Champions-League-Finale bricht Zuschauerrekord

Von am 15. Mai 2012 – 10.19 Uhr 35 Kommentare

Am Donnerstag, 17. Mai (live ab 18 Uhr in ARD und Eurosport), wird im Münchner Olympiastadion das Champions-League-Finale zwischen Olympique Lyonnais und dem 1. FFC Frankfurt ausgetragen. Und bereits jetzt steht fest, dass ein Zuschauerrekord gebrochen wird.

„Am Montag lagen wir bei 37 000 Zuschauern“, so Tobias Kohler, Stellvertretender Leiter Kommunikation bei der Olympiapark München GmbH, auf Womensoccer-Anfrage, der damit eine entsprechende Pressemitteilung des 1. FFC Frankfurt vom Montagabend bestätigte, in der eine Zahl von 35 000 Zuschauern genannt wurde. Insgesamt liegt die Zuschauerkapazität beim Champions-League-Finale der Frauen bei rund 50 000 Zuschauern, so dass bereits jetzt eine gute Auslastung des Stadions gewährleistet ist.

garefrekes-frankfurt-jubel

Die Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt dürfen vor einer Rekordkulisse spielen © Nora Kruse, ff-archiv.de

Anzeige

Duisburg-Rekord locker gebrochen
Der bisherige Rekord bei einem europäischen Vereinsspiel stammte aus dem Jahr 2009, als 28 112 Zuschauer beim Final-Rückspiel  zwischen dem FCR 2001 Duisburg und WFC Zvezda-2005 im damals noch UEFA Women’s Cup heißenden Wettbewerb in die MSV-Arena strömten.

Reißender Absatz
Bereits in den ersten Tagen des Vorverkaufs gingen die ersten Tausend Tickets weg und man ist optimistisch, dass in den kommenden Tagen die Rekordmarke noch weiter verbessert werden kann.

„Wir hoffen, dass wir die Marke von 40 000 Zuschauern reißen“, so Kohler. Ein schöner Erfolg für die UEFA und den Frauenfußball gleichermaßen.

Jetzt lesen
Champions League: Wolfsburg gegen Lyon, Bayern gegen Slavia Prag

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

35 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @jochen-or,
    als Augenzeuge des Spiels in Getafe, muß ich stoner absolut recht geben!!!
    Das Stadion war sehr gut gefüllt, und noch draußen wartende Duisburg-Fans hatten große Probleme, noch irgend eine Karte zu ergattern!!!

    Sollten wirklich so viele Zuschauer nach München kommen (was ich ernsthaft bezweifle), wäre es vor allem den Spielerinnen zu gönnen, die ja sonst nur vor 1000-1500 Besuchern spielen!!!

    In Lyon waren bei TURBINES Gastspiel auch über 12000 Zuschauer angekündigt, und dann kamen „nur“ gute 5000!!!

    (0)
  • Horschd sagt:

    Sheldon,
    in was für ner Lebenskrise steckst du nur ??

    Warum immer so negativ ???

    (0)
  • jochen-or sagt:

    nur für @ Detlef und @Stoner

    Ich will kein Beckmesser sein und es kommt auch letztlich nicht drauf an.
    Aber in Getafe gab es keine Tickets mehr. Grund: Ausverkauft! Es waren viele Tickets an Schulen etc. verteilt worden – einige Bayernfans waren mit mir ohne Tickets vor Ort und ich wollte ihnen Tickets über Turbine besorgen ( die haben sie dann schwarz gekauft).
    Das Stadion fasst 17.000 und die Zuschauer werden – wie üblich – beim Einritt durch die Drehsperren gezählt. Laut UEFA und „Marca“ – 10372 espectadores!

    (0)
  • Ina sagt:

    @stoner (und alle, die sonst noch in Getafe waren):
    Das find ich übrigens interessant und frage mich das schon seit längerem: Wie genau hat Sarholz es eigentlch geschafft, die ganzen Zuschauer so auf Turbines Seite zu ziehen? Hat sie so viel mit denen interagiert oder Kamelle geschmissen oder was hat sie gemacht?
    Finde das nämlich schon beachtlich.

    (0)
  • Guido sagt:

    Was ich mir von dem Spiel erhoffe:
    A) Einen würdigen Rahmen mit vielen Zuschauern, der zeigt, dass FF in Deutschland nach wie vor einen vergleichsweise hohen Stellenwert hat.
    B) Ein attraktives Spiel, in dem der FFC eine anerkennenswerte Leistung zeigt und das Spiel lange offen hält.
    C) Einen Frankfurter Sieg.

    A) scheint schon mal in Erfüllung zu gehen. B) ist nach den letzten Leistungen des FFC nicht unbedingt zu erwarten, aber so ein Finale ist sicher eine gute Gelegenheit, mal wieder die ja durchaus vorhandene Schokoladenseite zu zeigen. C) ist sehr unwahrscheinlich, aber immerhin startet auch dieses Spiel erst mal bei 0:0. Und bei den Männern hat auch schon mal Vestenbergreuth den FC Bayern aus dem Pokal geworfen …

    (0)
  • Benjamin sagt:

    Ich wünsche dem Team des FFC Frankfurt einfach nur alles Gute! Besser als beim Pokalfinale sollten sie auf jeden Fall aufgelegt sein…

    (0)
  • Opossum69 sagt:

    Ich find 37.000 Zuschauer eine tolle Sache, wenn sie in einem Stadion stattfindet, in das sagen wir mal 40.000 Zuschauer passen. Weil, dann ist das ebend mal voll und das ist klasse und macht Stimmung. Aber in einem Olympiastadion München, mit einer Kapazität von knapp 80.000 Zuschauern, ist es leider nur halb voll und wird auch so wirken.

    Nicht desto trotz ist dass eine beachtliche Zahl an verkauften Tickets, egal in welchem Modus.

    (0)
  • berggruen1 sagt:

    @Opossum: Stimmung ist nicht unbedingt davon abhängig, wie viele Menschen im Stadion sein werden, sondern wie die „Zusammensetzung“ ist und inwieweit die Zuschauer überhaupt bereit sind, Stimmung zu „machen“, sprich die Vereine überhaupt anzufeuern. Sollten am Donnerstag nur „neutrale“ Zuschauer dort sein, die womöglich (wie hier an einigen Stellen vermutet) keine Ahnung haben, was sie sich da so eigentlich anschauen,und die echten Fans beider Vereine mehr oder weniger untergehen, dann hilft auch ein exakt an die Zuschauerzahl angepasstes Stadion nicht.
    BVBler bestreiten aber ja schon länger, dass im Heimstadion des FCB überhaupt Stimmung sei ;-). Und da ist das Stadion dann voll ;-).

    Ich drücke dem FFC beide Daumen und hoffe auf ein gutes und faires Spiel ohne Schiedsrichterfehlentscheidungen.

    (0)
  • intersoccer sagt:

    @ Opossum69. Ich habe gelesen, für das Finale hat es eine Kapazität von 50.000 Plätzen.

    (0)
  • waiiy sagt:

    @Ina: Das schafft Sarholz aus dem gleichen Grund, wie es Fans anderer Mannschaften nicht verstehen bzw. im Spiel auch relativ gegen sie sind: Ausstrahlung. Sie strahlt immer 200% aus, ist voll dabei, haut sich immer rein, hat nie Angst, steht nach Fehlern immer wieder auf, stützt der Mannschaft nicht nur durch Leistung den Rücken sondern auch mental, provoziert Gegner und Schiedsrichter, wenn es sein muss.

    So ähnliche Typen waren früher Inka Grings und Kerstin Garefrekes. Leider ist mir gerade bei Kerstin Garefrekes aufgefallen, dass sie diesen Biss verloren hat.

    Insgesamt ist sie halt ein Spielertyp, der nicht unbedingt sympatisch ist, aber den man viel lieber in seiner eigenen Mannschaft sieht als in der des Gegners.

    Und Sarholz hat dann natürlich in entscheidenden Begegnungen (Duisburg u. Lyon in CL 2009/2010) Nervenstärke und Können bewiesen, was man ihr in Potsdam nie vergessen wird.

    Ich weiß, das ist viel Gefühlsduselei. Aber dafür sind die Fans halt auch Fans. 🙂

    waiiy

    (0)
  • Ina sagt:

    @waiiy
    Danke für deine Antwort. Ich denke, du hast Sarholz‘ Rolle im Team und Spielcharakter da sehr gut beschrieben. Genau den Eindruck habe ich von ihr auch, obwohl ich nicht glaube, dass sie (v.a. bei Gegnern) unbedingt unsympathisch rüberkommt durch provozierendes Verhalten.
    Ein Beispiel: Mir ist aufgefallen, dass sie (besonders in Saison 2010/2011) gerade in brenzlichen und unruhigen Situationen, z.B. verursacht durch Fouls – auch an ihr – extrem gelassen bleibt und keinen Anlass nimmt noch unnötig Öl ins Feuer zu gießen. Das ist bei anderen Spielerinnen ihres Alters nicht so gegeben.

    Ich dachte, dass es in Getafe eventuell etwas bestimmtes war, was sie zum Publikum gesagt hatte oder irgendeine bestimmte Situation, die als Art Initialzündung diente, das Publikum zu Turbine-Fans zu machen, aber es war scheinbar nur ihr pures Spielerwesen. 🙂

    Um aber bei diesem Thema hier zu bleiben:
    Ich finde die postiven Prognosen bezüglich der Zuschauerzahl des CL Finales großartig. Wenn sie sich auch so bewahrheiten, kann sich Deutschland wirklich als Frauenfußballnation bezeichnen, der doch (zumindest bei internat. Vereinsebene) mehr an diesem Sport liegt, als derzeitige Statistiken und Artikel à la „was von der WM übrig blieb“ zeigen.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Sehr schön, genau so sehe ich das auch bei Sarholz.

    Wenn man den Vergleich mit Grings und Garefrekes wagt, sollte man sagen, dass Garefrekes diesen Biss vermissen lässt, Grings ihn dafür in ihrer letzten Zeit in einem für mich zu großen Maße hatte.

    Bei Sarholz dagegen merkt man, da geht es wirklich nur um das Spiel, danach ist sie ein enorm sympathischer Mensch!

    (0)
  • frosti sagt:

    Wenn 37.000 dafür bezahlt haben, dürfte tatsächlich ein schöner Rahmen in einem wenig attraktiven Stadion entstehen. Sollten die Tickets aber wie in Getafe an Schulen verschenkt worden sein, so dürften eben nur Teile der Beschenkten erscheinen.
    Weil das Spielfeld durch die Laufbahn so weit weg ist und nicht mein oder ein von mir geschätzter Verein die deutschen Farben vertritt, habe ich mir nach Getafe und London dieses Finale geschenkt.

    Ich hoffe, dass Frankfurt – anders als in Köln – zumindest ein gutes Spiel macht und so den deutschen Fußball gut vertritt. Von Lyon wünsche ich mir den gepflegten Fußball wie sie ihn sowohl 2010 als auch 2011 im Finale und jetzt im Halbfinale gegen Turbine gezeigt haben.

    (0)
  • Ramona sagt:

    Darf man eine Spiegelreflexkamera mitnehmen ins stadion?

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Darf man eine Spiegelreflexkamera mitnehmen ins stadion?

    Solange die bei Betätigen des Auslöser nicht wie eine Schiripfeife klingt, schon! 😀

    (0)