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2012

Aus dem Spitzenquartett wird ein Duo

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat das Spitzenspiel am 20. Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga gegen den 1. FFC Frankfurt mit 3:1 gewonnen. Damit müssen sich die Frankfurterinnen aus dem Titelrennen verabschieden, gleiches gilt wohl für den FCR 2001 Duisburg. Die Meisterschaft ist zum Zweikampf geworden.

Die Wolfsburgerinnen liegen nach einem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg weiter nur einen Punkt hinter Potsdam.

Highlights Potsdam – Frankfurt anschauen

Auf Pohlers ist Verlass Schon in der elften Minute ging der VfL Wolfsburg durch Conny Pohlers mit 1:0 in Führung. Für die Stürmerin, die vor Saisonbeginn vom 1. FFC Frankfurt gekommen war, war es bereits der 19. Saisontreffer. Zwölf Minuten später erhöhte Zsanett Jakabfi auf 2:0 für den VfL, der nach dem Seitenwechsel durch einen verwandelten Foulelfmeter von Nadine Keßler (70.) noch zum 3:0 kam.

Anonma schießt Frankfurt ab Der 1. FFC Turbine Potsdam behielt vor 3.860 Zuschauern mit 3:1 (2:0) die Oberhand gegen den 1. FFC Frankfurt, der den besseren Start erwischte. „Wir haben zehn Minuten gebraucht, um reinzukommen“, so Potsdams Babett Peter. Doch ein Treffer von Genoveva Anonma (24.) drehte die Partie. Nur kurze Zeit später kamen die Gastgeberinnen nach einem Fehler von Saskia Bartusiak zu ihrem ersten Eckball. Die Frankfurterinnen schafften es nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Anonma war erneut zur Stelle und traf in der 27. Minute zum 2:0. Frankfurt wurde durch den Doppelschlag sichtlich aus dem Konzept gebracht.

Anschlusstreffer durch Kerstin Garefrekes Nach dem Seitenwechsel machten zunächst die Frankfurterinnen den besseren Eindruck. In der 50. Minute war Melanie Behringers Schuss noch zu unplatziert, sieben Minuten später gelang ihr der Anschlusstreffer. Ihre Hereingabe war eigentlich als Zuspiel auf Kerstin Garefrekes gedacht. Doch die kam nicht an den Ball, und das Leder fand den direkten Weg ins Tor. In einer spannenden Schlussphase traf Anonma in der 87. Minute zum 3:1. „Das war eine sensationelle Leistung“ befand Turbine-Trainer Bernd Schröder, „wir haben verdient gewonnen.“ Bitter für Potsdam aber: Anonma wird aufgrund ihrer fünften Gelben Karte im nächsten Spiel beim FCR 2001 Duisburg fehlen. Die Frankfurterinnen müssen sich aus dem Meisterschaftsrennen verabschieden.

Duisburg unterliegt in München Nur noch eine theoretische Chance auf die vorderen beiden Plätze hat der FCR 2001 Duisburg nach der 0:2 (0:0)-Niederlage beim FC Bayern München. Unter den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid hatte der FCR in der ersten Halbzeit Pech, als Linda Bresonik in der 22. und 24. Minute nur Pfosten und Latte traf, aber nach dem Seitenwechsel kamen die Münchenerinnen besser ins Spiel. Die eingewechselte Lena Lotzen traf in der 70. Minute aus schrägem Winkel zum 1:0. Nach einem Foul von Petra Hogewoning an Lotzen entschied Schiedsrichterin Verena-Kordula Schultz auf Strafstoß. Katharina Baunach (82.) verwandelte sicher zum 2:0. „Es ist gut, dass wir vor dem Pokalendspiel gegen einen großen Gegner gewinnen konnten“, so FCB-Trainer Thomas Wörle, „jetzt fahren wir mit noch größerem Selbstbewusstsein nach Köln.“ Dort trifft seine Mannschaft am kommenden Samstag auf den 1. FFC Frankfurt.

Kantersieg für Bad Neuenahr Der SC 07 Bad Neuenahr gewann das Duell mit dem 1. FC Lok Leipzig mit 5:0 (1:0). Célia Okoyino da Mbabi traf in der 23. Minute zum 1:0 für die Gastgeberinnen. Nach dem Seitenwechsel schraubten Nicole Rolser (60.), Sarah Gregorius (81.), Okoyino da Mbabi (83.) und Sofia Nati (88.) das Ergebnis in die Höhe. „Es ist uns nicht gelungen, an die kämpferisch starken Leistungen der letzten zwei Partien anzuknüpfen. Am Ende war dann die Luft raus, so dass das Resultat leider auch in der Höhe in Ordnung geht“, so Leipzigs Trainer Frank Tresp.

HSV gewinnt in Jena Der FF USV Jena unterlag im eigenen Stadion dem Hamburger SV mit 0:1 (0:1). Carolin Simon gelang in der 69. Minute das entscheidende Tor für den HSV. Durch den „Dreier“ haben sich die Hamburgerinnen zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenverbleib endgültig gesichert. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir die letzten zwei Spiele jetzt entspannt angehen können“, war Trainer Achim Feifel erleichtert.

Essen gewinnt NRW-Duell Die SG Essen-Schönebeck hat mit einem 4:0 (0:0)-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen den fünften Platz gefestigt. Nach einer torlosen ersten Hälfte traf Linda Dallmann in der 60. Minute zur Führung, ehe Caroline Hamann mit einem Doppelschlag (73./81.) für die Entscheidung sorgte. Katharina Leiding (88.) gelang in der Schlussphase der 4:0-Endstand. Leverkusen bleibt dadurch auf dem letzten Tabellenplatz und hat weiter vier Punkte Rückstand auf den rettenden zehnten Rang, den der FF USV Jena einnimmt.