Potsdam sieht sich in der Außenseiterrolle
Bernd Schröder, Trainer des Deutschen Meister 1. FFC Turbine Potsdam , hat vor dem Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League gegen WFC Rossiyanka am Mittwoch (ab 18 Uhr live auf Eurosport) dem Gegner die Favoritenrolle zugeschoben.
„Wir sind in diesem Spiel auf keinen Fall der Favorit“, erklärte Schröder am Tag vor dem Duell mit den Russinnen.
Schröder lobt Rossiyanka „Rossiyanka hat eine hervorragend besetzte Mannschaft mit zahlreichen guten Spielerinnen aus Brasilien, der USA, Russland und anderen Ländern und vielen Einzelkönnerinnen. Wir wissen, dass sich die Mannschaft in der Winterpause noch einmal sehr verstärkt und sich zudem in den letzten Wochen in Frankreich intensiv auf das Viertelfinale vorbereitet hat.“
Champions League als Muntermacher? Doch nach den enttäuschenden Unentschieden gegen Hamburg und Leverkusen und dem schwer erkämpften Sieg in Freiburg kommt das Champions-League-Duell mit den Russinnen vielleicht gerade recht, um die müden Turbine-Beine endlich mal wieder richtig auf Trab zu bringen.
Zietz: “Agieren statt reagieren” „ International zu spielen, und dann auch noch unter Flutlicht, ist immer etwas Besonderes“, verspricht Kapitänin Jennifer Zietz einen heißen Tanz. Nach der altbewährten Erfolgsformel „agieren statt reagieren“ soll der Gegner in die Knie gezwungen werden. Dennoch glaubt auch Zietz an „ein ganz schweres Spiel“ gegen einen aggressiv spielenden Gegner, der „versuchen wird, den Ball schnell zu erobern und schnell nach vorn zu spielen.“
Benstiti: “Chancen stehen 50:50″ Rossiyanka-Trainer Farid Benstiti weiß aber aus dem Champions-League-Finale 2010, das er mit Olympique Lyonnais gegen Potsdam bestritt, dass es auch für sein Team keine einfache Aufgabe werden dürfte. „Die Mannschaft hat sich in den zwei Jahren zwar verändert, aber Turbine hat immer noch eine sehr starke Mannschaft mit sehr vielen guten Spielerinnen und auch viele junge Spielerinnen. Die Chancen stehen 50:50, auf diesem Level gibt es keine Favoriten mehr.“
Optimale Leistung abrufen Stürmerin Natalia Shlyapina meint: „Ich bin sehr dankbar, dass ich hier sein darf und mit meiner Mannschaft dieses Spiel bestreiten kann. Wir haben uns bis ins Viertelfinale gekämpft und werden im Spiel gegen Turbine alles versuchen, um unser bestes Spiel zu machen. Ich wünsche beiden Mannschaften ein gutes Spiel.“