Zwangspause für Inka Grings

Von am 7. Februar 2012 – 11.02 Uhr 44 Kommentare

Hiobsbotschaft für Bundestrainerin Silvia Neid: Stümerin Inka Grings muss sich einer Operation an der Achillessehne unterziehen und wird mehrere Wochen ausfallen.

Grings wird somit nicht nur für das EM-Qualifikationsspiel in der Türkei am Mittwoch, 15. Februar, 16 Uhr (live in der ARD) ausfallen, sondern vermutlich auch im vorentscheidenen Spiel gegen Spanien am 31. März in Mannheim fehlen.

OP notwendig
Die 33-Jährige plagen seit Monaten Achillessehnenprobleme im linken Fuß, am kommenden Dienstag wird sie sich in der Baseler Rennbahnklinik bei Dr. Bernhard Segesser einer Operation unterziehen, nachdem eine Blockade einer Verbindungssehne als Ursache für die Probleme ausgemacht wurde.

Mindestens sechs Wochen Pause

„Ich fühle mich erleichtert, dass die Ursache für meine Probleme erkannt worden ist“, so Grings. „Ich hoffe, dass die Operation und der Genesungsprozess gut verlaufen und ich schnell wieder spielen kann.“ Grings wird jedoch mindestens sechs Wochen pausieren müssen.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

44 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @wrack: Zunächst einmal hat Deutschland gezeigt, dass man sehr wohl OHNE Grings UND Bajramaj auskommen kann und zwar im Eröffnungsspiel der WM. Das Spiel kam erst aus dem Rhythmus, als Bajramaj und Grings eingewechselt wurden.

    @laasee: In diesem Punkt muss ich dir in jedem Fall zustimmen. Mir ist es lieber, auf deine […] Beiträge zu antworten und mich mit dir zu streiten, als dir nen Riegel vor den Mund zu schieben. Gerade in der Kritik anderer Meinungen entwickelt man sich weiter.

    @Schnufti: Vor 2 bis 3 Jahren konnte man diese Ruhe bei Inka Grings feststellen und damals hätte ich auch noch nichts gegen sie gesagt, […].
    Doch man hat gesehen, wie dominant und herrisch sie sein kann, wenn es mal nicht läuft auf dem Platz. Und dann wird sie genau wie Lira, dann verstolpert sie Bälle, geht Pässen erst gar nicht nach und sieht den Nebenmann nicht.
    Gerade in der letzten Saison konnte man das beachten, da spielte sie viel zu eigensinnig, noch viel eigensinniger als Lira. Beispielsweise legte Grings in der letzten Saison ihren Mitspielerinnen nur 5 Treffer auf, während Lira nach der Hälfte dieser Saison bereits 8 Treffer aufgelegt hat.
    Gerade Maes, Laudehr oder Popp standen in der vergangenen Saison oft sehr viel besser als Grings und sie hat den direkten Abschluss gesucht.
    Außerdem habe ich sie gerade in wichtigen Spielen wie den CL-Halbfinalspielen sehr unangenehm erlebt, in denen sie zwar ein Tor geschossen hat, aber im Rückspiel von der Dreier-Kette vollkommen abgemeldet war.
    Dafür fiel sie vor allem durch Frustfouls auf, wo sie der Gegenspielerin von hinten in die Beine ging und dann beim Pfiff auch noch meckerte.

    Ich habe nichts gegen eine Spielerin, die auch mal Reaktionen zeigt und andere Spielerinnen anschnauzt. Nur gerade im letzten Jahr ist das eigentlich bei ihr die Dauerregel gewesen, wenn ich sie habe spielen sehen.
    Und das ist einfach unprofessionell, gerade weil es persönlich war. Da wurden auch Spielerinnen angemeckert, die eigentlich gar nichts falsch gemacht hatten. Da wurde aus einem Fehlpass eine riesige Szene gemacht. Da wurde die Passspielerin angeschnauzt, wenn sie im Abseits stand, anstatt sich selbst zu kritisieren.
    Und gerade nach der Entlassung MVTs fing das an. Da wurden persönliche Emotionen in das Spiel eingeschleppt.

    Und deswegen bin ich da bei ihrer Personalie derart empfindlich, weil ich es selbst miterlebt hat, welche zerstörerischen Wirkungen eine dominante Persönlichkeit in einem Team haben kann, die sich von persönlichen Gefühlen leiten lässt.
    Einer meiner besten Kumpels wurde in meinem Team von seinem Bruder, der Trainer des Teams war, zum Libero degradiert, weil er zu eigensinnig gespielt hat und keine Selbstkritik üben konnte, sondern immer im Mittelpunkt stehen musste und dadurch schon einige Mitspieler den Verein verlassen hatten.
    Dadurch hat er gelernt, mannschaftsdienlich zu spielen und das Team in den Vordergrund zu stellen und nicht immer sich selbst.
    Das scheint Grings auch noch lernen zu müssen, dass es beim Fußball nicht um sie geht, sondern nur um das Team, egal, wie gut man ist.

    Prinz, Lingor, Garefrekes, Pohlers, Müller, Popp, alle Top-Offensivkräfte wissen das, dass man sich gerade auf dem Platz professionell geben muss und kriegen das von Anfang an eingeimpft, nur für Grings ist das noch ein Platz, wo sie meint, sich verhalten zu können, wie sie will.
    Wäre sie Torhüterin, wäre das ja kein Problem, weil sie da auch tatsächlich für sich selbst spielt und ihre Fehler verantworten muss. Sie ist aber nunmal Feldspielerin und da gilt das Team mehr als jede einzelne Spielerin!

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  • Schnufti sagt:

    Ok aber was Frustfouls betrifft steht Bajramaj auch auf’m Treppchen. 😉

    Jeder hat seine eigene Meinung über Grings. Die einen mögen sie, die anderen nicht. Wie schon geschrieben, wünsche ich Inka das die OP gut verläuft und hoffe, dass sie schnell wieder vollständig fit wird. Denn Verletzungen hat keiner verdient.

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  • Sheldon sagt:

    @Schnufti: So sehe ich das auch, doch scheint nunmal die Verletzung in diesem Fall etwas Positives zu bewirken.
    Allgemein finde ich es völlig normal, dass man der Spielerin natürlich alles Gute wünscht und ich sehe diesen Blog auch nicht als bloße Plattform, um „Alles Gute zum Geburtstag“ und „Gute Besserung“ zu sagen. Wer das machen will, der soll Grings persönlich auf Facebook hinzufügen und wird dann schon sehen, ob Grings etwas mit ihm zu tun haben will oder nicht!
    Und dann kann er ihr die Glückwünsche persönlich schicken!

    Ich sehe das hier als rein trockenes Forum an, in dem man sich über Folgen und Wirkungen bestimmter Sachverhalte sowie Zukunftsprognosen unterhält, wie man es nunmal tut, wenn man den FF professionalisieren will.

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  • Schnufti sagt:

    @ Sheldon:

    „Doch scheint nunmal die Verletzung in diesem Fall etwas Positives zu bewirken.“

    Was ist an einer Verletzung positiv? Das die Person ausfällt, wohlmöglich mit Schmerzen zu kämpfen hat?

    „Und ich sehe diesen Blog auch nicht als bloße Plattform, um “Alles Gute zum Geburtstag” und “Gute Besserung” zu sagen.“

    Also nutzt Du diese Plattform eher dazu, um auf eine Person einzuschlagen und ihr die Pest zu wünschen? Du kannst sie ja dazu bei Facebook hinzufügen, um ihr deine Gedankengänge zu übermitteln.

    „Wer das machen will, der soll Grings persönlich auf Facebook hinzufügen und wird dann schon sehen, ob Grings etwas mit ihm zu tun haben will oder nicht!“

    Vielen Dank für den Tipp. Ich habe ihr bereits die besten Wünsche persönlich zukommen lassen.

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