aber: Frauenfußball ist in Deutschland eine Eventsportart, keine Leistungssportart. Das ist nicht der Anspruch, mit dem wir an die Sache rangehen sollten.

    Nur mal so eine Überlegung: In zwei Jahren spielt Celia bei Frankfurt und ist wieder im Mittelmaß angekommen und Pohlers hört auf. Frage: Welche deutsche Stürmerin haben wir dann noch? Vielleicht noch eine Anja Mittag, aber das war es. Wir bilden nur noch die internationale Konkurrenz im Sturm aus: In Potsdam sind es Anonma, Ogimi, Andonova und Evans, in Frankfurt Bretigny, in Wolfsburg Jakabfi, in München Hagen, Feiersinger, Bürki, in Freiburg O’Sullivan.

    Mit Islacker, Pohlers und J. Maier sind nur noch 3 Deutsche unter den Top 10 der Torschützinnen. Von diesen dreien spielt keine in der N11.
    Ähnlich ist die Situation bei den Torhüterinnen. Auch hier kommen die beiden Besten nicht aus Deutschland (Harris und Naeher). Und so zieht es sich immer weiter durch die Mannschaftsteile.

    Ich gebs zu: Ich bin frustriert. Wenn man schon so deutlich sieht, dass kaum ein Verein noch die Motivation hat, deutsche Spielerinnen auszubilden, weil sie sowieso von Wolfsburg oder Frankfurt weggekauft werden oder wie Bad Neuenahr oder Gütersloh nicht die finanziellen Mittel zu einer vernünftigen Ausbildung haben, ja, wo steht dann unsere N11 in 5-10 Jahren? Dann sind nämlich die U17-Spielerinnen im besten Fußballerinnenalter. Und wenn die schon die U17 verlieren, wie soll es dann in der A-Natio werden?

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    For writing the truth about the problems you get lots of red ticks (even more than I get).
    I think that people do not want to admit that there are serious problems.

    There is a fundamental and serious problem with the buli – that has been obvious for some time.
    When Bayern the DFB holders can only get 100 fans for a buli game, that clearly shows that there is something seriously wrong.
    When Turbine the buli Champions become the first German club to lose (twice) to an English team, then there is something seriously wrong.

    People should question why the buli has no TV coverage – in England, France and Sweden there are league games on TV.
    People should question why some big name players are no longer playing football in the buli but now play in other leagues.

    People do not want to face the truth – it is much easier to click the red tick option.

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  • gerd karl sagt:

    diese tv übertragungen, laasee, müssen sich die ligen in schweden, frankreich und england teuer erkaufen.
    warum sind den viele schwedische und französische clubs von der pleite bedroht, weil nicht genügend sponsoren werbung schalten.
    und england, sie machen gerade den zweiten versuch mit einer liga, weil die erste ist pleite gegangen.

    also, da steht die bundesliga sehr gut da, und das man in der cl mal ausscheidet oder ein spiel verliert kann, das sagt nichts aus.
    siehe barcelona gegen celtic

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  • laasee sagt:

    @gerd karl

    HSV?
    100 fans at FCB this week?

    Yeah, everything is wonderful!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @laasee

    Here are my statistics!

    Turbine Potsdam:
    2010 1st WCL-champion / winner
    2011 WCL-finalist / loser vs. Lyon
    2012 WCL-HF / loser vs. Lyon
    2012/13 last of 16 / loser vs. Arsenal
    The trend is clearly falling!

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  • jochen-or sagt:

    Ich finde Sheldons – sicherlich provozierend gemeinte – Kommentare der Substanz nach nicht so schlecht, dass sie immer gleich „rausgedaumt“ werden.
    Er macht aus meiner Sicht jedenfalls eine wichtige treffende Aussage.
    Frankfurt schafft es in den letzten Jahren immer wieder bei unseren besten deutschen Spielerinnen für eine Stagnation oder gar einen Leistungsrückgang zu sorgen – das ist auch für mich ein Fakt. Gesehen hat man es bei Lira und dieses Jahr sieht man es wieder bei Babett.
    Da bin ich wirklich froh, dass Popp und Wensing bei Wolfsburg gelandet sind!

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  • waiiy sagt:

    In der 2. Halbzeit war das Publikum und die Mannschaft eine Einheit. Es war ähnlich wie letzte Saison gegen Lyon. Die Mannschaft wurde bedingungslos unterstützt und nach vorn gepeitscht. Jede Aktion, jeder Ballgewinn wurde bejubelt.

    Ich hatte zur Halbzeit gesagt, dass ich Patti gegen Yango auswechseln würde, weil sie so schwach war und um ein Zeichen zu setzen. Aber Patti hat alle Lügen gestraft, die immer (wie ich auch) behaupten, dass sie nicht die Ärmel hochkrempeln und kämpfen kann. Sie hat in der 2. Halbzeit geackert ohne Ende, hat die Zweikämpfe gesucht und sogar meist gewonnen. Sie war oft eher am Ball als die Gegenspielerin. Das war schon unglaublich zu sehen.

    Aber auch Jenny Cramer hat wohl die Halbzeit ihres Lebens abgeliefert. Ich habe sie körperlich noch nie so stark gesehen. Sie war schnell und ausdauernd, hat immer wieder sehr gute Pässe in die Spitze gespielt.

    Der Schlüssel in solchen Spielen können unsere US-Girls in Verbindung mit Lisa sein. Die 4 geben einfach nie auf, glauben nie an eine Niederlage, kämpfen immer dagegen an.

    Alex und Sara haben ihre Gegenspielerinnen einfach mal total ausgeschaltet und hatten immer wieder die Möglichkeit, sich auch nach vorn einzuschalten.

    Das Duo Toni/Lisa versteht sich auf den Flügeln fast so, als wenn sie schon immer zusammengespielt hätten. Sie verstehen intuitiv, wo die andere steht. Wenn Ayoma/Natasa wieder dabei sind, ist ein 3-2-3-2 überlegenswert, bei dem Yuki/Ayoma vorn in der Mitte spielen und Toni/Patti/Lisa das offensive Mittelfeld bilden. Toni blüht einfach auf, wenn sie vor sich niemanden mehr hat.

    Keelin entwickelt sich zum „Kopfballungeheuer“ nach Ecken. Innerhalb von 3 Tagen 2 Tore auf dieselbe Art und Weise (wie Drogba im CL-Finale), was kaum zu verteidigen ist. Sehr eindrucksvoll ihre Kopfballtechnik und bei den Frauen in der BL fast nur noch von Alex Popp so gezeigt.

    Einzig Yuki fiel in dieser Hälfte ab. Sie konnte einfach kaum Akzente setzen und wirkte körperlich wie mental müde. Vielleicht macht sich jetzt doch die fehlende Vorbereitung und die mentale Anspannung durch die Olympischen Spiele bemerkbar. Aber das sagte Schröder auch klar im Interview und dass er einfach zur Zeit keinen adäquaten Ersatz für sie hat.

    Alles in allem gingen die meisten Zuschauer mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach Hause, weil es einfach ein unvergessliches Erlebnis in der 2. Hälfte war. 2 Minuten vor Schluss fingen die Zuschauer mit Standing Ovations an und das beim Spielstand von 3:4, als die Luft raus und das eigene Team ausgeschieden war. Das sagt in meinen Augen sehr viel über diese 45 Minuten aus. Das war einfach Gänsehaut pur. Ich denke, dass diese junge zusammengewürfelte Truppe sich wieder ganz tief in die Herzen der Fans gespielt hat und damit auch Lücken gefüllt hat, die in den vergangenen Monaten gerissen wurden.

    Als Fazit kann ich mir vorstellen, dass das Spiel eine ähnliche Wirkung wie letzte Saison das Rückspiel gegen Lyon haben kann, nachdem die Mannschaft aus dem Tief kam, konzentriert ihre Leistungen abrufen und so ihren knappen Vorsprung in der Meisterschaft verteidigen konnte. So eine Entwicklung traue ich ihr auch in der jetzigen Situation zu. Und vielleicht ist es auch ganz gut, dass man mit dem Kader nicht mit dem Kopf weiter bei Arsenal, Lyon und Co. ist und nicht mehr diese englischen Wochen hat, auch wenn es unendlich schade ist, dass man in der CL nicht mehr dabei ist.

    Umso mehr halten wir jetzt Wolfsburg die Daumen!

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  • gerd karl sagt:

    das ist fussball, futbolista, da gewinnt auch mal ein anderer, sonst wäre es ja langweilig.
    und das arsenal nach 24 jahren eine deutsche frauen fussball mannschaft schlägt, herzlichen glückwunsch.

    sie haben sich beim hinspiel zwar nicht fair verhalten, dreckige und stinkende kabine, und das hotel musste potsdam selber buchen.
    aber sie haben ihre chance gegen eine neuformierte und durch die abwesesenheit einiger spielerinnen geschwächte potsdamer mannschaft genutzt.

    ich finde es aber auch nicht gut wie schlecht ihr einige über die bundesliga und die deutsche nationalmannschaft herziehen.

    da sind andere ligen in europa schlechter dran, und andere national mannschaften wären froh so zu sein wie die deutsche.

    gemeint sind sheldon, laasee, fotbolista die hat es den anschein ihre vor der pleite, der langeweile und der auflösung gefährdeten schwedischen,französischen und englischen ligen schönschreiben wollen. schade

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  • waiiy sagt:

    Hier der Link zur Zusammenfassung des Spiels, in der man zumindest die Tore sieht:

    https://www.youtube.com/watch?v=IofF7ZQfgVU&feature=relmfu

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  • Detlef sagt:

    @waiiy,
    Eine etwas arg geschönte Sichtweise der 2. Halbzeit, die ich so rosarot nicht unterschreiben würde!!!

    Ein Lächeln habe ich bei keinem Einzigen der TURBINE-Fans gesehen, dafür war die Enttäuschung über die verschenkte 1. Halbzeit wohl auch zu groß!!!

    Aber die meisten mußten neidlos zugeben, daß Arsenal der verdiente Sieger war, weil sie eben ihre Chance genutzt haben!!!
    Viele waren aber trotzdem sehr beeindruckt, wie sich unser Team noch einmal aufgerappelt hat, und sich dann doch so teuer wie möglich verkauft hat!!!

    Es war eben beruhigend zu sehen, daß diese neuformierte-, und so noch weitgehend unerfahrene Mannschaft, die momentan auch noch stark ersatzgeschwächt ist, schon jetzt mit so einem Top-Team wie Arsenal mithalten kann, wenn auch leider nur eine Halbzeit lang!!!

    Deinem Fazit, und die daraus folgernde Hoffnung kann ich nur unterstützen!!!

    @gerd karl,
    Ich sehe die Negativentwicklungen im deutschen FF auch, wenngleich nicht ganz so krass wie Sheldon und laasee!!!

    Sicher sind die meisten Nationen schlechter dran als Deutschland, aber Belgien, Bulgarien, Ungarn, Portugal usw, haben auch eine andere Tradition, und einen anderen Startpunkt im FF als Deutschland!!!

    Und da muß man schon feststellen, daß einige Nationen gewaltig aufgeholt haben (England, Holland, Frankreich, Spanien), und die Traditionsmannschaften zT stark nachgelassen haben (Dänemark, Norwegen) oder halt seit Jahren stagnieren (Deutschland, Schweden)!!!

    Und da macht man es sich eben zu einfach, wenn man immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt, daß die anderen Nationen stärker geworden sind!!!
    Es bleibt halt die Frage, was man zB in Deutschland dafür (oder eben auch dagegen) getan hat, daß man seine Vormachtstellung im europäischen FF behält???
    Im Interkontinentalen Vergleich ist die Konkurrenz sogar noch stärker geworden als in Europa!!!

    Das ist für den FF als Ganzes natürlich sehr positiv, zeugt aber auch in den Traditionsnationen von einer gewissen Untätigkeit, vielleicht sogar Überheblichkeit!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @gerd karl

    Wie man sich mit Aussagen nicht besser selbst ins Abseits stellen kann, beweist Du:

    > … ihre vor der pleite, der langeweile und der auflösung gefährdeten schwedischen,
    > französischen und englischen ligen schönschreiben wollen.

    Ganz tolle Infos, die wir hier aus 1. Hand vertickt bekommen! 😀 😀 😀

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  • laasee sagt:

    2005 Turbine are UEFA Champions – then the team loses key players to other clubs.
    2009 Duisburg are UEFA Champions – then the team loses key players to other clubs..
    2010 Turbine are UEFA Champions – then the team loses key players to other clubs.

    Frankfurt never had this problem……..hmmmmm.

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