DFB-Pokal: Das Dauerduell geht in die nächste Runde
Im DFB-Pokal hat es die deutschen Spitzenclubs unterschiedlich getroffen. Der FCR 2001 Duisburg bekommt es im Viertelfinale am Sonntag mit einem Zweitligisten zu tun. Aber nur drei Wochen nach dem Bundesligaduell treffen der 1. FFC Frankfurt und der 1. FFC Turbine Potsdam nun erneut aufeinander. Für die Frankfurterinnen geht es nach der Negativserie bereits um alles.
Als „alles andere als optimal“ beschreibt Frankfurts Trainer Sven Kahlert die vergangenen Wochen noch in recht positiven Worten – vier Pflichtspiele in Folge gingen für den FFC verloren. Die Meisterschaft ist weit entfernt, jetzt droht auch das Aus im DFB-Pokal.
Beide Teams mit Niederlage im Rücken Allerdings haben auch die Potsdamerinnen am vergangenen Spieltag gegen den FCR 2001 Duisburg gezeigt, verwundbar zu sein. Trotz 2:0-Pausenführung unterlagen sie am Ende mit 2:3. Und so glaubt Potsdams Viola Odebrecht an ein Spiel „mit offenem Ausgang“. Die Pokalpartie wird ab 13 Uhr im Livestream sowohl auf DFB-TV als auch auf bei hr-online übertragen.
Kahlert glaubt an veränderte Einstellung Im DFB-Pokalfinale im Mai gewannen der 1. FFC Frankfurt, doch „die Erinnerung an das Bundesligaspiel vor drei Wochen ist noch gegenwärtig“, so Kahlert mit Blick auf die derzeitige Negativserie. Nach der 0:2-Niederlage hatte er sich vor laufenden Fernsehkameras über die mangelnde Einstellung seiner Spielerinnen beklagt, nun glaubt er, „dass wir uns bei dem ewig jungen Duell gegen Potsdam mit großem Teamgeist und positiver Körpersprache präsentieren werden.“
Duisburg reist zum Zweitligisten Der FCR 2001 Duisburg hat durch den 3:2-Erfolg gegen die Potsdamerinnen in der Meisterschaft den zweiten Rang gefestigt, im DFB-Pokal haben sie nun das vermeintlich leichteste Los bekommen: Der FCR gastiert beim Zweitligisten FSV Gütersloh 2009. Beide Mannschaften liegen mit 25 Punkten auf dem zweiten Platz der Tabelle – aber eben in zwei unterschiedlichen Ligen. „Für uns ist ein Sieg in diesem Spiel Pflicht; jede andere Vorgabe wäre unglaubwürdig“, gibt FCR-Trainer Marco Ketelaer die Marschrichtung vor.
Schon in der vergangenen Saison standen die Gütersloherinnen im Viertelfinale des DFB-Pokals und scheiterten im Januar am 1. FFC Frankfurt. Die Erinnerungen sind für FSV-Trainer Markus Graskamp dennoch positiv, wie er gegenüber Womensoccer erklärt . Die Mannschaft habe gekämpft, und dies sei mit tollen Reaktionen belohnt worden. „Wir wurden von unseren Zuschauern mit Standing Ovations verabschiedet“. So gibt sich Graskamp durchaus realistisch, was die eigenen Chancen als klarer Außenseiter gegen den FCR 2001 Duisburg angeht, und möchte erneut eine Leistung zeigen, auf die alle Beteiligten stolz sein können.
Leipzig will sich nicht verstecken Im Meisterschaftsspiel hat der 1. FC Lok Leipzig gegen den Hamburger SV verloren, nun will die Mannschaft von Trainer Jürgen Brauße im DFB-Pokal Revanche. „Wir müssen uns im Hamburg nicht verstecken“, so Brauße gegenüber Womensoccer . In der Bundesliga hat der HSV sogar einen Punkt weniger auf dem Konto. Und so will Leipzig die Gunst der Stunde nutzen. „Wir haben jetzt schon im Pokal so viel erreicht, wie noch nie zuvor. Da kann man ja versuchen, den nächsten Schritt zu gehen.“ Diese Partie findet als einzige schon am Samstag statt.
FCB will Talfahrt in Bad Neuenahr stoppen Die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Während der SC 07 Bad Neuenahr nach schwierigem Beginn der Meisterschaft zuletzt eine Siegesserie hinlegte, ist der FC Bayern München bei seiner Talfahrt nun auf einem Abstiegsplatz gelandet. „Das Spiel in Neuenahr ist losgelöst von der Bundesliga“, möchte FCB-Trainer Thomas Wörle für den DFB-Pokal die letzten Resultate ausblenden, nach denen es seiner Mannschaft vor allem am Selbstbewusstsein fehle. „Der Wille ist da, leider aber auch die Verkrampfung. Für uns geht es darum, Stück für Stück wieder Selbstvertrauen zu bekommen.“