TV-Tipp: Verändert Frauenfußball die Gesellschaft?
Fußball ist schon seit Jahren die beliebteste Mannschaftssportart bei Mädchen, der Deutsche Fußball-Bund zählt mittlerweile über eine Millionen Frauen und Mädchen, die im Verein dem runden Leder nachjagen. Mit der Frage, ob der Frauenfußball die Gesellschaft verändert, beschäftigt sich heute Nachmittag um 16 Uhr eine TV-Dokumentation auf BR-alpha.
Die halbstündige Doku läuft im Rahmen des Formats Campus DOKU und lässt ExpertInnen, darunter die ehemalige Schweizer Nationaltorfrau Kathrin Lehmann, zu Wort kommen.
Gender Studies in der Sportwissenschaft Lehmann geht als Sportwissenschaftlerin der Frage nach, welche Auswirkungen der Fußball auf junge Mädchen hat. Die Gender Studies haben sich längst auch im Sport als Forschungsgebiet etabliert und gehen den männlichen und weiblichen Rollenzuweisungen nach. Prof. Claudia Kugelmann von der TU München erforscht, wie Mädchen durch “männliche” Verhaltensweisen beim Fußball profitieren und verborgene Potenziale entfalten können.
Projekt in Tansania Prof. Markus Kurscheidt von der Universität Bayreuth meint, der Frauenfußball habe zum Wandel des öffentlichen Meinungsbildes auch in politischen Fragen beigetragen. Positive Auswirkungen soll der Sport auch in anderen Regionen und Gesellschaften haben. Clemens Mulokozi hat in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln das Projekt Jambo Bukobo ins Leben gerufen, das Mädchen in Tansania einen geschützten Raum bieten soll, durch Sport zu mehr Selbstbewusstsein zu kommen.