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2012

Bayern München gewinnt DFB-Pokal

Die Überraschung ist perfekt: Der FC Bayern München hat das DFB-Pokal -Finale gegen den favorisierten, aber indisponierten 1. FFC Frankfurt verdient gewonnen.

Vor 15 678 Zuschauern im Kölner RheinEnergieStadion gewannen die Münchnerinnen durch Tore von Sarah Hagen (63.) und der eingewechselten Ivana Rudelic (90.+1) verdient mit 2:0 (0:0) und machten damit im dritten Anlauf nach 1988 und 1990 den ersten DFB-Pokalsieg der Vereinsgeschichte perfekt.

Highlights anschauen Bayern von Beginn an hellwach Von Beginn an war der Außenseiter besser in der Partie, schon in der zweiten Minute musste Saskia Bartusiak in höchster Not klären, Hagen scheiterte kurz darauf nur knapp mit einem Kopfball. „Wir haben von der ersten Minute an mutig Fußball gespielt“, freute sich Bayern-Trainer Thomas Wörle, dessen Konzept voll aufging. „Wir waren in der Defensive sehr kompakt, aggressiv und gut organsiert und haben Frankfurt wenig Raum gegeben, ihre Kombinationen aufzuziehen.“

Behringer trifft die Latte Die sichtlich überraschten Frankfurterinnen brauchten zehn Minuten, um bei Schüssen von Bartusiak und Dzsenifer Marozsán erstmals vor das Bayern-Tor zu kommen, doch für die einzige Gefahr der ersten Halbzeit sorgte eine Standardsituation, bei der Bayern-Torhüterin Kathrin Längert nach einer knappen halben Stunde einen Freistoß von Melanie Behringer an die Latte lenkte, Svenja Huth im Nachschuss knapp das Tor verfehlte.

Bayern mit mehr Leidenschaft und Biss Doch die Münchnerinnen hielten den Favoriten ansonsten erfolgreich vom eigenen Tor fern, die Frankfurterinnen agierten leidenschafts- und emotionslos. Die Bayern-Frauen waren immer einen Schritt schneller, zweikampfstärker und auch laufbereiter. Noch vor der Pause musste die überraschend in der Anfangsformation stehende Fatmire Bajramaj wieder vom Feld, die sich im Abschlusstraining am Freitag den Fuß verdreht hatte und bereits beim Aufwärmen Schmerzen verspürte.

Champions-League-Finale ohne Bajramaj? Erst eine MRT-Untersuchung am Montag wird Aufschluss über die Schwere der Verletzung am rechten Sprunggelenk geben. „Ich hoffe natürlich, dass ich am Donnerstag spielen kann“, so Bajramaj, die ihrem Team ein vernichtendes Zeugnis ausstellte: „Wir sind mit der falschen Einstellung ins Spiel gegangen und haben nicht alles gegeben.“ Doch wer gedacht hatte, die Frankfurterinnen würden mit mehr Schwung aus der Kabine kommen, sah sich getäuscht. Ein abgefälschter Schuss von Sandra Smisek sorgte anfangs der zweiten Halbzeit für einen Hauch von Gefahr. Doch es waren weiter die Bayern, die das Drehbuch der Partie bestimmten.

Hagens Kopfballstärke legt Grundstein Eine Ecke von Katharina Baunach verwandelte Sarah Hagen per Kopf zur viel umjubelten Münchner Führung (63.). „Sie hat das wie im Training gemacht und ich musste den Ball nur noch reinköpfen“, freute sich die kopfballstarke Hagen über die perfekte Vorarbeit. Wie schon beim 5:2-Halbfinalsieg gegen den Hamburger SV kam die Stärke bei den Standards zum Tragen. Ausgerechnet die junge Silvana Chojnowski sollte es dann wie schon im Champions-League-Viertelfinalrückspiel gegen Malmö richten, in der 70. Minute kam sie überraschend für Kerstin Garefrekes in die Partie.

Rudelic macht den Sack zu Doch große Impulse konnte auch sie dem Spiel ihres Teams nicht mehr geben, die Münchnerinnen hatten die Partie im Griff. Und der Außenseiter versetzte dem Favoriten in der unverständlicherweise nur eine Minute langen Nachspielzeit den endgültigen K.o., als die kurz zuvor eingewechselte Ivana Rudelic einen Konter eiskalt zum 2:0-Sieg abschloss. „Ich hatte Herzrasen, aber ich dachte mir, den mache ich jetzt rein, dann ist alles gesichert.“

  1. FFC Frankfurt – FC Bayern München 0:2 (0:0)

  2. FFC Frankfurt: Schumann – Percival, Bartusiak, Lewandowski, Weber – Smisek, Behringer – Garefrekes (70. Chojnowski), Marozsán, Huth – Bajramaj (40. Crnogorcevic)

Bayern München: Längert – Huyleur (89. Rudelic), Wenninger, de Pol, Baunach – Feiersinger, Bürki (85. Schöne), Schnaderbeck, Cross – Hagen, Bachor (61. Lotzen)

Schiedsrichterin: Müller-Schmäh (Potsdam)

Tore: 0:1 Hagen (63.), 0:2 Rudelic (90.+1)