Champions-League-Finale ohne Bajramaj

Von am 13. Mai 2012 – 16.24 Uhr 39 Kommentare

Nach der Niederlage im DFB-Pokalfinale muss der 1. FFC Frankfurt den nächsten Rückschlag verkraften, denn Fatmire Bajramaj wird nach heutigem Ermessen nicht am Champions-League-Finale gegen Olympique Lyonnais teilnehmen können.

Wie eine Untersuchung am heutigen Sonntag ergab, zog sich Bajramaj im gestrigen Spiel in einem Zweikampf eine Kapselzerrung am rechten Sprunggelenk sowie einen Gelenkerguss zu, der eine Teilnahme am Finalspiel am kommenden Donnerstag äußerst unwahrscheinlich erscheinen lässt, gerechnet wird mit acht bis zehn Tagen Pause.

Tragische Figur
„Es müsste schon ein Wunder geschehen, damit sie spielen kann“, so FFC-Manager Siegfried Dietrich gegenüber Womensoccer. „Für Lira ist das tragisch, weil sie gerade erst von einer anderen Verletzung genesen war.“ Bajramaj hatte zuletzt an einer Oberschenkelverletzung aus dem Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen laboriert.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

39 Kommentare »

  • Lucy sagt:

    Eigentlich war es doch von Anfang an schon klar, dass Lira nicht ins Frankfurter Spiel reinpasst. Man hat sich in Potsdam und Duisburg mehr nach ihr gerichtet und in FFM ist sie nur eine von vielen. Die Fans haben gleich gesagt, das passt alles nicht zusammen. Aber man musste diesen Namen ja unbedingt aus Potsdam holen…!! 🙁

    Ich habe nichts persönlich gegen sie, aber sie passt halt wohl besser zu anderen Mannschaften. In der Natio finde ich sie ja auch meistens ganz gut.

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  • Detlef sagt:

    @Lucy,
    nächste Saison spielt doch (fast) die ganze Natio in Mainhatten, dann ist LIRA vielleicht besser drauf??? 😉

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  • Lucy sagt:

    Weiß nicht Detlef, vielleicht schafft es SiDi dann ja noch die Bundesneid als Zweitjob zu engagieren, dann könnte es klappen und die zwei Torschützinnen von Bayern müssen auch baldigst her, damit sie für München keine Tore mehr schiessen können und, und, und… 😉

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  • Winter sagt:

    Frankfurt macht sich langsam zur Lachnummer. Wenn ich schon höre, das „Gesamtpaket“, da wird mir echt schlecht! Donnerstag wird der peinliche Höhepunkt der diesjährigen Theateraufführung, also Plätze vor dem Fernseher sichern!
    Ich glaube, Schmidt und Peter bedauern jetzt schon ihren Schritt. Frankfurt hat wahrscheinlich vielen Spielerinnen zu viel versprochen und die sportliche Enttäuschung wird bei vielen sehr groß sein.

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  • Sheldon sagt:

    Übrigens, zu Liras Verletzung: Bin ich eigentlich der Einzige, der Liras professionellen „Gipsverband“ am Fuß gesehen hat, als sie den Schuh ausgezogen hatte?

    Der kann Kahlert ja wohl in der Vorbereitung nicht entgangen sein. Wer mit so einem Verband spielt, da ist doch klar, dass der nicht ganz fit ist. Der musste ja sogar aufgeschnitten werden…

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  • Guido sagt:

    Lira Bajramaj und Frankfurt mag ja keine glückliche Geschichte sein. Ich denke aber, dass es nicht nur an Frankfurt liegt: Die sportliche Misere begann ja schon mit der für sie sehr enttäuschend verlaufene WM. Und auch jetzt ist es so, dass sie in der N11 allenfalls durchwachsene Leistungen bringt und auch dort keinen Stammplatz mehr hat. Klar kann man von einer Spielerin, die im Verein Probleme hat, kaum erwarten, dass sie in der N11 explodiert, aber man vergleiche das einmal mit Miro Klose, der beim FCB fast nur die Bank drückte und in der N11 trotzdem famose Leistungen ablieferte, oder auch mit Lukas Podolski in seiner Bayern-Zeit. – Mein Eindruck ist, dass sie noch immer unter einem „WM-Knacks“ leidet (der mediale Trubel um sie war ja vor der WM enorm, und so war der Absturz heftig, als sie von der Bank das frühe Aus verfolgen musste – und dabei hatte sie noch Glück, dass sich die Medien mehr für das Drama um Birgit Prinz interessierten) und dass der Verein wenig dafür getan hat, ihr darüber hinweg zu helfen. Der FFC hat das Problem also nicht allein geschaffen, es aber eben auch nicht gelöst.

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  • waiiy sagt:

    @Guido: Gerade nach den letzten Spielen der N11 hatte ich einen anderen Eindruck von unserer Offensive, inklusive Lira. Da wurden durchaus richtig gute Leistungen und ein gutes Zusammenspiel gezeigt, wovon vor allem Celia richtig profitiert hat.

    Und es ist in der N11 auch so, dass deutlich zu sehen ist, dass Silvia Neid durchaus an der Abstimmung in der Offensive gefeilt hat, um diese positiveren Resultate zu erzielen. Dabei hat sie viel weniger Zeit mit den Spielerinnen, als es im Verein der Fall ist.

    Das ist also auch wieder eher ein Argument, was gegen die Trainingsarbeit in Frankfurt spricht. Dabei hatte ich das so noch gar nicht gesehen. Danke für diesen unerwartet neuen Aspekt. 🙂

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @Guido: In der Nationalelf hat Bajramaj noch nie überragend gespielt, weil sie dort außen einfach nicht zur Geltung kommt, zwischen AV, DM, „10“ und MS eingeklemmt. Ihr fehlt da der enorme Freiraum, den sie bei Potsdam hatte.

    Sowohl Neid als auch Kahlert haben den Schatz, den sie mit Bajramaj in einem 4-3-3 oder 3-4-3 hätten, nicht erkannt.

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  • hanah sagt:

    Mir tuts nur leid dass sie verletzt ist ( schon wieder) Nach meiner Meinung passen Frankfurt und Bajramaj nicht zusammen!!! Sie sollte nach Duisburg gehen:) @ : Ich stimme dir zu dass es änlich ist wie bei Poldi:)

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  • Lakshmi sagt:

    Sheldon schrieb:
    „In der Nationalelf hat Bajramaj noch nie überragend gespielt, weil sie dort außen einfach nicht zur Geltung kommt, zwischen AV, DM, “10″ und MS eingeklemmt. Ihr fehlt da der enorme Freiraum, den sie bei Potsdam hatte.
    Sowohl Neid als auch Kahlert haben den Schatz, den sie mit Bajramaj in einem 4-3-3 oder 3-4-3 hätten, nicht erkannt.“

    Man kann doch das System einer Mannschaft wegen einer einzelnen Spielerin ändern bzw. wegen einer einzelnen Spielerin ein bestimmtes System spielen.
    Ich frage mich eher warum so eine begnadete Spielerin nicht flexibler einsetzbar ist.

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  • Lakshmi sagt:

    UUPS,

    mir ist oben ein kleiner Fehler unterlaufen. Es sollte heißen:

    Man kann doch das System einer Mannschaft NICHT wegen einer einzelnen Spielerin ändern bzw. wegen einer einzelnen Spielerin ein bestimmtes System spielen.

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  • Sheldon sagt:

    Nicht wegen einer Spielerin!

    Überlegen wir mal, wer in der nächsten Saison alles bei Frankfurt spielt:

    Mit Peter eine Liberospielerin
    Mit Bartusiak und Kumagai zwei erstklassige Innenverteidigerinnen
    Mit Marozsan und Kulig zwei echte „zentrale“ Mittelfeldspielerinnen
    Mit Schmidt und Krieger zwei Außenmittelfeldspielerinnen
    Mit Crno, Chojno und Bajramaj drei junge und dynamische Stürmerinnen

    Für Schmidt und Krieger wäre auf den Außen sehr viel mehr Platz, wodurch sie ihre enormen physischen Fähigkeiten ausspielen könnten.
    Bajramaj, Crno und Chojno könnten vorne wunderbar rotieren.

    Wäre alles ideal. Insbesondere mit diesem Kader, der eigentlich davon leben sollte, möglichst in gar keinem System zu spielen, sondern in der Lage sein sollte, ein möglichst dynamisches, flexibles System zu spielen, indem vorne rotiert wird, indem mal mit 3er, mal mit 4er und mal mit 5er-Kette hinten agiert wird, indem Marozsan und Kulig abwechselnd in die Spitze vorstoßen, indem die Stürmerinnen sich auch mal zurückfallen lassen, um dann blitzschnell wieder in die Spitze zu stoßen.

    Versteht mich nicht falsch, aber Bajramaj ist in diesem System von den Fähigkeiten, die sie mitbringt, schlichtweg formal zu beschränkt, um diese auszuleben. Ihr Spielverständnis, ihre Antizipation, ihre Lauf- und Kampfbereitschaft bleibt durch dieses starre 4-4-2-System und durch ihre nicht kreativen Mitspielerinnen vollkommen auf der Strecke!

    Und auch in der Natio wäre zumindest ein 4-3-3 sinnvoller, weil das auch das System ist, indem eine Celia viel besser zur Geltung kommt und das sie aus Bad Neuenahr auch kennt!

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  • DAWIDenko sagt:

    @sheldon: wie ich Dich richtig verstehe, würdest du mit dieser Aufstellung eine 3-4-3 Grundformation präferieren.
    Vor allem wäre das auch ein längerfristiges Ensemble.
    Allerdings sind auch nächste Saison noch in der Mannschaft Kerstin Garefrekes und Mel B. Kommen sie bewusst bei Dir nicht vor?
    Beide haben schließlich verlängert. (Garerekes für ein Jahr, Mel für 2 Jahre)

    Ich glaube nicht, dass sie auf der Bank sitzen. Vor allem Garefrekes ist eine Ausnahmespielerin, wenngleich sie im DfB-Pokal Finale ebenso untergangen ist, wie der Rest.
    Die Aufstellung ohne Garefrekes wäre wohl eher in der übernächsten Saison möglich.

    Außerdem fehlt mE Svenja Huth bei Dir. Sie ist keine richtige Stürmerin, aber ich würde sie vor Chojno sehen.
    Das hat nichts damit zu tun, dass ich einer 17-Jährigen es nicht zu trauen würde. -offengestanden kann ich mir eigentlich über ihr potential keine Meinung erlauben- aber Sveni Huth gehört für mich in die Start-Elf. Dass hat sie auch über weite Strecken gegen Potsdam unter Beweis gestellt.

    DAWIDenko

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  • Sheldon sagt:

    @Dawidenko: Das hast du richtig beobachtet. Garefrekes, Behringer und Smisek stehen für ein anderes System. Sie sind für das 4-4-2 oder auch 4-2-3-1, was ja nur eine Abwandlung davon ist, ausgebildet worden und spielen das seit Jahrzehnten. Sie sind Systemspieler, bullige Typen, deren Stärken im 1:1 liegen. Spielerinnen wie sie als auch Prinz oder Lingor brauchen ein derart starres System, um zur Geltung zu kommen, da ihr Spiel sich auf engem Raum gestaltet.

    Ich sage nicht, dass das schlechter ist, im Gegenteil, es hat seine Berechtigung. Aber dann darf man eine Bajramaj, eine Krieger oder eine Kulig nicht einsetzen. Das sind Allrounderinnen, die vor allen Dingen viel Platz brauchen und deren Spiel gerade vom häufigen Kreuzen, von einer vielfältigen Kreativität lebt, die nur ausgelebt werden kann, wenn sie nicht von einem starren System in ihren Positionen verankert bleiben, sondern wo man öfter, je nach Spielsituation einfach die Positionen tauscht.

    Das ist meine Auffassung von modernem Fußball, viel Lauf, viel Offensivkreativität, viel Rotation. Dafür stehen Bajramaj und Co. auch und daher bekommen sie auch ihre Attribute „Weltklasse“. Garefrekes, Smisek und Behringer passen zumindest nicht mehr in dieses System.

    Was Huth angeht, für eine Stürmerin fehlt mir bei ihr der Zug zum Tor. 3 Tore sind für mich absolut zu wenig, um eine solche Position auszufüllen. Die Zahl ihrer Dribblings, die in einem Ballverlust enden, liegen meiner Schätzung nach bei mindestens 80%!
    Das ist nicht effektiv genug. Chojno macht da den wesentlich zielstrebigeren Eindruck. Für sie ist das Dribbling nicht der Sinn des Fußballs, sondern lediglich ein Hilfsmittel, um am Gegner vorbeizukommen! Bei Huth habe ich da so meine Zweifel!

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  • waiiy sagt:

    Mal was Ketzerisches:

    Bei Chojnowski und Huth würde ich mir vorstellen können, dass sie sich einen Verein suchen, bei dem a) die Philosophie besser auf sie ausgerichtet ist und bei dem sie ab) mehr Einsatzzeit bekämen. Punkt a) trifft sicher auf Potsdam zu. Aber bei Duisburg, München oder auch Bad Neuenahr sind es a) und b)…

    waiiy

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  • Jennifer sagt:

    In der FR-Online ist heute folgender Bericht über Lira erschienen:

    https://tinyurl.com/72hhaje

    Für alle, die gehofft haben, dass Trainer Kahlert beim Champions League Finale nicht mehr auf der Bank sitzt, gibt es auch einen Artikel auf der FR-Online Seite:

    https://tinyurl.com/7z4ptob

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  • Ina sagt:

    Normalerweise sind mir Kolumnen egal und Kommentare dazu sogar nochmehr,
    aber da ist eine Sache, die mich ins Grübeln gebracht hat. Vielleicht findet der ein oder andere von euch das auch ganz interessant:

    Ich habe heute die neueste Ausgabe des digibet-Expertenstudios gesehen, wo Christian Sprenger diesmal Bernd Schröder interviewt hat und die Sprache auf Lira Bajramaj, insbesondere ihre Verletzungen kam. C. Sprenger sprach diesbezüglich kurz eine seiner letzten Online-Kolumnen an, in der er von den Umständen Liras Verletzung und Egoismus schrieb und meinte, dass sie sogar selber darauf reagiert hat.

    Ich habe mir die Kolumne daraufhin durchgelesen und mir die Kommentare angeschaut, unter denen tatsächlich einer ist von jemandem namens „Fatmire Bajramaj“.

    Mir stellt sich nun die Frage, ob der Kommentar tatsächlich von ihr stammt, zumal sie sich eigtl. nie selber Fatmire nennt, sondern Lira und ich sie doch so professionell einschätze im Umgang mit Medien, dass sie auf sowas nicht ihr persönliches Empfinden kundtut.
    Hätte C.Sprenger nicht gesagt, dass sie es ist, die darauf reagiert hat, wäre ich 100% der Meinung, dass der Kommentar ein Fake ist. Ich hoffe doch, dass C.Sprenger das gut recherchiert hat, denn es wäre sehr naiv sofort anzunehmen, dass es sich um die echte Spielerin handelt und noch schlimmer, es dann auch noch in einem Interview zu sagen.

    Ich weiß, dass ist eigentlich Firlefanz und es nicht Wert darüber nachzudenken, aber ich fand’s einfach interessant und wollte es teilen.

    Hier das Interview und darunter die Kolumne:
    https://www.digibet.com/?lang=00

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  • Sheldon sagt:

    Das ist nie und nimmer Lira… So flach ist die nicht und macht das mitnichten unter ihrem eigenen Namen öffentlich…

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  • Ina sagt:

    Ja so denke ich auch.
    Demnach finde ich es erschreckend und mies, was für Information man bekommt, die augenscheinlich nicht geprüft werden.

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