DFB-Elf holt Pflichtsieg in der Türkei

Von am 15. Februar 2012 – 17.58 Uhr 57 Kommentare

Die deutsche Frauen-Nationalelf hat trotz einer durchschnittlichen Leistung das Qualifikationsspiel zur UEFA Women’s EURO 2013 gegen die Türkei in Izmir klar gewonnen.

Beim 5:0 (2:0)-Erfolg erzielten Dzsenifer Marozsan (10.), Célia Okoyino da Mbabi (11.), Linda Bresonik (71.) und Melanie Behringer (76., 90.) die Treffer.

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Kapitänin Saskia Bartusiak sah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte und wird somit im so wichtigen EM-Qualifikationsspiel gegen Spanien am 31. März in Mannheim fehlen.

Ohne Quintett
Auch ohne Nadine Angerer, Fatmire Bajramaj, Inka Grings, Kim Kulig und Simone Laudehr nahm die DFB-Elf das Heft von Beginn an die Hand und wurde schnell belohnt: Marozsans Aufsetzer in ihrem ersten Länderspiel in der Startformation brachte der DFB-Elf die schnelle Führung (10.). Und als Célia Okoyino da Mbabi nur Augenblicke später nach schöner Vorarbeit von Linda Bresonik per Volleyschuss zum 2:0 erhöhte (11.), schien alles auf einen trefferreichen Nachmittag hinzudeuten.

Mangel an Kaltschnäuzigkeit
Doch dann dauerte es eine ganze Stunde, ehe die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid erneut jubeln durfte, als Linda Bresonik nach einem Lattenschuss der eingewechselten Anja Mittag am schnellsten reagierte und den dritten deutschen Treffer erzielte (71.). „Ärgerlich, dass wir in der ersten Halbzeit so viele Chancen haben liegen lassen. Das hat mich schon ein bisschen an das Spiel in Spanien erinnert“, so eine wenig zufriedene Neid, die wegen ihrer Sperre das Geschehen von der Tribüne aus verfolgte. Und fast wäre der Türkei sogar der Anschlusstreffer gelungen, doch die umsichtige Almuth Schult verhinderte bei ihrem Debüt in der Nationalmannschaft einen Gegentreffer, als Arzu Karabulut plötzlich allein vor ihr auftauchte. „Sie hat viel Ruhe ausgestrahlt und ein gutes Spiel gemacht“, erntete sie ein Lob von Neid.

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Frauenfußball - Dzsenifer Marozsan

Dzsenifer Marozsan stand erstmals in der Anfangsformation der DB-Elf © Nora Kruse / ff-archiv.de

Behringer trifft doppelt
Marozsan, Da Mbabi, Viola Odebrecht und Alexandra Popp hatten in der ersten Halbzeit weitere gute Torchancen ausgelassen. In der Schlussphase schraubte die deutsche Elf das Ergebnis aber dann doch noch in die Höhe: Melanie Behringer mit einem von Popp abgefälschten Schuss (76.) erzielte Treffer Nummer vier, in der Schlussminute gelang der Frankfurter Spielerin ein zweites Tor, als sie einen Freistoß aus 20 Metern direkt verwandelte (90.).

Bartusiak fehlt gegen Spanien
In der Nachspielzeit musste Saskia Bartusiak, die für die verletzte Nadine Angerer die Kapitänsbinde trug, mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz, sie wird das wichtige Qualifikationsspiel am 31. März in Mannheim gegen Spanien somit nur von der Tribüne aus verfolgen können.„ Das war überflüssig. Ich war plötzlich in einer 1:1-Situation und habe die Gegenspielerin berührt“, so Bartusiak.

Pässe und Flanken kommen nicht an
Neid bilanzierte: „Wir haben sehr gut angefangen, aber viele Chancen liegen lassen. Es ist absolut ärgerlich dass Saskia die Gelb-Rote Karte bekommen hat. Heute ist der letzte Pass auf die Mitspielerin nicht angekommen, auch die Flanken von außen nicht, obwohl wir gute Ideen hatten. Daran müssen wir arbeiten.“

Neuer Tabellenführer
Mit dem Sieg hat die DFB-Elf in der Gruppe 2 das punktgleiche Spanien dank des besseren Torverhältnisses überholt und ist neuer Spitzenreiter.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

57 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Where is the progress since EM2009?

    The basic problems are many……lack of a positive football philosophy, lack of creativity, lack of structure, lack of intelligence, lack of integrity – the list is very long.

    FF in Germany is going backwards. Yesterday the Coach had to sit in the stands and the new Captain got a red card. That is indicative of far, far deeper problems.

    I think it is very probable that at the Algarve Cup it will be the same old story…….and the same lame excuses.
    Then comes the Spain game and another very embarrassing moment?

    After the debacle at WM, it was time for big changes to happen but nothing changed……so the consequence is that more negatives are very likely to occur. It is simple logic!

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  • Detlef sagt:

    @laasee,
    So negativ würde ich die Situation jetzt auch wieder nicht sehen!!!
    Das Angebot an jungen Spielerinnen ist schier überwältigend, und trotz der vielen Hindernisse ist die BuLi die wahrscheinlich beste FF-Liga der Welt!!!

    Die Natio ist noch in einer Findungsphase, und wird wohl noch sehr lange an dieser vermurksten WM zu knabbern haben!!!

    Frau Bundesgöttin muß nun zeigen, daß sie aus den gemachten Fehlern gelernt hat, und Spielerinnen und Spielsystem besser aufeinander abstimmt als bisher!!!
    Ich hätte gerne mal ihre Meinung dazu gehört, warum die Mannschaft nach einer schnellen 2:0 Führung (noch dazu gegen so einen schwachen Gegner) plötzlich die Konzentration verliert!!!

    Solche mentalen Fehler kannte man früher von deutschen FF-Natios eigentlich kaum!!!
    Es gab sicher auch früher Begegnungen, in die man erst spät (oder gar nicht) hinein fand, aber wenn es einmal lief, dann lief es!!!

    Auf diesem Gebiet muß man sicherlich noch sehr viel arbeiten (siehe WM)!!!
    Denn was machen ihre Spielerinnen denn sonst, wenn sie mal (gegen Top-Mannschaften) in einen Rückstand geraten???

    PS: Eigentlich ist der „Pandora-Part“ doch meiner!!! 😉

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  • Mika sagt:

    Warum saß Kemme eigentlich auf der Tribüne? Habe ich da was verpasst? Hat sie sich etwa wieder verletzt? Ist es nicht langsam Zeit, dass sie mal spielen darf?

    Damit wäre auch das Problem in der Abwehr gelöst. Peter in die Mitte, Kemme links, und Bresonik (hat zwar gut gespielt, aber) finde ich rechts in der Defensive eh besser. Für Lena könnte man sich dann eventuell auch noch eine Alternative überlegen.

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  • laasee sagt:

    @Detlef

    There are many negatives – there are few positives.
    That is an indication that there are big problems.

    The fault is with the people at the very top of German football.

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Das Ganze hat doch bereits nach dem Rücktritt der großen Spielerinnen 2007 aus der Nationalmannschaft angefangen. Die EM 2009 war schon längst kein Selbstläufer mehr.

    Was ich, im Gegensatz zu Detlef, in Deutschland sehe, ist, dass es kaum echte junge Stützen für die N11 gibt. Das Angebot ist sehr rar und die aktuellen Misserfolge der U-Natios bestätigen den Trend, dass man in der Nachwuchsarbeit einfach nichts mehr tut.
    Noch haben wir eine Mannschaft, in der es Spielerinnen gibt, die Führungsqualitäten mitbringen, auch junge Spielerinnen wie Peter, Marozsan, Celia und Schult.
    Aber diese Generationen sterben aus. Bajramaj, Popp, Schmidt, Huth, das mögen alles Spielerinnen mit hervorragenden Fähigkeiten sein, aber keine von denen ist auch nur annähernd in der Lage, ein Team zu führen. Sie können nur glänzen, wenn andere ihnen den Rücken freihalten.
    Nur dass solche Spielerinnen in 3-5 Jahren nicht mehr nachkommen. Und sich nur auf die genannten Spielerinnen zu verlassen, ist sehr bedenklich: Schult ist im Tor und hat dadurch auf dem Platz leider nur beschränkte Möglichkeiten, Peter spielt ebenso auf einer für Führungsspieler ungünstigen Position, was man nicht zuletzt an Philipp Lahm sieht und Celia und Marozsan sind einfach ZUUU oft verletzt!

    Man sollte wieder anfangen, zu arbeiten, anstatt die Füße hochzulegen und hochmütig zu versuchen, die Früchte zu ernten. Das konnte man ein paar Jahre lang tun, aber jetzt ist es wieder an der Zeit, etwas für den Erfolg zu tun!
    Ansonsten sind wir in der N11 in zwei bis drei Jahren da, wo wir heute bei den U-Natios sind, nämlich im grauen Mittelmaß!

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  • karl sagt:

    Ich finde nicht dass die heutige Nationalmannschaft schlechter ist als fruehere. Ich darf daran erinnern dass auch die schlechte Spiele gemacht haben. Das Problem der aktuellen ist viel mehr dass die anderen Laender seit Jahren mit Siebenmeilenstiefeln aufholen.
    Bei frueheren WMs waren doch meist die USA, Deutschland, Norwegen, Schweden und vielleicht noch China, Kanada und Brasilien unter sich. Alle anderen fuhren mehr oder weniger dorthin um dabei gewesen zu sein. Das hat sich drastisch geaendert, nicht nur in Europa. Diesen gewissen Vorsprung verdankten die USA einer erstklassigen Jugendarbeit an den Colleges und der Tatsache dass man es besser fand die Frauen Soccer spielen zu lassen statt football. In Deutschland verdankte man es der Tatsache frueher und intensiver als andere Laender mit der Foerderung angefangen zu haben. In den siebzigern begann damals fast jeder B Klasse Verein auch ne Frauenabteilung zu gruenden. Und nach Jahren des Aufbaus hatte man dann auch Erfolg und es kamen Talente an die Oberflaeche , wie Birgit Prinz, Renate Lingor, Maren Meinert, Inka Grings und andere .

    Die heutige deutsche Mannschaft hat im Prinzip eigentlich als solche kein Problem, ausser dass die Konkurenz staendig staerker wird und wenn man schon ziemlich weit oben ist ist es einfach viel schwerer sich noch zu verbessern als wenn man von unten aufholen muss.

    Das was heute die Jugendauswahlen durchmachen ist ein ganz normaler Prozess , der zu erwarten war wenn die anderen Laender mit der Jugendarbeit auch ernst machen.

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  • laasee sagt:

    The previous success of the N11 has been primarily the result of superior power (physical and mental) over other nations.
    Other countries are now improving and the gap is closing.

    In the area of tactical awareness and decision making, Germany is not in a good position.
    U17 have shown that they can win easily against lesser opponents but struggle against teams that are clever and tactically astute (U17 WM against N Korea is a valid example).
    If young German players are not encouraged and developed to be tactically aware and to ’solve problems‘ then the future at senior level is not going to be successful.
    Look at the development of Spanish junior football and that is very progressive.

    Being able to run faster and longer than the opponents is in itself not enough. In the past it was but not any longer.

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    The solutions are simple –

    1. N11 needs a ‚talisman‘ figure, a ‚leader on the field‘. There is only one candidate – the girl that you do not like.

    2. Zwanzigger to have no input on FF – he is a liability and a proven negative.

    3. Neid out immediately. The principle of rewarding failure is stupid.

    4. Either Schroder or MVT as new Coach – with additional powers to totally reorganise/restructure FF.

    5. DFB to have equality of finance for men and women – so equal financial awards for DFB Pokal, N11 etc. (it is 2012 and we should be living in a modern world).

    6. DFB sponsors to cover MF and FF and not separate sponsors (united football family and not gender apartheid)

    Those 6 points would be a good start forward.

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Wer so argumentiert, der geht davon aus, dass die Frauen in Deutschland bereits jetzt auf dem höchstmöglichen Niveau spielen. Das sehe ich nicht so.
    Ich denke, die Arbeit bei den Frauen gerade im Jugendbereich, was Taktik und Technik anbelangt, lässt deutlich nach.
    Und ich muss laasee da unbedingt recht geben, dass gerade dort vom DFB die falschen Trainer eingesetzt werden.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • karl sagt:

    @Sheldon : Sie spielen schon auf nem relativ hohen niveau. Das hoechstmoegliche ist wohl eher unerreichbar(rein theoretisch natuerlich nicht, aber in der Praxis) . Die Analyse von Lassee find ich durchaus richtig, aber die vorgeschlagenen Loesungen sind irgendwie nicht so gut , bis auf punkt 5 und 6 , aber die sind utopisch , aber traeumen darf man ja. Ob das mit anderen Trainern besser waere kann ich nicht beurteilen. Wie ich das sehe muss man kurzfristig zumindest die Abwehr deutlich verbessern und moeglichst jedes Gemecker und Gehader mit Schiedsrichterentscheidungen auf dem Spielfeld einstellen.

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  • H2O sagt:

    @laasee

    Also ich kann dir da nur partiell zustimmen.

    Den einen Anführer braucht man im heutigen Fußball meiner Meinung nach nicht mehr.
    Ob Zwanziger da ist oder nicht, finde ich ist auch nicht so wichtig. Allgemein hat er meiner Meinung nach viel für den FF geleistet, und ohne ihn stünde es um die Liga wohl nicht so gut.

    Das Neid weg muss sehe ich auch so. Garnicht mal weil ich ich sie dolle unsympathisch finde, sondern weil ich sie als eine höchstens durchschnittliche Trainerin empfinde.
    Wie hat sie denn die NM in den letzten Jahren spielerisch und taktisch weiterentwickelt?
    Welche Spielerinnen hat sie neu entdeckt und gefördert?
    Ist sie auch mal risiken eingeganen um Spieler auszuprobieren, die nicht in der öffentlichkeit gehypt wurden?

    In all diesen Punkten ist mein Eindruck, dass da wenig bis nichts kam. Natürlich gibt es dafür jeweils zuständige Co Trainer und Assistenten, aber als Cheftrainerin muss sie die richtigen Leute für diese Positionen finden und im Notfall auch mal austauschen. Ist halt auch ein Management Beruf.
    Es fehlt ihr halt eine Vision wohin sie „ihren“ Fußball entwickeln möchte und in der Praxis sehen wir stagnation. Und wer sich nicht weiterentwickelt wird eingeholt. Das wurde bereits sehr gut in einigen Kommentaren beschrieben.

    Zu dem Punkt
    „4. Either Schroder or MVT as new Coach – with additional powers to totally reorganise/restructure FF.“
    habe ich auch ne andere Meinung. Die beiden sind gute Vereinstrainer. Teilweise schon ewig im Geschäft, aber vielleicht sollte man mal überlegen eine art Doppelgespann aufzubauen. Einen/Eine fähige Figur aus der FF welt und eine Trainer der schon im MF gezeigt hat, dass er Manschaften führen und weiterentwickeln kann. Genug Geld scheint ja für die NM Führung dazu sein.
    Beispielsweise Hr. Stanislawski oder Hr. Rangnickwürden selbst wenn sie nur ein oder zwei Jahre da währen dem FF ganz neue Impulse geben.

    Zu
    „5. DFB to have equality of finance for men and women – so equal financial awards for DFB Pokal, N11 etc. (it is 2012 and we should be living in a modern world).“ diesem Punkt sehe ich das auch anders. Wenn sie genausoviel Geld bekommen, was soll das bringen? Wer einmal spielt gibt sowieso alles um zu gewinnen. Das Problem ist doch nicht die mangelnde Motivation, sondern jeweils mangelnde Fähigkeiten. Außerdem bringen die Männer im DFB das Geld auch ein, dass sie ausgezahlt bekommen. Bei den Frauen ist das wohl anders. Gleichberechtigung bedeutet meiner Meinung nicht gleichmacherei. Wenn sie es schaffen überragenden Fußball zu spielen und so viele in ihren Bann zu ziehen (und es vermarkten zu können) ist auch mehr Geld drin.

    Und Punkt 6 versucht der DFB schon umzusetzen, soweit ich weiß. 🙂
    Wenn das immer ginge würde das natürlich dem FF viel bringen.

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Ich denke, die Frauen sind noch lange nicht auf dem Zenit. Da ist noch durchaus mehr möglich. Gerade im taktisch-technischen Bereich ist noch bedeutend Spielraum, wenn man auch bedenkt, dass das Spiel immer schneller wird.
    Die Schnelligkeitswerte bei Frauen sowie auch die zurückgelegte Distanz in 90 Minuten sind noch deutlich verbesserungswürdig. Beides kann auf 90% der Männer gesteigert werden (siehe Weltrekorde in den Laufdisziplinen).
    Wenn man dann sieht, dass bei den Männern zum Teil 13 bis 15 Kilometer während eines Spiels zurückgelegt werden, während bei den Frauen die Spitzenwerte bei 6 bis 8 Kilometer liegen, dann ist das noch um gute 5 Kilometer steigerungsfähig.

    Daneben ist insbesondere auch das Kurzpassspiel und die Kombinationen ausbaufähig.
    Technisch ist das auch zumeist noch Mangelware. Akrobatik wie beispielsweise Fallrückzieher, Kunstschüsse etc. sind fast gar nicht vertreten.
    Und selbst eine Bajramaj oder eine Marta kommt beim Dribbling nicht an die Besten bei den Männern heran.

    Dazu kommt eine äußerst steife taktische Formierung. Rotationen wie bei Japan während der WM gibt es in Deutschland kaum. Daneben ist das Doppelpassspiel, die neueste Erwerbung bei den Männern, noch vollkommen unausgeprägt!
    Dazu kommt mangelnde Ballkontrolle, ungenaues Passspiel und zu wenig Antizipation.

    @H2O: Es braucht keine einzige Führungsspielerin, es braucht dennoch Spielerinnen, die die Mannschaft führen können. Und die sind zur Zeit Mangelware, da hat laasee recht. Dennoch weiß er, was ich von seiner Lösung halte^^
    Zu Neid: Muss ich mittlerweile leider wieder zustimmen 🙁 Hatte echt gedacht, sie ändert sich.

    Ich würde nicht unbedingt Rangnick oder Stanislawski befürworten, weil das sehr spezielle Trainer sind, wo ich nicht weiß, ob sie den Anforderungen an einen FF-Trainer gewachsen sind!
    Da gäbe es wahrscheinlich andere Möglichkeiten. Generell ist das aber ne gute Idee!

    Punkt 5 ist nichts mehr hinzuzufügen, das ist genau mein Standpunkt!

    Punkt 6 sehe ich anders: Kein Sponsor sollte dazu gezwungen sein, eine Randsparte in einem Verein mitfinanzieren zu müssen. Frauenfußball und Männerfußball sind zwei verschiedene Sportarten und sollten auch als solche verhandelt werden!

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  • wrack sagt:

    Vielleicht kann es nicht schaden, ein kurzen Blick auf die bisherigen Ergebnisse der Türkei zu werfen:

    Türkei – Spanien 1 : 10
    Kasachstan – Türkei 2 : 0
    Türkei – Kasachstan 0 : 0
    Rumänien – Türkei 7 : 1
    Türkei – Rumänien 1 : 2
    Türkei – Deutschland 0 : 5

    Ich halte das ERGEBNIS der deutschen Mannschaft für passabel, weil ich eine Steigerung der Türkei vermute (Übrigens ein Lob für die Türkei, die VERMUTLICH mit minimalen Mitteln Vorbereitung betrieben müssen – Weiter so in dieser Tendenz !). Dazu die Terminierung des Spiels und die zu kompensierenden Ausfälle und meine Enttäuschung hält sich in Grenzen. Aber:
    Ich habe das Spiel nicht gesehen. Der Auftritt der Deutschen mag für den Fernsehzuschauer ärgerlich gewesen sein. Aber:
    Wie kann ein Spiel gegen die Türkei zu grundlegenden Beurteilungen über die Zukunft der Natio führen ?
    Ich halte mich in meinem Urteil jedenfalls noch bis zum Algarve-Cup zurück. Der ist nämlich nach der WM und der EM-Quali DIE Standortbestimmung und Ausreden gelten da nicht mehr. Wenn die Natio große Probleme hat oder bekommt, dann wird man das dort sehen.
    Und dann werden wir sehen, ob die Fußball-Eschatologie, die von einigen betrieben wird, zutrifft. Vielleicht werden wir dann alle zu Zeugen laaseehovas werden und um die Goldene Grings tanzen 😉

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Erstmal Top für deinen letzten Satz, nur vermute ich mal, dass hier 95% der Forumsmitglieder nichts mit dem Wort „Eschatologie“ anfangen werden können 😀

    Ansonsten muss man schon sagen, dass Türkei zwar mit ihren Mitteln dagegen gehalten hat, aber die Deutschen nach vorne hin einfach viel effizienter sein müssen. Da kam gar nix. Hätte man ein bisschen abgeklärter gespielt, dann hätte man deutlich mehr Tore erzielen können, allein in der 1. Halbzeit wären noch 5-6 mehr drin gewesen.

    Nichtsdestotrotz ist das Lob natürlich, gerade an die Keeperin, berechtigt, die sich ein ums andere Mal auszeichnen konnte!

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  • laasee sagt:

    @H20

    I certainly agree with your comment about quality coaches from MF being involved in FF (at all levels).

    I also think that the Ajax Amsterdam youth coaching philospohy is perfect for developing FF.

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  • Mika sagt:

    Meine Frage war übrigens keine rhetorische. Ich verstehe nicht, warum Kemme in die Türkei fliegt, um dann auf der Tribüne zu sitzen. Weiß jemand dazu mehr?

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  • Markus Juchem sagt:

    @Mika: In der EM-Quali dürfen ja nur 18 Spielerinnen auf den Spielberichtsbogen, für das Türkei-Spiel waren aber 20 Spielerinnen nominiert. Ich denke, das war im Vorfeld so abgesprochen und es war klar, dass jemand beim Spiel mit dem Tribünenplatz Vorlieb nehmen musste. Man wollte nach der Winterpause einfach mehr als 18 Spielerinnen begutachten.

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