Verfolgerduell in Wolfsburg, Frankfurt will Anschluss halten
In der vergangenen Woche traf der VfL Wolfsburg auf den 1. FFC Turbine Potsdam , nun steht für die „Wölfinnen“ das nächste Spitzenspiel an, denn sie empfangen am 16. Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga den FCR 2001 Duisburg (14 Uhr, live auf DFB-TV ). Gewinnt der FCR, stehen die Chancen im Titelkampf weiter gut. Sollte der VfL am Ende die Nase vorn haben, wäre er im Kampf um die Champions-League-Qualifikation im Vorteil.
Die Wolfsburgerinnen würden mit einem Sieg den Rückstand auf Duisburg auf zwei Punkte verringern und haben weiterhin ein Spiel in der Hinterhand.
Ausfälle auf beiden Seiten „In der Hinrunde haben wir unnötig verloren. Ohne Angst müssen wir von Beginn an zeigen, wer der Chef im Ring ist. Duisburg ist auch anfällig, wir müssen nur vom Anpfiff weg richtig Druck machen“, sagt VfL-Torjägerin Conny Pohlers, die am Sonntag ohne die gesperrte Sturmpartnerin Martina Müller auskommen muss. Sie werde dem VfL „sicher fehlen, aber Abwehr und Mittelfeld mit Spielerinnen wie Goeßling, Keßler, Henning oder Jakabfi haben hohes Niveau“, so Duisburgs Trainer Marco Ketelaer, der neben Simone Laudehr auch auf Mandy Islacker verzichten muss. „Offen ist, ob Marina Himmighofen nach ihrer Verletzung aus dem Freiburg-Spiel bis zum Sonntag fit wird.“
Frankfurt will dran bleiben Über ein Unentschieden in Wolfsburg würde sich der 1. FFC Frankfurt wohl freuen, denn die Hessinnen halten weiter an ihrem Ziel fest, zumindest den zweiten Platz in der Meisterschaft zu erreichen. Das ist aus eigener Kraft aber nicht mehr möglich. Am Sonntag gastiert der FFC beim SC 07 Bad Neuenahr . Der hat zwar bislang 13 Punkte weniger in der Saison gesammelt, aber „es ist uns bewusst, dass wir in Bad Neuenahr nicht im Vorbeigehen die Punkte mitnehmen können“, so FFC –Trainer Sven Kahlert. „Die Mannschaft hat sich nach Startschwierigkeiten im Verlauf der Saison prima entwickelt, und Colin Bell hat eine gute Mischung aus erfahrenen und entwicklungsfähigen Spielerinnen in seinen Reihen.“ Dabei hat der FFC vor allem Respekt vor Nationalstürmerin Célia Okoyino da Mbabi , „die sich in den letzten Wochen in einer tollen Form präsentiert und auf die wir aufpassen müssen.“
Duell der Aufsteiger Der SC Freiburg empfängt den 1. FC Lok Leipzig . Das Duell der beiden Aufsteiger ist für SC-Trainer Milorad Pilipovic „fast wie ein Matchball zum Klassenerhalt für uns.“ Der Vorsprung auf die Leipzigerinnen, die momentan auf dem vorletzten Rang stehen, würde im Falle eines Sieges auf 13 Punkte wachsen. „Um einen Sieg gegen Leipzig zu erreichen, müssen wir auf jeden Fall einiges leisten. Es ist kein Geheimnis, dass die Partie am Sonntag ein ganz anderes Spiel wird als die Spiele gegen die Spitzenmannschaften Potsdam und Duisburg. Wir sind der Favorit und müssen schauen, dass wir unsere Art Fußball zu spielen, durchsetzen“, sagt Pilipovic. Die Leipzigerinnen reisen mit einer bitteren 1:4-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen im Rücken in den Breisgau. Die Gastgeberinnen müssen auf Hasret Kayikci, Lydia Miraoui (verletzt) und Caroline Abbé (gesperrt) verzichten.
Hamburg kämpft gegen das Bayer-Syndrom Der Hamburger SV hat die letzten drei Partien gegen Bayer 04 Leverkusen allesamt verloren. „Das darf uns nicht nochmal passieren. Wir müssen mit der gleichen Motivation zu Werke gehen wie in Frankfurt”, forderte Trainer Achim Feifel vor dem Auswärtsspiel gegen das Tabellenschlusslicht, dessen Chancen auf den Klassenverbleib gering sind. Für den HSV, so Feifel, sei ein Sieg gegen die Werkself der wohl entscheidende Schritt Richtung Klassenverbleib. „Dann könnten wir wahrscheinlich sogar noch in Richtung Platz fünf schielen.“
„Torbienen“ reisen in den Ruhrpott Bundesliga-Spitzenreiter 1. FFC Turbine Potsdam ist am Sonntag bei der SG Essen-Schönebeck zu Gast. Nach dem deutlichen Erfolg in der Champions League gegen WFC Rossiyanka heißt es für die Elf von Bernd Schröder gegen die zuletzt etwas schwächelnden Essenerinnen, die Tabellenführung zu verteidigen. Außerdem empfängt der FF USV Jena den FC Bayern München, der nach schwacher Hinrunde zuletzt besser in Fahrt kam.