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2011

Die Blicke richten sich nach Frankfurt

Im Mittelpunkt des neunten Spieltags der Frauenfußball- Bundesliga steht das Gipfeltreffen zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam . Beide Teams haben sich in den vergangenen Wochen in unterschiedlicher Form präsentiert. Aber die hinter ihnen lauernden Mannschaften hoffen auf Punkteteilung.

Nach der Niederlage gegen den SC 07 Bad Neuenahr am vergangenen Wochenende möchte der FCR 2001 Duisburg den Anschluss an das Spitzenduo nicht verlieren – nötig wäre dazu ein Heimsieg in der Samstagspartie gegen den FC Bayern München . Gelingt der nicht, „müssen wir uns erst einmal von der Tabellenspitze verabschieden“, so Marco Ketelaer.

FCR setzt auf Heimstärke Doch der FCR-Trainer hofft auf die Heimstärke seiner Elf. Zu Hause „waren wir bisher immer erfolgreich und haben gezeigt, wer der Herr im Hause ist“, verweist er auf die bisher makellose Bilanz im PCC-Stadion. Doch um die gegen den FCB fortsetzen zu können, wird eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel in Bad Neuenahr nötig sein, auch wenn die Bayern mit einer schmerzhaften Niederlage im Rücken nach Duisburg fahren und bisher eine alles andere als optimale Saison gespielt haben.

„Wir haben eine sehr junge Mannschaft und seit Saisonbeginn einige Verletzungsprobleme, deshalb konnten wir die Erwartungen bisher nicht erfüllen“, sagt Bayern-Torfrau Kathrin Längert vor dem Duell mit ihrem Ex-Club. „In Duisburg befinden wir uns klar in der Außenseiterrolle, werden aber natürlich versuchen, eine Überraschung zu landen.“

Frankfurt vor dem Gipfeltreffen unter Druck Klar in der Außenseiterrolle befindet sich der 1. FFC Frankfurt gegen den 1. FFC Turbine Potsdam nicht ( Sonntag, 14 Uhr, live im HR ), doch die Vorzeichen stehen nach zwei Pflichtspielniederlagen in Folge nicht gut für die Frankfurterinnen, hinzu kommt die Verletzung von Ana-Maria Crnogorcevic . „Für uns ist es daher umso notwendiger, wirklich von Beginn an unsere spielerischen und kämpferischen Qualitäten in die Waagschale zu werfen und alle sich bietenden Torchancen konsequenter zu nutzen, als uns das in den vergangenen Wochen und Monaten gelungen ist“, fordert Trainer Sven Kahlert.

Auf der anderen Seite hat man auf Frankfurter Seite aber größten Respekt vor dem gefährlichen Potsdamer-Sturmtrio Genoveva Anonma, Anja Mittag und Yuki Nagasato, das 20 der bisherigen 26 Saisontreffer erzielt hat. Sollte sich der Sturm ebenso erfolgreich zeigen, wie bisher, würde Potsdam im Falle eines Sieges seinen Vorsprung auf die Hessinnen auf sechs Punkte ausbauen.

Freiburg will Serie ausbauen Sehr positiv in der Tabelle steht auch der SC Freiburg. Der Sieg gegen den 1. FFC Frankfurt brachte den Aufsteiger auf den sechsten Tabellenrang, den die Mannschaft von Trainer Milorad Pilipovic gegen den VfL Wolfsburg verteidigen will. „Die Wolfsburgerinnen verfügen über eine hohe individuelle Qualität auf fast jeder Position“, warnt Pilipovic, hofft aber, dass „die Mädels aus dem Frankfurt-Spiel die wichtigen und richtigen Dinge mitnehmen und am Sonntag selbstbewusst auftreten.“ Sollte ein Sieg gelingen, könnte der VfL, der momentan fünf Punkte hinter den drittplatzierten Duisburgerinnen liegt, seine Chancen auf ein Eingreifen in den Kampf um die Champions-League-Qualifikation nahezu abschreiben.

USV vor wichtigem Gastspiel in Hamburg „ Natürlich tat die Niederlage gegen Leipzig sehr weh, aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken“, sagt Laura Brosius, Spielführerin des FF USV Jena vor dem Gastspiel beim Hamburger SV, und ihre Trainerin Martina Voss-Tecklenburg fügt an: „ Nach der Niederlage gegen Leipzig hat das Spiel eine noch größere Bedeutung für uns, wir haben uns für den November ein Punkteziel vorgenommen und gegen Leipzig drei Punkte eingeplant.“ Dem HSV geht es auf der anderen Seite darum, mit einem Sieg den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu wahren.

SGS zu Gast in Leverkusen, Kurstädterinnen reisen nach Leipzig Tabellenschlusslicht Bayer 04 Leverkusen erwartet unterdessen die SG Essen-Schönebeck. Der SC 07 Bad Neuenahr reist mit dem Sieg gegen den FCR 2001 Duisburg im Rücken zum 1. FC Lok Leipzig.