Zuschauerrekord in der Frauen-Bundesliga

Von am 21. Mai 2012 – 11.55 Uhr 28 Kommentare

Am 21. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga wurde beim Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Frankfurt der ewige Zuschauerrekord geknackt.

Die 8 689 Zuschauer im Stadion am Elsterweg waren die größte gemessene Zuschauerzahl seit Existenz der Frauen-Bundesliga.

Sie sahen bei strahlendem Sonnenschein nicht nur einen 1:0-Erfolg des VfL Wolfsburg gegen 1. FFC Frankfurt, sondern durften sich auch über die erfolgreiche Qualifikation für die UEFA Women’s Champions League in der Saison 2012/13 freuen.

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Frauenfußball - VfL Wolfsburg

Grenzenloser Jubel: Champions-League-Teilnahme und Rekordkulisse © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Erstmals über 8 000 Zuschauer
Den bisherigen Rekord hielt die Partie zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt vom letzten Spieltag der Saison 2002/2003, als am 15. Juni 2003 im Karl -Liebknecht-Stadion 7900 Zuschauer ein torloses Remis sahen.

Stimmungsvolle Kulisse
„Die Kulisse im Stadion war einfach nur geil”, freute sich Stürmerin Conny Pohlers. Und Kapitänin Martina Müller meinte: „Als ich die Zuschauermassen gesehen habe, dachte ich nur: Ach du Scheiße!”

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Rahmenprogramm ermöglicht Rekord
Ermöglicht wurde die Rekordkulisse durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit zahlreichen Aktionen wie Verlosungen und vergünstigten Preisen auf Speisen und Getränke.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • frosti sagt:

    Man darf gespannt sein, was da in Wolfsburg in der Jugendarbeit in Zukunft laufen wird.
    Bei den Jungens sind sie ja sehr erfolgreich – aber dies äußert sich ja kaum für die Bundesliga(söldner)truppe, weil der Sprung in die 1. Liga bei den Männern so groß ist.

    Bei den Mädchen dürfte dies viel einfacher und schneller gehen – was ja Turbine vorgemacht hat.
    Auch wenn es nicht mein Verein ist und sein wird, so muss man doch einräumen, dass der Kader bei den Frauen durchdacht zusammen gestellt wird und wenn die Mannschaft so gut von der Bevölkerung angenommen wird, wie sich das andeutet, dann ist von Wolfsburg in Zukunft auch im internationalen Fußball viel zu erwarten. Mit VW im Rücken werden diese auch nicht so unglücklich einknicken wie der FCR.

    Dennoch schaut der FF, nur weil in Wolfsburg von VW gut für die Spielerinnen gesorgt wird, nicht auf eine rosige Zukunft.

    Nimmt man nur mal einen normalen Lohn einen Kader von 22 Spielerinnen sowie 8 Trainern, Betreuern, Geschäftsstellenmitarbeitern und einem Durchschnittsbrutto von (nur) 3.000 € brutto pro Nase, so errechnen sich mit Lohnnebenkostenaufschlag von rd. 22 % allein Personalkosten von 1.317.600 € – ganz zu schweigen von Reisekosten, Stadionmieten etc..

    Man kann also davon ausgehen, dass der Etat eines Vereins, der einen Lohn von 3.000 € brutto zahlt, damit die Spielerinnen mit cA: 1.842 € (ledig, 25 Jahre, StKl. I, ohne Kind) netto zumindest ihren Lebensunterhalt bestreiten können, mindestens 2 Millionen betragen muss.

    2.000 Zuschauer, die durchschnittliche 6 € Eintritt zahlen, bringen bei 11 Kämpfen 132.000 €. Der Rest muss aus Werbung etc. finanziert werden.

    Auch sind dies Löhne, die keine Frau davon abhalten darf, nicht einen Beruf zu lernen, dem sie nach ihrer „Profi“-Karriere nachgeht.
    D.h. aber sich allenfalls halbtags dem Fußball widmen.

    Da möge mir mal einer erklären, wie es in absehbarer Zeit zu der hier auf Womensoccer oft so vehement geforderten „Professionalisierung“ des Frauenfußballs kommen soll.

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  • waiiy sagt:

    @Frosti: Bei 3.000 @ brutto zahlt der Verein aber insgesamt noch deutlich mehr, weil er ja Abgaben entrichten muss. Diese müssen auch durch den Etat gedeckelt sein.

    Was mich interessieren würde, wie groß der Einfluss von VW bei den Frauen von Wolfsburg überhaupt ist? Ich kann mir gar nicht so recht vorstellen, dass VW so richtig viel reinbuttert, da man damit eigentlich für den Trikotsponsor Dell das alles mitfinanzieren würde, dieser ja aber für alle Zuschauer im Stadion und an den Fernsehern gut sichtbar auf der Brust steht. Hat da jemand einen Überblick, wie sich das verhält?

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @frosti: Daumen hoch, mehr gibts dazu nicht zu sagen!

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  • Ulf sagt:

    Der Aktienkurs von Dell läuft heute um 18% ein.
    „nomen est omen“, wie man in Essen sagt.

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  • Zvennn sagt:

    Wie wär’s mit ’nem Soli von den Männerligen? Bei den geschätzten 2,97517346 Fantastilliarden Euro vom TV würden eins, zwei Millionen für jeden FF-Erstligisten nicht mal auffallen.

    Auf jeden Fall sollte man aufhören, die Bundesligaübertragungsrechte an die Öffentlich-Rechtlichen zu verschenken. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Eurosport gerne z.B. am Dienstagabend, wenn sonst nichts los ist, ein Spiel übertragen würde. Beim Niveau der Bundesliga sollte an jedem Spieltag etwas dabei sein, was mit Turbine – Neulengbach mindestens mithalten kann.

    Mehr TV-Präsenz => mehr Wert für Sponsoren => mehr Geld von Sponsoren!

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  • laasee sagt:

    @frosti

    You write a good analysis.

    The number of teams in the league is also another important criteria.
    12 teams is not financially viable. A minimum of 16 teams is better. This would increase the income money from fans and also from sponsors.
    Also, a 16 team Buli would have a higher public profile – which in turn creates TV interest and more money.

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  • gerd karl sagt:

    laasee, vieleicht sollte man in den usa erst mal eine liga aufmachen wo 12 vereine drin sind.
    wir haben diese liga, die amis nicht.

    frosti mach dir mal keine sorgen um die buli, wenn die amis die 100 profi liga gegründet haben, und diese wieder nach 3 jahren auseinander fallen ist die buli immer noch da, und zwar als beste liga der welt.
    der vfl sindelfingen lässt zwei neue kunstrasenplätze für die frauen bauen, da scheint ein potenter sponsor im hintergrund zu sein
    ach ja, schon gehört wer in gütersloh als sponsor eingestiegen ist, tönnies, sagt euch das was, keine angst um die buli machen, die läuft und läuft und läuft seit 1990.

    dazu kommt jetzt noch der zuschauerrekord der buli, und die 50000 in münchen im cl finale, dem deutschen ff geht es gut, anders wie in amerika, keine liga und nur 15 000 karten für das spiel gegen china verkauft.

    an der buli sollten sich die amis ein beispiel nehmen.

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  • laasee sagt:

    @gerd karl

    The football culture of USA is totally different from Europe.
    The Yanks have genuinely attempted to create professional football but have failed.
    One reason for the failure was that there were too few clubs.

    A strong league needs 16, or 18, or 20 clubs to be viable.
    12 clubs is not enough to develop full professionalism.

    The added problem is that some clubs are independent and some owned by MF clubs.
    That is a big handicap for development (HSV for example).

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