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2012

Bartusiak-Sperre trübt Türkei-Fazit

Nicht schön gespielt, aber klar mit 5:0 gewonnen – die Bilanz der Türkei-Reise hätte mit einigen Abstrichen durchaus positiv ausfallen können. Wäre da nicht die unnötige Gelb-Rote Karte von Interims-Kapitänin Saskia Bartusiak gewesen, die Bundestrainerin Silvia Neid ausgerechnet im vorentscheidenden EM-Qualifikationsspiel gegen Spanien zum Umbau der Viererkette zwingt.

„Wir haben drei Punkte, alles bestens“, resümierte Neid in der 92. Minute als Co-Kommentatorin am ARD-Mikrofon, als ihr Team in Izmir mit 5:0 führte und einem ungefährdeten Sieg entgegensteuerte. Doch das Fazit kam etwas verfrüht.

Gelb-Rot in der Nachspielzeit Denn zwei Minuten später war die Laune dahin, als sich Saskia Bartusiak, die in ihrem 50. Länderspiel für die verletzte Nadine Angerer die Kapitänsbinde trug, in der vierten Minute der Nachspielzeit unnötigerweise in eine 1:1-Situation verwickeln ließ und für ihr Foul an der eingewechselten Filiz Işikirik unweit der Strafraumgrenze mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt wurde. „Das ist absolut ärgerlich und tut uns richtig weh“, quittierte Neid von der Tribüne aus die Aktion. Und Bartusiak stimmte ein: „Das war überflüssig.“

Umbau der Abwehr notwendig Denn nun gilt es ausgerechnet für das EM-Qualifikationsspiel gegen das in Gruppe 2 punktgleiche Spanien am 31. März in Mannheim die Abwehr umzubauen – ein Spiel, das wohl die Vorentscheidung um den Gruppensieg und die direkte Qualifikation zur UEFA Women’s EURO 2013 in Schweden bringen wird. Glücklicherweise steht bis zum Spiel gegen die Spanierinnen noch der Algarve Cup (29. Februar bis 7. März) an, bei dem in vier Spielen gegen hochkarätige Gegner diverse Abwehrformationen getestet werden können.

Gegen Spanien wohl mit Duo Goeßling/Krahn Erste Wahl für das Innenverteidiger-Duo im Spanien-Spiel sind Lena Goeßling und die zuletzt nicht in der Startformation berücksichtigte Annike Krahn. Doch auch andere Varianten sind denkbar, etwa ein Einsatz von Babett Peter in der Innen- statt in der Außenverteidigung. „Uns steht ja auch noch Josephine Henning zur Verfügung“; so Neid. „Wir müssen das hier und da beim Algarve Cup testen.“

Algarve Cup als Härtetest Die Spiele gegen Island, China und Schweden sowie das anschließende Platzierungsspiel werden für die Spielerinnen individuell, aber auch die verschiedenen Abwehrpärchen einen guten Härtetest abgeben.

Einspielen fürs Spanien-Spiel „Island ist eine Klassemannschaft, China ist wie Spanien technisch versiert und gegen Schweden wird das Tempo hoch sein“, blickt Neid auf die Partien in Portugal voraus. „Das ist gut für diese wichtigen Qualifikationsspiele, wenn man schon drei, vier Spiele gemacht hat“, hofft Neid, dass ihre Elf dann auf den Punkt fit sein wird, wenn es Ende März zum Duell mit den Spanierinnen kommt.