DFB-Pokal: Spannende Duelle in der zweiten Runde
32 Mannschaften stehen am Samstag und Sonntag in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals. Erstmals greifen auch alle Erstligisten ins Geschehen ein – und es kommt direkt zu hochkarätigen Duellen.
An der Spitze steht die Neuauflage des Pokalfinals aus der Vorsaison zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FFC Frankfurt. In Köln gewann der FCB mit 2:0 – ein Spiel, das man auf Seiten der Frankfurter am liebsten vergessen möchte.
Frankfurt will Wiedergutmachung „Wir wollen nicht nur Wiedergutmachung für das verlorene Endspiel 2012, sondern mit einer konzentrierten Team-Leistung unsere diesjährigen Pokal-Ambitionen mit dem Einzug in die nächste Runde untermauern”, sagt FFC-Trainer Philipp Dahm, der in Aschheim lediglich auf Fatmire Bajramaj (Kreuzbandriss) verzichten muss. Simone Laudehr steht nach überstandener Viruserkrankung wieder im Kader. Aber auch die Gastgeberinnen haben Ausfälle zu beklagen. Fehlen werden weiterhin Julia Simic, Clara Schöne und Katharina Baunach.
FCB sieht sich als Außenseiter Mit dem FC Bayern konnte im Frühjahr erstmals seit 1998 eine andere Mannschaft als der 1. FFC Frankfurt, der FCR 2001 Duisburg oder der 1. FFC Turbine Potsdam , den DFB-Pokal gewinnen. Vor dem neuerlichen Duell mit den Frankfurterinnen gibt man sich in München allerdings bescheiden und schiebt die Favoritenrolle zum FFC. Unabhängig von der Leistung der Hessinnen in den vergangenen Spielen, müsse beim FC Bayern alles zusammenpassen, damit ein erneuter Erfolg gelingen könne. Auf Frankfurter Seite hofft man unterdessen auf eine bessere Chancenverwertung als gegen den FSV Güterlsoh 2009, als das Team trotz zahlreicher Möglichkeiten nicht über ein 1:1 hinaus kam. “Jetzt gilt es aber, in der K.-o.-Begegnung gegen den Titelverteidiger die erarbeiteten Chancen mit Konzentration und Präzision auch wirklich in Tore umzumünzen”, fordert Dahm.
Weitere Erstligaduelle Der 1. FFC Turbine Potsdam bekommt es auf eigenem Platz mit Ligakonkurrent SGS Essen zu tun, Bayer 04 Leverkusen empfängt den FCR 2001 Duisburg. „Die Truppe hat mit Spielerinnen wie Petzelberger, Beckmann, Knaak, Prießen und Kerschowski richtig viel individuelle Klasse zu bieten sowie in Thomas Obliers einen Trainer, der es versteht, seine Elf immer bestens einzustellen“, warnt FCR-Trainer Marco Ketelaer davor, den Gegner zu unterschätzen. Und auch, wenn Leverkusen in der Meisterschaft auf dem vorletzten Rang liegt, gibt man sich angesichts der schweren Aufgabe nicht geschlagen. „Wir werden jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern schon am Sonntag gegen Duisburg versuchen, eine Runde weiter zu kommen“, ist Obliers kämpferisch.
Zwei Derbys Interessant dürften auch die Derbys zwischen dem Herforder SV und dem FSV Gütersloh 2009 sowie der TSG 1899 Hoffenheim und dem VfL Sindelfingen werden – jeweils empfängt ein Zweitligist eine Erstligamannschaft. „Mit dem Los können wir gut leben. Das Schöne ist, dass wir endlich mal wieder zu Hause spielen. Dieses Mal sind wir nicht in der Favoritenrolle und haben eigentlich nichts zu verlieren“, sagt Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann.
Die Partien am Samstag 14.00 Uhr, Magdeburger FFC – Werder Bremen 15.00 Uhr, RSV Roßdorf – TSV Crailsheim 15.30 Uhr, 1. FC Saarbrücken – SC 07 Bad Neuenahr 16.00 Uhr, SV 67 Weinberg – SC Freiburg 18.00 Uhr, BV Cloppenburg – FFC Recklinghausen
Die Partien am Sonntag 11.00 Uhr, FFC Oldesloe – 1. FC Lok. Leipzig 11.00 Uhr, Borussia Mönchengladbach – SC Sand 14.00 Uhr, Turbine Potsdam – SGS Essen 14.00 Uhr, Herforder SV – Gütersloh 14.00 Uhr, VfL Wolfsburg – 1. FC Lübars 14.00 Uhr, Bayer 04 Leverkusen – FCR 2001 Duisburg 14.00 Uhr, FC Bayern München – 1. FFC Frankfurt 14.00 Uhr, 1. FC Köln – ETSV Würzburg 14.30 Uhr, SV BW Hohen Neuendorf – FF USV Jena 15.00 Uhr, Holstein Kiel – SV Meppen 16.00 Uhr, TSG 1899 Hoffenheim – VfL Sindelfingen