Heleen Jaques unterschreibt in Potsdam

Von am 22. Juni 2012 – 9.09 Uhr 24 Kommentare

Der 1. FFC Potsdam bekommt Verstärkung aus Belgien. Nationalspielerin Heleen Jaques wechselt zur kommenden Saison zum Deutschen Meister.

Nach der langwierigen Knieverletzung von Turbine-Neuzugang Johanna Elsig sah sich Cheftrainer Bernd Schröder auch gezwungen, im Defensivbereich noch einmal nach Verstärkung zu suchen. „Wir hatten mit Johanna als neuer Abwehrchefin geplant. Da sie nun aber aufgrund eines Kreuzbandrisses mehrere Monate ausfällt, mussten wir reagieren. Wir haben in Deutschland und ganz Europa nach einer Spielerin gesucht, die gut in unsere Mannschaft passt und ich denke, dass wir mit Heleen Jaques dabei auch fündig geworden sind.“

21 Spiele für den Herforder SV
Die 24-Jährige Belgierin kommt vom VV St. Truiden (ehemals KFC Rapide Wezemaal) nach Potsdam, mit dem sie 2010 die belgische Meisterschaft gewann. Doch auch die Bundesliga ist der Nationalspielerin nicht gänzlich fremd, denn in der Saison 2010/11 schnürte sie ihre Töppen für den damaligen Erstligisten Herforder SV und absolvierte 21 der 22 Bundesliga-Begegnungen.

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Heleen Jaques

2010/2011 im Trikot des Herforder SV: Heleen Jaques. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Flexible Spielweise
„Heleen ist eine gestandene Spielerin, die als Co-Kapitänin der belgischen Nationalmannschaft auch über viel internationale Erfahrung verfügt“, so Schröder. „Sie ist kopfballstark, schnell und groß und ich verspreche mir von ihr, dass sie unserer Mannschaft sehr helfen wird. Heleen ist flexibel in ihrer Spielweise und kann sich unserem System daher ohne Probleme anpassen. Zudem ist sie gewillt, die Herausforderung, in unserer Mannschaft zu trainieren und spielen, anzunehmen. Wir müssen schauen, wie sie sich mit der Trainingsumstellung in Potsdam arrangiert und natürlich muss man ihr etwas Zeit geben. Ich sehe jedoch sehr gute Möglichkeiten, dass sie die Aufgaben, die wir für sie haben, auch wahrnehmen wird.“

Länderspielerfahrung
Heleen Jaques kann bislang auf 31 Länderspiele mit der belgischen Nationalelf zurückblicken, für die sie seit 2007 spielt. Zuvor durchlief sie bereits die Nachwuchs-Nationalmannschaften Belgiens. Beim gestrigen EM-Qualifikationsspiel Belgiens gegen Ungarn fehlte die 24-Jährige ihrer Mannschaft aufgrund einer leichten Verletzung. Sie sei im Abschlusstraining umgeknickt, habe aber nur eine leichte Prellung am Fußgelenk erlitten, gab sie Entwarnung.

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Traum von der Champions League
Erwartet in der neuen Heimat wird sie zum Trainingsauftakt in die neue Saison am 9. Juli. Jaques erklärt, in allerbestem Deutsch, dass die Vorfreude auf die neue Herausforderung in Potsdam groß ist: „Ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit habe, für solch einen großen Club wie Turbine Potsdam zu spielen. Ich habe immer davon geträumt, in solch einer sehr guten Mannschaft zu spielen. In Belgien trainieren wir oft nur zwei, drei Mal in der Woche. Das ist in Potsdam anders. Ich hatte immer schon die Ambition, mich weiter zu entwickeln und noch besser zu werden. Nun liegt es an mir, diese Chance zu nutzen. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und hoffe, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann. Zudem spielt Turbine in der Champions League – auch das war immer ein großer Traum von mir, dort einmal zu spielen. Diesen Traum kann ich mir nun erfüllen.“

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24 Kommentare »

  • hgjdsl sagt:

    Nagasato spielt nächste Saison nicht mehr für Potsdam, an ihre Stelle tritt eine Japanische Spielerin mit den Namen Ogimi.

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  • Nora Kruse sagt:

    So heißt Nagasato seit ihrer Hochzeit 🙂

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  • rthzp sagt:

    OK, hätte schreiben sollen. Bei Potsdam steht ab nächste Saison eine Japanerin Namens Ohgimi im Aufgebot.
    Schreien die Fans jetzt bei den Toren Nagasato wie früher, oder doch Ohgimi?. Die Japaner haben schon umgestellt.

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  • waiiy sagt:

    @hgjdsl: Den Lacher hast Du Dir verdient. Aber ich wäre vor ein paar Tagen auch fast darauf reingefallen, als die japanische N11 nominiert wurde. Der Vorname hat mich gerettet, nicht in die Falle zu tappen… 🙂

    waiiy

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