DFB-Elf spielt remis gegen die USA

Von am 21. Oktober 2012 – 3.59 Uhr 66 Kommentare

Im ersten von zwei Test-Länderspielen in den USA kam die DFB-Elf in Bridgeview, Illinois zu einem Remis gegen Gastgeber USA.

Beim 1:1 (1:1) vor 19 522 Zuschauern im ausverkauften Toyota Park brachte Abby Wambach den Weltranglistenersten zwar früh in Führung (2.), doch noch in der Anfangsviertelstunde gelang Anja Mittag der Ausgleich (14.).

Highlights des Spiels anschauen

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Stimmen zum Spiel

Frühe US-Führung
Es waren kaum zwei Minuten gespielt, da fand nach einem Fehler von Bianca Schmidt und anschließender Kombination von Tobin Heath und Lauren Cheney ein Pass von Alex Morgan auf den langen Pfosten Abby Wambach, die aus kurzer Distanz den Ball nur noch über die Linie drücken musste (2.).

Abby Wambachs Tor zum 1:0 anschauen

Mittag gelingt Ausgleich
Die Amerikanerinnen dominierten die Anfangsphase, doch die DFB-Elf fand dennoch eine schnelle Antwort. Nach Vorarbeit von Simone Laudehr drang Anja Mittag in die gegnerischen Abwehrreihe ein und überwand US-Torhüterin Hope Solo mit einem sehenswerten Heber (14.).

Anja Mittags Ausgleichtreffer zum 1:1 anschauen

Cheney trifft Pfosten
Laudehr hatte mit einem Distanzschuss knapp neben das Tor die nächste gute Chance (25.). Glück hatte die DFB-Elf, dass Cheney kurz vor der Pause nur den Pfosten traf (45.). Auch in der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keines der beiden Teams klare Vorteile verschaffen konnte.

Frauenfußball - Anja Mittag

Anja Mittag traf für die DFB-Elf © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Gute Chancen für Mittag und Popp
Mittag hatte im 1:1 gegen Solo, die per Fuß klärte, das schlechtere Ende für sich (65.) und auch die eingewechselte Alexandra Popp kam in der Schlussphase noch einmal dem Siegtreffer nah, doch ihr Flugkopfball am kurzen Pfosten nur knapp den Weg ins Tor nicht fand (86.). Wermutstropfen: Linda Bresonik musste mit Achillessehnenproblemen eine Viertelstunde vor Schluss den Platz verlassen.

Neid: „Sieg war möglich“

Bundestrainerin Silvia Neid meinte: „Ich ärgere mich ein bisschen über das Unentschieden, ein Sieg war möglich. Leider haben wir in der zweiten Halbzeit unser Überzahlspiel und die Chancen nicht genutzt. Durch individuelle Fehler haben wir Chancen zugelassen, das müssen wir abstellen. Gefallen hat mir dass die Einstellung super war, wir kompakt gestanden haben und in der Viererkette aufmerksam waren.“

Zweites Duell
In der Nacht zum Mittwoch, 24. Oktober, kommt es im Rentschler Field von East Hartford, Connecticut zum zweiten Duell mit den Amerikanerinnen, Eurosport überträgt die Partie ab 1.30 Uhr live.

USA – Deutschland 1:1 (1:1)

USA: Solo, Rampone, Buehler, O’Hara (73. Sauerbrunn), Mitts (46. LePeilbet), Cheney (46. Lloyd), Boxx (83. Rodriguez), Rapinoe (46. O’Reilly), Heath, Wambach (83. Leroux), Morgan

Deutschland: Angerer – Schmidt (46. Wensing), Krahn, Bartusiak, Peter – Odebrecht (46. Kulig), Laudehr – Bresonik (75. Huth), Marozsan, Behringer (46. Faißt) – Mittag (77. Popp)

Tore: 1:0 Wambach (2.), 1:1 Mittag (14.)

Gelbe Karten: Keine

Schiedsrichterin: Margaret Domka (USA)

Zuschauer: 19 522 (ausverkauft)

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

66 Kommentare »

  • laasee sagt:

    @Sheldon

    Do you really want Germany to win EM 2013?

    In the last two games the USA played very poor football – but Germany still could not beat them.
    Germany dominated the midfield in both games.
    Germany scored two very special goals and had a gift from the Yanks for the third goal.

    At the top level of football the margin between success and failure is very small.

    Why were Germany supposedly ‚experimenting‘ in America?
    The time for trying new players was in the EURO qualifying games.
    This is the list of players that played in the 10:0 game with Turkey – Angerer, Schmidt, Goessling, Bartusiak, Peter, Odebrecht, Kulig, Laudehr, Bajramaj, Mittag, Muller, Behringer, Okoyina da Mbabi.
    I can not see any ‚experiments‘ in that list.

    Next, it is off to America for ‚experiments with new players‘.
    It does not make any sense.

    In the two USA games it was clear that Germany were the dominant team but did not trouble Hope Solo much.
    The reason – lack of creativity and lack of a cutting edge in the penalty box.
    Hanebeck, Grings and Pohlers watch the game on TV!

    Germany could (and should) have had two wins against a very poor USA team.

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: So, jetzt muss ich mal ne Lanze für die deutsche Mannschaft brechen: Deutschland mag nicht gut gespielt haben, aber es hat (zum ersten Mal seit langem) für zwei Unentschieden gegen die USA gereicht.

    Ich gehe mal nicht davon aus, dass die USA absichtlich so schlecht gespielt hat, aber auch die USA können nur so gut spielen wie man es zulässt.

    Und deswegen werden sie mit diesem Team auch Chancen haben, Europameister zu werden, weil es immer noch gut genug ist, das Spiel jeden anderen Teams derart lahmzulegen, dass diese gegen Deutschland nicht gewinnen kann, das haben sie in der vergangenen Woche gezeigt.

    Hier wird mit drei Intentionen diskutiert:

    Die große Mehrheit schaut nur auf Ergebnisse, und da auch nur auf Sieg, Unentschieden, Niederlage. Das ist ja auch ganz richtig so. Doch man sollte immer klar sehen, dass die Leistung bei einem 1:0 gegen die Türkei beispielsweise nicht für ein 1:0 gegen Frankreich reichen würde.
    Insofern bedenkt diese Sichtweise schon das Richtige und Wichtige, doch sie ist rein statistisch-minimalistisch und begnügt sich mit dem spielerischen Niveau, dass gerade so notwendig ist, wenn man Erfolge feiern will.

    Ich selbst sehe den Frauenfußball in seiner Entwicklung. Für mich zählen Erfolge nur sekundär, sich darauf auszuruhen verschleppt nur die Entwicklung des Frauenfußballs, weil man nicht mehr nach vorne schaut, sondern immer nur nach hinten schaut und sich damit begnügt, die Konkurrenz auf Abstand zu halten.
    Mir geht es darum, dass Frauenfußball in seiner höchsten Qualität angeboten wird. Daher ist mir relativ egal, wie das Spiel am Ende ausgeht, ich setze dieses immer ins Verhältnis zu dem, was MÖGLICH gewesen wäre, orientiere mich also immer an einem fußballerischen Ideal!

    Deine Intention, vermute ich einfach mal so, sind auch nicht die Erfolge der Nationalmannschaft, sondern wer sie erreicht. Dabei legst du dich allerdings auf bestimmte Spielerinnen fest. Soweit gebe ich dir zur Zeit recht.
    Doch ich denke, du fokussierst dich zu sehr auf Grings. Denn die Fälle Pohlers/Hanebeck und Grings unterscheiden sich wesentlich:
    Pohlers und Hanebeck werden von Silvia Neid aus REIN PERSÖNLICHEN Gründen nicht nominiert.
    Dies war aber bei Grings zuletzt nicht mehr der Fall, wie du wissen dürftest. Grings hat bei der WM 2011 gespielt und wurde auch nach der WM noch eingesetzt und nominiert. Doch nach ihren Verletzungen und nachdem Celia und Mittag so berauschend gespielt haben, war für sie aus REIN SPORTLICHEN Gründen kein Platz mehr und sie hat die Konsequenz daraus gezogen, aus freien Stücken zurückzutreten!

    Insofern würde es uns sehr viel weiter helfen, wenn du dich von ihr lösen könntest und dich auf das wirklich Realistische beschränken würdest!

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  • @laasee
    I know the USA won the Olympic gold medal but I think UEFA clubs are improving on a technical level , making a far wider gap with the USA.
    USA is a muscle team, they beat other teams by playing like the English in the EPL, strong, wide and with crosses.
    Germany and France and Sweden have shown technical skills surpassing the USA, but havent shown as strong of a physical side.
    As club play grows in UEFA, UEFA sides will be stronger and with the technical superiority already in existence, the USA will be routed.

    Germany didnt lack a goalgetter in my view, they lacked a desire to push to another level, and shouldn’t because the Bundesliga, and Euro2013 are happening. these two games were friendlies.
    And, lets be honest, Mbabi and Bajramaj if not hurt would have played and we are talking a rout here.

    @Sheldon
    the USA is that bad of a team, Japan and France both showed the USA aren’t able to compete with other sides in terms of skills but they are the physically strongest sides and alot of other sides need to work on their strength.
    France has worked hard to get stronger, Japan as well, and stay skilled. Germany has the same talent, but the injury bug has Germany right now.

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    „Doch ich denke, du fokussierst dich zu sehr auf Grings. Denn die Fälle Pohlers/Hanebeck und Grings unterscheiden sich wesentlich:
    Pohlers und Hanebeck werden von Silvia Neid aus REIN PERSÖNLICHEN Gründen nicht nominiert.
    Dies war aber bei Grings zuletzt nicht mehr der Fall, wie du wissen dürftest. Grings hat bei der WM 2011 gespielt und wurde auch nach der WM noch eingesetzt und nominiert.“

    History lesson for you –

    Inka had 40 month exile not for football reasons.
    MVT was the person responsible for Inka playing again for N11.
    Inka was UEFA player of EM Final 2009 and UEFA player of the tournament.
    Neid and Zwanzigger decide to make their presentation to another player as their Player of the Final!
    In the run up to WM 2011 MVT gets sacked by FCR.
    Two days before WM, Zwanzigger gives Neid a new contract.
    Canada game – Inka (reigning German Player of the Year) is only second substitute!
    All other World Stars at WM are automatic selections for their N11 – Inka Grings is the only exception.
    Inka rescues German hopes at Moenchengladbach with 2 goals and inspires a quality performance from the team.
    Inka says after that game, „the team has now found itself“.
    Motto in football is ’never change a winning team.
    Frau Neid ‚knows better‘ and makes changes – Germany lose to Japan.
    After WM Zwanzigger says that Neid „is the best coach we have“.
    FCR kick out Inka and she goes to Zurich.
    Inka announces her ‚retirement‘ from National football.

    What do you not understand about the way this girl has been treated by German football?
    It goes above football and sport – it is about fairness and respect for the individual.

    Nobody in Germany speaks for this girl. WHY NOT???

    The way Inka Grings has been treated within German football is reflective of the values of OLD Germany not NEUE Deutschland!!

    Open your eyes!!!!!!!!!

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  • berggruen1 sagt:

    Hm, meines Wissens ist Inka Grings freiwillig zurückgetreten aus der deutschen Nationalmannschaft. Sie hat nicht auf dem Platz gestanden, warum also füllt sie hier so viele Seiten? Irgendwann fordere ich die Rückkehr von Renate Lingor, Kerstin Stegemann und Birgit Prinz. Die haben schließlich gegen die USA (und noch einige mehr) gewonnen… 😉 Man kann seine Verehrung auch übertreiben.

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  • karl sagt:

    @berggruen1 : Genau, wir sollten am besten auch Maren Meinert und Bettina Wiegmann reaktivieren. Die waren auch am letzten Sieg gegen die USA beteiligt 🙂

    Davon mal abgesehn find ichs eigentlich gut wie es momentan ist. Wir sollten froh sein Maro , Mbabi und Mittag im DFB team zu haben. Mir als Zuschauer machen die jedenfalls Spass , vielleicht mehr als fruehere Teams. Da sollte man auch mal dran denken dass das im Rueckblick nach vielen Jahren in der Erinnerung oft automatisch glorifiziert wird.

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