EM-Quali: DFB-Elf gewinnt zweistellig

Von am 19. September 2012 – 19.07 Uhr 76 Kommentare

Zum Abschluss der Qualifikation zur Frauenfußball-EM 2013 in Schweden bot die DFB-Elf in Duisburg dem Publikum noch einmal ein richtiges Spektakel und kam zu einem zweistelligen Erfolg gegen die Türkei.

Beim 10:0 (3:0)-Erfolg vor nur 6 467 Zuschauern konnten sich gleich sechs verschiedene Spielerinnen als Torschützinnen auszeichnen. Célia Okoyino da Mbabi (17., 74.), Anja Mittag (24.), Simone Laudehr (45.+1), Melanie Behringer (52., 60.), die eingewechselte Martina Müller in ihrem 100. Länderspiel (72., 86., 90.+2) und Fatmire Bajramaj (85.) erzielten die Treffer. „Unsere Mannschaft hatte sehr viel Spaß. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem Spiel“, so Bundestrainerin Silvia Neid.

Führung durch Okoyino da Mbabi
Neid schickte die identische Formation ins Spiel, die vier Tage zuvor mit 7:0 in Kasachstan gewonnen hatte. Und von Beginn wurde klar, dass der Ball an diesem Nachmittag nur in eine Richtung laufen würde. Und es dauerte nicht allzu lange, da durften die Zuschauer das erste Mal jubeln, Célia Okoyino da Mbabi überwand die türkische Torhüterin Fatma Sahin mit einem Schuss aus der Drehung zur Führung (17.).

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Mittag und Laudehr treffen
Die DFB-Elf hatte weiter das Heft in der Hand, nach schöner Vorarbeit von Behringer und Okoyino da Mbabi verwertete Mittag zum 2:0 (24.). Auch in der Folge erarbeitete sich die deutsche Mannschaft gute Chancen, unter anderem durch Laudehr und Okoyino da Mbabi, doch es dauerte bis kurz vor der Pause, ehe Laudehr auf 3:0 erhöhte (45.+1), sie verwandelte einen von Cigdem Belci verursachten Handelfmeter.

Martina Müller

Martina Müller krönte ihr 100. Länderspiel mit drei Treffern © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Doppelpack von Behringer
Und nach der Pause ging es im selben Rhythmus weiter, Behringer erhöhte früh auf 4:0 (52.) und legte den fünften deutschen Treffer nach, als sie einen Foulelfmeter mit etwas Glück verwandelte, Seval Kirac hatte zuvor Okoyino da Mbabi von den Beinen geholt und dafür die Gelb-Rote Karte gesehen (60.).

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100. Länderspiel für Müller
Bei den nun in Unterzahl spielenden Gästen brachen nun alle Dämme, die eingewechselte Martina Müller machte in ihrem 100. Länderspiel mit einem Schrägschuss das halbe Dutzend voll, nachdem sie sich zuvor geschickt von ihrer Gegenspielerin gelöst hatte (72.). Doch damit noch nicht genug, Okoyino da Mbabi staubte zum 7:0 ab (74.), nachdem Şahin einen Müller-Schuss nicht festhalten konnte (74.).

Weitere Tore gegen müde Türkinnen
Nach einem Foul von Esra Erol an Fatmire Bajramaj zeigte die russische Schiedsrichterin Natalia Avdonchenko zum dritten Mal auf den Elfmeterpunkt, doch diesmal hatte Sahin gegen Kim Kulig das bessere Ende für sich, auch Kuligs Nachschuss brachte nichts ein. Doch die DFB-Elf kam gegen immer müder werdende Türkinnen zu weiteren Treffern. Bajramaj (82.) und erneut Müller (86., 90.+2) machten den zweistelligen Sieg perfekt.

Ehrungen
Vor der Partie wurden Célia Okoyino da Mbabi als „Fußballerin des Jahres“ geehrt, Inka Grings wurde nach 96 Länderspielen von einer Delegation angeführt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach verabschiedet.

Deutschland – Türkei 10:0 (3:0)

Deutschland: Angerer – Schmidt, Goeßling, Bartusiak, Peter – Odebrecht (46. Kulig), Laudehr – Bajramaj, Mittag (65. Müller), Behringer – Okoyino da Mbabi

Türkei: Sahin – Demirel, Karagenc, Ece (20. Demirdön), Belci – Kirac, Erol, Yag, Uraz, Ahlatci (83. Karabulut), Elgalp

Tore: 1:0 Okoyino da Mbabi (17.), 2:0 Mittag (24.), 3:0 Laudehr (45+1 Handelfmeter), 4:0 Behringer (52.), 5:0 Behringer (60. Foulelfmeter), 6:0 Müller (72.), 7:0 Okoyino da Mbabi (74.), 8:0 Bajramaj (85.), 9:0 Müller (86.), 10:0 Müller (90.+2)

Zuschauer: 6 467

Schiedsrichterin: Natalia Avdonchenko (Russland)

Gelbe Karten: Yag, Uraz

Gelb-Rote Karte: Kirac (59.)

Besondere Vorkommnisse: Sahin hält Foulelfmeter von Kulig (79.)

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

76 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Das sähe Tabi gar nicht ähnlich vom Charakter her, dass sie sich nicht reinhängt. Aber auf der anderen Seite wurden Spielerinnen wie sie ja auch mit der Aussage Silvia Neids in der Presse „Ich werde keine Experimente in den letzten beiden Quali-Spielen machen“ begrüßt. Und da vor ihr auf dieser Position eine der besten Verteidigerinnen der Welt spielt und sie ein schlaues Mädchen ist, konnte sie sich ausrechnen, wie groß die Chancen sind, dass Babs nicht auf dem Platz stehen würde…

    Und wenn ich ehrlich bin, halte ich sehr große Stücke auf Tabi, sehe sie aber nicht in den nächsten Jahren an Babs vorbeizukommen. Chancen hat sie da nur, wenn Babs nach innen gestellt wird (was ich mir bei Silvia Neid nicht vorstellen kann) oder den Weg vieler zu Frankfurt gewechselter Spielerinnen geht. Von daher ist es in meinen Augen blauäugig zu fordern, dass Tabi spielen müsste.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Pass nur auf, Peter hat bereits in den beiden Spielen für Frankfurt beweisen, dass sie keine unangefochtene Größe ist, und einen dicken, dicken Patzer abgeliefert.

    Ich sehe Kemme da schon vorne, doch ehrlich möchte ich sie nicht in der N11 sehen. Ich unterstelle ihr nicht, dass sie nicht ordentlich trainiert und wenn sie nominiert ist, nicht alles gibt im Training, sondern ich denke einfach, dass für sie das System in der N11 ein falsches ist.

    Insgesamt gehe ich hier jede Wette ein, dass leistungstechnisch Kemme Peter am Saisonende überholt hat, doch Peter wird bei der EM spielen, weil es so ist und so war und auch immer so bleiben wird, genauso wie bei Behringer, Laudehr oder Schmidt. Egal, wie gut die Leistung ist, selbst wenn Frankfurt Ende der Saison abgestiegen ist!

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  • Andreas sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Da gebe ich Dir gerne recht. So wie von mir geschrieben, hast Du es nicht gesagt. Sorry dafür und gut, dass Du das Spiel auf Platte hast Dann kannst Du Dir die von mir beschriebenen Szenen noch mal anschauen und die Qualität dieser Pässe unter die Lupe nehmen.

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  • frosti sagt:

    @Entusio und @DAWIDENKO

    Michele ist doch die N11-Trainerin!:-) 🙂 🙂

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  • fisch sagt:

    Zu Tabea teile ich Micheles Meinung, trotz Turbinefan. Sie ist sicher
    trotz ihrer 20 Lenze schon eine beachtliche, respektierte Persönlich-
    keit im TP-Team. Aber spielerisch sehe ich sie noch deutlich hinter Babett ua. auf ihrer Position. Ihr fehlt es m.E. insbesondere an Zweikampfhärte und Grundschnelligkeit. Zu oft setzen sich gegnerische Stürmerinnen gegen sie durch. Ob sie sich im Training der N11 zu wenig „reingehauen“ hat oder sie nicht über ihre Grenzen kam, bin ich nicht sicher, denn an Einsatzwillen hat es Tabby noch nie gemangelt.

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  • Markus Juchem sagt:

    @DAWIDenko und enthusio: Das hat Schröder in einem Interview gegenüber den Potsdamer Neueste Nachrichten erklärt: https://www.pnn.de/regionalsport/683052/

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  • enthusio sagt:

    @Markus Juchem: danke für den Hinweis ! Sehr interessantes Interview mit Bernd Schröder !

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  • DAWIDenko sagt:

    @Markus Juchem
    Auch von mir noch einmal vielen Dank für den Hinweis und den Link für das Interview.

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  • Speedy75 sagt:

    @Markus
    schönen Dank für den Lin.

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  • enthusio sagt:

    Aus diesem Interview lese ich bei einigen Formulierungen Schröders („in Nuancen“, „wir haben…versucht“, „aber vor allem“)heraus, dass das Verhältnis von Silvia Neid zu Schröder und zu Potsdam weiterhin angespannt ist. Hätte sich an der Beziehung grundlegend etwas verbessert, wäre Schröder in seine Aussagen über Neid wohl etwas herzlicher rübergekommen. Für mich ist Silvia Neid seit der WM-Pleite weiterhin den Beweis schuldig geblieben, dass sie mit sachlicher und konstruktiver Kritik gut umgehen kann. Es sollte mich wundern, wenn sich in dieser Hinsicht grundsätzlich etwas bei ihr verändert hätte.

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  • Sheldon sagt:

    Ich denke, die Diskussionen hierum sind mittlerweile erschöpft. Klar ist, dass das Verhältnis von Schröder und Neid so derart gespalten war, auch persönlich, dass dort wohl nie mehr eine enge Beziehung draus werden kann.

    Darüber hinaus sind die Schnittmengen zwischen N11 und Potsdam sehr klein, allein was systemtechnische Fragen angeht. Das Spiel der N11 ist auf Ballbesitz ausgerichtet, Potsdams System eher auf schnelle Konter. Das 3-4-3 beißt sich enorm mit dem 4-2-3-1.
    Da ist es klar, dass diese Umstellung für keine Potsdamer Spielerin einfach ist. Dass dem so ist, erkennt man noch heute, gerade bei dem Spiel unter der Woche.
    In der 1. Halbzeit standen 5 ehemalige Potsdamerinnen auf dem Platz und gerade Mittag, Bajramaj, Peter und Odebrecht verliefen komischerweise in einen Spielstil, der mir aus Potsdam noch sehr bekannt vorkommt, aber man von der Nationalelf überhaupt nicht gewonht ist. Noch deutlicher wäre dies denke ich gewesen, wäre Keßler noch zum Einsatz gekommen.
    In der 2. Halbzeit standen im Mittelfeld 4 aktuelle Frankfurterinnen, und auf einmal nahm das Spiel seine gewohnte Ausrichtung des Bällehaltens an.

    Da sieht man, dass die einmal antrainierte Spielweise in Potsdam nur sehr schwer aus den Köpfen wieder herauszubekommen ist, in die sie sobald sie zusammenspielen wieder verfallen.

    Übrigens, noch ein Nachtrag zum Spiel: Beste Spielerin war Simone Laudehr, die an vielen Toren beteiligt war und von der glaube ich auch die Zuckerpässe stammen, die Kulig zugeordnet wurden!

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  • wrack sagt:

    Andreas hatte folgendes geschrieben: „Ich habe halt bei Kulig in der 2. Halbzeit einige herausragende Pässe gesehen.“ und
    „Der erste war der Pass auf Celia, der dann zum 2. Elfmeter führte, kurz danach ein weiterer toller Pass auf Celia, den diese aber leider nicht verwerten konnte und in der Schlussphase noch ein tolles Zuspiel auf Martina Müller, woraus dann das 8:0 durch Bajramaj entstand“

    Sheldon hatte geschrieben:
    „Simone Laudehr, … und von der glaube ich auch die Zuckerpässe stammen, die Kulig zugeordnet wurden!“

    Und Schenschtschina Futbolista hatte schon zuvor geschrieben.
    „Und das Spiel habe ich sehr wohl geschaut und auch auf Platte aufgenommen!“

    Was ich sehr schade finde, ist, dass solche Sachen hier nicht oder höchst selten geklärt werden. Die Kommentierung der Länderspiele st leider immer VERGLEICHSWEISE arm an harten Daten, der Eindruck und die Meinung der User dominiert.
    Hier ergibt sich einmal die Chance, referenzierte Spielsituationen als Argumentationshilfe zu benützen, aber Andreas Angaben, die ja auch ziemlich genau referenziert sind
    (Angabe der Spielminute, ggf. mit Sekunden, oder der offiziellen Fifa-Zeit wäre, wenn es möglich ist, natürlich noch besser, um Mißverständnisse auszuschließen.),
    werden letztlich weder mit Angabe von Daten bestätigt noch werden sie mit Angabe von Daten bestritten (Was mich dazu führt, zuerst seinen referenzierten Angaben zu trauen).

    Was soll ich als Leser z.B. mit dem „ich glaube“ von Sheldon anfangen (@ Sheldon: Das ist keine Kritik, nur ein Beispiel), wenn der seine Angabe, es sei Laudehr und nicht Kulig gewesen, nicht am Schirm überprüft und mit Zeit- und Spielerangaben, notfalls der Rückennummer, belegt ?

    Der Leser ist der Leidtragende, er hängt in der Luft. Ich erinnere mich, dass hier schon einmal der große Anspruch formuliert wurde, das Forum könne doch auch hilfreich sein, sogar für die Bundestrainerin. Dann sollte man versuchen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, halbwegs „wissenschaftlich arbeiten“.

    Dass die Möglichkeit besteht, beweist der Beitrag von Schenschtschina Futbolista und sie wird nicht die einzige Zuschauerin gewesen sein, die das Spiel aufgenommen hat.
    Ich habe es leider nicht und das Spiel auch nicht gesehen, sonst könnte ich vielleicht schreiben:

    „Deuschland – Türkei, 1. Halbzeit, eingeblendete Zeit 22 Minuten 12 Sekunden, deutsche Spielerin Nr 8 Pass auf d. Spielerin Nr. 13“. (Frei erfundenes Beispiel).

    Worum es mir geht, ist vor allem die Nachvollziehbarkeit der Angaben, auch weil dies die Zuverlässigkeit der Angaben erhöht.
    Dieser Beitrag ist keine Kritik, er soll eine Anregung darstellen.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Das Problem, wieso ich „ich glaube“ geschrieben habe, ist folgendes:

    1. kann ich nicht nachvollziehen, welche Pässe Andreas genau meint und ob diese dieselben sind wie meine. Das liegt auch an seinen unpräzisen Angaben.

    2. macht es die vom ZDF angebotene Kameraeinstellung nicht immer einfach, die Spielerin genau zu erkennen, da diese meist als Totale funktioniert, die einzelnen Spielerinnen sehr klein sind, sie zum Teil (wie Laudehr und Kulig) dieselbe Haarfarbe haben und außerdem noch ähnliche Nummern (Nr. 6 und 8 selbst bei leicht gefaltetem T-Shirt nicht auseinanderzuhalten).

    Daher muss ich es bei einer hypothetischen Angabe lassen.

    Allerdings hast du auch recht, hier und da werde ich darauf achten, genauere Quellenangaben zu machen!

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Also viel präziser als zu schreiben, der Pass auf Celia, der zum 2. Elfmeter geführt hat und der Pass auf Martina Müller, der dann zum 8:0 geführt hat (Martina Müller mit Rückpass etwa von der Torauslinie auf Lira Bajramaj) geht es eigentlich nicht. Ich werde es mir aber noch einmal anschauen und Spielminute und Sekunde für Dich nachliefern. Ich werde auch nochmal genau hingucken, ob nicht auch eine Verwechslung meinerseits dabeigewesen könnte. Du hast recht, dass die Spielerinnen manchmal nicht so gut auseinanderzuhalten sind.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Hier noch die Zeiten für die von mir aufgeführten Szenen nachgeliefert:
    58:43: Pass von Kim Kulig auf Celia, die dann elfmeterreif gefoult wurde. Der entsprechende Elfmeter wurde von Behringer verwandelt.
    61:25: Pass von Kim Kulig auf Celia, die von der Strafraumgrenze dann übers Tor schießt.
    84:10: Pass auf Martina Müller, die dann auf Bajramaj zurücklegt. Folge ist das 8:0. Diesen Pass hatte ich bei erstmaligem Ansehen auch Kim Kulig zugeschrieben. Ich gehe jetzt aber eher davon aus, dass dieser Pass von Laudehr kam. Genau war es nicht zu erkennen, da das ZDF wie von Dir angemerkt die Bilder oft nur aus der Übersichtskamera bringt. Da Lira beim Torjubel aber auf Laudehr zurennt gehe ich mal davon aus, dass sie den Pass geschlagen hat.
    In der 91 Minute gab es dann aber noch einen sehr schönen Doppelpass zwischen Bajramaj und Kulig.
    Auf Deine Hinweise habe ich mir aber nochmal andere Spielerinnen genauer angesehen. Bei Laudehr gebe ich Dir recht. Sie hatte viele gute Aktionen und hat im Spiel nach vorne viele Impulse gegeben. Bei Odebrecht bleibe ich aber bei meiner eher negativen Einschätzung. Sie würde für mich zu den 2-3 Spielerinnen gehören. die gemäß Schenschtenschinas Einschätzung ihre Nominierung nicht gerechtfertigt haben. Sie hatte 2 auffällige Szenen. Bei der ersten ist sie in der Anfangsphase bei einem Kopfballversuch am Ball vorbeigeflogen und bei der zweiten hat sie sich gut in Position gebracht, den Ball dann aber von der Strafraumgrenze weit übers Tor geschossen. Einige Fehlpässe hatte sie noch dabei und im übrigen lief das Spiel weitgehend an ihr vorbei. Das soll natürlich nicht ihre sonstigen von Die aufgeführten Fähigkeiten in Abrede stellen. Das bezieht nur auf dieses eine Spiel.
    Bei Behringer muss ich meine Aussagen nicht unbedingt relativieren, aber doch zumindest ergänzen. Neben allem negativen, was mir aufgefallen war, hatte sie aber doch mehr gute Szenen als ich ursprünglich dachte. Wahrscheinlich würde ich sie nicht ganz so negativ sehen, wenn die Standards vollständig von anderen ausgeführt würden. Das überlagert doch ihre sonstigen Leistungen sehr stark, dass ihre Standards nahezu ausschließlich beim Gegner landen.

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  • wrack sagt:

    @ Andreas: Ich finde es sehr gut, dass du noch einmal „nachgesehen“ hast und die genaue Zeit in zwei Fällen nun auch keine Zweifel mehr aufkommen lässt. Der deutsche Pass 84:10, deren Urheberin nicht deutlich erkannt bzw. endgültig geklärt werden konnte, stellt nach meiner Erfahrung eher die Ausnahme als die Regel dar. Meistens konnte ich bisher aus der Voransicht bzw. der Entwicklung zuvor die SpielerInnen identifizieren, selbst bei Umschnitten können mit etwas Detektivarbeit unter Verfolgung der Laufwege die SpielerInnen identifiziert werden. Es gibt aber natürlich auch Fälle wie 84:10, wo die Perspektive es einfach nicht zuläßt.

    Interessant finde ich bei deiner Re-Vision, dass man bei erneuter Ansicht immer einiges korrigieren muss. Nicht selten sehe ich ein Spiel, aber einen bestimmten Spieler kaum. Dann fällt er mir negativ auf und schon beginnt meine Perspektive seiner Leistung im Verlauf des Spiels von dieser Wahrnehmung geprägt zu werden. Sehe ich mir das Spiel noch einmal an, mit Fokus auf dem Spieler und dem gebotenen Zweifel gegen mich selbst, dann kann sich diese Wahrnehmung sogar ins Gegenteil umkehren und dem Spieler eine positive Leistung attestieren. Aus der Forschung wissen wir, dass Menschen negative Vorgänge besser erinnern können als positive Geschehnisse. Das beeinflußt oft unsere Wahrnehmung eher zum Negativen als zum Positiven.

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