Frankfurt empfängt Freiburg, Ostderby in Jena
Nach der Länderspielpause wird die Bundesliga am Sonntag mit dem siebten Spieltag fortgesetzt. Dabei fährt der 1. FFC Turbine Potsdam nach Jena (14 Uhr, live auf DFB-TV), und der 1. FFC Frankfurt empfängt den SC Freiburg, der den Hessinnen in der Vergangenheit immer mal wieder ein Bein stellen konnte.
So auch am achten Spieltag der vergangenen Saison, als der SC sein Heimspiel gegen Frankfurt dank eines Last-Minute-Treffers von Kerstin Boschert knapp mit 1:0 gewann.
Einsatz von Kulig ungewiss “Wir haben uns trotz der Abwesenheit unserer vielen Nationalspielerinnen in einer überschaubaren Trainingsgruppe konzentriert auf die Aufgabe gegen die Breisgauerinnen vorbereitet”, so FFC-Trainer Philipp Dahm, der insgesamt zwei Trainingstage mit dem gesamten Kader hat. Ob Kim Kulig (Sprunggelenksverletzung) und Sandrine Brétigny (Sehnenreizung) einsatzfähig sind, ist noch ungewiss. Dennoch ist ein Sieg gegen den SC das erklärte Ziel der Frankfurterinnen, um die Tabellenführung zu verteidigen. “Wir wollen drei weitere Punkte erarbeiten und dafür möglichst viele der sich bietenden Chancen auch wirklich in Tore verwandeln”, so Dahm, denn die mangelnde Chancenverwertung war eines der Hauptprobleme in den vergangenen Partien.
Die Freiburgerinnen könnten ihrerseits mit einem Sieg am Main den Sprung ins obere Tabellendrittel schaffen. Nach der überraschenden Niederlage gegen den VfL Sindelfingen haben sie mit dem 2:1-Sieg vor zwei Wochen gegen den FCR 2001 Duisburg dafür die Voraussetzungen geschaffen.
Duisburg ohne Trainer zum VfL Die Duisburgerinnen reisen am siebten Spieltag zum VfL Wolfsburg. Dabei muss der FCR neben dem erkrankten Trainer Marcel Ketelaer auch auf Jackie Groenen verzichten. „Jackie fällt wegen Problemen im linken Knie längere Zeit aus. Ob es nur eine Reizung im Gelenk ist oder gar eine Meniskusverletzung, steht noch nicht fest,“ so FCR-Assistenztrainer Andreas Kontra, der die “Löwinnen” in Wolfsburg betreuen wird. Ob Marina Himmighofen einsatzbereit ist, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Der Respekt vor dem VfL ist nicht nur wegen der angespannten Personalsituation groß. Man habe im Trainerteam bereits thematisiert, „dass Wolfsburg in jedem Spiel von Beginn an Dampf macht, außerdem normalerweise mit drei Sturmspitzen spielt, darauf sind wir vorbereitet.“ Darüber hinaus ist der VfL das einzige Erstligateam, das bislang kein Gegentor einstecken musste.
Bad Neuenahr muss auf Okoyino da Mbabi verzichten Demgegenüber ist der VfL Sindelfingen bei 28 Gegentoren das bislang defensivschwächste Team. Das Tabellenschlusslicht gastiert am Sonntag beim SC 07 Bad Neuenahr. Die Kurstädterinnen haben bislang erst eine Partie verloren und rangieren auf dem fünften Platz. Dennoch warnt Trainer Colin Bell vor dem Aufsteiger: : „Wer den SC Freiburg bezwingen kann, ist gegen andere Teams dieser Klasse kein Außenseiter.“ Es dürfe nicht der Fehler gemacht werden, Sindelfingen als Außenseiter zu betrachten. Hinzu kommt, dass der SC auf Anja Selensky (Bänderriss) und Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi (Muskelfaserriss) verzichten muss.
FC Bayern empfängt Gütersloh Der zweite Aufsteiger, der FSV Gütersloh, reist zum FC Bayern München. Auch dort sind die Gastgeberinnen in der Favoritenrolle, gleiches gilt für die SGS Essen im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen . Die Leverkusenerinnen sind das bislang einzige sieglose Team der Bundesliga und liegen auf dem vorletzten Tabellenrang.
DFB-TV in Jena Das DFB-TV-Livespiel am Wochenende ist die Partie zwischen dem FF USV Jena und dem 1. FFC Turbine Potsdam. Die Jenaerinnen konnten durch den Auswärtssieg gegen Bayer 04 Leverkusen am vergangenen Spieltag den letzten Tabellenrang verlassen. In entsprechend anderen Regionen spielen die Potsdamerinnen, die im Falle eines Sieges die Tabellenführung übernehmen könnten – sollte der 1. FFC Frankfurt gegen Freiburg nicht gewinnen.