Inka Grings erklärt Rücktritt aus Nationalelf

Von am 30. Juli 2012 – 11.21 Uhr 12 Kommentare

Nach 96 Länderspielen und 64 Toren hat Stürmerin Inka Grings ihren Rücktritt aus der deutschen Frauenfußball-Nationalelf erklärt.

„Ich habe das Gefühl, jetzt ist der richtige Zeitpunkt“, erklärte die 33-jährige Spielerin des FC Zürich Frauen. Der Gewinn der Europameisterschaften 2005 und 2009, bei denen sie zudem Torschützenkönigin wurde, waren die größten Erfolge, im Jahr 2000 holte sie bei den Olympischen Spielen in Sydney die Bronzemedaille.

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Den Jungen das Feld überlassen
Nach der WM war Grings durch einige Verletzungen zurückgeworfen worden, so dass sie in der Qualifikation zur UEFA Women’s EURO 2013 in Schweden keine tragende Rolle mehr spielen konnte. „Die jungen Spielerinnen sind in die Bresche gesprungen und haben das wunderbar gemacht. Deshalb kann ich ihnen jetzt beruhigt das Feld überlassen.“

Inka Grings

Inka Grings beendet ihre erfolgreiche Karriere in der Nationalelf © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Neid: „Verlieren charismatische Spielerin“
Bundestrainerin Silvia Neid erklärt: „Wir verlieren mit Inka Grings eine charismatische Spielerin. Sie war Leistungsträgerin und Führungspersönlichkeit, genoss große Anerkennung innerhalb des Teams. Gerade für junge Spielerinnen war sie häufig mehr als nur eine Ansprechpartnerin, Talente wie Alex Popp sehen in ihr so etwas wie eine Mentorin. Das liegt auch daran, dass sie eine sehr professionelle Auffassung von ihrem Sport hat, weshalb es auch mir als Trainerin Spaß gemacht hat, mir ihr zusammenzuarbeiten.“

Allerdings kehrte Grings unter Neids Amtszeit wegen Unstimmigkeiten erst nach mehrjähriger Abstinenz zwischen Oktober 2005 und Februar 2009 wenige Monate vor der EM in Finnland zurück in den Kader und trug dann maßgeblichen Anteil am Gewinn des EM-Titels.

Debüt als 17-Jährige

Die Karriere von Grings im Nationaldress begann im Alter von 17 Jahren, als sie beim 6:0-Sieg gegen Finnland in Gifhorn am 5. Mai 1996 eingewechselt wurde. „Ich kann mich noch gut an das Spiel erinnern“, erzählt Inka Grings. „Meine erste Aktion war ein Flugkopfball, der am Innenpfosten landete.“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • Anne-Klatsche AkaEileen von Friedrich sagt:

    O.o. Ohhhhh neeeeeeeeeiiiiiiiiiiin!!!!

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  • Dirk Trompeter sagt:

    Schade 🙁

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  • hanah sagt:

    Es ist Schade aber ich glaube das die Jungen Spielerinnen sich zu so starken Spielerinnen wie Grings oder Prinz entwickeln können!!!:D

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  • wrack sagt:

    Danke, Inka Grings, für die Tore in der Natio. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dein wunderbares Kopfballtor zum 2:0 gegen Frankreich bei der WM.

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  • sunny26 sagt:

    Mhmmmm sehr schade das die „alten“ nach und nach aufhören was aber normal ist. Wünsch ihr mit ihrem Team alles Gute und das sie vor weiteren Verletzungen verschon bleibt 🙂

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  • Hövel Sabrina sagt:

    ich finde es schade 🙁 🙁

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  • waiiy sagt:

    1. Sehr schade.

    2. Richtig, da sie immer verletzungsanfälliger wird und kaum die Klasse hält, die durch Celia/Alex vorgegeben wird.

    3. Scheint die Klasse in der Schweizer Liga nicht hoch genug zu sein, dass sie genügend gefordert wird.

    4. Scheinheiliger Kommentar von Silvia Neid, da man eine „Leistungsträgerin, Führungsspielerin und Mentorin“ trotzdem mitnehmen würde zu den Spielen, Trainingslagern, um eben diese Attribute auch nutzen zu können. Wenn das unterbleibt (wie es ja geschehen ist), dann gehört sie einfach nicht mehr zum Team.

    5. Ich denke, dass der „richtige“ Zeitpunkt vor einem Jahr gewesen wäre, weil Inka jetzt alle bestätigt hat, die vor dem Wechsel in die Schweiz gesagt haben, dass sie damit nicht mehr die Leistung haben wird, um in der N11 zu spielen.

    Aber das Alles spricht nicht gegen ihre Klasse, die sie lange unter Beweis gestellt hat.

    waiiy

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  • Dirk sagt:

    :)) ich erkläre hiermit auch, dass ich Herrn Löw nicht mehr zur Verfügung stehe. :)) Rücktritt sieht natürlich besser aus als nicht mehr nominiert zu werden, also scheinheilig von beiden. Sie war eine große Spielerin, keine Frage, dafür „Danke“!!! Now, Germany looses it’s one and only „world class player“ and the greatest player of women’s soccer history ;)) And all this started with the sack of mvt………. Gähn…

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  • laasee sagt:

    The latest installment of the Inka/German Football drama.
    There are more twists and turns to come…………..meanwhile back at the Olympics, sadly Germany are missing – danke Frau Neid.

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  • Detlef sagt:

    Danke Inka für Deine grandiosen Leistungen in der Natio!!!

    Auch wenn Dich Deine direkte Art dort lange Zeit ins Abseits gestellt hat, so hast Du doch immer wieder mit Leistung bewiesen, daß Du dort hin gehört hast!!!

    Es hat nicht viele Spielerinnen gegeben, die rechtzeitig erkannt haben, wann ihre Zeit vorbei ist!!!
    Deshalb Respekt davor, daß Du noch vor der EM Deinen Rücktritt erklärt hast!!!

    Viel Erfolg beim Erfüllen Deiner weiteren Ziele!!!

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  • FFFan sagt:

    So ganz überraschend kommt dieser Schritt nicht. Schon die Nichtberücksichtigung für das Rumänien-Spiel hatte angedeutet, dass Inka Grings keine große Perspektive mehr im Nationalteam haben würde. Die Spielerin sprach damals davon, mit der Bundestrainerin ein klärendes Gespräch führen zu wollen. Dieses hat nun offenbar stattgefunden. Silvia Neid hat ihr dabei vermutlich erklärt, dass -erstens- sie zwar nach wie vor eine hervorragende Fußballerin ist, aber -zweitens- gleichwertige jüngere Spielerinnen nachgewachsen sind, auf die -drittens- in Zukunft vorrangig gesetzt wird.

    Daraus hat Inka nun ihre Konsequenzen gezogen. Immerhin vollzieht sich dadurch ihr Abschied aus der Nationalelf etwas eleganter als der von Birgit Prinz.

    @ waiiy:
    „Scheinheiliger Kommentar von Silvia Neid…“

    Finde ich nicht. Sie spricht da ja in der Vergangenheitsform („Sie war Leistungsträgerin…“)- was ist daran falsch? Außerdem ist es nur gerecht, dass Inka auf der Internetseite des DFB noch einmal ausführlich gewürdigt wird; bei anderen verdienten Nationalspielerinnen (z.B. Garefrekes) wurde dies ebenso gehandhabt.

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  • waiiy sagt:

    @FFFan: Stimmt, Du hast recht. Die Vergangenheitsform hatte ich überlesen.

    Mich stört dabei immer ein wenig, dass man auch einen anderen Weg finden kann, wenn man diese „Mentorenqualität“ erhalten will. Dann mache ich es wie mit Martina Müller, der klar ist, dass sie im Normalfall in der N11 nicht von Anfang an spielen wird, die man aber immer reinwerfen und die eben die jungen Spielerinnen auch mal wieder beruhigen kann, wenn Situationen auftreten, wo sie Angsthasen werden (siehe Nigeria-Spiel bei der WM) und man dann erfahren Kräfte braucht, die die Ruhe bewahren und an denen man sich als jüngere Spielerin orientieren kann. Aber vielleicht lag das auch gar nicht an Silvia Neid, dass dieser Kompromiss nicht gefunden wurde.

    waiiy

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