Potsdam festigt Tabellenführung

Von am 13. November 2011 – 19.13 Uhr 101 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat das Spitzenspiel des 9. Spieltags der Frauenfußball-Bundeslig beim 1. FFC Frankfurt mit 2:0 gewonnen. Während die Potsdamerinnen damit ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Punkte ausbauten, rutschte Frankfurt auf Rang drei ab.

„Wir haben 15 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen – und da stand es schon 0:2“, so Frankfurts Trainer Sven Kahlert. Für seine Mannschaft war es bereits die dritte Pflichtspielniederlage in Folge.

Cramer gelingt frühe Führung
Bereits in der achten Minute erzielte Jennifer Cramer die Führung für Turbine. „Wir haben von Anfang an mit viel Leidenschaft gespielt“, lobte Potsdams Trainer Bernd Schröder seine Elf. Nach Vorarbeit von Genoveva Anonma erhöhte Anja Mittag fünf Minuten später auf 2:0. „Die Spielerinnen waren nicht in der Lage, die Vorgaben umzusetzen“, haderte Kahlert. Während Frankfurt sich in der ersten Halbzeit noch einige Chancen erspielen konnte, erlahmte das Spiel nach dem Seitenwechsel nahezu komplett.

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Anja Mittag (r.) bedankt sich nach dem 2:0 bei Vorbereiterin Genoveva Anonma. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Potsdam verwaltet Führung
Die Potsdamerinnen taten in den zweiten 45 Minuten nicht mehr als nötig für das Spiel, die Frankfurterinnen fanden dennoch keine Mittel, die Partie noch zu ihren Gunsten zu drehen. „Der Wille und die Einstellung haben bei manchen Spielerinnen gefehlt“, kritisierte der Trainer. Im Frankfurter Spiel war keine Linie zu erkennen, ein geordneter Spielaufbau fand nicht statt, die Fehlpassquote war eklatant. Positiv war für die Frankfurterinnen allein die Zuschauerzahl: Zum ersten Mal in der Bundesligageschichte war das Stadion am Brentanobad mit 5.200 Zuschauern ausverkauft.

Wolfsburg siegt in Freiburg
Der höchste Sieg des neunten Spieltags gelang dem VfL Wolfsburg beim 3:0 (3:0)-Auswärtserfolg gegen den SC Freiburg. „Aufgrund unserer Leistung in der ersten Halbzeit ist der Sieg verdient“, befand VfL-Trainer Ralf Kellermann. Schon in der vierten Minute erzielte die Ex-Freiburgerin Martina Moser per Abstauber das 1:0. Beim zweiten Treffer zeichnete sich die Schweizer Nationalspielerin als Vorbereiterin aus und flankte in den Fünfmeterraum, wo Nadine Keßler (23.) ohne Probleme zum 2:0 einköpfen konnte. Verena Faißt (31.) gelang der 3:0-Endstand. „Wir haben heute in den entscheidenden Situationen nicht genug dagegengehalten und nach vorne nicht konsequent genug agiert“, so SC-Trainer Milorad Pilipovic.

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Punkteteilung in Hamburg
Vor nur 165 Zuschauern kam der Hamburger SV gegen den FF USV Jena nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Maike Timmermann gelang in der 15. Minute der Führungstreffer. Amber Hearn glich eine Viertelstunde vor Spielende aus. Der USV bleibt trotz des Auswärtspunkts weiter auf einem Abstiegsrang.

Leverkusen weiter Schlusslicht
Die rote Laterne als Tabellenletzter behält jedoch Bayer 04 Leverkusen. Die Mannschaft von Trainerin Doreen Meier unterlag der SG Essen-Schönebeck mit 0:2 (0:0). Melanie Hoffmann erzielte in der 51. Minute die Gästeführung, Isabelle Wolf erhöhte in der Nachspielzeit. Durch den Sieg sicherte die SGS den fünften Tabellenplatz und hat nun vier Punkte Vorsprung auf den SC Freiburg auf Rang sechs.

Bad Neuenahr kommt in Fahrt
Nach dem schweren Saisonstart hat der SC 07 Bad Neuenahr beim 2:0 (0:0)-Auswärtserfolg gegen den 1. FC Lok Leipzig den zweiten Sieg in Folge gefeiert. Vor knapp 500 Zuschauern traf Laura Störzel in der 65. Minute zum 1:0. Den Endstand markierte Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi nach 79 Minuten. Die drei Punkte lassen die Kurstädterinnen, die in der vergangenen Woche noch Tabellenletzte waren, auf den siebten Tabellenplatz klettern.

Duisburg klettert auf Rang zwei
Neuer Tabellenzweiter ist der FCR 2001 Duisburg. Die Duisburgerinnen gewannen bereits am Samstag mit 3:1 (2:0) gegen den FC Bayern München, der damit den Abstiegsrängen immer näher kommt. Jennifer Oster traf vor 1.320 Zuschauern in der 15. Minute zum 1:0, Alexandra Popp erhöhte fünf Minuten später auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel kam der FCB durch Laura Feiersinger (48.) zum Anschlusstreffer, Weltmeisterin Kozue Ando gelang in der Nachspielzeit der 3:1-Endstand.

Der Rückstand der Duisburgerinnen auf Tabellenführer Turbine Potsdam beträgt fünf Punkte. Dennoch warnte deren Trainer Bernd Schröder vor Übermut. „Das ist nur eine Momentaufnahme.“

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